Rang
Name
Team
Zeit
1
Geraint Thomas
5:18:37
2
Tom Dumoulin
+0:02
3
Romain Bardet
+0:03
4
Christopher Froome
+0:04
5
Mikel Landa
+0:07
7
Primoz Roglic
+0:13
8
Vincenzo Nibali
+0:13
9
Jakob Fuglsang
+0:42
12
Nairo Quintana
+0:47
10
Steven Kruijswijk
+0:53
16
Pierre Latour
+4:35
22
Simon Geschke
+8:58
60
Paul Martens
+27:05
73
Niklas Arndt
+28:54
100
Julian Alaphilippe
+29:11
107
Marcus Burghardt
+31:29
109
Peter Sagan
+31:29
125
John Degenkolb
+32:41
136
Nils Politt
+33:56
Letzte Aktualisierung: 07:17:52
Bis morgen
Damit beenden wir die Berichterstattung von der Königsetappe der Tour de France. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Im Fahrerfeld darf nun erst einmal aufgeatmet werden. Die Alpen sind für dieses Jahr Geschichte. Morgen wartet ein flacher Tagesabschnitt von Bourg d'Oisans nach Valence über 169 Kilometer. Wir berichten selbstverständlich wieder live. Bis dahin!
Aufgaben
Insgesamt neun Radprofis mussten heute die Segel streichen. Mit Andre Greipel, Dylan Groenewegen und Fernando Gaviria befanden sich drei weitere Topsprinter darunter. Mit Rick Zabel und Marcel Sieberg gaben zudem zwei weitere Deutsche auf. Das galt auch für Tony Gallopin. Gar nicht erst gestartet war Rigoberto Uran. Darüber hinaus überschritten Rein Taaramäe und Dmitriy Gruzdev das Zeitlimit.
Trikots
In der Gesamtwertung hat Geraint Thomas nun 1:39 Minuten Guthaben gegenüber Chris Froome. Sky gibt also nach wie vor den Ton an. Auf den ersten fünf Plätzen bleibt alles unverändert. Tom Dumoulin, Vincenzo Nibali und Primoz Roglic reihen sich dort ein. Romain Bardet ist jetzt Sechster. Ums Grüne Trikot ging es heute nicht ernsthaft. Aufgrund des Sprintersterbens dieser Tage gehen Peter Sagan da ohnehin die Konkurrenten aus. Das Bergtrikot verteidigte Julian Alaphilippe. Und in Weiß fährt weiterhin Pierre Roger Latour. Hier aber machte Egan Bernal mit seiner starken Vorstellung Boden gut. Eventuell wird aus dem Duell mit Guillaume Martin doch noch ein Dreikampf.
Kruijswijk
Mit sieben Sekunden Rückstand erreichte Mikel Landa als Fünfter das Ziel. Es folgten Primoz Roglic und Vincenzo Nibali (+0:13), über den Grund von dessen Sturz wir noch nichts wissen. Hinter Nairo Quintana (+0:47) kam Steven Kruijswijk als Zehnter an. Der Niederländer fuhr lange als Solist und wird dafür mit der roten Startnummer des angriffslustigsten Fahrers belohnt.
Gelb
Damit verteidigt Geraint Thomas sein Maillot Jaune nicht nur, der Mann von Sky baut den Vorsprung sogar aus, denn es gibt überdies noch Zeitgutschriften. In der Summe macht das 14 Sekunden Gewinn gegenüber seinem Teamkapitän Chris Froome, der sich heute mit Rang vier begnügen musste.
Ziel
Den entscheidenden Antritt lanciert wenig später Geraint Thomas. Der Mann im Gelben Trikot besitzt das beste Timing, lässt die Konkurrenten stehen und sichert sich in Alpe d'Huez den zweiten Etappensieg in Folge, einen überaus prestigeträchtigen obendrein. Der Waliser reißt auf den letzten Metern sogar noch eine Lücke von zwei Sekunden auf. Es folgen Tom Dumoulin und Romain Bardet.
