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Champions League Live-Ticker Juventus Turin - FC Barcelona live (06.06.2015, Finale)

Morata (55., )
Vidal (11.)
Pogba (41.)
1:3
beendet
Olympiastadion Berlin, 70.442 Zuschauer
Schiedsrichter: Cüneyt Cakir aus TUR
Rakitic (4., Iniesta)
Suarez (68., )
Neymar (90., Pedro)
Suarez (70.)
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Auto-Update
 
Während Barcelonas Partynacht in Berlin wohl etwas länger andauern wird, mache ich an dieser Stelle das Licht aus. Eine nervenaufreibende Champions-League-Saison liegt hinter uns, gekrönt durch den Triumph des insgesamt wohl besten Teams Europas in Berlin. Wir hören uns wieder in der kommenden Saison. Bis dahin: Gute Nacht, bleiben Sie sportlich!
 
Den Titel des Torschützenkönigs teilen sich übrigens gleich drei Akteure: Neymar, Messi und Ronaldo (je zehn Tore). Damit werden erstmals in der Geschichte der Königsklasse zwei Spieler eines Teams Torschützenkönig.
 
Verteidigen konnte ein Team seinen Champions-League-Titel noch nie, zum ersten Mal bleibt der Henkelpott diesmal aber in demselben Land: Im vergangenen Jahr siegte Real Madrid, nun deren Rivale Barcelona.
 
In der Königsklasse fühlen sich die italienischen Teams auf deutschem Boden nach wie vor unwohl: Zum vierten Mal trat eine Mannschaft vom Stiefel zu einem Europacup-Finale in der Bundesrepublik an, jeweils ging die Partie verloren.
 
Das Quartett Andres Iniesta, Lionel Messi, Xavi und Gerard Pique feiert seinen vierten Champions-League-Titel, zieht damit mit dem bisherigen Rekordhalter Clarence Seedorf gleich.
 
Neymar hat sich einen anderen Rekord gesichert: Der Brasilianer ist der erste Akteur der Königsklassen-Historie, der in einer Spielzeit in beiden Viertelfinalspielen, beiden Halbfinalspielen und dem Finale trifft.
 
Auch ter Stegen lässt sich mit dem Objekt der Begierde ablichten. Der Keeper ist der erste Deutsche, der mit einem ausländischen Klub das Triple aus Champions League, Meisterschaft und Pokal gewinnt.
 
Da ist das Ding! Xavi reckt den Henkelpott in den Berliner Nachthimmel, feiert anschließend gemeinsam Arm in Arm mit Trainer Enrique. Dazu erklingt die Vereinshymne der Katalanen.
 
Der letzte Gang ist allerdings Xavi vorbehalten. Kaum einer hat sich diesen Moment so verdient, wie Barcelonas Vereinslegende.
 
Während Messi, Mascherano und Co. bereits sehnsüchtig auf den Pokal warten, betritt auf Nationalkeeper ter Stegen das Pult - mit einem dicken Grinsen im Gesicht.
 
Nun marschiert der Champions-League-Sieger 2015 nach vorne: der FC Barcelona. Angeführt von Trainer Luis Enrique, der in dieser Saison so viel einstecken musste, mit dem Triple aber alle Kritiker verstummen lässt.
 
Dann müssen die Juventini den bitteren Gang zum Podest antreten und sich die Silbermedaille abholen. Die Katalanen stehen Spalier und applaudieren. Zu Recht, denn die Italiener lieferten eine extrem starke Saison in der Königsklasse ab.
 
Derweil erhält das Schiedsrichtergespann um Cüneyt Cakir seine Medaillen. Wie immer begleitet von Pfiffen...
 
Auf der Gegenseite jubeln die Katalanen ausgelassen. Ter Stegen ist nicht nur spanischer Meister und Pokalsieger, sondern auch Champions-League-Sieger. Und das in seinem ersten Jahr in Barcelona.
 
Bewegende Bilder auf dem Rasen. Bei Routinier Pirlo kullern ob der verpassten Chance auf einen weiteren Champions-League-Titel die Tränen, auch Buffon, der die wohl letzte Chance auf den Henkelpott vergab, ist sichtlich niedergeschlagen.
 
Nachdem die Tifosi im Halbfinale gegen Real Madrid erstaunlich wenig Torchancen zuließen, hatte Juventus mit "MSN" so seine Probleme. Offensiv taute das Team von Allegri erst im zweiten Durchgang auf, hatte insgesamt aber zu wenig Durchschlagskraft.
 
Der anfängliche Schwung der Katalanen ebbte zeitweise ab, nach Wiederanpfiff war Barcelona dem 2:0 wieder nahe. Dann stach Morata mitten in das katalanische Herz, ehe Suarez den Spieß wieder wendete. Die Turiner rannten noch einmal an, bis Neymar in allerletzter Sekunde den Deckel draufsetzte.
 
