Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi Olympia Eishockey Live-Ticker

23. Februar 2014
Eishockey - Eishockey - Herren - Finale
Auto-Update
 
In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Abend und morgen einen guten Start in die Woche - auch wenn dieser sich komisch anfühlen wird ohne Curling, Biathlon, Eiskunstlauf, Skispringen und so weiter. Do swindanja und spasibo, Sotschi 2014!
 
Während über Sotschi immer noch der Himmel in allen erdenklichen Farben explodiert, darf ich Ihnen stellvertretend für die gesamte Redaktion für die Aufmerksamkeit im Verlauf der vergangenen 18 Tage danken und mich von Ihnen verabschieden. Ich hoffe, Sie hatten ebenso viel Spaß an diesen Olympischen Spielen wie wir. Und ich hoffe ebenso für uns alle, dass wir in den nächsten Tagen nicht zu sehr unter Entzugs-Erscheinungen leiden.
 
Ich denke, das dürfte es dann endgültig gewesen sein. Das Organisations-Komitee in Sotschi hat sich nicht lumpen lassen und eine fraglos beeindruckende und grandiose Abschluss-Feier inszeniert, die uns über zweieinhalb Stunden ebenso unterhalten hat wie die Olympischen Winterspiele 2014 über die letzten zweieinhalb Wochen.
 
Natürlich folgt dann noch ein wunderschön choreografiertes Feuerwerk, das den Himmel über dem Schwarzen Meer in bunte Farben taucht.
 
Das Lied trug den durchaus passenden Titel 'Do swidanja Sotschi!' Bär, Leopard und Hase winken dazu, ohne aus dem Stadion zu fliegen, wie das noch bei der Sommer-Olympiade 1980 in Moskau der Fall war.
 
Warum Frau Gersmava auf einem fliegenden Schiff steht, kann ich wiederum nicht erklären. Aber die drei Kinder sind bei ihr und werden jetzt gleich wahrscheinlich in den russischen Nachthimmel entschweben.
 
Das Lied, mit dem sich Sotschi endgültig von diesen Olympischen Spielen verabschiedet, singt nicht etwa Anna Nebtrenko sondern Chibla Gersmava, eine Sopranistin aus dem abchasischen Pizunda.
 
Parallel dazu kommen die vielen Kinder und Tänzer vom Beginn wieder in die Arena. Sie haben kleine Lichter in der Hand. Im Olympiastadion brandet noch mal Applaus auf.
 
Aber nein, der Bär pustet die Olympische Flamme aus. Und eine kleine - wahrscheinlich vereiste - Träne kullert ihm aus dem Auge. Der Leopard schaut noch mal kurz nach, ob sein Kollege auch alles richtig gemacht hat.
 
Als die Spiegel aus dem Stadion schweben, kommt das Olympisches Feuer zum Vorschein. Hoffentlich springt das nicht auf das Fell eines der drei Maskottchen über.
 
Der Bär guckt ein bisschen so, als würde er sich zum ersten Mal im Spiegel sehen. Aber ob das wirklich der Fall ist, kann ich natürlich nicht sicher sagen.
 
Zum Abschluss gehört die Bühne noch mal den Kindern, die erst ein überdimensionales Spiegel-Labyrinth bestaunen und dann mit den drei Maskottchen - dem Snowboard-Leoparden, dem Schlittschuh-Bären und dem Ski-Hasen - feiern und noch ein paar Runden drehen.
 
Aber das Zwischen-den-Zeilen-lesen überlasse ich gerne den vielen Kommentatoren, die diese Rede heute Abend und vielleicht noch in den nächsten Tagen analysieren werden. Thomas Bach schließt die Olympischen Spielen, verabschiedet sich aus Sotschi und freut sich auf Pyeongchang 2018.
 
Auch da fällt das Schlagwort des 'neuen Russland'. Interessanterweise sieht Bach in den vielen freiwilligen Helfern die Vorreiter einer starken Zivilgesellschaft in Russland. Schade, dass bei dieser Formulierung nicht das Gesicht Putins eingeblendet wurde.
 
Bach betont, dass Russland alles gehalten habe, was es versprochen hatte und zieht seinen Hut, weil Entwicklungen, die in anderen Teilen der Welt mehrere Jahrzehnte benötigen, sich hier in wenigen Jahren vollzogen haben.
 
IOC-Präsident Thomas Bach bedankt sich in Landessprache bei Sotschi, bei Russland und persönlich bei Präsident Wladimir Putin. Der nimmt es nickend zur Kenntnis.
 
Zum Abschluss gibt er dann noch zu Protokoll, dass sich das 'neue Russland' in den vergangenen zwei Wochen so gut präsentiert habe, dass es die besten Olympischen Spiele aller Zeiten auf die Beine gestellt hat. Was man halt so sagt, wenn man gerade Olympische Spiele organisiert hat.
 
Schließlich betont er vor allem, dass die Spiele sicher und ohne große Zwischenfälle abgelaufen sind. Dass anderes befürchtet wurde, sagt er nicht und sagt es eben doch, indem er es nicht sagt.
 
In den Anfangsteil seiner Rede baut er wenig subtil das Motto der Spiele ein und betont noch mal, dass die vergangenen zwei Wochen 'Hot', 'Cool' und 'Yours' waren. Danke für den Hinweis.
 
Jetzt kommen noch die unvermeidlichen Ansprachen. Zuerst darf der Chef des Organisations-Komitees in Sotschi sich artig bedanken.
 
Es folgen ein paar weitere Bilder der Olympia-Heldinnen und -Helden aus aller Welt, die uns in den vergangenen zwei Wochen begeistert haben.
 
Ein paar Tänzerinnen und Tänzer holen die südkoreanischen Athletinnen und Athleten in die Arena. Das würde mit Sicherheit noch ein bisschen imposanter aussehen, wenn es mehr als zehn wären. Aber auch so weckt die Performance durchaus Lust auf Pyeongchang 2018. Ich kann es in jedem Fall kaum erwarten und weiß eigentlich gar nicht so richtig, was ich in den nächsten vier Jahren machen soll, bis es wieder losgeht.
 
Eine Variante des Textes könnte auch lauten: Wer dieses Lied zehn Mal hört, dem werden die Ohren schmerzen. Aber das ist natürlich nur ein böser Scherz, eigentlich ist die Musik ganz schön.
 
Meine Füße schmerzen schon beim bloßen Gedanken an zehn Li!
 
Die Südkoreaner präsentieren sich musikalisch mit ihrer inoffiziellen Nationalhymne Arirang. Hier der Text zum Mitsingen: Arirang, Arirang, Arariyo... Ich überquere den Arirang-Pass. Wer mich verlassen hat, wird keine zehn Li gehen, bevor seine Füße schmerzen.
 
Während die südkoreanische Flagge gehisst wird, ertönt die zugehörige Nationalhymne. Dann gibt es eine Vorstellung von Pyeongchang, wo die nächsten Winterspiele 2018 stattfinden werden.
 
Um das zu korrigieren: Übergeben wird die olympische Flagge, nicht die Fackel. Der Bürgermeister von Sotschi Pakhomov übergibt die Fahne an IOC-Präsident Thomas Bach, der sie wiederum an Sok-Ra Lee, den Bürgermeister von Pyeongchang, weiterreicht.
 
Jetzt ist es soweit: Die olympische Flagge, die für zwei Wochen über Sotschi wehte, wird eingeholt. Es fehlt nur noch die Übergabe der olympischen Fackel an das nächste Gastgeberland Südkorea.
 
Ein Junge klappt das Buch zu, aus dem die Höhepunkte der Spiele gekommen waren. Dann wird im Gedenken an Olympia die griechische Nationalhymne gespielt und die zugehörige Fahne gehisst.
 
Ein Highlight-Clip mit einer kleinen Auswahl denkwürdiger Bilder dieser Olympischen Spiele kündigt den letzten Teil der Zeremonie an.
 
Die Artisten verschwinden, das Zirkuszelt fällt in sich zusammen. Die kleine Lubow und ihre Geschwister werden von den Clowns, die sie vorhin ins Stadion gebracht haben, vom Zirkus abgeholt.
 
Während die Artisten, die das Zelt aufgebaut haben, ringsherum ihre Kunststücke vorführen, strömt weiteres Zirkus-Personal aus dem Zelt. An allen Ecken und Enden gibt es Sprung- und Hebefiguren. Sehr hübsch.
 
Dann fährt ein Zirkuswagen ein, gefolgt von einer ganzen Reihe von Clowns und Artisten, die schnell mal ein Zelt aufschlagen.
 
In der Show verbinden sich Tradition und Moderne. Die klassische Literatur mit wehenden Blättern trifft auf moderne Animation auf dem Boden des Olympiastadions.
 