600 m
Stattdessen fährt Landa dann tatsächlich noch vorn ran und tritt sofort an, um die Kontrahenten zu überraschen. Dumoulin kontert, lässt den Spanier nicht weg.
1 km
Vier Männer begeben sich gleichauf in den letzten Kilometer. Dumoulin, Thomas, Froome, Bardet sind die Anwärter auf den Etappensieg. Dahinter ringt Nibali verbissen um Abschluss, hat Primoz Roglic am Hinterrad.
2 km
Einen ganz starken Eindruck hinterlässt Tom Dumoulin. Der Niederländer führt die Verfolger nicht nur an Bardet heran, der setzt sogar eine Attacke. Geraint Thomas geht mit. Kurz darauf aber schließt Froome die Lücke.
2 km
Dann greift Romain Bardet erneut an. Gerade diese Tempoverschärfung verhindert für den Moment, dass Mikel Landa da noch einmal an die Gruppe heran fährt.
3 km
Inzwischen sitzt Vincenzo Nibali wieder auf dem Rad. In den Kampf um den Sieg kann der Italiener heute aber nicht mehr eingreifen. Vorn hat Dumoulin die Verfolger wieder an Froome herangeführt. Bardet und Thomas vervollständigen die Vierergruppe an der Spitze.
3 km
Für Steven Kruijswijk wird das nicht reichen. Etwas mehr als drei Kilometer vor dem Ziel fliegt Chris Froome vorbei. Der Niederländer kann nicht mehr gegenhalten. Noch aber befinden sich Tom Dumoulin und Romain Bardet in der Verfolgung.
4 km
Jetzt schieben sich die Protagonisten an der Spitze auf unter eine Minute zusammen. Chris Froome greift an, fährt schnell zu Romain Bardet auf. Unterdessen kommt Vincenzo Nibali zu Fall und hat offenbar große Schmerzen.
5 km
Dann ist es um Bernal geschehen, der Kolumbianer ist am Ende. Fortan macht der Mann im Gelben Trikot die Führungsarbeit. Geraint Thomas hat seinen Kapitän Chris Froome im Schlepptau.
5 km
Fünf Kilometer noch für den Solisten ganz vorn. Eine Minute bleibt Steven Kruijswijk. Dahinter kurbelt Romain Bardet unverdrossen. Und Egan Bernal setzt die letzten Reserven frei, forciert noch einmal. Lange wird das nicht mehr gehen.
6 km
An der Spitze fährt Steven Kruijswijk durch die "Kurve der Holländer". Für den Niederländer eine feine Sache, doch der möchte mehr. Romain Bardet hat zehn Sekunden zur Gruppe herausgefahren, weiter aber scheint der Franzose nicht wegzukommen. Es folgen die inzwischen sieben Jäger.
6 km
Für Sky arbeitet weiterhin Egan Bernal. Ganz starker Auftritt des Kolumbianers, der das Tempo konstant hoch hält. Unterdessen geht Nairo Quintana der Kontakt zur Gruppe verloren. Fuglsang ist inzwischen auch weg.
7 km
Mikel Landa setzt die nächste Attacke. Romain Bardet heftet sich an dessen Hinterrad. Und der Franzose setzt noch einen drauf, lässt den Spanier stehen. Der Mann von AG2R legt deutlich mehr Konsequenz in seinen Angriff. Und das zeigt für den Moment Wirkung.
8 km
Mit dem Schmelzen des Vorsprungs büßt Steven Kruijswijk die Chancen aufs Gelbe Trikot ein. Doch noch bleibt die Hoffnung auf den Tagessieg. Fuglsang gelingt jetzt wieder der Anschluss zur Verfolgergruppe. Zehn Fahrer gehören dazu. Dumoulin, Roglic, Landa, Bardet, Bernal, Quintana, Nibali, Froome und Thomas sind die anderen.
9 km
So steil das gerade ist, 11 Prozent sind derzeit zu bewältigen, Kruijswijk tritt durchaus noch flüssig. Knapp drei Minuten bleiben ihm. In der Verfolgergruppe tritt Nairo Quintana an. Teamkollege Jakob Fuglsang muss da am Ende reißen lassen. Und Sky pariert auch den Angriff des Kolumbianers spielend.