Damit krönt sich die Blaugrana gerechtermaßen zum besten Team Europas. Wieder einmal machte das wohl beste Dreigestirn aller Zeiten, "El Tridente", den Unterschied. Juventus wachte zu spät auf, um eine Saison zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte mit Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph abzuschließen.
90. Min.
Cakir pfeift gar nicht mehr an. Barcelona bezwingt Juventus im Finale in Berlin und holt zum zweiten Mal nach 2009 das historische Triple!
90. Min.
Der Schlusspunkt. Barcelona kontert, Pedro schiebt am Strafraum auf Neymar rüber. Der Brasilianer tunnelt Buffon und führt die endgültige Entscheidung herbei!
1:3
90. Min.
 Neymar
Toooooor! Juventus Turin - FC BARCELONA 1:3 - Torschütze: Neymar
90. Min.
Bonucci und Alves krachen im Mittelfeld zusammen, Ersterer bekommt den Freistoß zugesprochen. Noch ein langer Ball...
90. Min.
Die offizielle Nachspielzeit ist um. Wie viel packt Cakir noch drauf?
90. Min.
Auch Pedro, der das Gefühl des Triple-Sieges schon kennt, darf noch einmal Berliner Finalluft schnuppern. Torschütze Suarez trabt vom Platz.
90. Min.
Barcelona macht das geschickt, schaltet um und holt in Person von Neymar einen Eckball heraus. Angriff ist schließlich die beste Verteidigung.
90. Min.
Tevez' Schuss aus 20 Metern halblinker Position stellt für Keeper ter Stegen keine große Aufgabe dar.
90. Min.
Enrique nimmt noch etwas Zeit von der Uhr und verstärkt zudem die Defensive. Abwehrmann Mathieu rein, Mittelfeldspieler Rakitic raus.
90. Min.
Fünf Minuten bleiben Juventus, um die Chance auf das Triple aufrecht erhalten zu können. Die Italiener müssen alles nach vorne werfen und brauchen einen Treffer!
90. Min.
Die folgende Ecke verteidigt Barcelona problemlos.
90. Min.
Marchisio probiert es aus 17 Metern mit einem tückischen Aufsetzer in Richtung rechtes Eck. Ter Stegen ist unten und dreht den Ball um den Pfosten.
89. Min.
Offensivmann Coman ersetzt den angeschlagenen Evra in den letzten Minuten.
88. Min.
Die Zeit läuft den Bianconeri allmählich davon. Noch belagert Juventus den Strafraum der Katalanen nicht gänzlich, sodass etliche hohe Bälle in den Sechzehner segeln könnten.
87. Min.
Der Uruguayer humpelt vom Feld, gibt aber grünes Licht. Alles halb so schlimm.
86. Min.
Suarez erwischt es im Duell mit Bonucci im Mittelfeld äußerst unglücklich am rechten Knie. Das sieht gar nicht gut aus.
85. Min.
Allegri holt die Brechstange raus, bringt Sturmtank Llorente. Torschütze und Landsmann Morata geht dafür runter.
83. Min.
Mit dem Treffer von Suarez stellte "MSN" prompt einen neuen Rekord auf: Erstmals in der Königsklasse erzielen drei Spieler eines Klubs mindestens sieben Treffer in einer Saison (Messi zehn, Neymar neun, Suarez sieben).
82. Min.
Beinahe die Entscheidung. Rakitic mit einem direkten Sahnepass aus der Luft für den aufgerückten Pique, der den Ball aus 13 Metern halbrechter Position im Strafraum über den Querbalken jagt. Juventus darf noch hoffen!
79. Min.
Vidal muss vorzeitig runter. Nicht aber wegen eines Platzverweises, der durchaus im Bereich des Möglichen war. Pereyra kommt frisch rein.
79. Min.
Juventus bleibt dran. Pirlo schlägt eine Ecke von links ganz lang, Pogba steigt am zweiten Pfosten höher als Pique und nickt das Leder auf das Tordach.
78. Min.
Xavi kriegt seinen Abschied, macht die 900 Pflichtspiele voll und avanciert mit seinem 151. Einsatz in der Königsklasse zudem zum alleinigen Rekordhalter in der Champions League. Der starke Iniesta macht Platz.
76. Min.
Wieder einer dieser überfallartigen Konter der Blaugrana, diesmal unterbindet ihn Barzagli per Doppel-Foul relativ zentral 20 Meter vor dem eigenen Tor.
75. Min.
Seis drum, der Treffer zählt nicht: Spannung ist für die Schlussphase also in jedem Fall gewährleistet.
74. Min.
Schiedsrichter Cakir hatte offenbar zunächst auf Tor entschieden, ließ sich von seinen Assistenten aber überstimmen.
72. Min.
