bedeckt München 33°

Tennis Live-Ticker: Wimbledon Roger Federer - Tomas Berdych live (Halbfinale)

Roger Federer gegen Tomas Berdych - Halbfinale - Wimbledon im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de

R. Federer
Ranking:
5
Geburtsd.:
08.08.1981
Größe:
1.85 m
Gewicht:
85 kg
Bilanz:
25-3
Preisgeld:
US$ 104.002.250
T. Berdych
Ranking:
14
Geburtsd.:
17.09.1985
Größe:
1.96 m
Gewicht:
91 kg
Bilanz:
25-13
Preisgeld:
US$ 27.226.515
Letzte Aktualisierung: 03:41:49
Federer
Berdych
Abschied
 
Das war's nun aber für heute von der Church Road! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie schon bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - spätestens aber natürlich, wenn am Sonntag das Finale zwischen Marin Cilic (CRO) und Roger Federer ausgespielt wird. Bis dahin oder dem nächsten mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und Danke fürs Mitlesen - Cheers and have a good one!
Federer
 
''Ich bin froh, dass ich morgen einen Tag frei habe'', so der schweizer Maestro gegenüber der ''BBC''. ''Es war anstrengender, als es wahrscheinlich aussah, aber ich bin zufrieden mit meinem Spiel. Und das ich jetzt im Finale stehe, ist Wahnsinn. Ich war vor dem Turnier nicht sicher, ob ich dieses Niveau nochmal erreichen würde.''
Fazit
 
Spielerisch ließ der Schweizer hier kaum Wünsche offen, wenngleich sich Tomas Berdych nach bestem Bemühen wehrte - aber unter dem Strich hatte Federer in den wichtigen Momenten eigentlich immer die richtigen Antworten parat und umschiffte auch diverse Breakchancen seines Gegenübers gekonnt.
Fazit
 
Man muss sich vor Roger Federer verbeugen: Mit seinen 35 Jahren zieht er ohne Satzverlust zum elften Mal in das Finale des wohl wichtigsten Tennisturniers der Welt ein (als ältester Manns seit Ken Rosewall 1974) und hat am Sonntag die Möglichkeit, in seinem Wohnzimmer alleiniger Rekordsieger zu werden.
7:6, 7:6, 6:4
Matchball Nummer eins vergibt Federer noch, beim zweiten segelt Berdychs Vorhandreturn dann aber ins Netz - und Roger Federer zieht zum elften Mal in das Endspiel von Wimbledon ein!
7:6, 7:6, 5:4
 
Mit der Vorhand cross aus dem Halbfeld geht es für Federer dann zum 40:0 - und drei Matchbällen!
7:6, 7:6, 5:4
 
Perfekt, wie Federer die Vorhand longline aus der Rückhandecke genau an die Linie legt. Und weil Berdych anschließend einen Volleystopp ins Netz legt, hat der Schweizer schon ein 30:0 vor sich ...
7:6, 7:6, 5:4
 
Den dritten Spielball kann Berdych dann aber mit einem weiteren Aufschlagwinner nutzen. Doch nun ist es natürlich an Roger Federer, diese Partie bei eigenem Aufschlag zu beenden.
7:6, 7:6, 5:3
 
Und plötzlich ist Federer doch wieder da. Erst returniert er sich zum 40:15, dann legt er einen Passierball mit dem Vorhandslice (!!) cross an Berdych vorbei - 40:30.
7:6, 7:6, 5:3
 
Eine zu lange Vorhand des Schweizers aus dem Halbfeld bringt Berdych das 15:0, das er dann mit einem Aufschlagwinner zum 30:0 ausbauen kann. Ein weiterer unreturnierbarer Aufschlag sorgt anschließend für drei Spielbälle.
7:6, 7:6, 5:3
 
Mit einer Vorhand cross ins offene Feld schnappt sich der Schweizer auch dieses Aufschlagspiel und legt zum 5:3 vor - womit es nun an Berdych ist, hier gegen den Matchverlust aufzuschlagen.
7:6, 7:6, 4:3
 
Und falls Berdych hier auf eine Chance zum Re-Break gehofft hatte, dürfte er arg enttäuscht sein: Federer legt mit einem Ass und zwei Servicewinnern sehr flott zum 40:0 vor.
7:6, 7:6, 4:3
 
Erneut muss Berdych über den zweiten Aufschlag kommen, Federer returniert lang und zwingt den Tschechen zum Fehler mit der Vorhand - das ist das wichtige Break für den Schweizer!
7:6, 7:6, 3:3
 
Aber dann ist Federer mal wieder auf den Punkt hin zur Stelle. Berdych muss über den zweiten kommen, der Schweizer greift diesen sofort an und punktet am Ende mit dem einfachen Vorhandvolley. 30:40, Breakball Federer!
7:6, 7:6, 3:3
 
Kein Problem für Tomas Berdych, der diesen Schiefstand mit einem Servicewinner und dank einer von Federer völlig verzogenen Vorhand wieder begradigt. 30:30!
7:6, 7:6, 3:3
 
So langsam entwickelt sich das Match hier zu einer wahren Achterbahnfahrt. Denn plötzlich ist es Federer, der nach zwei guten Returns bei 0:30 landet ...
7:6, 7:6, 3:3
 
Wenig überraschend folgen darauf dann ein Servicewinner und ein weiteres Ass - mit ein wenig Mühe und nach der Abwehr von zwei Breakchancen stellt FedEx auf 3:3.
7:6, 7:6, 2:3
 
Brutal effektiv: Mit seinen Assen zehn und elf wehrt Roger Federer die beiden Breakchancen im Handumdrehen ab. Wow!
7:6, 7:6, 2:3
 
