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Tennis Live-Ticker: French Open Dominic Thiem - Alexander Zverev live (Viertelfinale)

Dominic Thiem gegen Alexander Zverev - Viertelfinale - French Open im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de

French Open Paris
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aut
D. Thiem
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ger
A. Zverev
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1
x
Court Philippe-Chatrier | Viertelfinale
Ende
D. Thiem
Ranking:
8
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85 m
Gewicht:
79 kg
Bilanz:
52-20
Preisgeld:
US$ 13.726.144
A. Zverev
Ranking:
5
Geburtsd.:
20.04.1997
Größe:
1.98 m
Gewicht:
90 kg
Bilanz:
60-20
Preisgeld:
US$ 12.398.928
Letzte Aktualisierung: 03:43:41
Thiem
Zverev
Abschied
 
Und damit wollen wir uns dann auch erst mal aus Roland Garros verabschieden. Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie schon bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - denn wir werden in den kommenden Wochen natürlich weiterhin täglich für Sie aus Paris berichten. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Danke für die Aufmerksamkeit und Tschüss - oder eben Au revoir a Paris!
Ausblick
 
Gegen wen der 24-Jährige in der Vorschlussrunde antreten muss, ist allerdings noch nicht klar: Momentan streiten sich auf dem Court Suzanne Lenglen Underdog Marco Meccinato (ITA/Nr. 72 der Welt) und der große Novak Djokovic (SRB/22) um den Platz gegenüber von Dominic Thiem )wobei der Italiener im ersten Satz mit einem Break vorne liegt) - verfolgen können Sie das Match natürlich bei uns im Parallelticker von Kollege Barz. .
Halbfinalrekord
 
Und während Zverev weiter darauf warten muss, irgendwann mal sein erstes Grand-Slam.-Halbfinale zu erreichen, hat es Diminic Thiem heute wie gesagt zum dritten Mal geschafft - und entthront damit den ehemaligen Weltranglistenersten Thomas Muster als erfolgreichsten österreichischen Spieler in Roland Garros (Thiem: ''Von sowas träumt man nicht mal als Kind!'').
Thiem
 
''Sascha ist einer der fittesten auf der Tour, aber auch für ihn sind drei Fünfsätzer in Folge schwierig'', so Thiem im Interview nach dem Match. ''Aber ich bin mir sicher, dass wir uns bei diesen Grand-Slam-Turnieren noch sehr oft treffen werden. Vielleicht dann ja auch irgendwann noch später im Turnierverlauf.''
Statistik
 
Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass Zverev ab Beginn des zweiten Durchgangs doch sichtlich gehandycapped war und demnach nie zu ''seinem'' Spiel fand - 42 unnötige Fehler (gegenüber 20 bei Thiem) und nur 44 Prozent gewonnene Punkte beim zweiten Aufschlag sprechen Bände über die Probleme, die der Deutsche heute hatte.
Fazit
 
Respekt vor der Leistung von Dominic Thiem: Ungeachtet der Probleme, die Sascha Zverev mit seiner Gesundheit beziehungsweise seinem Oberschenkel hatte, hat der Österreicher hier ein hervorragendes Match abgeliefert und steht hochverdient in der Runde der letzten vier.
6:4, 6:2, 6:1
Der dritte Matchball ist es dann: Zverev bleibt in seiner Vorhandecke hängen, was Thiem nutzt, um die Filzkugel mit der Rückhand cross ins leere Feld zu spielen - und damit steht Thiem zum dritten Mal in Serie im Halbfinale der French Open!
6:4, 6:2, 5:1
 
Auch die zweite Chance wehrt Zverev ab, diesmal wieder mit Serve-and-Volley - aber Thiem erspielt sich mit einem tollen Vorhandretrun am vorstürmenden Zverev vorbei gleich den dritten Matchballl ...
6:4, 6:2, 5:1
 
Matchball Nummer eins kann Zverev abwehren (man erinnere sich an das Dzumhur-Match), aber in diesem Fall legt Thiem über die Rückhand des Deutschen gleich wieder vor - Vorteil und Matchball Nummer zwei für den Österreicher!
6:4, 6:2, 5:1
 
Thiem challenged dann einen Punktgewinn von Zverev und auch Umpire Louise Engzell sieht den Abdruck im Korridor - Vorteil und Matchball für Dominic Thiem!
6:4, 6:2, 5:1
 
Den Spielball wehrt Thiem zwar umgehend ab, aber Zverev legt mit einem Servicewinner gleich wieder vor - allerdings auch nur, damit Thiem hier nochmal vorführen kann, wie gut er zwei Meter hinter der Grundlinie verteidigt. Einstand, die dritte!
6:4, 6:2, 5:1
 
Zverev übt Serve-and-Volley - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber bei 30:30 kann der Deutsche immerhin noch mal (wieder mit dem eingesprungenen Gegensmash!) vorlegen und sich einen Spielball erspielen - im Gegensatz zum ersten Matchball für Thiem, der die Alternative gewesen wäre.
6:4, 6:2, 5:1
 