Neymar trifft, Barcelona jubelt - doch der Treffer zählt nicht. Nach einer herrlichen Kombination drückt der Brasilianer die Kugel aus sieben Metern über die Linie, köpfte sich den Ball dabei unglücklich aus kürzester Distanz an die Hand. Absicht oder eine unnatürliche Bewegung war nicht erkennbar. Großes Glück für die Italiener!
70. Min.
Luis Suarez
Nur eine Minute später handelt sich der Torschütze Gelb ein, weil er im Zweikampf mit Bonucci den Fuß draufhält.
69. Min.
Die Katalanen schlagen zurück. Wieder hat Messi viel Platz, umkurvt Barzagli und probiert es aus 17 Metern halblinker Position selbst. Buffon lässt abklatschen, Suarez stiehlt sich all seinen Bewachern davon, ist damit den entscheidenden Schritt schneller und netzt aus sieben Metern ins leere Tor ein.
1:2
68. Min.
Luis Suarez
Toooooooor! Juventus Turin - FC BARCELONA 1:2 - Torschütze: Luis Suarez
67. Min.
Brenzlige Szene im Strafraum: Alves zieht Pogba im Strafraum zu Boden. Enge Sache, Cakirs Pfeife bleibt stumm.
66. Min.
In einem hart umkämpften Zweikampf mit Mascherano 20 Meter vor dem Tor setzt sich Pogba durch, passt anschließend raus auf Landsmann Evra. Der Franzose sucht am zweiten Pfosten Tevez, der allerdings ein paar Zentimeter zu kurz geraten ist und den Ball nicht drücken kann.
64. Min.
Iniesta hat eine brillante Idee, versucht den an der Abseitslinie lauernden Suarez mit einem Pass in die Schnittstelle der beiden Innenverteidiger freizuspielen. Doch dieser gerät etwas zu steil, sodass der herauseilende Buffon das Leder unter sich begräbt.
62. Min.
Barcelona hat die Ordnung verloren. In Handball-Manier geben die Italiener die Kugel am Strafraumrand ungestört weiter von Mann zu Mann, ehe Tevez aus 16 Metern den Abschluss sucht. Einen Meter drüber.
60. Min.
Die Turiner müssen allerdings aufpassen, nicht in Konter zu laufen. Gerade schalten der aufgerückte Pique sowie Messi überfallartig um, letztlich verpassen die Blaugrana aber den richtigen Zeitpunkt des Abschlusses.
59. Min.
Plötzlich ist die Alte Dame hellwach, schaltet vermehrt auf Angriff und attackiert die Katalanen wieder früher. Barcelona wirkt angeknockt.
57. Min.
Der Spanier trifft damit im dritten Champions-League-Spiel in Folge, alle drei Tore markierte der Spanier gegen Teams aus seiner Heimat.
56. Min.
Drei der letzten vier Champions-League-Treffer erzielte Juventus in der 57. Minute - diesmal schlagen die Italiener zwei Zeigerumdrehungen früher zu. Marchisio schickt Lichtsteiner per Hackenpass rechts steil. Der aufgerückte Schweizer legt klug in den Rückraum, wo sich Tevez geschickt um Mascherano dreht und ter Stegen aus zwölf Metern zu einer Glanzparade fordert. Der Keeper hält, lässt die Kugel aber abprallen. Links im Strafraum lauert schließlich Morata, der die Kugel aus fünf Metern freistehend über die Linie drückt.
1:1
55. Min.
Alvaro Morata
Toooooooor! JUVENTUS TURIN - FC Barcelona 1:1 - Torschütze: Alvaro Morata
54. Min.
Hartes Tackling von Bonucci an der Mittelinie von hinten gegen Suarez. Normalerweise ein gelb-würdiges Foul, doch Schiedsrichter Cakir belässt es bei einer Ermahnung.
52. Min.
Die Blaugrana machen nicht den Fehler, sich auf dem knappen und ebenso gefährlichen Vorsprung auszuruhen. Vielmehr drängt Barca auf den zweiten Treffer, der einer Vorentscheidung gleich käme.
50. Min.
Messi hat sich für den zweiten Durchgang sichtlich einiges vorgenommen. La Pulga leitet seine Chance per Doppelpass mit Neymar und Suarez selbst ein, kreist einmal um den Strafraum und wuchtet die Kugel aus 16 Metern links über den Querbalken.
48. Min.
Aus einer Pirlo-Ecke von rechts resultiert eine exzellente Fünf-gegen-drei-Kontersituation für die Katalanen. Rakitic steckt auf Suarez durch, der, anstatt einen besser postierten Mitspieler einzusetzen, aus spitzem Winkel selbst abzieht und das kurze Eck anvisiert. Buffon taucht blitzschnell ab und dreht die Kugel um den Pfosten.
47. Min.
Messi dribbelt von rechts in den Strafraum, nimmt Suarez mit. Der Uruguayer kommt im Duell mit Bonucci zu Fall, weiß aber sofort, dass das nicht für einen Strafstoß ausreicht.
46. Min.
Beide Trainer vertrauen vorerst ihrem Startpersonal. Noch muss Xavi also auf sein 900. Pflichtspiel seiner Karriere warten.
 