Plötzlich ist es Federer, der bei 15:30 mit dem Rücken zur Wand steht. Allerdings kann sich der Schweizer nicht wirklich befreien - stattdessen passiert ihn Berdych mit der Rückhand cross zum 15:40 und zwei Breakchancen!
7:6, 7:6, 2:3
 
Dann agiert Berdych aber doch wieder richtig gut. Erst punktet er mit der Rückhand longline zum Vorteil, dann tütet er das Spiel zum 3:2 über Federers Vorhand ein. Und wieder zeigt sich, WIE kostbar Breakchancen hier heute sind.
7:6, 7:6, 2:2
 
Berdych muss tief graben und viel laufen, kann Federer aber am Ende einen unerzwungenen Vorhandfehler rausleiern. Vom ansonsten so mutigen Spiel des Tschechen war da jedenfalls nichts zu erkennen ... Einstand!
7:6, 7:6, 2:2
 
Der Tscheche findet zunächst mal die perfekte Antwort in Form eines kurz cross gespielten Vorhandwinners. Aber Federer lässt nicht locker, spielt Berdych anschließend am Netz aus und stellt auf 30:40 und Breakball!
7:6, 7:6, 2:2
 
Und plötzlich bringt sich Berdych selber in Schwierigkeiten. Erst rutscht ihm eine Rückhand ab und landet im Netz, dann trifft er eine Vorhand nur mit dem Rahmen. 15:30!
7:6, 7:6, 2:2
 
Ja, das kennen wir schon aus dem zweiten Durchgang: Ehe man sich versieht, hat Federer sein Aufschlagspiel schon zu Null absolviert und zum 2:2 ausgeglichen.
7:6, 7:6, 1:2
 
Tatsächlich zwingt die Gegenwehr des Schweizers Berdych aber nur dazu, noch eine Schippe drauf zu legen. Und weil sein erster Aufschlag mittlerweile viel besser funktioniert als noch im ersten Satz, geht das mit dem Spielgewinn zum 2:1 dann doch relativ schnell.
7:6, 7:6, 1:1
 
Herrlich, wie Federer da seinen Vorhandreturn von ganz weit außen am Netzpfosten vorbei auf die Linie spielt. Aber Berdych kann Federer anschließend zum Rückhandfehler verleiten und auf 15:15 stellen.
7:6, 7:6, 1:1
 
Mit einem Servicewinner geht es für Federer dann zum 40:30, mit der Vorhand Inside-Out aus dem Halbfeld zum vierten Punkt in Serie beziehungsweise dem Spielgewinn. 1:1!
7:6, 7:6, 0:1
 
... das Federer aber in der ihm ureigenen coolen Art am Netz wieder in ein 30:30 verwandelt. Das sind alles liegen gelassene Chancen von Tomas Berdych!
7:6, 7:6, 0:1
 
Und tatsächlich will es der Tscheche jetzt offensichtlich nochmal wissen. Zwei offensive Returns bringen ihm das 0:30 ein ...
7:6, 7:6, 0:1
 
Mit einer herrlichen Vorhand kurz cross gespielt legt Berdych dann zum 1:0 vor - aufgegeben hat sich der Tscheche hier ganz offensichtlich noch nicht.
7:6, 7:6, 0:0
 
Federer kann dann zwar verkürzen, aber eine Rahmenrückhand des Schweizers, die hoch oben auf der Tribüne landet, sorgt für zwei Spielbälle zu Gunsten von Tomas Berdych.
7:6, 7:6, 0:0
 
Der Frust muss raus: Berdych ballert sich mit zwei Servicewinnern zum schnellen 30:0.
Zwischenfazit
 
Im Gegensatz zum ersten Durchgang hatte der zweite spielerisch weniger zu bieten. Dafür lebte er aber von der Spannung, denn sowohl Federer als auch Berdych konnten diverse Breakchancen nicht nutzen und mussten den Satz am Ende im Tiebreak entscheiden. Was uns zum bitteren Fazit für Tomas Berdych führt: Der Tscheche ist dran, aber eben nur von hinten an der Stoßstange - Überholen scheint hier fast unmöglich zu sein.
7:6, 7:6
Genau wie im ersten Satz macht Federer dann aber auch im zweiten den Deckel zum 7:4 auf diesen Tiebreak - und geht nach 1:43 Stunden mit 2:0 nach Sätzen in Führung!
7:6, 6:6
 
Satzball Nummer eins kann Berdych dank eines guten Ersten anschließend mit dem Vorhandschuss aus dem Halbfeld abwehren. Bleiben noch zwei ...
7:6, 6:6
 
Aber: Federer schenkt Berdych erstmal eins davon per Doppelfehler zurück. Dann kann er allerdings doch am Netz punkten und auf 6:3 stellen - was ihm drei Satzbälle einbringt.
7:6, 6:6
 
Immerhin kann Berdych dann auch mal einen zweiten Punkt nachlegen. Was jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass Federer bei 5:2 mit zwei Minibreaks vorn liegt.
7:6, 6:6
 
Wahnsinn! Plötzlich packt Federer hier einen Traumschlag nach dem anderen aus, am Ende ist es wieder die Vorhand cross aus der Rückhanddecke, die den Punkt bringt - 5:1 für den FedExpress!
7:6, 6:6
 
Eigentlich ist Federers neuer Paradeschlag ja die Rückhand - aber die beiden Vorhandwinner zum 4:1, einen longline, einen kurz cross gespielt darf man natürlich auch nicht verachten. Und für Berdych wird es langsam eng!
7:6, 6:6
 
Aber auch diesmal schnappt sich Federer das frühe Minibreak, indem er seinen Vorhandreturn einfach mal cross auf die Linie semmelt. 2:1 für den Schweizer!
7:6, 6:6
 