Mit der Vorhand Inside-In macht Thiem dann auch auf dieses Aufschlagspiel einen Deckel - 5:1 für den Österreicher, der immer näher ans Halbfinale rückt.
6:4, 6:2, 4:1
 
Nichts ist los, denn erst kann Thiem mit der Kombination aus Stopp und Passierball zum Einstand punkten, dann mit einem Servicewinner zum Vorteil vorlegen - Spielball statt des Breaks für Zverev!
6:4, 6:2, 4:1
 
Irgendwie witzig: Während Thiem mit sich und der Welt hadert, stellt Zverev mit zwei selber herausgespielten (!) Punkten auf 30:40 und Breakball. Was ist denn jetzt los?
6:4, 6:2, 4:1
 
Zverev wischt jetzt nur noch aus der Hüfte, was für Thiem natürlich alles kaum einschätzbar ist - aber zum Glück für den Österreicher finden sich bei Zverev auch nach wie vor noch genügend freiwillige Fehler für ein 30:15.
6:4, 6:2, 4:1
 
Thiem vergibt in der Folge auch seinen dritten Breakball, sodass Zverev plötzlich doch noch mal selber zum Spielball vorlegen kann - mit dem er in der Folge dann auch tatsächlich den Bagel vermeidet. 1:4 aus der Sicht des Deutschen!
6:4, 6:2, 4:0
 
Da bin ich tatsächlich ein wenig sprachlos: Mit einem guten Ersten und einem Netzangriff stellt Zverev tatsächlich noch mal auf Einstand. Und wir fragen erneut: Was soll das?!
6:4, 6:2, 4:0
 
Hier und da kann Zverev noch mal einen Servicewinner einstreuen, aber Thiem spielt ihm die Bälle im großen und Ganzen nur noch um die Ohren - 15:40 und erneut zwei Breakchancen für den Österreicher.
6:4, 6:2, 4:0
 
16:4 Punkte hat Thiem in diesem dritten Durchgang gewonnen - viel mehr muss man zur fehlenden Gegenwehr des Deutschen wohl kaum sagen.
6:4, 6:2, 4:0
 
Und zu Null nimmt Thiem das Spiel dann auch mit - gegen einen bewegungslosen Zverev, der offenbar tapfer durchhalten will (warum, das weiß niemand).
6:4, 6:2, 3:0
 
Offenbar hat Zverev beschlossen, das Ganze hier jetzt wie ein (humpelnder) Mann zu Ende zu bringen: Ohne große Mühe stellt Thiem wieder schnell auf 40:0.
6:4, 6:2, 3:0
 
Zverevs dritter Doppelfehler der Partie unterstreicht dann ein immer tragischer werdendes Ende: Zu 15 sichert sich Thiem das Break zum 3:0 - was dann wohl spätestens als Vorentscheidung angesehen werden darf.
6:4, 6:2, 2:0
 
Thiem weiß aber natürlich um den eingeschränkten Bewegungsradius seines Gegenübers, was er vor allem mit dem Slice immer wieder ausnutzt - 15:40 und schon wieder zwei Breakchancen für den Mann aus Wiener Neustadt.
6:4, 6:2, 2:0
 
Und hinterher geht es dann gleich wieder schnell zum 0:30 - Zverev schwimmen hier die Felle davon, Verletzung hin oder her.
6:4, 6:2, 2:0
 
Im nächsten Anlauf klappt das mit dem Schmetterball bei Thiem besser: Zu 30 geht es zum 2:0, Break bestätigt, alles ganz entspannt.
6:4, 6:2, 1:0
 
Ähnlich geduldig und konzentriert geht es für den 24-Jährigen dann auch zum 40:15 und zwei Spielbällen - von denen Zverev den ersten aber mit einem grenzgenialen Gegensmash (!) von hinter der Grundlinie abwehren kann. 40:30!
6:4, 6:2, 1:0
 
Zverev packt noch mal letzte Reserven auf den Tisch und rutscht und rennt sich zum 0:15. Thiem kontert das aber ganz trocken mit einer Vorhand Inside-In und legt anschließend über Zverevs Rückhand zum 30:15 vor.
6:4, 6:2, 1:0
 
Gleich den ersten Breakball nutzt der Österreicher dann auch mit einem Passierball mit der Rückhand longline - 1:0 und erneut das frühe Break vor für Dominic Thiem.
6:4, 6:2, 0:0
 
Au weia! Zverev schließt nahtlos dort an, wo er in Satz zwei aufgehört hatte: In einer Wolke leichter Fehler, Zwei mit der Vorhand und einer mit der Rückhand bringen Thiem das 15:40 - und schon wieder zwei Breakbälle.
Zwischenfazit
 
Für einen Moment dachte man, Alexander Zverev würde dieses Match gleich aufgeben - aber der Deutsche scheint es ungeachtet der Oberschenkelverletzung noch mal probieren zu wollen. Allerdings kann man kaum sagen, dass ihm Thiem hier einen Anlass zur Hoffnung geben würde: Der Wiener Neustädter spielt hervorragendes Tennis, leistet sich nach wie vor nur sehr wenig Fehler und spielt viel mehr Winner als Zverev (18:10) - so darf es aus Sicht des Bresnik-Schützlings sicher weitergehen.
6:4, 6:2
Und das war's: Mit einem Servicewinner macht Thiem auch auf den zweiten Durchgang einen Deckel und stellt auf 2:0 nach Sätzen - hochverdient, wenngleich gegen einen angeschlagenen Zverev.
6:4, 5:2
 