Der deutsche Schlussmann hatte sogar mehr Ballaktionen als die gegnerischen Stürmer Morata (16) und Tevez (15). Einerseits ein Zeichen dafür, dass der ehemalige Gladbacher stets anspielbar ist. Andererseits unterstreicht diese Statistik die These, dass Juventus sein gefährliches Sturmduo selten mit Bällen fütterte.
 
Wie schon gegen Dortmund und Real Madrid witterte die Alte Dame ihre Chance im schnellen Umschaltspiel, das Juventus aber zu selten konsequent zu Ende spielte. Eine echte Großchance musste der souveräne Barca-Keeper ter Stegen nicht vereiteln.
 
Ein schwungvolles, hochklassiges und teilweise hitziges Finale. Nachdem Barcas Mascherano in den ersten Augenblicken Nerven bewies, machten die Katalanen in der Folge mächtig Dampf. Rakitic vollendete eine blitzsaubere Kombination über die Stationen Alba, Neymar und dem uneigennützigen Vorlagengeber Iniesta zur drittfrühesten Führung in der Champions-League-Finalgeschichte. Die Katalanen versuchten sofort, gegen die defensiv überraschend löchrigen Italiener nachzulegen, fanden am starken Gigi Buffon vorerst aber kein zweites Mal ein Vorbeikommen.
45. Min.
Pünktlich bittet Referee Cakir zur Pause. Nach 45 Minuten befindet sich Barcelona auf Triple-Kurs.
45. Min.
Barcas Keeper Ter Stegen bleibt tadellos. Spielerisch präsentiert sich der Keeper gewohnt sicher, auch die wenigen Abschlüsse der Juventini angelt sich der Ex-Gladbacher mühelos. Diesmal stellt ihn ein zu zentraler Distanz-Kracher vor keine großen Probleme.
43. Min.
Interessant, wie die Italiener taktisch eingestellt sind. Bei Ballbesitz Barcelona ziehen sich zwei Viererketten zurück, davor agiert Morata als erster "Verteidiger". Irgendwo im Niemandsland trabt Tevez, der von allen Defensivaufgaben freigestellt ist.
41. Min.
Paul Pogba
Unglückliche Verwarnung für Pogba. Der Franzose rutscht im Mittelfeldduell mit Messi weg, trifft den Argentinier unabsichtlich an der Ferse. Cakir kennt keine Gnade und belastet den Juventini mit Gelb.
40. Min.
Suarez tanzt rechts frei durch die Hälfte der Alten Dame, erhält dabei höchstens Begleitschutz. 17 Meter vor dem Tor nutzt der Uruguayer die unkonventionelle Variante mit der Pike. Der Ball saust Millimeter am langen Eck vorbei.
38. Min.
67 Prozent der Spielanteile gehören dem Team von Luis Enrique. Barca wird demnach also auch im achten Jahr in Serie den größten Durchschnitts-Ballbesitzwert aller Champions-League-Teilnehmer stellen.
36. Min.
Zweikampf zwischen Alba und Pogba an der Strafraumkante, Letzterer kommt nach einem leichten Kontakt zu Fall. Weiterspielen, sagt Referee Cakir. Da hilft den Italienern auch lautstarkes Lamentieren nicht.
35. Min.
Bonucci, Barzagli, Morata, Pogba... Die Turiner haben so viele großgewachsene Zielspieler in den eigenen Reihen, führen einen Eckstoß von der linken Seite dennoch kurz aus. Die Flanke aus dem Halbfeld landet schließlich direkt in ter Stegens Armen.
33. Min.
Dreh- und Angelpunkt der Blaugrana ist klar Iniesta, der an praktisch jedem Angriff direkt beteiligt ist und das Tempo bestimmt. Auf der Gegenseite bekommt Juventus seinen Spielgestalter Pirlo noch nicht so recht eingesetzt.
31. Min.
Die Juventus-Anhänger machen sich auf den Rängen bemerkbar, pushen ihre Mannschaft nach vorne. Doch diese lässt sich in dieser Phase zu weit nach hinten drängen, fabriziert nicht mehr das bedarfsmäßige Forechecking.
28. Min.
Eine weitere gute Nachricht für die Tifosi. Wie Trainer Allegri vor dem Spiel bestätigte, kann Superstar Messi aufgehalten werden. Der Aktionsradius von La Pulga ist bislang verhältnismäßig klein. Doch jeder weiß: Der Argentinier kann urplötzlich und jederzeit explodieren.
26. Min.
Der katalanischen Wirbelsturm wird harmloser, während sich die Juventini inzwischen gefangen haben. Barca bekommt nicht mehr das Tempo und die Variabilität in seine Angriffe, das ist angesichts des Spielstandes aber auch nicht zwingend erforderlich.
24. Min.