Nach dem Ausflug ins Ballett folgt ein Blick in die russische Weltliteratur. Dostojewski, Tolstoj, Puschkin und andere sind zum Leben erwacht und schreiben sich die Finger wund, als ginge es hier noch mal um olympische Medaillen für den besten Text.
 
Nach dem Klavier-Konzert wechseln wir das Fach zum Ballett. Stilisierte Bühnen des Mariinsky-Theaters in St. Petersburg und des Moskauer Bolschoi-Theaters werden ins Stadion gefahren. Die Belegschaften liefern sich einen Tanz-Wettkampf.
 
Die kleine Lubow und ihre Geschwister staunen mit großen Augen über das Schauspiel. Auch wenn die Drei natürlich Schauspieler sind, mussten sie das wahrscheinlich nicht lange proben. Diese Show ist wie erwartet sehr beeindruckend.
 
Die Kinder von der Eröffnungsfeier kommen wieder hinzu und im Handumdrehen ist der einzelne Flügel umringt von knapp fünfzig weiteren wohlgemerkt kleineren Flügeln. Wenn Rachmaninov das hätte erleben können...
 
Die Artisten haben die Arena verlassen. Stattdessen beginnt Denis Mazujew an einem einzelnen Flügel Rachmaninovs Klavier-Konzert No. 2 zu spielen.
 
Inzwischen rieselt Kunstschnee auf die Artisten herab. Vor allem für die Stelzenläuferinnen und Stelzenläufer will ich hoffen, dass das nicht zu überfrierender Nässe führt. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es aussieht, wenn die ins Rutschen geraten.
 
Dann wird es dunkel im Stadion, bevor sich nach und nach eine virtuelle Eisfläche im Stadion ausbreitet. Diese verwandelt sich dann in ein Gemälde von Marc Chagall, auf dem Fantasie-Figuren und Artisten tanzen. An der Decke hängen auf dem Kopf stehende Häuser. Dazu ertönt Geigenmusik von Alfred Schnittke. Wir sind beim Themenschwerpunkt Kunst und Kultur angekommen.
 
Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gibt es jetzt noch ein paar Blumensträuße. So viel Zeit muss sein.
 
Im nächsten Schritt werden zwei gewählte Athleten in das IOC aufgenommen. Die kanadische Eishockey-Legende Hayley Wickenheiser und Ole Einar Bjoerndalen haben sich diese Ehrung mehr als verdient.
 
Zum zweiten Mal heute hören wir die russische Nationalhymne. Legkov weiß gar nicht, wohin mit seinem Grinsen. Und er hatte trotz der 50 Kilometer heute noch die Kraft zu einem Luftsprung. Allein dafür mein größter Respekt.
 
IOC-Präsident Thomas Bach lässt es sich nicht nehmen, diese letzten Medaillen der Spiele höchstpersönlich zu verleihen.
 
Und dann gehört die Bühne wieder allein den Russen: Alexander Legkov, Maxim Vylegzhanin und Ilia Chernousov erhalten die Gold-, Silber- und Bronze-Medaille für das heutige 50 Kilometer Massenstart-Rennen.
 
Aus den Boxen ertönt 'Ja, vi elsker dette landet' (auf deutsch 'Ja, wir lieben dieses Land'). Ich denke, heute kann man sich ziemlich sicher sagen, dass ihr Land auch diese drei Langläuferinnen liebt.
 
Nicht dass sich andere Medaillen-Gewinnerinnen bzw. Medaillen-Gewinner im Laufe der vergangenen vierzehn Tage weniger gefreut hätten. Aber es muss schon etwas ganz Besonderes sein, im Rahmen dieser großen Abschluss-Zeremonie geehrt und von so vielen Zuschauern gefeiert zu werden.
 
Was für ein schönes Bild: Die drei Damen jubeln, springen in die Höhe und strahlen mit ihren Medaillen um die Wette.
 
Jetzt werden traditionell die Medaillen für die Langstrecken im Langlauf verliehen. Zunächst freuen sich die Norwegerinnen Marit Björgen, Theres Johaug und Kristin Störmer über Gold, Silber und Bronze im 30 Kilometer Massenstart-Rennen.
 
Langsam nehmen die Teams auf dem extra für sie freigehaltenen Unterrang Platz, bevor dann gleich der nächste Teil der Abschlussfeier beginnt.
 
Österreich lässt mit Julia Dujmovits eine Sowboarderin die Fahne schwenken. Ich hoffe, sie hat eine gut ausgebildete Oberarm-Muskulatur. Das sieht anstrengend aus.
 
Für die Niederlande ist natürlich ein Eisschnellläufer der Fahnenträger. Allerdings fiel da die Wahl bei den vielen Spitzen-Athleten natürlich schwer. Der 37-jährige Bob de Jong darf den ehrenvollen Job machen, obwohl er 'nur' Bronze über die 10.000 Meter gewinnen konnte - wahrscheinlich, da dies seine letzten Olympischen Spiele sein werden.
 
Für Norwegen darf natürlich Rekord-Olympionike Ole Einar Bjoerndalen die Fahne schwenken. Das hat sich der 40-Jährige mit seinen beiden Goldmedaillen auch redlich verdient.
 
Nach den Fahnenträgerinnen und Fahnenträgern ziehen jetzt nach und nach auch die Athletinnen und Athleten der 88 Nationen ins Stadion ein.
 
Der mexikanische Fahnenträger ist Hubertus Prinz zu Hohenlohe, der sich im stolzen Alter von 55 Jahren noch mal ins Slalomrennen gestürzt hat, aber leider ausgeschieden ist.
 
Für Russland darf übrigens der Eiskunstläufer Maxim Trankov die Fahne tragen. Gut möglich, dass er zusätzlich dazu auch noch eine Wodka-Fahne hat, aber darüber kann ich von hier aus nur spekulieren.
 
Deutschland wird wie bereits erwähnt von Doppel-Olympiasieger Felix Loch vertreten. Auch für Tonga ist ein Rodler an der Fahne. Er hört auf den schönen Namen Bruno Banani, hat mit den gleichnamigen Unterhosen meines Wissens aber nichts zu tun.
 
Jetzt kommen die Fahnenträger, die die 88 Nationen repräsentieren, die Athleten zu diesen Olympischen Spielen entsandt haben.
 
Die größtenteils russischen Zuschauer im Fisht Olympiastadion sind in jedem Fall begeistert. Und darum geht es ja.
 
Vorher zeigt das Militär-Orchester aber, dass es auch beim Trommeln noch in variantenreichen Formationen marschieren kann. Von dieser Performance kann sich so mancher deutsche Spielmannszug eine Scheibe abschneiden.
 
Auf dem Arena-Boden ist das Meer mittlerweile einer stilisierten Weltkugel gewichen, die wohl ankündigt, dass jetzt gleich die Nationen einmarschieren werden.
 
Jetzt hat sich auch die olympische Flagge erholt und weht mit der russischen um die Wette. Dazu trommelt ein russisches Militär-Orchester das Publikum in Stimmung.
 
Ich glaube nicht, dass das gewollt und inszeniert ist, aber während die olympische Flagge ein bisschen auf halb acht hängt, weht die russische daneben stolz und aufrecht.
 
Was für ein Bild: Das russische Team singt die Hymne lautstark mit. Ein Screenshot dieser Szene könnte im Lexikon gut neben dem Artikel zum Thema Patriotismus erscheinen.
 
Dem gesamten Kinderchor wurden stilisierte olympische Medaillen verliehen und umgebunden. Vielleicht ist das der Versuch Russlands, im ewigen Medaillenspiegel doch noch an Deutschland vorbeizuziehen.
 
Wladimir Putin ist sichtlich gerührt und würde wahrscheinlich sogar weinen, wenn er nicht ausgerechnet Wladimir Putin wäre.
 
Gemeinsam mit dem Fisht Olympiastadion erheben wir uns - zumindest im Geiste - für die russische Nationalhymne, die jetzt von einem stimmgewaltigen Kinderchor gesungen wird.
 
Jetzt bringen zwanzig erfolgreiche russische Olympioniken die russische Flagge ins Stadion, die gleich neben der olympischen Fahne gehisst werden soll. Das Publikum ist selbstverständlich begeistert.
 
Wladimir Putin und Thomas Bach begrüßen sich auf der Tribüne und werden dem Publikum vorgestellt.
 
Die 700 Glitzerfische versammeln sich jetzt, um die Olympischen Ringe zu formen. In Anlehnung an die Panne bei der Eröffnungsfeier, als der fünfte Ring nicht zündete, drehen sich die Jungs und Mädchen des fünften Rings zunächst etwas unkoordiniert im Kreis, bevor sie dann doch das vollständige olympische Symbol formen. Eine hübsche kleine Anspielung auf den Faux-Pas, über den vor zwei Wochen kurzzeitig die ganze Welt gesprochen hatte.
 