... und mit dem nächsten Ass (Nummer fünf) zum 40:0 erspielt sich Dominic Thiem dann drei Satzbälle.
6:4, 5:2
 
So macht man das: Mit einem Ass geht es für Thiem zum 15:0, mit der Vorhand Inside-In zum 30:0 ...
6:4, 5:2
 
Über Einstand und zwei gute zweite Aufschläge stellt Zverev dann doch noch mal auf Spielgewinn und 2:5 - womit es nun an Thiem ist, diesen Satz bei eigenem Aufschlag zu beenden.
6:4, 5:1
 
Entweder punktet Zverev mit dem zweiten oder dritten Schwinger - oder er gibt die Ballwechsel auf. Es tut weh, aber leider ist Tennis nun mal so: Bist du nicht komplett fit, kannst du (vor allem auf Sand) nicht bestehen.
6:4, 5:1
 
Unter dem Strich ist es Zverevs nächster Rahmentreffer, der Thiem hier den leichten Punkt zum Spielgewinn einbringt. Und bei 1:5 aus seiner Sicht wäre es kaum verwunderlich, wenn Zverev hier über eine Aufgabe nachdenken würde - der Oberschenkel scheint doch mehr Probleme zu machen als zunächst angenommen ...
6:4, 4:1
 
Wichtig für Thiem, dass er im nächsten Rückhandduell den längeren Atem hat. Denn so kann der Österreicher anschließend auch gleich noch mit der Vorhand aus dem Halbfeld vorlegen - 40:30 statt der nächsten Breakchance.
6:4, 4:1
 
Oho! Zverev hämmert mit seiner Rückhand ein ums andere Mal auf den Ball ein und punktet am Ende cross - 15:30 für den Deutschen!
6:4, 4:1
 
Schauen wir also mal. Zunächst übrigens auf einen dieser seltenen unnötigen Fehler bei Thiem - 15:15.
6:4, 4:1
Tatsächlich hat Alexander Zverev nun also seinen Wunsch erfüllt bekommen und wird vom Physiotherapeuten untersucht - hoffen wir mal, dass dem Doktor schnell ein Zaubermittel einfällt, damit diese Partie anständig weitergehen kann.
6:4, 3:1
 
Breakball Nummer eins kann Zverev mit viel Mühe und über Thiems Rückhand abwehren, aber den zweiten nutzt der Österreicher dann - 4:1 und Doppelbreak vor für Dominic Thiem!
6:4, 3:1
 
Zverev kann zwar noch mal verkürzen, aber Thiem legt dann mit einem Passierball vor die Füße des aufgerückten Zverev wieder zum 40:15 vor - und hat erneut zwei Breakchancen.
6:4, 3:1
 
Zverev scheint vor allem jedes Mal Schmerzen zu haben, wenn er zum Aufschlag abspringt und dann wieder landet. Was Thiem ganz trocken ausnutzt, um auf 0:30 zu stellen ...
6:4, 3:1
Diesen Vorteil nutzt Dominic Thiem dann auch, um sein Service zu halten, das Break zu bestätigen und zum 3:1 vorzulegen - und Zverev hat soeben nach dem Physiotherapeuten gerufen, der sich wohl in der nächsten Pause um seinen Oberschenkel kümmern soll.
6:4, 2:1
 
Wieder versucht es Thiem mit einem Stopp, wieder ist Zverev schnell vorn - aber diesmal punktet Thiem dann mit einem butterweichen Lob über Zerevs Rückhand, Vorteil Thiem!
6:4, 2:1
 
Geniales Tennis! Zverev erläuft zwar einen Stopp von Thiem und hat dann auch den notwendigen Reflex für den Abschuss des Österreichers zur Hand - aber den zweiten Knaller von Thiem aus dem Halbfeld kann der Deutsche dann nicht mehr parieren. Einstand!
6:4, 2:1
 
Verrückt! Oder eben: Typisch Zverev. Erst daddelt sich Thiem zum 30:30, dann schießt Zverev den zweiten Aufschlag des Österreichers einfach mal ab - und hat bei 30:40 wie aus dem Nichts eine Breakchance!
6:4, 2:1
 
Erneut stützt sich Zverev auf seinen Schläger auf und massiert sich den linken, hinteren Oberschenkel. Das hatten wir ja schon in Satz eins gesehen - irgendwas zwickt da offenbar ganz gewaltig.
6:4, 2:1
 
Mit einem ansatzlosen Stopp lässt Thiem Zverev laufen und erzwingt den Fehler zum 15:15. Auch den folgenden Punkt kann sich der Österreicher mit der Vorhand Inside-Out sichern - 30:15.
6:4, 2:1
 