Defensiv bleiben die Katalanen zeitweise löchrig. Erst hat Tevez rechts im Strafraum Platz, bringt das Leder aber nicht zu Nebenmann Morata. Diesem springt der Ball Sekunden später am rechten Strafraumeck vor den Schlappen. Der Spanier dreht ihn aber zwei Meter am langen Eck vorbei.
22. Min.
Vidal bleibt ein ekliger Gegenspieler, der sich ob seiner bereits vorhandenen Verwarnung anscheinend nicht bewusst ist. Wieder rangelt er gegen Dani Alves, holt sich obendrein einen Beinschuss ab.
20. Min.
Wieder ein schneller Vorstoß der Bianconeri, diesmal zieht Pogba auf der linken Seite an. Der Franzose sucht Tevez im Zentrum mit einer halbhohen Hereingabe, Pique passt aber auf und fälscht zur Ecke ab. Diese bringt nichts ein.
19. Min.
Besonders auffällig: Brasiliens Tempodribbler Neymar. Der Flügelstürmer fordert stets den Ball, interpretiert seine Rolle auf links extrem variabel und initiiert immer wieder gefährliche Aktionen.
17. Min.
Die Katalanen lassen die Kugel aktuell geduldig durch die eigenen Reihen zirkulieren. Zeit, kurz durchzuschnaufen und das bisher Geschehene Revue passieren zu lassen. Die Blaugrana drückten das Gaspedal von Anpfiff weg voll durch, agierten extrem zielstrebig und verdienten sich den Vorsprung. Das sonst so defensivstarke Juventus hat gewaltige Probleme, kommt sporadisch aber in das letzte Drittel.
15. Min.
Vidal wandert auf einem ganz schmalen Grat. Diesmal steigt der chilenische Kämpfer gegen Neymar auf der linken Seite rücksichtslos ein. Cakir knüpft sich den ehemaligen Leverkusener gleich vor.
14. Min.
Danach sieht es momentan allerdings ganz und gar nicht aus. Buffon bewahrt seine Farben nach einem Alves-Schuss von der rechten Strafraumkante durch einen Blitzreflex vor dem zweiten Gegentor, Messi setzt den Rebound aus spitzem Winkel auf das Tordach.
12. Min.
Übrigens: Rakitics Treffer war das drittschnellste Tor in einem Champions-League-Finale, nur Maldini 2005 (1. Minute) und Mendieta 2001 (3. Minute) trafen noch schneller. Jeweils siegte anschließend der Gegner! Für Juventus ist also noch nichts verloren...
11. Min.
Arturo Vidal
Vidal wie er leibt und lebt. Nachdem der Chilene gerade noch ungeschoren davon gekommen war, säbelt der Mittelfeldmann wenig später Busquets im Mittelfeld um. Cakir handelt folgerichtig und zückt Gelb.
10. Min.
Die Kontrahenten geben sich mit unnötigem Mittelfeldgeplänkel ab, sondern machen nach wie vor mächtig Alarm. Auf der Gegenseite wuchtet Neymar das Leder denkbar knapp am rechten Winkel vorbei.
8. Min.
Defensiv ist Barca allerdings verwundbar. Die Katalanen sind kollektiv aufgerückt, Juventus nutzt die Gunst der Stunde und schaltet schnell über rechts um. Morata lässt Alba dort alt aussehen, gibt dann zurück auf Vidal. Der Chilene zirkelt das Leder aus 17 Metern über das linke Kreuzeck.
7. Min.
Ein absoluter Traumstart für die Blaugrana, die die beste Defensivreihe der diesjährigen Champions-League-Saison geschickt auseinander zog und auf engstem Raum blitzsauber kombinierte.
5. Min.
Fußball auf allerhöchstem Niveau! Barca verlagert auf die linke Seite, wo sich Alba und Neymar die Kugel zuspielen. Letzterer verzögert kurz, steckt dann links im Strafraum auf den einlaufenden Iniesta durch. Sieben Meter vor dem Tor legt der Spanier uneigennützig auf Rakitic rüber, der freistehend nach halbrechts vollstreckt. Buffon kann nichts ausrichten.
0:1
4. Min.
Ivan Rakitic
Toooooooooooor! Juventus Turin - FC BARCELONA 0:1 - Torschütze: Ivan Rakitic
3. Min.
Mascherano hält dem Druck offenbar noch nicht stand. Wieder unterläuft dem Verteidiger ein Fehler, diesmal auf Kosten eines Eckballs. Diesen bekommen die im Durchschnitt ein gutes Stück kleineren Katalanen geklärt.
2. Min.
Zittriger Beginn der Katalanen. Anstatt einen langen Ball zu schlagen, bevorzugt Mascherano an der eigenen Grundlinie gegen ein früh pressendes Juventus den Kurzpass. Dieser prallt vor die Füße von Marchisio, der sofort weiterleitet. An der Sechzehnerkante verzieht Tevez deutlich.
1. Min.
Los geht's! 90 Minuten trennen Juventus Turin und den FC Barcelona vom Triple. Wer holt sich den Henkelpott?
 