Federer legt bei eigenem Aufschlag mühelos zum 1:0 vor. Berdych muss dann über die Challenge gehen - aber diesmal hat er Recht, sein Ass hat Bestand. 1:1!
7:6, 6:6
 
Das dauert dann aber keine 90 Sekunden - auf geht's in den Tiebreak!
7:6, 6:5
 
Serve-and-Volley von Federer, der den tiefen Vorhandflugball perfekt ins Eck legt und so zum 6:5 vorlegt - und wieder mal steht Tomas Berdych unter Druck, seinen Aufschlag unbedingt halten zu müssen.
7:6, 5:5
 
Berdych versucht es mal mit einer Challenge, aber auch das Hawkeye hat Federers ersten Aufschlag auf der Linie gesehen - 40:0 und drei Spielbälle für den Maestro.
7:6, 5:5
 
Kein Problem für den Schweizer, der mit einem feinen Rückhandvolley vorlegt und mit einem Aufschlagwinner dann auch auf 30:0 stellt.
7:6, 5:5
 
Und das Lob gibt es gleich nochmal hinterher: Mit seinem achten Ass stellt Tomas Berdych auf 5:5. Und für Federer geht die Arbeit des Vorlegens wieder von vorne los.
7:6, 5:4
 
Stark von Berdych, der erst per Ass ausgleicht und anschließend mit einem couragierten und gut vorbereiteten Netzangriff zum 40:30 vorlegt. Chapeau!
7:6, 5:4
 
Und schon wird es hier richtig spannend! Erst hat Federer Glück mit der Netzkante, dann bleibt Berdychs Vorhand an Selbiger hängen - 15:30 für den Schweizer!
7:6, 5:4
 
Gleich den ersten Spielball nutzt Federer dann auch, um zum 5:4 vorzulegen. Und jetzt ist es natürlich an Tomas Berdych, die Nerven zu bewahren und hier den 0:2-Satzrückstand zu verhindern.
7:6, 4:4
 
Dann gibt es doch mal etwas aufregendes zu sehen, allerdings ist Federers Vorhand aus der Drehung vorbei an Berdych ein Tropfen auf den heißen Stein - aber er bringt dem Schweizer zwei Spielbälle.
7:6, 4:4
 
Mit einem Servicewinner legt FedEx vor, Berdych kontert mit einem Returnwinner vor die Füße des Schweizers - der daraufhin mal ans Netz aufrückt (was er ansonsten großflächig eingestellt hat) und dort auf 30:15 stellt.
7:6, 4:4
 
Mit einer weiteren Aufschlagkanone geht es zum 4:4 - wirklich viel Tennis gibt es in dieser Phase der Partie leider nicht zu sehen.
7:6, 4:3
 
Aber Berdych steckt das schnell weg, denn eigentlich läuft es ja bei ihm. Zwei gute Erste und ein Winner mit der Vorhand bescheren dem Tschechen schnell das 40:0.
7:6, 4:3
 
Ballert sich zum Spielgewinn. Zwei Aufschlagwinner, ein zerknirschter Berdych (so viele Breakchancen hatte er ja noch nicht) - und ein relativ zufriedener Federer, so das Fazit der letzten 45 Sekunden.
7:6, 3:3
 
Aber Tomas Berdych sucht das Risiko, marschiert ans Netz und belohnt sich mit einem herrlichen Volleystoppp zum Einstand. Und wie reagiert Federer?
7:6, 3:3
 
Soviel dazu: Mit zwei Servicewinenrn und einem eingestreuten Ass kann Federer den Schiefstand in ein 40:30 umdrehen. Das ist mal wieder sehr, sehr cool, was der Schweizer hier spielt.
7:6, 3:3
 
Nanu? Federer verschießt sich zunächst mal mit der Rahmenvorhand - und verschätzt sich dann bei einem Ball von Berdych. Und bei 0:30 klingeln die Alarmglocken natürlich!
7:6, 3:3
 
BumBumBerdych? Ausnahmsweise prügelt auch der Tscheche mal ein Aufschlagspiel in weniger als 90 Sekunden auf den Court - 3:3.
7:6, 3:2
 
Gleich zwei Mal kann der Schweizer Berdych anschließend zu Vorhandfehlern zwingen - und so auf 3:2 stellen. Alles in der Reihe in Satz zwei!
7:6, 2:2
 
Bei eigenem Aufschlag ist es dann Federer, der sich einem 0:15 gegenüber sieht. Aber eine schöne Vorhand longline und ein konsequent zu Ende gespielter Netzangriff bringen dem Schweizer dann doch die Punkte zum 30:15.
7:6, 2:2
 
Da dürfen Berdych und seine Supporter ein Mal ganz tief durchatmen: Per Servicewinner geht es zum erneuten Vorteil und dank einer ins Netz gedrückten Vorhand von Federer dann auch zum 2:2. Puh!
7:6, 2:1
 
Dann ist es der Tscheche, der mit feinem Serve-and-Volley auf Vorteil stellen kann - und Federer, der diesen mit einem genialen Passierball mit der Vorhand longline aus vollem Lauf wieder zunichte macht. Einstand Nummer vier steht an!
7:6, 2:1
 
Stark von Federer, der mit der Vorhand Inside-Out aus der Platzmitte kontert und sofort wieder auf Vorteil stellt. Aber diesmal hat Berdych als Antwort einen Servicewinner im Köcher.
7:6, 2:1
 
... die Berdych aber mit einer Vorhand aus dem Halbfeld gegen Federers Laufrichtung abwehren kann. Einstand!
7:6, 2:1
 
Eigentlich sieht bei 30:15 für Berdych wieder viel nach dem nächsten halbwegs entspannten Aufschlagspiel aus. Aber zwei komplett unnötige Fehler des Tschechen bescheren Federer plötzlich doch eine Breakchance ...
7:6, 2:1
 