9 km
Vincenzo Nibali setzt den ersten Angriff. Noch scheint dieser nicht mit letzter Konsequenz zu erfolgen. Sky verliert nicht die Nerven, schließt die kleine Lücke ganz ruhig und besonnen.
9 km
Offenbar war die Abstandsmessung heute mal wieder nicht ganz korrekt. Zweieinhalb Minuten hatten wir bereits vermeldet. Kruijswijk steht allerdings noch eine Minute mehr zur Verfügung. Unterdessen ringt Daniel Martin verbissen um Anschluss.
10 km
Für Daniel Martin und Pierre Roger Latour geht das jetzt zu schnell. Vor ihnen tun sich Lücken auf. Letztgenannter Mann in Weiß könnte sein Trikot aber verteidigen, denn all seine Konkurrenten liegen noch weiter zurück.
10 km
Movistar hat ebenfalls noch drei Leute dabei. Das Tempo dieser Gruppe lässt den Abstand zum Ausreißer rapide schmelzen. Zweieinhalb Minuten sind verblieben. Das schaut nicht gut aus für Steven Kruijswijk.
11 km
Nun ist Michal Kwiatkowski verschlissen. Ab sofort macht Egan Bernal die Arbeit. Dahinter fahren Geraint Thomas und Chris Froome. Drei Männer von Sky sind verblieben. Ilnur Zakarin und Alejandro Valverde, einst auch auf der Flucht, fallen zurück. Die Gruppe wird immer kleiner.
11 km
Jetzt biegt auch die Gruppe der Favoriten in die Steigung ein. Sky hält in Person von Michal Kwiatkowski das Tempo enorm hoch. Das fordert Opfer. Warren Barguil und Rafal Majka, zwei einstige Ausreißer, lassen reißen. Das dürfte Julian Alaphilippe aufatmen lassen, der sein Bergtrikot auch morgen tragen wird.
12 km
Allerdings müssen heute einige attackieren. Leuten wie Romain Bardet oder Nairo Quintana bleibt gar nichts anderes übrig, als ihr Heil im Angriff zu suchen.
13 km
Gleich zu Beginn stellt sich der Berg dem Solisten wie eine Wand entgegen. Es geht richtig steil los. Weiter hinten befinden sich etwa 30 Fahrer in der Verfolgung - das allerdings noch auf flachem Terrain. Mehr als vier Minuten Guthaben bleiben dem Flüchtigen noch. Wird das vielleicht reichen?
14 km
Noch einmal führt der Ausreißer Energie zu, öffnet das Trikot, um Kühlung zu bekommen. Und dann geht Kruijswijk aus dem Sattel. Es geht in den legendären Anstieg nach Alpe d'Huez - eine Himmelsleiter mit 21 Kehren.
16 km
Gleich hat Kruijswijk den flachen und schnurgeraden Streckenabschnitt gemeistert. In Bourg-d'Oisans darf sich der Niederländer langsam auf die Kraxelei vorbereiten.
19 km
In Allemont haben wir jetzt also Steven Kruijswijk als Solisten vorn. Dann folgt das Hauptfeld mit dem Mann in Gelb und allen Favoriten. Viereinhalb Minuten liegen dazwischen.
21 km
Sky möchte Chris Froome und Geraint Thomas, den Mann in Gelb, möglichst in gute Ausgangsposition bringen. Im Hauptfeld wird gewaltig Druck gemacht. In diesem Moment ist es um Rafal Majka, Alejandro Valvrde und Mikel Nieve geschehen. Das Trio wird gestellt.
24 km
Spürbar rückt das Hauptfeld in der Ebene näher. Fünf Minuten noch! Kruijswijk gibt schon alles, muss praktisch im Einzelzeitfahren alle Arbeit selbst machen. Zehn Kilometer sind es noch, bis der Schlussanstieg beginnt.
27 km
Das Verfolgertrio steht auf verlorenem Posten, der Rückstand wächst immer weiter an. Dafür holt das Peloton seit langer Zeil mal wieder auf. 5:20 Minuten fehlen den Favoriten zur Spitze.