Das Objekt der Begierde ist schon da, die Teams laufen in diesem Moment beim Erklingen der altbekannten Champions-League-Hymne ein.
 
Die Augen richten sich auch auf den Referee. Dieser heißt Cüneyt Cakir, kommt aus der Türkei und erlebte bereits das Vorjahresfinale mit - das allerdings als vierter Offizieller. Ein rasanter Aufstieg...
 
Weil das für Fußball-Fans zwar nett anzusehen, aber nicht sonderlich spannend ist, versorge ich Sie noch mit einem Angeber-Fakt: Juventus läuft mit der zweitältesten Startformation der Final-Geschichte der Königsklasse auf. Im Schnitt sind die Turiner 30 Jahre und 153 Tage alt. Ob alte Besen wirklich gut kehren?
 
Auch in diesem Jahr leiten etliche Athleten das für den europäischen Vereinsfußball bedeutendste Spiel mit einer Eröffnungszeremonie ein.
 
Wer die Bedeutung dieser Partie noch immer nicht einschätzen kann - Neymar bringt es kurz und knapp auf den Punkt: "Für mich ist es das wichtigste Spiel meines Lebens."
 
Noch eine nette Schnapszahl-Statistik von La Pulga, bevor es endlich losgeht: Bisher lief Messi 99 Mal in der Königsklasse auf, kommt dabei auf stolze 99 Torbeteiligungen. Diese setzen sich zusammen aus, wie sollte es anders sein, 77 Treffern und 22 Vorlagen. Dazu traf der Argentinier in der Champions League bereits in 23 europäischen Städten, in Berlin hat der 77-fache Königsklassen-Torschütze bislang keine Duftmarke gesetzt. Sollte es heute nicht klappen, müsste die Berliner Hertha schon bald wieder international spielen...
 
Viele vergleichen das aktuelle Barcelona mit dem historischen Team von Pep Guardiola, das von 2008 bis 2012 den europäischen Fußball dominiert hat. Verteidiger Gerard Pique will davon nichts hören: "Ich hasse Vergleiche", antwortete der Innenverteidiger auf die Frage, welches Barça das bessere sei. "Ich möchte nicht mit der Leistung von damals verglichen werden", grantelte der Abwehrmann. Eine Veränderung gegenüber damals machte der Spanier aber doch aus: "Wir mögen es, den Ball zu haben - aber dieses Jahr gefällt uns das Kontern auch, das macht uns stärker."
 
Sein Gegenüber Marc-Andre ter Stegen stammt aus einer ganz anderen Torhütergeneration. Der spielstarke Schlussmann wagte zu Beginn der Saison den mutigen Schritt aus Mönchengladbach zum katalanischen Spitzenklub. In der Liga musste sich der deutsche Nationalkeeper dem Chilenen Claudio Bravo geschlagen geben, im Pokal sowie der Königsklasse führte am 23-Jährigen aber kein Weg vorbei. Lob heimste ter Stegen direkt von allen Seiten ein - unter anderem von Xavi: "Ich habe noch nie einen Torwart gesehen, der so gut mit beiden Füßen spielt. Er ist eine riesige Überraschung. Ich denke, er hat das Zeug dazu, der beste Torhüter der Welt zu werden." Dass er mit Barca Titel holt, war zu erwarten. Aber direkt das Triple in der Premierensaison?
 
Immer wieder traf Xavi dabei auf Juves Keeper Gigi Buffon, der bei der Alten Dame einen ähnlich hohen Stellenwert genießt. Der Schlussmann hat in knapp 20 Jahren als Profi sämtliche Trophäen gesammelt - den Henkelpott gewann der 37-Jährige allerdings noch nie. 2003 war Buffon mit Juventus nah dran, am Ende jubelte aber der AC Milan um Andrea Pirlo. Will Gigi seinen Schrank auffüllen, muss das fast schon heute klappen. In Berlin triumphierte Buffon schließlich schon einmal, als er mit Italien 2006 Weltmeister wurde...
 
Ein echter Fußball-Romantiker verabschiedet sich in Berlin von der ganz großen Fußballbühne: Barcas Mittelfeldmann Xavi. Der 35-Jährige hat alle Facetten dieses Sports erlebt, ist seit 17 Jahren Profi, holte in 899 Spielen insgesamt 28 Titel und verlässt seine Heimat am Saisonende gen Katar. Trainer Enrique könnte dem Denker und Lenker mit einem Einsatz einen gebührenden Abschied gewähren, der spanische Weltmeister würde neben der 900er-Marke auch zum alleinigen Spitzenreiter in der Königsklasse avancieren: Momentan steht Xavi gemeinsam mit Casillas bei 150 Champions-League-Einsätzen. Bei erfolgreichem Ende für die Katalanen dürfte er als Kapitän obendrein den Pokal entgegennehmen.
 
Bayerns Trainer Pep Guardiola hatte vor dem Halbfinale noch behauptet: "Messi kann man nicht stoppen. Er ist zu gut." Trainerkollege Allegri hisst dagegen nicht von vornherein die weiße Flagge. "Ich glaube, dass Messi gestoppt werden kann, ganz klar. Sonst hätten wir gar nicht herkommen brauchen, sondern hätten woanders hingehen können", ist sich der Coach sicher.
 