Einen Spielball kann Berdych noch abwehren, den zweiten nimmt Federer dann aber mit dem nächsten guten Ersten mit. Während Berdych nur 61 Prozent seiner ersten Aufschläge zu Punkten macht, sind es beim Schweizer deren 84.
7:6, 1:1
 
Soviel zu engen Aufschlagspielen: Federer benötigt keine 75 Sekunden, um anschließend schnell auf 40:0 zu stellen.
7:6, 1:1
 
Mit vollem Risiko und fast 190 km/h drischt Berdych seinen zweiten Aufschlag als Winner ins Feld - der anschließende Spielball ist dann nur noch eine Pflichtaufgabe. 1:1!
7:6, 1:0
 
Berdych legt zwei Mal vor, Federer zieht zwei Mal nach - und bei 30:30 wird auch das Aufschlagspiel des Tschechen wieder ein enges.
7:6, 1:0
 
Aber ein Servicewinner und ein Vorhandschuss aus dem Halbfeld des Schweizers sorgen dann doch für den standesgemäßen Auftakt - 1:0 Federer.
7:6, 0:0
 
Aber ganz rund läuft es beim FedExpress nicht. Erst schleicht sich der nächste Doppelfehler ein, dann passiert ihn Berdych zum 30:30.
7:6, 0:0
 
Den Satzgewinn hatte Federer eben übrigens mit einem lauten ''Komm jetzt'' quittiert - das hört man vom Schweizer Gentleman sonst auch eher selten.
Zwischenfazit
 
Lange schien es, als könne Roger Federer dieses Match ähnlich seinen vorherigen Auftritten dominieren. Aber Tomas Berdych ist dann doch der erwartet unangenehme Gegner, der den Schweizer immer mal wieder vor Probleme stellt - einzig der erste Aufschlag des Tschechen muss besser werden, sonst wird das hier ein ganz schweres Comeback.
7:6
Federer behält seine weiße Weste: Mit seinem x-ten Aufschlagwinner punktet er, macht den Deckel auf den Tiebreak und geht nach Sätzen mit 1:0 in Führung. Nach wie vor kein Satzverlust für den Schweizer bei diesem Turnier!
6:6
 
Berdych kann mit seinem zweiten Aufschlag zwar erneut verkürzen, aber Federer eben auch gleich wieder vorlegen - was bei 6:4 die ersten Satzbälle für den FedExpress bedeutet!
6:6
 
Ist das bitter: Berdych hämmert einen ganz einfachen Vorhandschuss aus dem Halbfeld ins Netz - Re-Break Federer, 5:3 für den Schweizer!
6:6
 
Soviel dazu: Mit einem Slicereturn in Federers Füße holt sich Berdych das Minibreak zurück und verkürzt auf 3:4 aus seiner Sicht. Alles wieder in der Reihe in diesem Tiebreak!
6:6
 
Zumal Federer auch überhaupt keine Anstalten macht, diesen Vorsprung wieder herzuschenken - ein Servicewinner mit dem Zweiten bringt pünktlich zum Seitenwechsel das 4.2.
6:6
 
Seinen nächsten Aufschlag kann Berdych dann zwar wieder durchbringen, aber dieses Minibreak könnte noch sehr viel Ärger bedeuten: 3:2 für den nun aufschlagenden Federer.
6:6
 
Aber dann lässt Berdych Federer in den nächsten Ballwechsel kommen, der Schweizer greift sofort an - und punktet mit dem hohen Rückhandvolley zum ersten Minibreak und dem 3:1.
6:6
 
Federer kontert das aber standesgemäß mit einem Aufschlagwinner und punktet anschließend über Berdychs Rückhand zum 2:1.
6:6
 
Berdych serviert als Erster und legt über Federers Vorhand zum 1:0 vor.
6:6
 
Mit dem Ass durch die Mitte tütet Federer das Aufschlagspiel dann auch souverän ein und gleicht zum 6:6 aus. Es geht in den Tiebreak!
5:6
 
Einen erzwungenen Vorhandfehler gleicht Berdych bei Aufschlag Federer mit einem schönen Rückhandreturn zum 15:15 wieder aus. Aber der Schweizer profitiert dann vom nächsten Unforced Error beim Tschechen und kann anschließend per Servicewinner auf 40:15 stellen.
5:6
 
Mit seinem dritten Ass in diesem Spiel beendet Berdych das Gerede vom nächsten Break und feiert sich dafür selber. Denn entweder holt er sich jetzt den Satz - oder er darf zumindest einen Tiebreak spielen.
5:5
 
Aber auch für diesen Breakball hat Berdych einen Servicewinner in petto. Und kann anschließend sogar zum eigenen Vorteil vorlegen ...
5:5
 
Nervenstark, dass Berdych da sofort auf ein Ass zurückgreifen kann. Aber den Einstand dreht Federer mit einem Vorhandschuss auf den Körper des aufgerückten Tschechen sofort wieder in eine Breakchance um!
5:5
 
Federer schenkt dann zwar auch einen Punkt mit der nächsten wilden Vorhand cross ab, aber Berdych revanchiert sich mit einer zu langen Vorhand aus dem Halbfeld zum 30:40 - Breakball FedEx!
5:5
 
Es ist schon ein wenig verrückt. Plötzlich verliert Berdych wieder den Boden unter den Füßen - im wahrsten Sinne des Wortes, denn er rutscht gleich zwei Mal aus - und Federer kommt zum 15:30.
5:5
 
Mit einer Vorhand Inside-In gegen Berdychs Laufrichtung macht der Schweizer dann den Deckel auf sein Aufschlagspiel - das zu Null dürfte jegliche Zweifel am eigenen Service auf jeden Fall wieder beseitigt haben.
4:5
 