Das Ruderboot, in dem die kleine Lubow (auf deutsch Liebe) mit ihren Geschwistern sitzt, wird übrigens von einem Clown gesteuert, der Gestenreich ins Publikum winkt. Warum, kann ich Ihnen nicht sagen,
 
700 Tänzerinnen und Tänzer in aufwendigen Glitzerkostümen symbolisieren einen großen Fischschwarm und zaubern verschiedene Formen ins Stadion.
 
Währenddessen schwebt in einem Ruderboot das Mädchen mit ihrem Teddy ein, das auch bei der Eröffnungsfeier schon eine zentrale Rolle spielte. Sie liefert also die Klammer um diese Olympischen Spiele.
 
Die Feier beginnt mit einem bildgewaltigen Countdown, der nahtlos in das erste Feuerwerk des Abends übergeht. In der Arena tragen zu einem Farb- und Lichtspiel zwanzig junge Damen Möwen über ein auf die Spielfläche projiziertes Meer.
 
40.000 Zuschauer warten im Fisht Olympia-Stadion gespannt auf den Beginn der Zeremonie. Die russischen Zuschauer sind nach Platz 1 im Medaillenspiegel verständlicherweise in Feierstimmung. Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, dass das abschließende Eishockey-Finale heute ohne die Sbornaja stattfand.
 
Jetzt soll es aber für den Moment genug sein mit der Nachbetrachtung und Analyse, wir freuen uns auf den Beginn der Abschlussfeier. Während der mit Sicherheit hervorragend inszenierten Show und dem finalen Einmarsch der Athleten wird sich bestimmt noch mal Gelegenheit bieten, auf einzelne Szenen und Olympia-Momente einzugehen, die uns in Erinnerung geblieben sind und bleiben werden.
 
Die im Vorfeld heiß diskutierte politische Dimension der Spiele von Sotschi ist vor allem durch die gravierenden Umbrüche im Nachbarstaat Ukraine fast vollkommen in den Hintergrund gerückt. Kurzzeitig sorgten die Protest-Sängerinnen von Pussy Riot für Schlagzeilen, die während einer unangemeldeten Performance von Kosaken ausgepeitscht und wegen angeblichen Diebstahls vorübergehend verhaftet und vernommen wurden. Insgesamt blieben die Spiele aber das, was sie sein sollten: Ein völkerverbindendes Sportfest mit tollen Leistungen.
 
Nicht unerwähnt lassen können wir den Dopingfall um Evi Sachenbacher-Stehle. Die ehemalige Langläuferin, die mittlerweile mit Gewehr auf dem Rücken startet, hatte genau wie alle anderen deutschen Biathletinnen zwar keine Medaille gewinnen können, dafür aber mit einer positiven A- und B-Probe negative Schlagzeilen gemacht. Angeblich soll ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel Schuld am positiven Befund gewesen sein. Dementsprechend ärgerte sich das deutsche Team rund um Biathlon-Trainer Uwe Müßiggang vor allem über die 'Riesen-Dummheit'. Insgesamt sind im Laufe der Olympischen Spiele fünf positive Dopingfälle bekannt geworden. Neben Sachenbacher-Stehle wurden auch der lettische Eishockey-Spieler Vitalijs Pavlovs, der italienische Bobfahrer William Frullani, die ukrainische Langläuferin Marina Lisogor und der österreichische Langläufer Johannes Dürr positiv getestet.
 
In diesem Jahr gab es in Sotschi 12 Medaillen-Entscheidungen mehr als noch vor vier Jahren in Vancouver. Aus deutscher Sicht freuen wir uns über die Einführung des Skispringens der Frauen mit der ersten Olympiasiegerin Carina Vogt sowie des Team-Wettbewerbs im Rodeln, in dem Tobias Arlt, Natalie Geisenberger, Felix Loch und Tobias Wendl zu Gold fuhren. In den jungen Disziplinen Slopestyle (Freestyle-Ski und Snowboard) sowie Halfpipe (neu für die Freestyle-Skier) waren die deutschen Athleten zwar chancenlos, Spaß gemacht haben uns die spektakulären Tricks der dominanten Amerikaner und Kanadier aber natürlich trotzdem.
 
Hier noch ein Hinweis für die Statistikfreunde: Mit den 13 Gold-Medaillen zieht Russland (inklusive der Sowjetunion und des Vereinten Teams von 1992) im ewigen Medaillenspiegel in Sachen Gold mit Deutschland (inklusive des Deutschen Reiches und der DDR) gleich. Das deutsche Team verteidigt aber durch die insgesamt mehr gewonnenen Silber- und Bronze-Medaillen die Spitzenposition in dieser Disziplin. Immerhin was...
 
Um die bitteren Erkenntnisse dieser Olympischen Spiele aus deutscher Sicht abzuschließen: Ausgerechnet unsere so geliebten Nachbarn aus den Niederlanden fahren der ganzen Welt im Eisschnelllauf davon. 23 der insgesamt 33 vergebenen Medaillen in der Adler-Arena gingen an die Niederländer. Damit sammelte das Oranje-Team nur im Eisschnelllauf mehr Medaillen als das gesamte deutsche Team. Allein in vier Disziplinen gingen Gold, Silber und Bronze im kompletten Satz in die Niederlande. Da die Adler-Arena zu den Wettkampfstätten gehört, die nach den Spielen ab- und anderswo wieder aufgebaut werden können, haben ich schon während der Rennen angeregt, sie doch nach Amsterdam oder Rotterdam zu verlegen und zu einem niederländischen Olympia-Museum zu machen.
 
Und wo wir gerade bei bitteren Momenten für das deutsche Team sind: Ein ähnliches Bild wie bei den Kombinierern gab es im Team-Sprint der Langläufer zu sehen. Hannes Dotzler und Tim Tscharnke waren aussichtsreich unterwegs, lagen beim letzten Wechsel sogar in Führung. Doch dann brachte ein vom Finnen Sami Jauhojärvi verursachter Sturz kurz vor der Zielgerade das deutsche Team um die Medaillen-Chance. Finnland holte Gold vor Russland und den Schweden, die in diesem Fall tatsächlich die lachenden Dritten waren. Deutschland legte zwar Protest ein, der wurde aber abgewiesen.
 
Einen bitter-süßen Nachgeschmack hinterlässt aus deutscher Sicht die Bronze-Medaille von Fabian Rießle in der Nordischen Kombination von der Großschanze. Der 23-Jährige freute sich zwar über den Erfolg, schaltete dabei aber durch einen unglücklichen Zusammenstoß kurz vor der Zielgerade seinen Teamkollegen Johannes Rydzek aus und nahm diesem so die Chance auf Edelmetall. Bis kurz vor Schluss lagen drei Deutsche und zwei Norweger an der Spitze. Anstatt eines Dreifach-Triumphs für das deutsche Team freuten sich am Ende Jörgen Graabak und Magnus Hovdal Moan über Gold und Silber für Norwegen. Für Rießle blieb immerhin Bronze.
 
Ein Denkmal setzte sich endgültig die norwegische Biathlon-Ikone Ole Einar Bjoerndalen. Im stolzen Alter von 40 Jahren sicherte sich Bjoerndalen Gold über 10 Kilometer und in der Mixed-Staffel und darf sich mit insgesamt 13 Medaillen (8 Mal Gold, 4 Mal Silber und 1 Mal Bronze) bei fünf Olympischen Spielen ab sofort erfolgreichster Winter-Olympionike aller Zeiten nennen. Dieses Titel jagte er seinem Landsmann Björn Daehlie ab, der zwar auch acht Mal Olympiasieger wurde aber insgesamt 'nur' 12 Medaillen sammeln konnte.
 
Aus internationaler Sicht beeindruckten vor allem ein paar Altmeister mit grandiosen Leistungen. So etwa der Japaner Noriaki Kasai, der im stolzen Alter von 41 Jahren bei seinen sechsten Olympischen Spielen Silber von der Großschanze und Bronze im Team-Wettbewerb gewinnen konnte. Oder der eigentlich schon zurückgetretene 39-jährige Alexander Zubkov, der bei der Eröffnungsfeier die russische Fahne getragen hatte und dann sowohl im Zweier- als auch im Viererbob Olympiasieger wurde.
 