30 km
Noch also würde das Steven Kruijswijk für die Übernahme des Gelben Trikots reichen. In erster Linie aber schielt der Niederländer aber erst einmal auf den Etappensieg. Dafür aber muss er jetzt den gut zehn Kilometer langen flachen Streckenabschnitt bewältigen. Immerhin unterstützt ihn jetzt Rückenwind.
34 km
Inzwischen wächst der Vorsprung des Solisten dort vorn immer weiter an. Das sind nun bereits vier Minuten. Dann folgt das Trio mit Mikel Nieve, Warren Barguil und Rafal Majka. Die zweite Verfolgergruppe wird in absehbarer Zeit vom Hauptfeld geschluckt, welches 5:40 Minuten hinter dem Spitzenreiter liegt.
38 km
Nachtragen müssen wir noch, was zu Etappenbeginn versäumt wurde. Rigoberto Uran hat den heutigen Tagesabschnitt gar nicht erst in Angriff genommen. Der Tour-Zweite von 2017 wies in diesem Jahr einfach nicht die nötige Form auf, wurde mehrfach abgehängt und zog die Konsequenzen.
41 km
Immer wieder wird die lange Abfahrt von kurzen Gegenanstiegen unterbrochen. Der Niederländer muss hart arbeiten. Zudem hat der 31-Jährige mit Gegenwind zu kämpfen. Dennoch hält sich der Mann von Lotto NL - Jumbo sehr beachtlich, möchte den "Berg der Holländer" unbedingt als Erster angehen und idealerweise auch komplett bewältigen.
45 km
Alles, was man im Peloton bisher unternahm, der Rückstand ist immer noch mehr als sechs Minuten groß. Movistar hat sich inzwischen zurückgenommen. Nun ist es wieder an Sky die Nachführarbeit zu verrichten. Man ist untereinander im Gespräch. Mikel Landa und Chris Froome tauschen sich aus.
50 km
Übrigens hat sich die zweite Verfolgergruppe mit Alejandro Valverde (6), Robert Gesink (4) und Ilnur Zakarin (2) die restlichen Punkte am Col de la Croix de Fer gesichert.
52 km
Noch dürfen wir das Bergtrikot für heute nicht abschließend vergeben, denn Julian Alaphilippe hat nur noch 14 Zähler Vorsprung auf Warren Barguil. Und noch liegen 20 Punkte in Alpe d'Huez zur Vergabe bereit. Letzterer aber müsste dort als Erster oder Zweiter ankommen, um einen Trikotwechsel zu veranlassen.
54 km
So darf sich der Niederländer bereits in die fast 30 Kilometer lange Abfahrt begeben. Und von seinen Verfolgern ist weit und breit nichts zu sehen. Erst mehr als drei Minuten später ergattert Warren Barguil als Zweiter 15 Punkte. Die weiteren Zähler gehen an Mikel Nieve (12) und Rafal Majka (10). Dann verstreicht eine weitere dreiviertel Minute bis zur nächsten Gruppe.
54,5 km
Unterdessen erklimmt Steven Kruijswijk den Col de la Croix de Fer auf 2.067 Metern. Auf dem Berg der Ehrenkategorie gibt es 20 Punkte und 800 Euro für die Mannschaftskasse.
56 km
Übrigens war Marcel Sieberg der Fahrer, der vorhin zeitgleich mit Andre Greipel aufgab. Damit verliert die Tour einen weiteren deutschen Radprofi.
57 km
Bei Movistar soll Alejandro Valverde, der sich mit Amador in einer der Gruppen befindet, heute offenbar als Relaisstation für Nario Quintana und Mikel Landa dienen. Auch Mikel Nieve fährt noch dort vorn - und zwar in der ersten Verfolgergruppe mit Rafal Majka und Warren Barguil. Auf dem Papier hat das Team die Angelegenheit gut vorbereitet. Nun müssen nur die Hauptdarsteller noch die nötigen Beine haben.