Ok, Federer scheint sich wieder beruhigt zu haben. Zumindest wirkt sein extrem gradliniges Aufschlagspiel bis zum 40:0 so ...
4:5
 
Mit perfektem Serve-and-Volley und dem abschließenden Ass erledigt Berdych die Aufgabe Aufschlagspiel ohne Mühe zu Null und legt zum 5:4 vor. Und schon wird es doch wieder spannend!
4:4
 
Hm. Ist Federer jetzt sauer? Die wilden Schläge häufen sich, und das komplett ohne Sinn und Ertrag - Berdych kann ungestört auf 30:0 stellen.
4:4
 
Aber aller guten Dinge sind drei, das hatte Berdych ja schon vor dem Match angekündigt: Mit seinem zweiten Doppelfehler des Spiels schenkt Federer selbiges ab und ermöglicht Berdych so das Re-Break zum 4:4!
4:3
 
Aber Berdych hat Blut geleckt! Diesmal punktet der Tscheche selber mit einer herrlichen kurz cross gespielten Vorhand - doch auch seinen zweiten Breakball kann Federer, diesmal per Servicewinner, entschärfen.
4:3
 
Cool cooler, Federer: Mit der Vorhand cross entledigt sich der Schweizer dieses lästigen Umstands und stellt auf Einstand.
4:3
 
Doch, doch, denn Federer serviert tatsächlich den Doppelfehler - 30:40 und Breakball für Tomas Berdych!
4:3
 
Manchmal packt der Schweizer dann aber natürlich auch absolute Bonbons aus - wobei er den Winner mit der Rückhand cross gleich wieder mit einem leichten Fehler zum 30:30 egalisiert. Berdych wird doch nicht etwa ... ?
4:3
 
Tatsächlich punktet Berdych in dieser Phase nur, wenn er volles Risiko geht. Und da das häufiger schief als gut geht, bleibt für Federer selber nur, die Bälle einfach konsequent zu verteilen - die Punkte kommen quasi von allein.
4:3
 
Es gibt neue Bälle und folglich natürlich auch neue Schläger. Das Geschehen auf dem Rasen bleibt aber eher unverändert - Federer legt per Servicewinner zum 15:0 vor.
4:3
 
Mit Einigem an Selbstbeschimpfung im Gepäck schafft es Berdych dann aber doch nochmal, das Ruder herum zu reißen und seinen Aufschlag durchzubringen. Doch bei 4:3 marschiert Federer angesichts des Breaks Vorsprung natürlich nach wie vor gen Satzgewinn.
4:2
 
Das typische Bild: Berdych muss über den Zweiten kommen, Federer returniert lang und geduldig - und zieht dann mit der Rückhand longline urplötzlich das Tempo an. Einstand!
4:2
 
Aber klar: Federer verkürzt sofort wieder und stellt auf 40:30. Bisher haben die Aufschlagspiele des Schweizers im Schnitt 61 Sekunden gedauert - die des Tschechen 4:57 Minuten ...
4:2
 
Bei 15:15 schafft es dann auch Berdych , sein erstes Ass zu schlagen. Ein guter Erster hinterher besorgt dann das beruhigende 40:15 zu Gunsten des Tschechen.
4:2
 
Da muss selbst der Maestro verschmitzt grinsen: Sein Stoppversuch von der Grundlinie kommt kaum weiter als bis zu seiner eigenen (!) T-Linie. Uuuups!
4:2
 
Das ist schon nah an der Perfektion: Mit einem wunderbaren Volleystopp punktet Federer zum 40:0, mit dem nächsten Ass bestätigt er dann das frühe Break und stellt auf 4:2. Und für Berdych gibt es in dieser Phase so gut wie nichts zu holen.
3:2
 
Fast schon erstaunlich, dass sich Federer bis zum dritten Aufschlagspiel Zeit lässt, um sein erstes Ass zu schlagen. Der folgende Servicewinner sorgt dann wieder für ein schnelles 30:0.
3:2
 
Mit der Vorhand Inside-Out aus der Rückhandecke drängt Federer Berdych immer weiter aus dem Feld, am Ende bekommt er den hohen Ball im Halbfeld serviert und punktet mit der eingesprungenen Vorhand longline zum ersten Break des Tages. Und das auch absolut hochverdient!
2:2
 
Zumal der Schweizer hier auch immer mehr in Spiellaune kommt. Der nächste Passierball mit der Vorhand longline bringt FedEx den nächsten Breakball!
2:2
 
Was aber nach wie vor nicht funktioniert ist Berdychs erster Aufschlag. Gerade mal 60 Prozent seiner Versuche landen bislang im Feld - das ist klar zu wenig, um mit Federer mitzuhalten.
2:2
 
Glück für Berdych, dass Federer die Vorhand diesmal leicht abrutscht und ins Netz segelt. Und dass der Tscheche anschließend gleich nochmal von einem leichten Federer-Fehler profitiert, der ihm den Vorteil einbringt.
2:2
 
Taktisch ist das, was Federer hier spielt, perfekt. Diesmal agiert er lange mit dem Rückhandslice, schießt die Kugel dann aber bei Berdychs erstem kurzen Ball mit der Vorhand longline ins Eck - Breakchance Nummer zwei für Roger Federer!
2:2
 
Oha! Berdych muss über den zweiten Aufschlag kommen, Federer legt sich den Tschechen ganz geduldig zurecht und punktet mit der kurz cross gespielten Vorhand - Einstand!
2:2
 
Das führt dann zu zwei Spielbällen, von denen Federer den ersten aber mit einem Rückhandreturn vor Berdychs Füße abwehren kann. 40:30.
2:2
 