Zu den deutschen Stars dieser Spiele gehören aber natürlich auch Natalie Geisenberger, die genau wie Felix Loch im Einzel und im Team jeweils Gold gewinnen konnte, Maria Höfl-Riesch mit Gold in der Kombination und Silber im Super-G, Eric Frenzel mit Gold von der Normalschanze und Silber in der Staffel der Nordischen Kombinierer, die deutsche Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt sowie das deutsche Skisprung-Team, das sich in einem packenden Wettbewerb knapp vor Österreich und Japan durchsetzte.
 
Enttäuschend waren vor allem die Leistungen der deutschen Bobfahrer (keine Medaille), Eisschnellläufer (ebenfalls keine Medaille) und Biathleten (immerhin zwei Mal Silber). Traditionell stark waren die deutschen Rodler mit vier Mal Gold und zwei Mal Silber. Folgerichtig wird auch Doppel-Olympiasieger Felix Loch nachher bei der Abschlussfeier die deutsche Fahne tragen.
 
Damit wurde das von Michael Vesper, seines Zeichens Generalsekretär des deutschen Olympischen Sport-Bundes und Chef de Mission in Sotschi, ausgegebene Ziel von insgesamt 30 deutschen Medaillen deutlich verfehlt. Vesper hatte sich am Ergebnis von Vancouver 2010 orientiert, dabei aber wohl übersehen, dass die in diesem Jahr gastgebenden Russen vor vier Jahren nur drei Mal Gold und insgesamt 15 Medaillen gewonnen hatten. Dass es dabei bei den Heimspielen nicht bleiben würde, hätte man sich durchaus vorher denken können.
 
Das deutsche Team muss sich am Ende mit 8 Gold-, 6 Silber- und 5 Bronze-Medaillen und damit dem sechsten Platz im Medaillenspiegel noch hinter den Niederlanden (8 Mal Gold, 7 Mal Silber und 9 Mal Bronze) zufrieden geben.
 
Auf den Plätzen im Medaillenspiegel folgen Norwegen (11 Mal Gold, 5 Mal Silber, 10 Mal Bronze), Kanada (9 Mal Gold, 10 Mal Silber, 5 Mal Bronze) und die USA (9 Mal Gold, 7 Mal Silber, 12 Mal Bronze).
 
Russland hat die erhoffte Medaille im abschließenden Eishockey-Finale zwar verpasst, da die Sbornaja bekanntlich enttäuschend im Viertelfinale ausgeschieden ist. Trotzdem war das russische Team am Ende die erfolgreichste Nation der Heimspiele. 13 Mal Gold, 11 Mal Silber und 9 Mal Bronze - insgesamt also 33 Medaillen - das ist die beeindruckende Bilanz, auf die auch Präsident Wladimir Putin stolz sein wird.
 
Das war sie dann also, die 98. und letzte Medaillen-Entscheidung bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Hinter uns liegen zwei spannende Wochen, auf die wir in den kommenden Stunden noch einmal gemeinsam zurückblicken wollen. Um 17:00 Uhr beginnt die offizielle Schlussfeier, über deren Verlauf ich Sie gerne auch umfassend informiere.
Eishockey
Und dann ist es offiziell: KANADA gewinnt das Finale mit 3:0 und sichert sich GOLD im Olympischen Eishockey-Turnier. SILBER geht an die heute chancenlosen SCHWEDEN. Die BRONZE-Medaille holte gestern schon FINNLAND durch ein souveränes 5:0 gegen die USA.
Eishockey
Die letzte Minute läuft, die kanadische Bank darf schon mal anfangen zu feiern. Kanada sichert sich im Bolschoi-Eispalast das letzte Gold der diesjährigen Olympischen Spiele!
Eishockey
Nächste gute Chance für die Kanadier: Rick Nash zieht von rechts aufs Tor zu, bekommt den Puck aber trotz schöner Bewegung nicht an Lundqvist vorbei.
Eishockey
Weil das wohl meine letzte Chance ist, dieses Wortspiel noch einmal unterzubringen: Dieser Eisbonbon ist gelutscht! Fünf Minuten vor Schluss haben sich die Schweden scheinbar aufgegeben. Die einzige offene Frage scheint zu sein, ob es beim 3:0 bleibt, oder ob die Kanadier noch ein oder zwei Tore drauflegen können.
Eishockey
Die Tre Kronor sollten sich nicht grämen, sie haben hier einfach gegen das beste Eishockey-Team der Welt verloren. Das muss man so neidlos anerkennen. Die Kanadier, die jetzt wieder komplett sind, haben nicht über den gesamten Verlauf des olympischen Turniers überzeugt. Aber als es heute drauf ankam, haben sie eine Top-Leistung abgerufen.
Eishockey
Das wäre dann aber doch ein bisschen zu viel des Guten gewesen. Jamie Benn in Unterzahl fast das 4:0 für Kanada, verzieht aus zentraler Position aber knapp.
Eishockey
Wer mir nicht glaubt, dass dieses Spiel entschieden ist, muss nur einen Blick in die Gesichter der schwedischen Fans im Bolschoi-Eispalast werfen. Euphorie und Hoffnung sind Ernüchterung und Enttäuschung gewichen.
Eishockey
Jetzt könnte es zumindest noch zum Ehrentreffer reichen. Corey Perry muss für zwei Minuten auf die Strafbank, Schweden kommt noch mal zu einem Powerplay.
Eishockey
Es sind zwar noch zehn Minuten zu spielen, aber die Kanadier lassen keinen Zweifel daran, dass sie sich die Goldmedaille nicht mehr nehmen lassen werden. Und die Schweden finden einfach kein Mittel mehr, auch nur in die Nähe des Tores von Carey Price zu kommen.
Eishockey
Und dann sorgt Chris Kunitz für die endgültige Entscheidung. Der Stürmer von den Pittsburgh Penguins nutzt einen Fehler in der schwedischen Hintermannschaft, schnappt sich den Puck an der blauen Linie und nagelt ihn von halblinks unter die Latte. Der starke Lundqvist ist gegen diesen platzierten Schuss machtlos. 3:0, das war's dann wohl.
Eishockey
Dass Angriff die beste Verteidigung ist, hat sich offenbar auch bis Kanada rumgesprochen. Die Kanadier schnüren die Schweden in der eigenen Zone ein und halten sie so möglichst weit weg vom eigenen Tor.
Eishockey
Das ganze Dilemma der Schweden lässt sich an der Torschuss-Statistik ablesen: Eigentlich müssten die Tre Kronor hier Druck machen und irgendwie das 1:2 erzwingen, doch im Schlussdrittel haben die Kanadier bislang mit 5:1 Torschüssen klar die Nase vorn.
Eishockey
Wenn es brennt, dann eher vor Henrik Lundqvist. Kanada schaltet nach Puckgewinn immer wieder schnell um und taucht mit zwei oder drei Angreifern vorm schwedischen Goalie auf. Der hält sein Team mit einer Vielzahl guter Paraden im Spiel. Doch das hilft natürlich nichts, wenn die Schweden nicht bald zumindest zum Anschlusstreffer kommen.