Wow! Thiem ist hier der geduldigere, sicherere und manchmal eben auch cleverere Spieler - unter Druck stehend semmelt Zverev seinen Rückhandslice fast noch neben den Korridor und schenkt Thiem damit das Break zum 2:1. Für eine Vorentscheidung ist es noch zu früh - aber der Deutsche muss jetzt höllisch aufpassen, dass ihm dieses Match nicht komplett entgleitet.
6:4, 1:1
 
Ei, ei, ei: Zverev meckert über seinen komplett verschwundenen ersten Aufschlag - und serviert in der Folge den Doppelfehler zum 15:40. Zwei Breakbälle für Dominic Thiem!
6:4, 1:1
 
Einer schönen Vorhand longline lässt Zverev eine schlechte ins Netz folgen. Und dieses Angebot nimmt Thiem dann mal wieder dankend an, um mit einem Lob über Zverevs Rückhand auf 15:30 zu stellen ...
6:4, 1:1
 
Bei Thiem sitzt momentan jeder erste Aufschlag (was für ein Unterschied zur Frühphase dieser Partie!), was dem Österreicher einen Menge leichte Punkte einbringt. Zu Null geht es zum 1:1 - Zverev muss wieder vorlegen.
6:4, 0:1
 
Starkes Display von Dominic Thiem: Mit einem Ass (Nummer drei), einem Servicewinner und einer schönen Rückhand cross geht es in nur 65 Sekunden zum 40:0.
6:4, 0:1
 
Immerhin; Zverev startet mit einem ganz souveränen Aufschlagspiel in den zweiten Durchgang und scheint Satz eins schon nach wenigen Minuten abgehakt zu haben. 1:0 für den Deutschen.
Zwischenfazit
 
Es ist ein gutes, aber leider noch nicht ganz das hochklassige Match, was wir uns erhofft hatten. Wobei das nicht an Dominic Thiem liegt, der hier einen guten Matchplan verfolgt, kaum Fehler macht (acht unerzwungene) und auch seine Sorgen beim ersten Aufschlag in den Griff bekommen hat - sondern eher an Alexander Zverev, der (eventuell wegen Erschöpfung?) viel zu viele leichte Fehler macht und sich nicht gut genug bewegt. Wobei man eben auch sagen muss: Den verlorenen ersten Durchgang kennen wir beim Deutschen ja schon von seinen letzten drei (!) Matches bei diesem Turnier.
6:4
Nach 40 Minuten ist der Drops dann aber doch gelutscht: Mit einem knackigen ersten Aufschlag sichert sich Thiem den letzten benötigten Punkt und legt zur Satzführung vor.
5:4
 
Oho! Satzball Nummer eins vergibt Thiem, weil er seinen Schlag im Volleyduell mit Zverev nicht mehr kontrollieren kann - per Reflex landet der Volley hinten im Aus und bringt Zverev das 40:30.
5:4
 
Korrektur: ein Punkt. Denn mit einem guten Ersten bereitet Thiem den Angriffsball mit der Vorhand vor - und der bringt ihm bei 40:15 zwei Satzbälle.
5:4
 
Methodisch und cool stellt Thiem gleich wieder auf 30:15 - da fehlen also nur noch zwei Punkte zur Satzführung.
5:4
 
Mit einem letzten tütet Zverev sein Aufschlagspiel dann tatsächlich zu 15 ein und verkürzt auf 4:5. Aber klar, jetzt darf Dominic Thiem selber zum Satzgewinn aufschlagen - und bisher hat Zverev beim Aufschlag des Wiener Neustädters ja erst fünf Punkte (von 21) gemacht.
5:3
 
Quasi als Bestätigung dieser These drischt Zverev mal wieder eine Vorhand von der T-Linie aus in den Korridor. Darauf folgen dann zwar auch zwei erzwungene Fehler von Thiem, aber dem Österreicher wird das 40:15 egal sein - er hat sein Break ja schon im Sack.
5:3
 
Zum ersten Mal wirft Zverev die Arme gen Himmel und guckt mit dem ''Was soll ich denn machen?''-Blick in seine Box. Die dort sitzende Entourage wird ihm aber auch nur sagen, dass er sich die vielen unnötigen Fehler verkneifen soll ... 5.3 für Dominic Thiem, der das Break mühelos bestätigt.
4:3
 
Zum ersten Mal nutzt Zverev mit der kurz cross gespielten Vorhand aus, dass Thiem zumeist zwei Meter hinter der Grundlinie lauert. Aber ein Rahmentreffer bremst dann doch wieder alle Hoffnungen beim Hamburger - 15:30.
4:3
 
Zverev macht in dieser Phase einfach zu viele unnötige Fehler, um Thiem gefährlich zu werden. Der Matchplan des Deutschen sieht tatsächlich ganz solide aus - aber an der Ausführung hapert es doch noch gewaltig.
4:3
 
Stark von Thiem! Erneut retourniert der Österreicher toll mit der Rückhand, kann Zverev durchgehend unter Druck setzen und am Ende mit der Rückhand cross punkten - 4:3 und Break vor für Dominic Thiem!
3:3
 
Genau wie im ersten Spiel der Partie kann Zverev aber auch diesmal mit einem Vorhandwinner die Linie entlang verkürzen. Doch dann wird alles anders: Thiem greift das Service des Deutschen ausnahmsweise mal direkt an und stellt über dessen immer wackeliger werdende Vorhand auf 15:40 - Breakchancen!
3:3
 