Kaum muss Berdych wieder aufschlagen, werden die Ballwechsel wieder länger. Federer kann über die Rückhand des Tschechen (schon vier Fehler) auf 15:15 stellen, bevor der per Vorhandvolley wieder vorlegt.
2:2
 
Zwei weitere gute Erste auf die Rückhand von Tomas Berdych sorgen dann für das 2:2 - und schon wieder hat FedEx keine 120 Sekunden benötigt, um sein Service durchzubringen.
1:2
 
Aber Federer gibt sich natürlich auch keine Blößen. Der Servicewinner zum 15:0 wird von einer schönen Vorhand aus der Rückhandecke zum 30:0 gefolgt.
1:2
 
Starkes Aufschlagspiel von Tomas Berdych, der Federer schön laufen lässt und am Ende gegen die Laufrichtung ausspielt. Dieses Aufschlagspiel des Tschechen war auf jeden Fall um einiges souveräner als das erste.
1:1
 
Auch Berdych kann diesmal relativ unbedrängt auf 30:0 stellen, bevor Federer mit einem Passierball mit der Vorhand longline ins Spiel kommt. Aber diesmal lässt sich Berdych nicht verunsichern und legt einen Servicewinner zum 40:15 auf den Rasen.
1:1
 
Keine zwei Minuten hat es gedauert, da steht es schon 1:1 - diese Aufschlagspiele im Eiltempo ist man von Roger Wimbledon aber natürlich schon gewohnt.
0:1
 
Federer hat hingegen überhaupt keine Probleme, schnell auf 30:0 zu stellen. Dann erwischt Berdych zwar mal einen Return als Winner, aber Federers nächster erster Aufschlag sorgt umgehend für zwei Spielbälle.
0:1
 
Sechs Minuten lang musste Berdych ackern, um das frühe Break zu vermeiden und seinen Aufschlag durchzubringen. Gut, dass der Tscheche in seinem vorzeitig beendeten Viertelfinale Kraft sparen konnte.
0:0
 
Auch den zweiten Spielball kann Berdych aber nicht nutzen, woraufhin sich Federer die erste Breakchance erspielt - die aber an der Netzkante hängen bleibt. Und so kommt anschließend wieder Berdych zum Vorteil ...
0:0
 
Aber der FedExpress nimmt Fahrt auf! Mit der Vorhand longline entschärft Federer Berdychs nächsten Netzangriff und erspielt sich den Einstand. Doch der Tscheche behält die Ruhe und legt am Netz zum Vorteil vor.
0:0
 
Federers Passierball mit der Rückhand longline gerät zu lang, sodass Berdych vom 30:30 aus per Servicewiner auf Spielball stellen kann.
0:0
 
Über die Rückhand des Tschechen erhört Federer dann auch gleich auf 15:30. Und Berdych muss sofort aufpassen ...
0:0
 
Berdych startet mit einem Vorhandwinner Inside-Out in sein Aufschlagspiel, aber Federer kontert mit einer schönen flachen Vorhand cross zum 15:15.
0:0
 
Genug gequatscht, los geht's - Tomas Berdych serviert als Erster!
Chair Umpire
 
Und einen Schiedsrichter hat diese Partie natürlich auch: Diesen Job übernimmt heute Pascal Maria - der Franzose hat unter anderem das olympische Finale 2016 geleitet.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon. Berdych betritt den Court gefolgt von Federer als Erster, gleich gibt es das Erinnerungsfoto und den Münzwurf - und dann kann es nach dem fünfminütigen Einschlagen auch schon losgehen!
Verspätung II
 
Nach knapp drei Stunden Spielzeit hat es der Kroate Cilic geschafft und steht als Erster im Finale von Wimbledon 2017! Und wer sein Gegner sein wird, wird wohl auch in etwa drei Stunden feststehen - wir freuen uns jetzt auf jeden Fall auf die Herren Federer und Berdych!
Verspätung
 
Ein bisschen werden wir uns hier leider noch gedulden müssen, denn der Centre Court ist noch besetzt. Marin Cilic hat aber soeben den dritten Satz gegen Sam Querrey gewonnen und auf 2:1 gestellt - mit Glück kann unser Match also gegen 17:15 Uhr anfangen.
Anstehen mit Sahne
 
Und trotz aller Tradition und dem Wunsch nach weißer Spielkleidung ist auch in Wimbledon noch Platz für Spaß: Neben einer Royal Box für die englische Königsfamilie pflegt das Turnier nämlich noch jede Menge liebenswürdige Eigenheiten wie das nächtliche Anstehen für Tagestickets, Erdbeeren mit Sahne, die Einteilung in Gentlemen und Ladies (statt Men und Women) oder die längste Sponsorenschaft der Sportgeschichte (Slazenger stellt die Bälle für das Turnier seit 1902!).
Wimbledon
 
Womit wir dann auch schon beim Turnier an sich angekommen wären. The Championships, Wimbledon ist das älteste und wohl auch prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Seit 1877 wird auf der Anlage an der Church Road, dem All England Club, auf Rasen gespielt, wobei es mittlerweile um ein Preisgeld von 31,6 Millionen Pfund geht (allein 2,2 Millionen für die Sieger im Damen- und Herreneinzel). Titelverteidiger ist Lokalmatador Andy Murray, Rekordsieger bei den Herren wie erwähnt Pete Sampras und Roger Federer (jeweils sieben Titel) - wobei man dem Schweizer in diesem Jahr natürlich durchaus Titel Nummer acht zutraut.
Head 2 Head
 
Wobei hinter solchen Aussagen, Freundschaft hin oder her, natürlich oft nur eine Halbwahrheit steht. Denn Federer weiß auch ganz genau, dass er im direkten Vergleich mit 18:6 Siegen vorn liegt - und Berdych wie erwähnt auch in dieser Saison schon zwei Mal geschlagen hat.
Berdych stärker als Raonic
 