58 km
Im Peloton ergreift Movistar die Initiative. Und auch AG2R schaltet sich ein. Mathias Frank setzt sich an die Spitze. Romain Bardet hat heute also etwas vor. Prompt schmilzt der Abstand zur Spitze zusammen - noch aber nicht dramatisch.
59 km
Inzwischen ist die Verfolgergruppe hinter Steven Kruijswijk völlig zersplittert. Da muss jetzt so ziemlich jeder allein mit sich und dem Berg kämpfen.
60 km
Das Sprintersterben geht weiter! Der nächste zweifache Etappensieger muss die Segel streichen. Fernando Gaviria gibt auf. Die zwischenzeitlich vermeldete Aufgabe von Pawel Poljanski wurde inzwischen korrigiert. Der Mann von Bora-Hansgrohe kurbelt noch.
62 km
Im Hauptfeld macht unverdrossen Sky die Arbeit. Das sind immer noch sechs Leute. Allerdings sind die längst nicht am Anschlag - wie sonst ist das Anwachsen des Rückstandes zu erklären. Die wollen alles auf dem Flachstück vor dem Schlussanstieg und auf dem Weg hoch nach Alpe d'Huez regeln.
64 km
Ewig zieht sich der Anstieg hin. Der Weg zum Pass ist weit. Dennoch tritt Steven Kruijswijk flüssig und baut seinen Vorsprung immer weiter aus. So langsam bewegt sich der Abstand in Richtung zwei Minuten.
66 km
Inzwischen geht es für Kruijswijk schon wieder bergauf. Der Niederländer hat mittlerweile eine Minute zwischen sich und die Verfolger gelegt. Das Peloton mit dem Gelben Trikot liegt fünfeinhalb Minuten zurück.
68 km
Die Alpen fordern Opfer. Nun muss sich Andre Greipel geschlagen geben, steigt völlig erschöpft vom Rad. Gleiches gilt für Rick Zabel, der das nach der gestrigen Etappe bereits kommen sah.
70 km
Der Anstieg zum Col de la Croix de Fer wartet mit zwei Erholungsphasen auf - ganz kurze Abfahrten zum Verschnaufen. In einer davon befindet sich derzeit Steven Kruijswijk.
72 km
Zahlreiche andere ehemalige Ausreißer fallen zurück und werden im Hauptfeld zum Teil gleich durchgereicht. Pierre Roger Latour ist auch bereits abgehängt, befindet sich mittlerweile aber noch vor dem Peloton.
73 km
Nun setzt sich Steven Kruijswijk ab. Zur Erinnerung: Der Niederländer ist Sechster der Gesamteinzelwertung - mit 2:40 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot, in dem sich der 31-Jährige zumindest virtuell seit geraumer Zeit befindet.
74 km
In der Kopfgruppe macht Robert Gesink die Arbeit für Steven Kruijswijk, seinen Teamkollegen von Lotto NL - Jumbo. Darüber hinaus ist auch Education First mit Pierre Rolland und Daniel Martinez mit zwei Fahrern vertreten. Das gilt zudem für Movistar mit Andrey Amador und Mikel Nieve, der gestern den Etappensieg so nah vor Augen hatte.
76 km
Unterdessen ist die Spitzengruppe auf elf Fahrer angewachsen. Unter anderem Mikel Nieve, Rafal Majka, Ilnur Zakarin und Robert Gesink gehören inzwischen also auch wieder dazu.
78 km
Während jetzt Julian Alaphilippe vom Hauptfeld geschluckt wird, macht die Information über eine weitere Aufgabe die Runde. Dylan Groenewegen war bereits weit abgehängt und streckt nun die Waffen. Damit verliert die Tour 2018 einen zweifachen Etappensieger und weiteren Sprinter.
80 km
An diesem Berg der Ehrenkategorie warten erneut 20 Punkte auf den Ersten. Für den Kampf darum bringt sich nun auch Warren Barguil in Position, indem der Franzose zur Spitze aufschließt. Die nun vierköpfige Gruppe bekommt damit weiteren Qualitätszuwachs.