Eine unnötig zu lang gespielte Vorhand aus dem Halbfeld bereitet Zverev bei 0:15 leichte Sorgen. Und Thiem macht daraus über die Vorhand des Deutschen auch gleich noch ein 0:30 - da schrillen natürlich die ersten Alarmglocken!
3:3
 
Mit einer schönen Vorhand cross gegen Zverevs Laufrichtung nimmt Thiem sein Aufschlagspiel dann auch wieder schnell mit und gleicht zum 3:3 aus. Es ist genau das enge Match, das wir uns gewünscht hatten!
2:3
 
Geniales Chip-Tennis von beiden: Erst spielt Zverev Thiem die Rückhand kurz cross vor die Füße, dann kontert der Österreicher mit einem Rüchandstopp aus der Drehung - aber am Ende kann Zverev mit der Rückhand longline punkten. 15:15! In der Folge hat Thiem dann aber wieder wenig Mühe, auf 40:15 und zwei Spielbälle zu stellen - unter anderem dank eines Punktgewinns mit dem Vorhandslice (!). Sandplatztennis in Reinform!
2:3
 
Mit einem schönen Stopp lockt Zverev Thiem ans Netz, aber der Österreicher kontert das mit einem perfekten diagonal gespielten Gegenstopp - bevor Zverev seinen zweiten Spielball aber doch wieder ganz trocken eintütet. 3:2 für den Wahl-Monegassen!
2:2
 
Dabei wird es wohl auch bleiben, denn auch Zverev gibt sich keine Blöße, serviert zwei Mal stark und kann anschließend über Thiems Rückhand auf 40:0 stellen.
2:2
 
... aber seinen dritten Spielball kann Thiem mit der Vorhand Inside-In nutzen und zum 2:2 ausgleichen. Alles in der Reihe in Satz eins!
1:2
 
das einzige, was beim Österreicher überhaupt nicht funktioniert, ist der erste Aufschlag (36 Prozent). Per Doppelfehler kommt Zverev dann auch zum 40:30 ...
1:2
 
Thiem wirkt schon in seinem zweiten Aufschlagspiel so, als wäre er im Match angekommen. Ganz ruhig und präzise legt er sich Zverev zurecht und spielt ihn dann vor allem mit der Vorhand aus - 40:0.
1:2
 
Schön, dass es den guten alten Servicewinner gibt: Im Handumdrehen hat Zverev seinen zweiten Spielball genutzt und zum 2:1 vorgelegt.
1:1
 
Thiem kann den Deutschen dann auch gleich mal ausspielen, nachdem er einen (zugegeben eher schwachen) Stopp erlaufen hat - dieses Stilmittel sollte man Zverev tatsächlich verbieten, denn das ging schon in seinen vorherigen Matches zu oft schief. 40:30.
1:1
 
Nanu? Zverev legt ganz cool zum 40:15 vor, das ist keine Überraschung - dass sich der Deutsche dann aber wiederholt an den hinteren Oberschenkel fasst, ist weniger schön zu sehen.
1:1
 
Zu 15 geht es dann zum 1:1 - alles locker beim Wiener Neustädter.
0:1
 
Thiem serviert sich ganz entspannt durch sein Aufschlagspiel, streut zwischendurch einen herrlichen Volleystopp ein und hat schnell zwei Spielbälle.
0:1
 
Prominenter Besuch in der Zverev'schen Box: Mit Marat Safin sitzt dort nämlich eine ehemalige Nummer eins - vor allem der älteren Generation dürften aber vor allem Safins zahlreiche Ausraster in Erinnerung geblieben sein (zerhackte Sitzbänke, Tiraden gen Turnierleitungen, Disqualifikationen und dergleichen).
0:1
 
Kein Problem für Zverev: Mit einem Servicewinner nach außen geht es gleich zum Vorteil, mit einer krachenden Rückhand cross dann zum Spielgewinn und dem 1:0.
0:0
 
Dank des nächsten Rahmentreffers von Thiem (diesmal mit der Vorhand) kann Zverev dann auch zum Spielball vorlegen. Aber der Österreicher wittert hier gleich mal eine Chance - weil ihm Zverev mit seinem ersten Doppelfehler den Einstand schenkt.
0:0
 
Solide von Zverev, der die Bälle zwei Mal ganz geduldig verteilt und Thiem dann perfekt geplant angreift - 30:30. Und wir erleben gleich mal Sandplatztennis vom allerfeinsten!
0:0
 
Thiem hat Glück, dass sein Rahmenball mit der Rückhand die Grundlinie findet. Denn so kann der Österreicher gleich mal auf 0:30 stellen ...
0:0
 
Und damit hab ich dann auch erst mal genug Dinge erzählt, die nichts mit Aufschlag oder Vorhand zu tun haben: Los geht's mit Aufschlag Zverev!
Bedingungen
 