''Naja, klar, ein bisschen bin ich selber überrascht'', so Federer nach seinem Viertelfinale. ''Aber es war alles darauf ausgelegt, dass ich spät in der Karriere noch besser werden kann. Und meine Fitness, die das Wichtigste ist, ist richtig gut. Ich muss nicht mehr über die Knochen nachdenken und kann mich auf Taktik konzentrieren. '' Und natürlich hatte der Schweizer gleich nach dem Raonic-Match business-like wieder nur Gedanken für den nächsten Gegner. ''Tomas ist immer unangenehm zu spielen. Ich habe hier schon gegen ihn verloren. Und er ist von der Grundlinie klar stärker als Raonic.''
Turnierverlauf
 
Genau wie offenbar Titel bei den Grand-Slam-Turnieren Denn dass Federer hier in seinem Wohnzimmer zu den ganz großen Favoriten zählt, versteht sich von selbst. Und das bislang ganz ohne Kratzer: Weder gegen Dolgopolov/UKR noch gegen Lajovic/SRB, Mischa Zverev/GER, Grigor Dimitrov/BUL oder Milos Raonic/CAN musste Federer im Verlauf der ersten vier Runden einen Satz abgeben).
Ehefrau Mirka
 
Oder wie Federer unter der Woche auf einer Pressekonferenz erklärte: ''Ohne Mirka könnte ich das alles nicht machen. Wenn sie eines Tages sagt ''Ich will nicht mehr reisen'', dann ist meine Karriere vorbei. Ganz einfach. Sie gehört genau so zu unseren Träumen wie ich.''
Familie FedEx
 
Und auch privat läuft es beim Schweizer. Sein Freundeskreis setzt sich aus Millionären, Grammy- und Oscar-Gewinnern zusammen, der 14-köpfige Familientross bereist die Tour nach wie vor mit größter Begeisterung und Federer bricht wie erwähnt auch in hohem Alter nach wie vor jede Menge Rekorde. Und das nicht mehr nur vor den Augen seiner siebenjährigen Zwillingsmädchen, sondern auch schon ab und zu vor denen der dreijährigen Zwillingsjungs - das Leben des Schweizers könnte kaum perfekter sein.
Federers Karriere
 
Dazu gesellen sich dann noch eine olympische Goldmedaille (Doppel 2008) sowie eine silberne (Einzel 2012), sechs Titel bei den ATP World Tour Finals sowie 25 Masters-Titel - aber irgendwo mussten die mehr als 100 Millionen Dollar Preisgeld im Laufe der letzten 15 Jahre ja auch gewonnen werden.
Federers Karriere
 
Und irgendwie ist das trotz Federers Alter von mittlerweile 35 Jahren auch keine wirklich große Überraschung. Fragt man nämlich bereits zurückgetretene oder auch aktuelle Kollegen, so gibt es auf die Frage nach dem besten Tennisspieler aller Zeiten nur eine Antwort: Den FedExpress. Und das hat Federer in den letzten 15 Jahren nicht nur stilistisch (seine Grundschläge gehören technisch zu den saubersten aller Zeiten), sondern eben auch statistisch und vor allem mit Rekorden untermauert. Die Nummer eins der Weltrangliste war er 302 Wochen lang, dabei hat er 18 Grand-Slam-Titel gewonnen, bei jedem Grand Slam mindestens fünf Mal das Endspiel erreicht (insgesamt 28 Finals), hat den Karriere-Grand-Slam gewonnen und ist sowohl hier in Wimbledon (sieben Titel) als auch bei den US Open (fünf) der Rekordchampion.
Rekorde. Rekorde
 
Doch das ist dann wohl auch der einzige Rekord, den Federer noch nicht alleine besitzt: Tatsächlich tritt der Schweizer hier in London nämlich zu seinem 70. Grand-Slam-Turnier an (Bestmarke vorher: Fabrice Santoro) und könnte sich mit einem Erfolg heute seinen 90. Sieg bei diesem Turnier sichern - womit er Altmeister Jimmy Connors (84) jetzt schon deutlich überholt hat. Und auch das zu heute erreichende zwölfte Endspiel wäre natürlich ein Meilenstein ...
Rekordsieger
 
Zumal dieser dann schon achte Wimbledonsieg für den Baselbiter ja etwas ganz Besonderes wäre: Momentan teilt sich Federer den Titel des Rekordsiegers nämlich noch mit Pete Sampras (sieben Turniersiege in der Open-Ära).
Noch ein Mal Wimbledon
 
Doch FedEx hatte andere Pläne. ''Ich bin ja nun nicht mehr der Jüngste, da muss man seine Einsätze genau abwägen'', so Federer zu seiner Roland-Garros-Absage. ''Deshalb habe ich lange mit mir gerungen, ob ich in Paris spielen soll. Aber letzten Endes war es die richtige Entscheidung, auf die Sandplatzsaison zu verzichten. Ich bin 35 und habe Roland Garros schon mal gewonnen. Lieber möchte ich nochmal in Wimbledon triumphieren.''
Der Masterplan
 
Federer allerdings betrachtet das gesamte Turnier eher pragmatisch: Als punktweise Erfüllung des großen Masterplans. Denn nachdem der Schweizer zu Beginn der Saison erst die Australian Open und dann auch noch das prestigeträchtige Sunshine Double (Mastersturniere in Indian Wells und Miami)gewonnen hatte, standen ihm im Hinblick auf die Weltrangliste eigentlich alle Türen offen.
Yellow Press
 