... der kantige Innenverteidiger der Juventini ist aufgrund einer Zerrung in der linken Wade verletzungsbedingt nicht an Bord. Ein herber Verlust für die Italiener: "Sein Charakter und seine Entschlossenheit werden uns fehlen, auch in der Kabine", bedauert Leonardo Bonucci den Ausfall seines Pendant in der Innenverteidigung. Der ehemalige Wolfsburger Andrea Barzagli springt wie erwartet ein und bekommt die Aufgabe, Neymar, Suarez und Messi auszubremsen. Ob das überhaupt möglich ist?
 
Pikant wäre mit Sicherheit auch das Wiedersehen Suarez' mit Giorgio Chiellini geworden. Der Italiener fiel bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien einer abermaligen Beißattacke des Uruguayers zum Opfer. Dieser wurde daraufhin für vier Monate gänzlich aus dem Verkehr gezogen. Dieses heikle Duell fällt heute allerdings flach...
 
Respekt - ein Wort, das Barcelonas Angreifer Luis Suarez in seiner Laufbahn nicht immer ganz genau genommen hat. Im Oktober 2011 soll der Uruguayer im Dress des FC Liverpool Gegenspieler Patrice Evra mehrfach rassistisch beleidigt haben. Daraufhin wurde Suarez für acht Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe von 40.000 Pfund belegt. Beim nächsten Duell im Februar 2012 verweigerte er dem Franzosen demonstrativ den Handschlag. Heute sehen sie sich wieder - wie wird die Begrüßung ausfallen?
 
"Das Mittelfeld wird der Schlüssel", kündigte Juves Trainer Allegri an, "unsere vier Mittelfeldspieler könnten die entscheidenden sein." De facto meint er "Krieger" Arturo Vidal, Zauberfuß Andrea Pirlo, Arbeiter Claudio Marchisio und Alleskönner Paul Pogba, den Ex-Barca-Verteidiger Rafael Marquez jüngst als "beeindruckendsten Juve-Spieler" bezeichnete. Der Franzose steht bei sämtlichen europäischen Spitzenklubs ganz oben auf dem Wunschzettel - unter anderem beim heutigen Gegner. Barcelona soll der 22-jährige Shootingstar sogar als sein Wunschziel ausgemacht haben. Vor seinen möglicherweise künftigen Mitspielern kann sich der Franzose heute also gleich Respekt verschaffen.
 
Angst hatte der FC Bayern laut eigener Aussagen keine vor dem Angriffs-Trio. Im Halbfinale fand aber auch der deutsche Rekordmeister keine Mittel: "MSN" schaltete die Münchner mit fünf Treffern praktisch im Alleingang aus. Zuvor hatte Barcelona nach einer souveränen Gruppenphase mit Gegnern aus Paris, Amsterdam und Nikosia bereits Manchester City im Achtelfinale (2:1, 1:0) und Paris im Viertelfinale (3:1, 2:0) relativ mühelos aus der Königsklasse gekegelt. Fünf amtierende Meister (APOEL Nikosia, Ajax, City, PSG, Bayern) hat Barcelona also schon geknackt - ist der italienische Champion Juventus der Sechste im Bunde?
 
... die Katalanen legten eine eindrucksvolle Serie hin, stürmten zur Meisterschaft, dem Pokalsieg und ins Finale der Königsklasse. Enrique nahm ähnlich wie Allegri eine leichte Anpassung der Spielidee vor. Das Spiel ist direkter, dynamischer und etwas weniger kontrollierend. Herzstück ist "El Triplete", "MSN", die Offensive um Neymar, Suarez und Messi, die unglaubliche 120 Pflichtspieltreffer bewerkstelligte. "Die drei da vorne machen natürlich jedem Angst", gesteht sogar Juves Abwehrmann Leonardo Bonucci.
 
Auch Barcelona hatte auf dem Weg nach Berlin einige hohe Hürden zu nehmen. Nach einem titellosen Jahr mit Trainer Gerardo Martino übernahm Luis "Lucho" Enrique. Einer, der die Vereinsphilosophie nach acht Jahren als Aktiver und drei Jahren als Coach der Reservemannschaft bestens kennt. Aber auch einer, der das Team als Kollektiv definiert. Ohne Messi als Alleinherrscher. Die beiden gerieten sich in der Saison die Haare, sprachen während einer atmosphärischen Krise anfangs des Jahres angeblich kein Wort mehr miteinander. Doch ausgerechnet die Niederlage bei Real Sociedad (0:1), der Tiefpunkt, als Enrique die Stars Neymar und Messi auf der Bank ließ, wurde zum Wendepunkt bei Barca...
 
Zu Beginn stotterte der Juventus-Motor unter Allegri, mit nur sieben eigenen Treffern in sechs Vorrundenspielen stolperten die Italiener hinter Atletico Madrid und vor den Außenseitern Piräus und Malmö in die K.o.-Runde. Dort kamen die Bianconeri in Schwung, ließen Borussia Dortmund besonders im Rückspiel nicht den Hauch einer Chance (2:1, 3:0). Im Viertelfinale gegen Monaco schien Juventus wieder in alte Strickmuster zu verfallen, zog trotz destruktiver Spielweise aber hauchdünn weiter (1:0, 0:0). Dann wartete der Vorjahressieger Real Madrid. Die Allegri-Schützlinge liefen zu Höchstform auf: Defensiv über weite Strecken gefestigt, holte Juventus bei Bedarf zu überfallartigen Tempogegenstößen aus - und zwang die Königlichen in die Knie (2:1, 1:1). Die erste Finalteilnahme nach zwölf Jahren war perfekt.
 