Die äußeren Bedingungen sind zwar in Ordnung (23 Grad, Wolken am Himmel), aber nicht perfekt: Da es heute Mittag nach geregnet hat, ist der Court natürlich weich und langsam - was eher Dominic Thiem als Alexander Zverev begünstigen sollte.
Chair Umpire
 
Ein Schiedsrichterin hat diese Partie natürlich auch: Diesen Job wird gleich die Schwedin Louise Engzell übernehmen, die im Vorjahr dadurch bekannt wurde, dass sie bei den US Open von Fabio Fognini so böse beschimpft wurde, dass der Italiener am Ende disqualifiziert werden musste.
Prozedere
 
Sooooo! Unsere beiden Akteure haben den Court soeben betreten, werden gleich für das Erinnerungsfoto posieren und sich dann noch fünf Minuten lang einspielen - und dann kann's auch schon losgehen.
French Open
 
Und damit sind wir dann auch schon fast am Ende unseres Previews und somit bei den Fakten zum Turnier an sich angekommen sind. Das Tournoi de Roland Garros, wie die French Open offiziell heißen, findet seit 1891 jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement in Paris statt - und dabei sind die French Open nicht nur das einzige Sandplatzturnier der Grand-Slam-Serie, sondern lassen im Entscheidungssatz auch keine Tiebreaks spielen (was regelmäßig zu den längsten Matches auf der Tour führt). Zu gewinnen gibt es bei den Herren mehr als 13 Millionen Euro (alleine 2,2 Millionen für den Sieger) - und der Titelverteidiger dieser Veranstaltung ist Rafa Nadal (ESP), der sich im Vorjahr seinen 10. Titel sicherte.
Head 2 Head
 
Zumal Thiem sicher nicht vergessen haben wird, wie das letzte Duell der beiden Kumpels aus Jugendtagen verlief: Im Endspiel von Madrid vor vier Wochen war der Österreicher angesichts seines vorausgegangenen Sieges gegen Nadal nämlich eigentlich der Favorit - und musste am Ende eine ganz bittere Zweisatzschlappe einstecken. Wobei Thiem generell ja weiß, wie man gegen Zverev spielt: Im direkten Vergleich führt der 24-Jährige nach sechs Treffen mit 4:2 Siegen (3:1 auf Sand).
Thiems Einschätzung
 
An einen physischen Vorteil glaubte Thiem gestern auf Nachfrage aber sowieso nicht so richtig, wie seine Betonung des Konjunktivs verriet: ''Er müsste eigentlich etwas müde sein. Aber ich bin auf alles gefasst bei ihm.''
Zverevs Kämpferherz
 
''Ich weiß wer ich bin. Die Zeit zum Lernen ist vorbei. Jetzt geht es darum, mit allen Mitteln zu gewinnen'', so Zverev nach dem Achtelfinale. ''Ich bin happy, dass ich im Viertelfinale bin. Aber es ist eben nur das Viertelfinale, noch nicht der Final-Sonntag. Und wenn du nach solchen Matches und bei einem solchen Turnier mental ausgelaugt bist, dann stimmt irgendwas nicht mir dir. Körperlich werde ich alles dafür tun, um rechtzeitig zum Viertelfinale in Topform zu sein.''
King of Drama
 
Allerdings hat sich der Hamburger hier in Paris auch als Spezialist für das ganz große Drama entpuppt: In Runde zwei gegen den Serben Dusan Lajovic (3:24 Stunden auf dem Platz), in der 3. Runde gegen den Bosnier Damir Dzumhur (3:54 Stunden/Matchball für Dzumhur) und auch im Achtelfinale gegen Karen Khachanov (3:28 Stunden) musste der Youngster einen 1:2-Satzrückstand umdrehen und am Ende jeweils über fünf harte Sätze gehen.
Turnierverlauf Zverev
 
Und wie gesagt: Momentan läuft es ja auch ohne richtigen Coach ziemlich gut. So wie zum Beispiel in Runde eins, in der Zverev gegen den Litauer Ricardas Berankis gerade mal 69 Minuten auf dem Platz stand und am Ende nur vier Spiele abgab. Oder aber wie insgesamt in den letzten (Sandplatz-)Wochen, in denen Zverev zwischenzeitlich 23 (!!) Sätze in Serie gewinnen konnte.
Team Zverev
 
Um Zverevs Betreuung auf und neben dem Platz kümmert sich seit der Entlassung von Coach Juan-Carlos Ferrero im Frühjahr übrigens das Team um Zverev Senior (dem vom DTB gerade der Preis ''Trainer des Jahres'' verliehen wurde), Bruder Mischa, Manager Patricio Apey und Fitnesstrainer Jez Green. Und das scheint für Zverev auch die perfekte Lösung zu sein. ''Ich habe einen der besten Coaches, die es auf der Tour gibt. Das ist mein Vater. Ich bin sehr glücklich mit der Situation in meinem Team. Momentan schaue ich nicht auf neue Coaches'', so der Youngster vor ein paar Wochen. ''Irgendwann werde ich mir definitiv ein paar Leute anschauen. Ob es jetzt Boris (Becker, d.Red.) sein wird, ob es jetzt Lendl sein wird, muss ich mir dann noch überlegen.''
Zverev auf Sand
 