Eishockey
Die Schweden werfen jetzt zwar alles nach vorne - etwas anderes bleibt ihnen auch nicht mehr übrig. Doch gegen die kompakt stehenden Kanadier können sie sich keine gefährlichen Abschlüsse erarbeiten. Und so langsam läuft den Tre Kronor die Zeit davon. Noch ist eine Viertelstunde zu spielen.
Eishockey
Dann schaltet sich auch bei Kanada einer der schussstarken Verteidiger mit in den Angriff ein. Drew Doughty packt von der blauen Linie einen echten Hammer aus und nagelt den Puck an den Pfosten. Da hätte Lundqvist keine Chance gehabt.
Eishockey
Auf der anderen Seite zieht Niklas Kronwall von der blauen Linie ab, doch die Kanadier können den Schuss mit vereinten Kräften entschärfen.
Eishockey
Die erste Offensivaktion des Schlussdrittels gehört den Kanadiern. Nach einem Konter zieht Jonathan Toews von halblinks ab. Lundqvist greift beherzt zu, das war aber auch wichtig, da Jeff Carter zur Stelle war und auf einen Abpraller spekulierte.
Eishockey
Die Teams sind wieder auf dem Eis, die letzten zwanzig Wettkampf-Minuten der diesjährigen Olympischen Winterspiele haben begonnen.
Eishockey
Kanada wird die insgesamt neunte Goldmedaille im Männer-Eishockey und die zehnte bei diesem Olympischen Spielen kaum noch zu nehmen sein. Schweden braucht hier ein echtes Offensiv-Feuerwerk und eine ordentliche Portion Glück, um den starken Defensiv-Verbund der Kanadier inklusive Goalie Carey Price noch zwei Mal überwinden zu können.
Eishockey
Das war's dann mit dem zweiten Drittel. Die Teams dürfen noch mal in die Kabine. Dort müssen sich vor allem die Schweden etwas ausdenken, wenn sie hier doch noch eine Chance haben wollen.
Eishockey
Angesichts der nun doch komfortablen 2:0-Führung muss Kanada in diesem Powerplay natürlich nicht auf ein weiteres Tor drängen. Die Kanadier verwalten das Ergebnis, Schweden ist wieder komplett.
Eishockey
Das tut weh. Patrik Berglund verpasst Chris Kunitz einen harten Bodycheck von hinten. Der Kanadier fällt mit dem Gesicht auf die Bande, blutet leicht und muss behandelt werden. Berglund muss für zwei Minuten auf die Strafbank.
Eishockey
Eigentlich ist natürlich noch viel Zeit, aber bei der Defensivstärke der Kanadier wage ich trotzdem die Prognose, dass das die Vorentscheidung war. Es ist schwer vorstellbar, dass Kanada nach bislang nur drei Gegentreffern im gesamten Turnier heute noch zwei Tore kassiert.
Eishockey
Sidney Crosby erhöht auf 2:0 für Kanada! Der Superstar von den Pittsburgh Penguins klaut sich in der neutralen Zone den Puck, geht dann allein auf Lundqvist zu, schläkt einen Haken und bringt die Scheibe aus kurzer Distanz und spitzem Winkel über die Linie.
Eishockey
Jetzt wird es mal wieder richtig gefährlich auf der anderen Seite. Patrik Berglund bringt den Puck mit der Rückhand vors Tor, Alexander Steen fälscht gefährlich ab. Doch Carey Price lässt sich davon nicht überraschen, kann die Scheibe sichern.
Eishockey
Nächster Konter der Kanadier: Jamie Benn will den Puck in die Mitte bringen, doch Daniel Sedin wirft sich dazwischen. Es geht rauf und runter.
Eishockey
Dann muss Lundqvist gleich zwei Mal beherzt zupacken. Erst scheitert Nash, dann setzt Carter nach und zwingt den schwedischen Goalie zu einer weiteren tollen Parade.
Eishockey
Corey Perry kommt nach einem Stockfehler von Eriksson zum Abschluss, doch einmal mehr rettet der starke Lundqvist für die Schweden.
Eishockey
Mittlerweile sind 30 Minuten gespielt, den Schweden bleibt also eigentlich noch genug Zeit, hier zum Ausgleich zu kommen. Auf der anderen Seite sind die Kanadier zum einen defensiv extrem stark und zudem offensiv bei ihren schnellen Kontern immer brandgefährlich. Es bleibt aber dabei: Dieses temporeiche und hochklassige Finale hält alles, was wir uns vorher davon versprochen hatten. Eishockey auf allerhöchstem Niveau!
Eishockey
Sidney Crosby klaut sich den Puck in der neutralen Zone, geht alleine aufs Tor zu, doch dann sind zwei Schweden zurückgeeilt und können das drohende 2:0 mit vereinten Kräften verhindern.
Eishockey
Jetzt kommen die Schweden mal wieder zu einer guten Gelegenheit: Erik Karlsson zieht von der blauen Linie ab. Carey Price ist die Sicht versperrt, trotzdem kann er den Puck vor dem einschussbereiten Loui Eriksson sichern.
Eishockey
Die Kanadier kombinieren zwar sehr gefällig, können aber auch diese Überzahl-Situation nicht nutzen, um die Führung auszubauen. Schweden wieder komplett, es bleibt beim 1:0 für Kanada.
Eishockey
Im Powerplay kommen die Kanadier zum nächsten gefährlichen Abschluss. Nach einem schönen Rückpass zieht Corey Perry ab, doch der Puck geht knapp über das Tor von Lundqvist.
Eishockey
Jakob Silfverberg klärt den Puck in Bedrängnis aus dem eigenen Drittel über die Plexiglasscheibe auf die Tribüne. Das wird als Spielverzögerung bewertet. Silfverberg muss für zwei Minuten auf die Strafbank.
Eishockey
Und weiter geht es mit Vollgas in Richtung schwedisches Tor. Marleau bedient Jeff Carter, der den Puck mit der Rückhand aber nicht hart und platziert auf den Kasten bringt.
Eishockey
Gute Chance für Kanada: Rick Nash bedient Martin St-Louis mit einem punktgenauen scharfen Querpass. St-Louis zieht direkt ab, Lundqvist kann den Puck gerade so mit dem Schoner abwehren.
Eishockey
Die Kanadier überstehen das Powerplay der Schweden durch geschickte Defensivarbeit. Da hat sich die beste Unterzahl-Verteidigung des Turniers gegen den besten Überzahl-Angriff durchgesetzt.
Eishockey
Die Teams sind aus den Kabinen zurück. Wir gehen ins zweite Drittel des olympischen Eishockey-Turniers. Schweden hat noch über anderthalb Minuten in Überzahl. Mal schauen, ob sie diesen Vorteil nutzen können.
 