81 km
Längst strampeln die Profis hinauf in Richtung des Eisenkreuzes, des Croix de Fer. Unglaubliche 29 Kilometer des Weges bis zum Pass sind zurückzulegen. Im Schnitt ist der Anstieg 5,2 Prozent steil. In einzelnen Abschnitten sind es gar an die zehn Prozent.
82 km
Inzwischen hat Pierre Rolland zwei Begleiter erhalten. Steven Kruijswijk und Alejandro Valverde schließen zur Spitze auf und sorgen für ein überaus schlagkräftiges Trio.
83 km
Julian Alaphilippe hat sein Tagwerk offenbar vollbracht. Mehr traut sich der Franzose im Bergtrikot heute nicht zu. Der Mann von Quick Step Floors hat den Anschluss verloren, fährt jetzt sein Tempo, um das Ziel einigermaßen ökonomisch zu erreichen.
84,5 km
Aber genau in diesem Tal steht der Zwischensprint in Saint-Jean-de-Maurienne auf dem Programm. Dort rauscht Rolland jetzt über den Strich. Die 20 Punkte interessieren den Ausreißer nicht im geringsten, die 1.500 Euro nimmt er aber natürlich gern mit. Auch für die Verfolger haben die Punkte keine Bedeutung, denn das Grüne Trikot ruht felsenfest auf den Schultern von Peter Sagan, der es eigentlich nur noch nach Paris bringen muss.
88 km
Bergab lässt es Pierre Rolland engagiert angehen und richtig rollen. Der Franzose baut seinen Vorsprung auf 40 Sekunden aus. Ein langes Flachstück gibt es unten nicht, es geht praktisch sofort in den Anstieg zum Col de la Croix de Fer.
91 km
Während es in die Abfahrt geht, darf sich Julian Alaphilippe über das Anwachsen der Führung im Kampf ums Bergtrikot freuen. Das Polster auf Serge Pauwels beträgt nun 21 Zähler.
92,5 km
So strampelt Pierre Rolland über die Bergwertung am Montvernier. Für den Berg der 2. Kategorie streicht der 31-Jährige fünf Punkte und 500 Euro zugunsten der Mannschaftskasse ein. Zwanzig Sekunden später holen sich Julian Alaphilippe (3) und Serge Pauwels (2) weitere Zähler. Der letzte Punkt liegt für Robert Gesink bereit. Warren Barguil also geht leer aus.
94 km
Pierre Roland fährt diesen Berg als Solist hoch. Der Franzose von Education First hat sich etwa 20 Sekunden von seinen übrigen Fluchtkollegen abgesetzt.
95 km
Diese Steigung hat es in sich. Die Haarnadelkurven folgen in sehr kurzen Abständen. Nach 100 bis 150 Metern folgt immer wieder eine Spitzkehre. Da ist es schwer, einen Rhythmus zu halten.
96 km
Inzwischen steigt das Terrain schon wieder sanft an. Gleich wird es aber deutlich steiler. Es warten die Serpentinen von Montvernier. Der Anstieg der 2. Kategorie misst offiziell 3,4 Kilometer, die im Schnitt 8,2 Prozent steil sind. Die 17 spitzen Kehren stellen schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf Alpe d'Huez dar.
98 km
Inzwischen sind die Spitzenreiter im Tal angekommen. In der Verpflegungszosne nehmen die beiden Führenden die Beine hoch und lassen die Gruppe wieder zusammenrollen.
101 km
Tony Gallopin verlässt die Tour de France. Der Mann von AG2R wurde am Madeleine bereits früh abgehängt, fuhr völlig allein und erkennt nun die Aussichtslosigkeit seiner Unternehmung, in der Karenzzeit zu bleiben. Der Franzose steigt vom Rad.
105 km
In der Abfahrt erweisen sich Julian Alaphilippe und Gregor Mühlberger als besonders geschickt. Die beiden setzen sich von den übrigen Ausreißern ab und legen nun bereits eine knappe halbe Minuten zwischen sich und die Verfolger.