Doch auch, wenn Zverev in den letzten Wochen zwei Turniersiege (München und Madrid) und den Finaleinzug in Rom eingefahren hat, findet der Youngster dabei weder einen Grund zum Feiern noch einen Anlass, sich selbst irgendeine Favoritenbürde aufzuerlegen. ''Die vergangenen zehn Tage waren sehr gut. Zwei Titel in dieser Zeit zu gewinnen - einen in Deutschland, einen in Madrid - ist großartig. Aber Rafa ist der Favorit, egal wo er auf Sand spielt. Er ist der Favorit in Rom, er ist der Favorit in Paris, dort noch mehr als anderswo. Er ist immer noch der, den es zu schlagen gilt'', so der 21-Jährige in Rom.
Rekorde, Rekorde
 
Der erst 21 Jahre alte gebürtige Hamburger ist nämlich nicht nur dreifacher Masters-Sieger, sondern mittlerweile auch der Spieler, der auf der Tour gegen jeden anderen (außer vielleicht Rafa Nadal und Roger Federer) als Favorit ins Match geht. Und dabei stellt Zverev auch noch allerlei Rekorde auf. So wie den hier zum Beispiel: Beim Masters in Madrid gewann Zverev das Turnier, ohne dabei auch nur ein einziges Break (und nur einen Breakball) hinnehmen zu müssen - als Erster seit 1991. Oder den hier: Mit seinen knapp acht Millionen Dollar Preisgeld ist Zverev der Jüngste aller Zeiten, der diese Marke erreicht.
Zverev
 
Gesagt hat der Spanier diesen Satz nach seinem Finalsieg in Rom vor zwei Wochen, bei dem ihn Zverev bis zu einer unglücklichen Regenunterbrechung im dritten Durchgang am Rande einer Niederlage hatte. Aber auch ohne diese Lorbeeren und angesichts seiner Grand-Slam-Schwäche wäre Zverev bei diesem Turnier ein Mitfavorit - denn die Tenniswelt hat wohl schon lange nicht mehr einen solchen Sturm wie den erlebt, den der Wahl-Monegasse seit zwölf Monaten immer wieder aufs Neue entfacht.
Nadal ohne Ahnung
 
Wobei das für jeden anderen 21-Jährigen natürlich eine beachtliche Leistung wäre. Nur eben nicht für den übertalentierten Hamburger, der mittlerweile Monte-Carlo sein Zuhause nennt. Aber Sorgen muss man sich um Zverev natürlich auch nicht machen, wie uns Sandplatzkönig Rafael Nadal erklärt: ''Wenn er in den nächsten zwei Jahren bei Grand Slams nicht gut spielt, könnt ihr zu mir kommen und sagen: ''Du hast keine Ahnung von Tennis''.
Grand-Slam-Fluch
 
Und auch Thiems heutiger Gegner ist natürlich einer, der die Sandkisten der Tour liebt. Wesentlich mehr auf jeden Fall als die Großturniere: Vor 12 Monaten endete das Paris-Abenteuer von Alexander Zverev bereits in der ersten Runde mit einer ganz bitteren Niederlage gegen den spanischen Oldie Fernando Verdasco. Und auch sonst hat der gebürtige Hamburger bei den Grand Slams, den vier Großereignissen jeder Saison, noch nicht viel Glück gehabt: Nur ein einziges Mal (Wimbledon 2017) erreichte er überhaupt das Achtelfinale - und das bei 14 Anläufen.
Turnierverlauf Thiem
 
Bisher hat sich Thiem bei diesem Turnier übrigens kaum Blößen gegeben. Gegen Ilya Ivashka (BLR) reichten dem Wiener Neustädter drei Sätze, gegen Angstgegner Tsitsipas (GRE/über zwei Tage), Matteo Berrettini (ITA) und Kei Nishikori (JPN/19) mussten dann jeweils vier Durchgänge herhalten - aber dafür ist eben auch jeder dieser drei Kontrahenten ein ausgewiesener Sandplatzspezialist.
Thiem in Paris
 
Und trotzdem hat Thiem junior beim einzigen Grand Slam auf Sand einiges vor. Denn die French Open sind nicht nur sein erklärtes Lieblingsturnier (''Ich mag die Anlage, den Sand, die Tradition. Paris ist wunderbar.''), Thiem hat mittlerweile auch eine französische Freundin (Kristina Mladenovic, ebenfalls Tennisspielerin) und 2016 und 2017 das Halbfinale von Roland Garros erreicht - was aber natürlich auch bedeutet, dass er hier an der Seine einen Berg Punkte zu verteidigen hat.
Vater Thiem
 
Wie oben erwähnt fehlt Thiem momentan aber noch die Konstanz. Doch das beruhigt im Umfeld des 24-Jährigen niemand, wie sein Vater Wolfgang kürzlich erklärte: ''Er war mit 15 Jahren biologisch vielleicht 11, 12 Jahre alt. Er ist sehr spät gewachsen. Ich glaube, dass in Dominic noch extrem viel Potenzial steckt. Es dauert vielleicht noch zwei, drei Jahre bis er diese Reife hat bzw. bis das ganze ''Haus'' fertiggebaut ist. Manche sind schon mit 20, 21 Jahren soweit. Beim Dominic dauert es eben ein bisschen länger.''
Thiems Lorbeeren
 