In den vergangenen 17 Wettkampftagen habe ich kurze Pausen wie diese immer zu einer kurzen Vorschau genutzt. Doch am heutigen Schlusstag könnte ich nur noch auf die Abschlussfeier vorausblicken. Im Bolschoi-Eispalast fällt, wie bereits erwähnt, die letzte Entscheidung der diesjährigen Olympischen Spiele.
Eishockey
Erst mal geht es aber in die Drittelpause. Nach zwanzig temporeichen Minuten führt Kanada gegen Schweden mit 1:0.
Eishockey
Zum Ende des ersten Drittels gibt es auch die erste Strafzeit für Kanada. Chris Kunitz hatte seinen Schläger zu hoch, bekommt zwei Minuten Pause. Mal schauen, was die Schweden daraus machen. Mit 7 von 19 erfolgreichen Powerplays waren sie in dieser Disziplin bislang effektiver als die Kanadier.
Eishockey
Dass Kanada hier inzwischen alles im Griff hat, verrät auch ein Blick auf die Torschuss-Statistik. Nach zehn Minuten hatten die Schweden hier noch die Nase vorn, mittlerweile führt Kanada mit 12:10 Torschüssen und - natürlich wichtiger - mit 1:0 Toren.
Eishockey
Die Kanadier können das erste Powerplay nicht nutzen. Das ist bei einem Blick auf die Statistik bei diesen Olympischen Spielen aber auch nicht verwunderlich. Nur in zwei ihrer neun Überzahl-Phasen erzielten die Kanadier im bisherigen Turnierverlauf einen Treffer.
Eishockey
Bitte für die Schweden: Nach dem Rückstand müssen sie jetzt auch die erste Strafzeit der Partie hinnehmen. Jonathan Ericsson muss wegen Haltens für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen.
Eishockey
Auch die nächste dicke Chance gehört den Kanadiern. Matt Duchene zieht aus zentraler Position ab, doch Lundqvist ist auf dem Posten, kann den Puck mit dem Schoner abwehren.
Eishockey
Die Schweden scheinen von dem Gegentreffer leicht geschockt, Kanada ist dem 2:0 näher als die Tre Kronor einem möglichen Ausgleichstreffer.
Eishockey
Da ist der erste Treffer: Jeff Carter spielt den Puck von rechts gefährlich vors Tor, da hält Jonathan Toews den Schläger rein und trifft zum 1:0 für Kanada.
Eishockey
Nach Pfostentreffern steht es jetzt also 1:1, insgesamt nach zwölf gespielten Minuten noch 0:0.
Eishockey
Dann hat auf der anderen Seite wieder Patrice Bergeron zu viel Platz und zieht ab. Lundqvist kann den Puck gerade so an den Pfosten lenken.
Eishockey
Die nächste gute Chance haben dann aber wieder die Schweden. Ein Schuss von Kronwall wird kurz vor dem kanadischen Tor gefährlich abgefälscht. Glück für Carey Price, das er da genau richtig steht.
Eishockey
Gerade schreibe ich es, da kann sich Kanada etwas aus der Umklammerung lösen und das Spiel wieder in die neutrale Zone verlagern. Es ist das erwartet hochklassige Finale - bei dem Personal, das auf beiden Seiten auf dem Eis steht, kann das aber auch niemanden verwundern.
Eishockey
Nach einem starken Auftakt der Kanadier übernimmt Schweden jetzt mehr und mehr die Kontrolle. Die Tre Kronor stehen sehr hoch und machen Druck.
Eishockey
Und dann wäre es doch fast passiert. Gustav Nyquist zieht von rechts in den Slot und will schlenzen. Price lenkt den Puck mit dem Schoner an den Innenpfosten. Das war richtig eng.
Eishockey
Dann kommen die Schweden zum ersten Mal gefährlich vors Tor von Carey Price. Kanada hatte gerade gewechselt, war deshalb nicht sortiert. Doch Price bewahrt sein Team wie schon gegen die USA vor einem Rückstand.
Eishockey
Und gleich noch eine gute Gelegenheit für Kanada: Diesmal taucht Jamie Benn von Lundqvist auf, doch der bleibt wieder ganz cool und kann den Schuss entschärfen.
Eishockey
Die erste dicke Chance haben die Kanadier: Crosby legt direkt vor dem Tor quer auf Bergeron, der aber am Routinier im schwedischen Tor, Henrik Lundqvist, scheitert.
Eishockey
Genug der Vorrede: Die Teams sind im Bolschoi-Eispalast angekommen, das Spiel läuft.
Eishockey
Dass wir heute die besten Eishockey-Spieler der Welt sehen, wird auch daran deutlich, dass insgesamt sechs Spieler des Stanley Cup-Siegers Chicago Blackhawks auf dem Eis stehen: Toews, Sharp, Keith, Krüger, Hjalmarsson und Oduya. Für die drei Schweden Krüger, Hjalmarsson und Oduya gilt dabei, dass sie das sogenannte Triple Gold holen können. Neben dem Stanley Cup gewannen sie mit dem schwedischen Nationalteam auch den WM-Titel 2013 und können das Jahr nun mit Olympia-Gold krönen.
Eishockey
Sowohl Kanada als auch Schweden sind mit weißer Weste durchs olympische Turnier gestürmt. Für beide Mannschaften stehen fünf Siege in fünf Spielen zu Buche. Die Schweden waren etwas torhungriger, erzielten bislang 17 Treffer (3,4 Tore pro Spiel), ließen aber auch 6 Tore zu (im Schnitt 1,2 pro Spiel). Kanada kommt auf 14 eigene Tore (2,8 im Schnitt) bei nur drei Gegentoren (0,6 im Schnitt pro Partie).
Eishockey
In beiden Teams stehen also Spieler, die sich bereits Olympiasieger nennen dürfen. Bei den Kanadier gehören unter anderem Roberto Luongo und Jay Bouwmeester zu den Goldmedaillen-Gewinnern von Vanoucer 2010. Und auch im Kader der Schweden stehen mit Goalie Lundqvist und Daniel Alfredsson zwei Routiniers im Team, die bereits 2006 in Turin zum Gold-Kader gehörten.
Eishockey
Auch wenn die russischen Fans mit Sicherheit gerne die heimischen Sbornaja im Finale gesehen hätten, kann die Finalpaarung eigentlich niemanden so wirklich überraschen. Vier der letzten fünf olympischen Gold-Medaillen teilten Kanada und Schweden unter sich auf. 1994 und 2006 wurden die Schweden Olympiasieger, 2002 und 2010 ging Gold an die Kanadier.
Eishockey
Kanada setzte sich in seinem Halbfinale mit 1:0 gegen die USA durch. Jamie Benn erzielte in der 22. Minute das goldene Tor. In der Schlussphase rettete Goalie Carey Price den Kanadiern den knappen Sieg.
Eishockey
Dabei profitierte Schweden im Halbfinale davon, dass Finnlands überragender Goali Tuukka Rask wegen einer Grippe ausgefallen war. Auf ähnliches Glück können die Schweden heute nicht hoffen. Kanada wird in Bestbesetzung zu diesem olympischen Finale antreten.
Eishockey
Die Schweden setzten sich im Halbfinale mit 2:1 gegen Finnland durch. Loui Eriksson und Erik Karlsson drehten die Partie innerhalb von fünf Minuten im Mitteldrittel, nachdem Olli Jokinen die Finnen in der 27. Minute in Führung gebracht hatte.
Eishockey
Vielen Dank, ich übernehme auch an diesem 18. und letzten Olympia-Tag gerne den Staffelstab. Wie der ebenfalls geschätzte Kollege Massing schon richtig schrieb, steht nur noch eine Entscheidung auf dem Programm. Gleich beginnt im Bolschoi-Eispalast das finale des olympischen Eishockey-Turniers zwischen Kanada und Schweden.
 