Und auch die Zeitungen betrachten dieses Halbfinale teilweise als bereits gespielt. ''Sie können ihm die Trophäe gleich jetzt schon überreichen'', so der ''Daily Telegraph''. Und die ''Sun'' titelte: ''It's all your's, Roger!''
Zermürbter Milos
 
Wie überragend gut das angepriesene dann in der Praxis aussieht, wusste der im Viertelfinale unterlegen Milos Raonic bestens zu beschreiben: ''Er ist die ganze Zeit im höchsten Gang gefahren. Und hat mir so gut wie nichts angeboten. Ich glaube, das war das Zermürbenste. Dass er immer in den wichtigen Momenten perfekt spielt.''
Roger Perfekt
 
Allerdings sollte man sich hier in Wimbledon gegen DIESEN Roger Federer lieber nicht allzu große Hoffnungen machen. Wie schon beim Grand Slam in Australien (den Federer zu Jahresbeginn gewann) spielt der Schweizer nämlich auch hier an der Church Road fast perfektes, nie auszurechnendes Angriffstennis. Und das durchgehend - einen Satz hat der Mann aus Basel folglich noch nicht abgeben müssen.
Der Beste im Wohnzimmer
 
Doch jetzt wartet natürlich das ganz große Los, das weiß auch Berdych: ''Ich denke, Roger ist der Größte aller Zeiten. Es ist die perfekte Challenge, ihn spielen zu dürfen. In Australien war er unglaublich, in Miami hatte ich immerhin Matchball ... vielleicht ist Nummer drei ja die glückliche für mich.'' Zumal Berdych Federer ja auch schon hier in dessen Wohnzimmer geschlagen hat ...
Turnierverlauf
 
Und tatsächlich klickt es beim Tschechen momentan. Er verlor auf seinem Weg in dieses Viertelfinale zwar vier Sätze und kam gegen den Djoker per Aufgabe weiter, aber Gegner wie Chardy (FRA), Harrison (USA), Ferrer (ESP) oder Thiem (AUT) stellen auch wahrlich keine Laufkundschaft dar.
Berdych 2010
 
Zumal Berdych genau weiß, wie man hier in Wimbledon ins Endspiel einzieht. Schließlich ist ihm das 2010 (Finalniederlage gegen Nadal) ja schon einmal gelungen. Weshalb er den Weg auch klar vor sich sieht, wie er selber sagt: ''Damals schlug ich Roger und dann Novak'', so Berdych nach seinem Viertelfinalsieg gegen Djokovic. ''In diesem Jahr schlug ich Novak und spiele nun gegen Roger - und Rafa ist nicht mehr dabei.''
Es klickt
 
Trotzdem hatte der Wahl-Monegasse im Frühjahr ganz deutlich erklärt: ''Mein Ziel bleibt es, ein Major zu gewinnen. Ich habe in meinem Spiel alles, was man braucht. Im Winter habe ich nochmal an meiner Aufschlagbewegung gearbeitet. Es muss einfach nur mal zwei Wochen lang konstant klicken.''
Berdych 2017
 
Neue Impulse kann der Wimbledon-Finalist von 2010 aber auf jeden Fall gut gebrauchen. Die ehemalige Nummer vier der Welt spielt bislang nämlich eine eher unbefriedigende Saison. Bei den Grand-Slam-Events in Melbourne und Paris verpasste Berdych die zweite Woche, sein mehr als sechs Jahre gültiges Top-Ten-Abo war bereits im vergangenen Spätherbst ausgelaufen und sein einziges Endspiel der Saison erreichte er beim kleinen 250er Turnier in Lyon.
Stepanek
 
Der übrigens nicht mit Namensvetter und Tennisprofi Radek verwandt ist - mit dem hatte Berdych nämlich 2012 und 2013 jeweils den Davis Cup gewonnen.
Neue Coaches galore
 
Was im Klartext bedeutet, dass der Tscheche in den letzten 30 Monaten drei Mal den Trainer gewechselt hat. Doch weder Dani Vallverdu (Rausschmiss nach einem 0:6, 0:6) noch Goran Ivanisevic (gekündigt nach Berdychs Zweitrundenaus bei den French Open) waren der Richtige - jetzt soll es also Berdychs Landsmann Martin Stepanek richten.
Berdych
 
Eigentlich ist Tomas Berdych eher einer der Marke ''Tiefenentspannt''. Nur bei der Auswahl seiner Übungsleiter geht der Tscheche in den letzten Jahren etwas impulsiv vor, wie er auch selber gern zugibt: ''Ich bin nicht mehr der Jüngste. Deshalb muss es jetzt immer schneller gehen, wenn ich etwas verändern will, um noch mehr Erfolg zu haben.''
Heute keine Kumpel
 
Das zweite Halbfinale der Herren in Wimbledon steht also irgendwie unter dem Zeichen Revanche. Irgendwie aber auch wieder nicht. Denn eigentlich sind Tomas Berdych und Roger Federer Kumpel, promoten gemeinsam einen Teamwettbewerb im September in Prag und haben auch zwischen den Saisons schon gemeinsam trainiert. Aber all das muss heute natürlich ruhen - schließlich geht es um einen Platz im Endspiel des traditionellsten und vielleicht wichtigsten Turniers der Welt.
Runde drei
 
In Australien war Tomas Berdych in der 3. Runde ein bemitleidenswertes Opfer auf Federers Zug zum Titel bei den Australian Open. In Miami wenig später musste der Tscheche dann erst einpacken, nachdem Federer zwei Matchbälle abgewehrt hatte. Und heute?
Welcome to London
 
Herzlich willkommen in Wimbledon zur Halbfinalpartie zwischen Roger Federer und Tomas Berdych.
Turnier
Finale
Es liegen keine Daten vor.
Copyright © 2019 Perform Media Deutschland GmbH. Alle Rechte vorbehalten