Und außerdem sagen ja mittlerweile selbst die Allerbesten, dass Thiem die Zukunft auf Sand gehört. Wie zum Beispiel Rafael Nadal nach seiner Niederlage in Madrid: ''Wenn er gut spielt, dann ist es ganz schwer, ihn zu stoppen'', so der Spanier nach seiner Niederlage gegen den Wiener Neustädter auf der Pressekonferenz. ''Ich habe gegen einen der besten Sandplatzspieler der Welt gespielt. Und ich war in den meisten Ballwechseln nicht Herr der Lage, das muss man so sagen.''
Skeptischer Bresnik
 
Nicht ganz so überschwenglich sah hingegen Thiems Coach Günter Bresnik die ganze Sache. ''Es ist immer gut, wenn einer sehr durchschnittlich spielt und trotzdem gewinnt'', so Bresnik zum ''Standard''. ''Für Paris, glaube ich, hat das nicht viel Bedeutung. Es ist nicht so, dass er sich da jetzt in einen Lauf gespielt hätte und sich jetzt extrem wohlfühlen würde. Aber er hat vier Matches gut gekämpft und das ist für 'best of five' sicherlich auch kein Nachteil.''
Happy in Lyon
 
Doch dann folgte vor zwei Wochen die spontane Meldung für das 250er Turnier in Lyon, bei dem Thiem zwar hart arbeiten musste (drei Mal drei Sätze), sich am Ende aber mit seinem zweiten Turniersieg der Saison belohnen konnte: ''Ich bin super happy. Ich habe wirklich hart für diesen Titel gekämpft. Ich habe so viele Stunden auf diesem Platz verbracht und auch im Finale gegen Gilles (Simon) war ich fast schon draußen. Ich glaube, wir sind nach heute beide körperlich für Paris gut vorbereitet.''
Thiem auf Sand
 
Und auch Thiems Auftritte auf seinem Lieblingsbelag Sand ließen wochenlang nur erahnen, warum der Österreicher 2017 der zweitbeste Spieler auf dem roten Untergrund war. Denn abgesehen von einem Sieg gegen den unbezwingbar wirkenden Rafael Nadal in Madrid (Finalniederlage gegen Zverev) hatte Thiem bis zum Wochenende noch nicht viel Gutes abgeliefert: In Monte-Carlo und in Barcelona scheiterte er jeweils schon im Viertelfinale, in Rom war nach einem Freilos sogar schon in Runde 2 Feierabend.
Thiem 2018
 
Aber beginnen wir von vorne und tun das beim Österreicher. Denn schon Thiems Ergebnisse der ersten Monate des Jahres wirkten wie eine Fahrt mit der Hauptattraktion auf einer Kirmes. Einigen wenig überzeugenden Auftritten in Südamerika (Rio, Acapulco) ließ der Wiener Neustädter vor einem Monat die verletzungsbedingte Aufgabe in Indian Wells und eine sich daran anschließende dreiwöchige Verletzungspause folgen - die ihm nach eigenem Bekunden aber gut getan hat: ''Die Verletzung hat am Anfang sehr geschmerzt. Aber weil sie letztlich doch nicht so schwer war, war da auch Zeit zum Genießen. Ich hatte Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit ist. Ich habe also keine schlechte Zeit hinter mir.''
Achterbahnfahrt!
 
Allerdings haben sowohl Thiem als auch Zverev in den letzten Wochen immer wieder Ausrutscher nach unten hingelegt: Die Form des Österreichers vor diesem Turnier wurde von diversen Experten als Achterbahnfahrt tituliert, während Zverev allein in den vergangenen sechs Tagen drei Mal über fünf Sätze gehen und drei 1:2-Satzrückstände umdrehen musste.
Creme de la Creme
 
Was im ersten Moment aber einfach nur schön klingt, lässt sich natürlich auch ganz einfach mit Fakten untermauern: Während Zverev 2017 und 2018 jeweils ein Masters auf Sand gewinnen konnte (Rom Und Madrid), hat Thiem in den beiden letzten Saisons den besten Sandplatzspieler aller Zeiten geschlagen - und das vor ein paar Wochen sogar, nachdem Rafael Nadal 50 (!) Sätze in Serie auf seinem Lieblingsbelag gewonnen hatte.
Der Alpen-Gipfel
 
Natürlich kommt es bei der Einstufung von Duellen immer auf die Perspektive an. Aber aus deutschsprachiger Sicht hätten die French Open wohl kaum ein besseres Viertelfinale ausspucken können als dieses - mit Dominic Thiem (AUT) und Alexander Zverev (GER) treffen nämlich die beiden besten Spieler aus Österreich und Deutschland aufeinander.
Bonjour!
 
Herzlich willkommen bei den French Open zur Viertelfinalpartie zwischen Dominic Thiem und Alexander Zverev.
Turnier
Finale
R. Nadal (ESP/1)
6
6
6
D. Thiem (AUT/7)
4
3
2
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