Damit übergebe ich den letzten Ticker dieser Olympischen Spiele an meinen geschätzten Kollegen Malte Müller-Michaelis. Viel Spaß beim Eishockey und bei der Abschlussfeier!
Bob
Die deutschen Bobfahrer holen die Plätze 6, 7 und 10. Nach dem zweiten Lauf sah es noch so aus, als würden sie um eine Medaille kämpfen, der heutige Tag war allerdings ein Desaster.
Bob
Alexander Zubkov gewinnt Gold für Russland im Viererbob. Silber holt Oskar Melbardis und Lettland 1. Bronze geht an Steven Holcomb mit USA 1.
Bob
Nun kommt Altmeister und Favorit Alexander Zubkov. Seine Startzeit ist okay. Er hat im oberen Teil nur 0.12 Sekunden Vorsprung. Es wird ganz knapp. Das müsste reichen...
Bob
Seine Zeit: 55.31! Damit liegt er weiterhin auf Platz zwei und Silber ist sicher. Kann es vielleicht noch mehr werden?
Bob
Oskar Melbardis und Lettland 1 sind in der Eisrinne. Es geht um Gold!
Bob
Um 0.03 Sekunden schlägt Steven Holcomb und sein Viererbob der Amerikaner (55.33) das starke zweite russische Team.
Bob
Was die gute Zeit noch bringen kann, sagt uns jetzt Steven Holcomb mit USA 1.
Bob
Russland 2 kommt auf eine Zeit von 55.21. Das ist eine starke Leistung. Auch wenn Alexander Kasjanov sich mehr vorgenommen hat.
Bob
Damit ist klar. Deutschland seit 50 Jahren zum ersten Mal ohne Medaille im Bob-Wettbewerb.
Bob
Maximilian Arndt kann mit Deutschland 1 am Start nicht begeistern. Die Fahrt ist in Ordnung, aber es reicht insgesamt nicht. Arndt verliert einen weiteren Platz und Großbritannien wird Fünfter. Deutschland nur Sechster. Die Zeit: 55.60.
Bob
John James Jackson ist Sergeant bei der Königlichen Marine. Er verdrängt nun Deutschland 3 und kann den sechsten Platz sichern. Mit 55.26 kann er auch die bisher beste Zeit erzielen.
Bob
Nun kommt Deutschland 3 mit Thomas Florschütz. 55.53 für den deutschen Bob. Damit fällt er nicht weiter zurück und verdrängt Beat Hefti. Er ist sicher Siebter.
Bob
Beat Hefti holte Silber im Zweierbob, nun ist er mit seinem Schweiz 1 unterwegs und erlaubt sich Fehler. Am Ende reicht es knapp. 0.01 Sekunden vor Kanada 2.
Bob
Lyndon Rush mit Kanada 2 macht es ebenfalls gut. Seine 55.38 reichen, um vor Franceso Friedrich zu bleiben.
Bob
Franceso Friedrich macht es ordentlich und kommt auf 55.41. Eine gute Zeit und damit fällt Deutschland 2 nicht weiter zurück, kann eventuell sogar noch einen Platz gut machen.
Bob
Edwin van Calker ist mit Niederlande 1 in der Eisrinne. Van Calker verzichtete 2010 nach dem Tod von Nodar Kumaritashvili aus Sicherheitsgründen auf seinen Start in Whistler. 55.75 steht beim Niederländer auf der Uhr.
Bob
Den Platz behauptet. Kanada 1 führt derzeit. Ihre Zeit: 55.76.
Bob
Russland 3 fällt hinter die führenden Letten zurück. Wir sprechen natürlich von Lettland 2. Nun kommt Kanada 1.
Bob
Eine Hundertstel-Vorsprung für Tschechien 1 vor Frankreich. Die Führung wechselt und der Wettbewerb bleibt auch auf den hinteren Plätzen umkämpft.
Bob
Loic Costerg und Frankreich 1 legt eine schnelle Fahrt hin. Mit 55.77 liegen die Franzosen in Führung. 0.27 Sekunden vor Italien.
Bob
Lamin Deen und Großbritannien 2 ist der 19. und damit der zweite Starter. Er bewacht eigentlich den Buckingham Palace - gehört zu den Grenadier Guards. Seine Zeit: 55.95.
Bob
Es geht los! Yunjong Won und Südkorea 1 sind in der Bahn. Die erste Zeit des vierten Laufs: 55.88!
Bob
In Kürze geht es um Medaillen. Der vierte Lauf der Viererbobs. Dabei werden die besten zwanzig Teams in umgekehrter Reihenfolge starten. Wir beginnen also mit Südkorea und Russland 1 wird am Ende in die Eisrinne steigen.
Eishockey
Vor dem Finale im Eishockey sind die Schweden, was die Einteilung der Referees für das Spiel an geht, überhaupt nicht begeistert. Kelly Sutherland, Brad Meier, Greg Devorski und Derek Amell sind die Offiziellen des Olympiafinales. Devorski und Amell sind Kanadier, Meier ist ein Amerikaner, der in Kanada lebt. ''Wir wollen, dass die besten Schiedsrichter in den Medaillenspielen pfeiffen'', kommentierte der Verantwortliche für die Referees, Konstantin Komissarov laut Eishockeyfans.at.
Freestyle
An dem französischen Dreifach-Sieg im Skicross der Männer wird nicht mehr gerüttelt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies in einer Ad-hoc-Entscheidung die Klage von Kanada und Slowenien gegen das Ergebnis vom vergangenen Donnerstag ab. Die Verbände hatten den drei Franzosen vorgeworfen, ihre Rennkleidung regelwidrig verändert zu haben und durch die Veränderungen an der Rennkleidung sei ein aerodynamischer Vorteil entstanden.
Bob
Die Entscheidung im Viererbob findet um 12 Uhr statt. Derzeit spricht alles für Alexander Zubkov und Russland 1.
Bob
Die relevanten Teams sind durch die Eisrinne gefahren. Deutschland 1 liegt auf Platz fünf. Die Chancen auf eine Medaille sind gesunken.
Bob
Bundestrainer Christoph Langen ist alles aus dem Gesicht gefallen. Die deutschen Bobs sind durch die Bank schlechter als gestern. Das Debakel setzt sich fort.
Bob
Lyndon Rush (Kanada 2) verdrängt den deutschen Bob 2 auf den 10. Rang.
Bob
Francesco Friedrich macht die Enttäuschung der Deutschen perfekt. Seine Fahrt bringt eine Zeit von 55.81 Sekunden. Der Rückstand insgesamt +1.18! Platz 9.
Bob
Beat Hefti (Schweiz 1) ist in der Eisrinne. Er ist aber auch nicht besonders schnell (55.60/+0.94). Achter.
Bob
Starker Lauf der Briten. John James Jackson steuert seinen Bob auf den sechsten Rang (55.50/+0.63).
Bob
Russland 2 mit Alexander Kasjanov holt eine Zeit von 55.29. Damit liegen sie auf Rang vier (+0.60). Deutschland 1 nur Fünfter und Deutschland 3 Sechster - derzeit!
Bob
Deutschland 3 ist im Eiskanal. Thomas Florschütz nimmt gleich eine Bande mit. Das sieht auch bei Florschütz nicht gut aus. 55.50 ist die Zeit. 0.77 Sekunden Rückstand auf Russland 1. Derzeit Fünfter.
Bob
Steven Holcomb mit USA 1 nun im Eiskanal. Es sollte schon einiges passieren, dass die Amerikaner weiterhin hinter den Deutschen einlaufen. Die USA stehen auf Platz drei (55.30). Insgesamt 0.45 Sekunden Rückstand auf Russland.
Bob
Maximilian Arndt will sich nun auf Platz zwei schieben. Der Start ist nicht gelungen. Langsamer als gestern. Das sieht nicht gut aus. Die Zeit ist bei 55.47 stehen geblieben. 0.61 Sekunden Rückstand insgesamt auf Zubkov. Das wird nichts mit Gold.
Bob
Es folgt Oskar Melbardis und Lettland 1. Die Startzeit ist ungewöhnlich schwach. Seine Zeit liegt schließlich bei 55.15. Damit liegt Lettland nun insgesamt +0.17 hinter Russland.
Bob
Los geht es! Zubkov kommt. Er ist gut unterwegs. Am Ende steht die Uhr bei 55.02.
Bob
Die Russen um den hervorragenden Alexander Zubkov wollen die Goldmedaille im Zweierbob in der Königsdisziplin bestätigen. Für den 39-jährigen Veteran wäre es die Krönung seiner Karriere. Eigentlich war er 2010 schon ausgestiegen. Wladimir Putin soll ihn höchstpersönlich zurückgeholt haben.
Bob
Einen echten Schrecken jagten uns die Kanadier ein. Justin Kripps und der Bob Kanada-3 kippte in voller Fahrt im zweiten Durchgang. Alle vier Männer blieben unverletzt.
Bob
Im kleinen Schlitten waren die Deutschen erfolglos. In der Königsdisziplin könnte Weltmeister Maximilian Arndt die ersehnte Medaille holen. Sollte er es nicht schaffen, dann würden die früheren ''Gold-Garanten'' erstmals seit 50 Jahren ohne eine einzige Medaille von Winterspielen abreisen.
Bob
Im ersten Lauf lag Russland 1 vor Deutschland 1 und der USA 1. Der zweite Lauf spülte die Letten auf Platz zwei. Wir gehen also mit den Russen in Führung liegend in den dritten Lauf. Lettland folgt (+0.04) vor Deutschland (+0.16) und den USA (+0.17). Deutschland zwei liegt mit +0.29 Sekunden Rückstand auf Platz fünf.
Bob
Um 10.30 Uhr beginnt der dritte Lauf im Viererbob. Die Favoriten waren vor den Spielen Deutschland, die USA und Russland. Nach den Problemen der Deutschen und dem Lauf der Russen, ist das Feld eng beieinander und die Entscheidungen spannend.
Skilanglauf
Nach dem norwegischen Dreifachsieg bei den Damen folgt das russische Podium. Das freut natürlich das Publikum vor Ort. Die Stimmung ist glänzend.
Skilanglauf
Axel Teichmann stellt sich dem Interview. Er war mit seinen Ski ab Kilometer 30 nicht zufrieden. Er will nun die Zeit mit der Familie genießen. Wir wünschen Ihm alles Gute.
Skilanglauf
Mit einem 39. Platz verabschiedet sich Axel Teichmann. Er gewann in Vancouver zwei Silbermedaillen und war zweifacher Weltmeister im Langlauf.
Skilanglauf
Die restlichen Deutschen folgen auf den Plätzen 39, 40 und 42. Axel Teichmann, Arnd Peiffer und Erik Lesser.
Skilanglauf
Thomas Bing ist nun auch im Ziel. Er wird 36.
Skilanglauf
Damit ist Alexander Leghov der König der Langläufer.
Skilanglauf
Alexander Leghov (RUS) gewinnt Gold. Maxim Vylegzhanin (RUS) gewinnt Silber und Ilia Chernousov (RUS) die Bronze-Medaille. Martin Johnsrud Sundby (NOR) wird Vierter.