... doch Allegri lieferte und ließ seine Kritiker verstummen. Taktisch löste er im Laufe der Saison das 3-5-2 durch sein bevorzugtes 4-3-1-2 ab, ohne eine Revolution auszulösen. Grundsätzlich ist Juventus nach wie vor defensiv ausgerichtet, stellt mit nur sieben Gegentreffern auch die beste Abwehr aller Halbfinalisten. Offensiv sind die Allegri-Schützlinge aber um einige Varianten reicher, was sich besonders in der Königsklasse bemerkbar machte. "Italien begeht oft den Fehler, das Spektakel in der System-Zwangsjacke zu ersticken, dabei muss man den kreativen Spielern ihre Freiheiten lassen. Wenn du dem Fußball die Poesie nimmst, kannst du ihn gleich am Computer spielen", philosophierte der Coach.
 
Zurück zum steinigen Weg der Alten Dame. Nach zuletzt wenig Esprit in der Königsklasse schafften die Tifosi mit Trainer Allegri den Sprung nach ganz oben. Der Coach bekam nach seiner Übernahme zu Beginn der Saison besonders seitens der Fans jede Menge Gegenwind. Einerseits, weil er vom ungeliebten Konkurrent AC Mailand kommt, andererseits, weil er den neuen Liebling Andrea Pirlo für unbrauchbar befunden hatte...
 
Und auch die Anfangsformationen des Herausforderers steht fest. Auch Trainer Massimiliano Allegri setzt auf Kontinuität (4-4-2): Buffon - Lichtsteiner, Barzagli, Bonucci, Evra - Marchisio, Pirlo, Vidal, Pogba - Morata, Tevez.
 
Die offizielle Barca-Aufstellung flattert herein! Trainer Luis Enrique verzichtet auf Überraschungen, schickt die erwartete Startelf ins Rennen (4-3-3): Ter Stegen, Alves, Pique, Mascherano, Alba - Rakitic, Busquets, Iniesta - Messi, Suarez, Neymar.
 
Während die Spanier seit Jahren zu Europas Elite zählen, benötigte Juventus für diesen Sprung eine lange Anlaufzeit. Der Aufstieg ist dennoch beachtlich: 2006 musste die Alte Dame den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten, nachdem die Gazzetta dello Sport den größten Skandal des fußballverrückten Landes aufgedeckt hatte. Der damalige Turiner Sportdirektor Luciano Moggi soll Schiedsrichter bestochen und Spiele manipuliert haben. Mit Alessandro Del Piero und Keeper Gigi Buffon, die dem Verein die Treue hielten, gelang der Wiederaufstieg und, nach Anpassungsproblemen in der Serie A, 2011 wieder die Meisterschaft. Seither thronte Juventus in der Liga zwar stets von der Spitze, kam in der Champions League aber nie über das Viertelfinale hinaus.
 
Barcelonas Gerard Pique, Dani Alves, Sergio Busquets, Andres Iniesta, Xavi, Pedro und Lionel Messi kennen dieses Gefühl bereits. Vor sechs Jahren vollbrachten sie mit den Katalanen jenes Kunststück, sowohl in der Liga, dem Pokal als auch in der Königsklasse zu triumphieren - zum ersten Mal in der Geschichte der Blaugrana. Die ersten beiden Titel tütete Barcelona in diesem Jahr bereits ein, ließ die Rivalen aus der Hauptstadt Real und Atletico in La Liga hinter sich und sicherte sich durch ein ungefährdetes 3:1 gegen Athletic Bilbao vergangenen Samstag das Double.
 
In ihrer Heimat erledigten beide Finalisten ihre Hausaufgaben schließlich artig. Die Italiener sicherten sich fast schon standesgemäß vier Spieltage vor Saisonende den Scudetto vor dem AS Rom und kämpften im Pokalfinale obendrein deren Stadtrivalen Lazio in der Verlängerung mit 2:1 nieder. Ein Erfolg im Finale der Königsklasse würde die Mannschaft unsterblich machen, denn das Triple heimsten die Bianconeri in ihrer langen Vereinshistorie noch nie zuvor ein.
 
Beide haben die Hand bereits am Henkelpott. Rütteln und zerren ist erlaubt - doch am Ende wird ihn an diesem 6. Juni 2015 nur ein Team in den Berliner Nachthimmel recken. Sowohl Juventus Turin und der FC Barcelona haben im fünften Champions-League-Finale auf deutschem Boden die seltene Chance, in einer ohnehin überragenden Saison Historisches zu leisten. Der Sieger krallt sich nicht weniger als die Maximalausbeute im europäischen Vereinsfußball: das Triple.
 
Herzlich willkommen zum Champions-League-Finale zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona.

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