Skilanglauf
Alexander Leghov (RUS) gewinnt. Es gibt drei Medaillen für die Russen. Was für ein tolles Rennen der Russen.
Skilanglauf
Alexander Leghov (RUS) weiterhin vorne.
Skilanglauf
Alexander Leghov (RUS) vor Maxim Vylegzhanin (RUS). Vier Läufer sind noch im Kampf um die Medaillen.
Skilanglauf
Alexander Legkov legt los.
Skilanglauf
Nun macht die Spitze Tempo. Noch 1000 Meter. Daniel Richardsson (SWE) ist vorne. Er hat bereits Gold mit der Staffel und Bronze im 15 Kilometer klassisch.
Skilanglauf
Dario Cologna (SUI) hat mit der Entscheidung nichts zu tun, denn ihm bricht der Ski und er trottet wie ein verletzter Hund hinterher.
Skilanglauf
Die Gruppe der Führenden ist groß. Nach 48 Kilometern sind noch 28 Läufer in guter Position.
Skilanglauf
Anders Södergren (SWE) vor Alexander Legkov (RUS) und Maxim Vylegzhanin (RUS). Da kann aber noch viel passieren. Es wird jetzt spannend.
Skilanglauf
45 Kilometer sind absolviert. Mit der Glocke wird die letzte und damit entscheidende Runde eingeläutet.
Skilanglauf
Thomas Bing (GER) kann nicht mehr folgen. Er wird sich damit ein Ergebnis unter den besten 20 abschminken können.
Skilanglauf
Robin Duvillard liegt als derzeit Vierter immer noch gut im Rennen. Wenn der Franzose nicht auf Skiern steht, dann spielt er Gold, Bowling oder Poker. Sein Spitzname ist übrigens Rachid.
Skilanglauf
Anders Södergren (SWE) führt das Feld an. Er gewann in Vancouver mit der Staffel Gold und in Turin, ebenfalls mit der Staffel, Bronze. Sein Zwillingsbruder, Per Södergren, musste seine Karriere im Langlauf aufgrund einer Rückenverletzung aufgeben.
Skilanglauf
Matti Heikkinen (FIN) ist eingefangen. Alexander Legkov (RUS) hat das Tempo angezogen und der Finne ist vom Spitzenfeld geschluckt. Die letzte Doppelrunde beginnt.
Skilanglauf
Die Lücke schmilzt und Heikkinen ist bald eingeholt. Noch sind es 14 Sekunden, aber die Meute frisst den Vorsprung auf.
Skilanglauf
Axel Teichmann und Arnd Peiffer laufen zusammen und versuchen sich zu helfen. Mit einem Rückstand von 1:27.8 sind sie weiterhin abgeschlagen. Erik Lesser ist etwas besser, liegt bei 1:10.3 Rückstand, der beste Deutsche ist Thomas Bing, der nur 38 Sekunden Rückstand hat. Er hat noch alle Chancen.
Skilanglauf
Matti Heikkinen (FIN) hat 22 Sekunden Vorsprung, aber ob er diesen halten kann? Wahrscheinlich nicht.
Skilanglauf
Matti Heikkinen (FIN) hat sich einen Vorsprung von zehn Sekunden erlaufen. Dahinter eine Vierergruppe mit Michail Semenov (RUS), Ivo Niskanen (FIN), Imanol Rojo (ESP) und Bernhard Tritscher (AUT), die ebenfalls zehn Sekunden auf das große Feld haben.
Skilanglauf
Aufregung im Feld und am Rande. Alexander Leghov (RUS) tritt kurz vor Ende der dritten Doppelrunde an. Will er sich lösen und einen Soloritt hinlegen? Nein er löst sich aus dem Feld, um ungestört in die Materialzone abbiegen zu können. Auch alle vier deutschen Starter steigen auf frisches Gerät um.
Skilanglauf
Nach einer Stunde hat Thomas Bing als Elfter noch alle Chancen. Das gilt aber für alle Fahrer der Spitzengruppe. Lesser (40.), Peiffer (42.) und Teichmann (44.) folgen abgeschlagen.
Skilanglauf
Derzeit Dritter ist der Amerikaner Noah Hoffman. Der zeigte sich gestern arg nervös und versuchte sich durch das Schreiben von Postkarten abzulenken. ''Egal was morgen passiert, die Welt wird sich weiter drehen'', schrieb er auf seiner Homepage. Klingt, als ob er in den Krieg ziehen müsste.
Skilanglauf
Wir kommen in die Phase, wo man Angriffe versuchen kann, wo sich einzelne Gruppen lösen. Lari Lehtonen (FIN) bildet derzeit die Spitze.
Skilanglauf
Martti Jylhae (FIN) ist bereits ausgestiegen. Es sind also noch 64 Athleten in der Loipe. In der großen Spitzengruppe sind noch etwa 30 Läufer beisammen.
Skilanglauf
Thomas Bing ist derzeit 13. Er kann sich in der Spitzengruppe halten. Erik Lesser ist 41. und Axel Teichmann 44. Nur zwei Plätze dahinter läuft Arnd Peiffer. Die Biathleten werden jenseits der 30 Kilometer an ihre Grenzen stoßen. Wir sind gespannt, wie sie sich schlagen werden.
Skilanglauf
Die zweite Doppelrunde ist geschafft. Wieder gehen die meisten Favoriten an der Wechselzone vorbei. Lukas Bauer (CZE) und Robin Duvillard (FRA) versuchen es aber nun mit neuem Material.
Skilanglauf
Neu im Langlauf ist die Möglichkeit, unterwegs die Skier zu wechseln, um beispielsweise auf schlechtes Material zu reagieren. Nach jeder Doppelrunde steht das frische Material bereit, aber ich rechne nur mit wenigen Wechseln.
Skilanglauf
Die erste Doppelrunde ist absolviert, das Feld ist weiter dicht beisammen. Bei der WM vor einem Jahr im Val di Fiemme hat Johan Olsson (SWE) nach zwölf Kilometern zusammen mit Dario Cologna (SUI) den Angriff gewagt und sich absetzen können. Der Schweizer ist schnell wieder ins Feld zurückgefallen, der Schwede konnte sich aller Angriffe erwehren und den Soloritt sensationell ins Ziel bringen.
Skilanglauf
Die ersten Langlaufwettbewerbe fanden übrigens schon um 1550 in Telemarken (Norwegen) statt. Das 50 Kilometerrennen war schon 1924 in Chamonix bei den ersten offiziellen Winterspielen eine Disziplin. Björn Daehlie, der zweiterfolgreichste Winterolympionik aller Zeiten, ist ein Langläufer. Er wurde erst bei diesen Spielen vom Thron gestoßen. Landsmann Ole Einar Bjoerndalen hat mit 13 Medaillen insgesamt eine Medaille mehr geholt. Beide konnten acht Goldmedaillen gewinnen.
Freestyle
Kanada und Slowenien haben die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) angerufen. Wie nun berichtet wird, geht es den beiden Verbände um eine Disqualifikation der französischen Medaillengewinner Jean Frederic Chapuis, Arnaud Bovolenta und Jonathan Midol im Skicross-Wettbewerb. Das Trio soll illegale Rennanzüge getragen haben. Diese hätten aerodynamische Vorteile gebracht. Profitieren würden Brady Leman auf Rang vier des olympischen Rennens, der Slowene Filip Flisar wurde Zweiter im B-Finale und damit insgesamt Sechster. Eine Entscheidung soll es noch im Laufe des Tages geben.
Skilanglauf
Ein erster Zwischenstand: Iivo Noskanen (FIN) führt das Feld an. Sein Schwester wurde übrigens gestern Vierte. Erik Lesser hält sich ordentlich auf Platz 47.
Skilanglauf
Schaut man sich einmal die Wettquoten an, dann bekommt man für einen Einsatz auf Dario Cologna (SUI) nur eine Quote von 2.75. Martin Johnsrud (NOR) gehört demnach ebenfalls zu den Favoriten (4.75). Dort kann man auch noch auf Johannes Dürr setzen. Das sollte man besser nicht mehr tun.
Skilanglauf
Zu den Favoriten gehören: Marcus Hellner, Johan Olsson (beide Schweden), Alexander Legkov, Maxim Vylegzhanin (beide Russland) und Dario Cologna (Schweiz).
Skilanglauf
''Wer bekommt schon mal als Biathlet die Chance, einen olympischen 50er im Langlauf zu bestreiten. Da feiern wir eben am Sonntag unser Silber'', sagte Biathlet Arnd Peiffer gestern, nach dem er mit den Kollegen Lesser, Böhm und Schempp Silber in der Staffel gewinnen konnte.
Skilanglauf
Es sind 66 Läufer, die hier an den Start gehen. Nein, 65! Torin Koos (USA) ist nicht an den Start gegangen.
Skilanglauf
Einer, der durchaus Top-Ten-Kandidat ist, wird nicht starten. Der österreichische Langläufer Johannes Dürr ist positiv auf EPO getestet worden. Das Österreichische Olympische Kommittee (ÖOC) bestätigte den Fall. Dürr zeigte sich geständig, die Öffnung der B-Probe ist damit unnötig. Er ist bereits abgereist.
Skilanglauf
Vor vier Jahren gewann Petter Northug Gold vor Axel Teichmann und Weltmeister Johan Olsson. Alle drei sind auch hier am Start, doch mit einem Platz auf dem Podest wird es schwierig. Am ehesten ist das Petter Northug zuzutrauen.
Skilanglauf
Langlauf-Bundestrainer Frank Ullrich schickt außerdem Axel Teichmann und Thomas Bing für Deutschland in die Loipe.
Skilanglauf
Routinier Tobias Angerer leidet an einer Grippe und wurde bereits Mitte der Woche nach Hause geschickt. Jens Filbrich ist ebenfalls nicht dabei, so bekommen die Biathleten Arnd Peiffer und Erik Lesser die Chance, hier an den Start zu gehen.
Skilanglauf
Nach der klassischen Technik in Vancouver wird das 50-Kilometer-Rennen in Sotschi wieder im Freistil ausgetragen.
 
Last But not Least. Der letzte Olympia-Tag wartet traditionell mit dem 50 Kilometer Massenstart im Skilanglauf auf (8 Uhr). Im Viererbob der Herren geht es um 10.30 Uhr in den dritten Lauf. Das große Eishockey-Finale findet dann um 13 Uhr statt. Schweden gegen Kanada. Die Schlussfeier beginnt um 17 Uhr.
 
Herzlich willkommen zum 18. Tag der olympischen Winterspiele in Sotschi.

Feedback

Geben Sie die abgebildeten Wörter ein, um Missbrauch auszuschließen:

Andere Wörter
Ihre Eingabe war ungültig
Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.
Ein technischer Fehler ist aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Nachricht wurde verschickt. Vielen Dank für Ihr Feedback!