109 km
Im Hauptfeld hat Team Sky die Kontrolle. Phasenweise fährt die Mannschaft mit dem Mann in Gelb und mit Titelverteidiger Chris Froome komplett an der Spitze.
113 km
Mit dem Anstieg des Vorsprungs auf über drei Minuten für die Ausreißer schlüpft Steven Kruijswijk vom Team Lotto NL - Jumbo zumindest virtuell ins Gelbe Trikot. Dabei aber handelt es sich natürlich um eine Momentaufnahme.
118 km
Während die Top 3 im Kampf und das Bergtrikot fleißig punkteten, scheint ein anderes Textil für den Moment nicht zur Debatte zu stehen. Pierre Roger Latour fährt in Weiß an der Spitze mit. Sein größter und wohl auch einzig verbliebener Konkurrent im Kampf um die Nachwuchswertung jedoch fehlt. Guillaume Martin befindet sich im Peloton. Als Nächstplatzierter in dieser Wertung ist David Gaudu vorn mit dabei, doch der weist bereits mehr als eine halbe Minute Rückstand auf.
120 km
Blick zurück zur Bergwertung. Mit mehr als zweieinhalb Minuten Rückstand kommt dort das Hauptfeld durch. Punkte gibt es da nicht mehr. Die gingen allesamt an Fahrer der Fluchtgruppe: Serge Pauwels (12), Pierre Roland (10), Rafal Majka (8), Anthony Perez (6), David Gaudu (4) und Gregor Mühlberger (2).
121 km
Nun begeben sich die Spitzenreiter in die etwa 20 Kilometer lange Abfahrt hinunter nach La Chambre. Bei erneut wunderbarem Sommerwetter dürfen die Profis auf trockene Straßen bauen.
122 km
Erst auf dem letzten Kilometer vor dem Gipfel des Col de la Madeleine entbrennt der Kampf um die Bergpunkte. Satte 20 gibt es für diese Ehrenkategorie. Die ergattert der Mann im Bergtrikot und baut seine Führung damit aus. Hinter Julian Alaphilippe staubt Warren Barguil 15 Zähler ab.
123 km
In recht gleichmäßigem Tempo bewegt man sich den Berg hinauf. Auch deshalb bleibt die Spitzengruppe bislang weitgehend zusammen. Der Vorsprung auf das Hauptfeld bewegt sich damit stabil bei etwa zwei Minuten.
124 km
Im gepunkteten Textil fährt also nach wie vor Julian Alaphilippe. Als Teil der Ausreißergruppe ist der Franzose bemüht, dieses zu verteidigen. Allerdings sind seine zwei ärgsten Verfolger in dieser Trikotwertung mit vorn dabei. Serge Pauwels weist zwölf Punkte Rückstand auf, Warren Barguil 21. Stattliche 65 Zähler stehen heute auf dem Spiel. Für die Bergankunft locken übrigens erneut keine doppelten Punkte, die gibt es erst in den Pyrenäen.
126 km
Unterdessen liegt die Kopfgruppe etwa zwei Minuten vorn und umfasst 26 Profis. Bestplatzierter im Gesamtklassement ist Steven Kruijswijk. Der Niederländer wird als Sechster geführt - lediglich 2:40 Minuten hinter dem Gelben Trikot, welches heute Geraint Thomas trägt. Für Team Sky ist das also nicht so ungefährlich. Und natürlich empfiehlt es sich auch nicht unbedingt, Leuten wie Valverde oder Zakarin, die gestern Zeit verloren und zwischen vier und fünf Minuten Rückstand aufweisen, wieder näher herankommen zu lassen.
128 km
Zum Hauptfeld haben bereits zahlreiche Pedaleure den Anschluss verloren. Andre Greipel, Rick Zabel, Marcel Sieberg liegen schon zurück. Noch weiter hinten fährt Tony Gallopin. Für diese Jungs wird das heute richtig hart, sich im Zeitlimit zu halten.
130 km
Nun blicken wir auf die Fluchtgruppe. Und die ist durchaus prominent besetzt. Neben Barguil, Alaphilippe und Latour haben wir hier auch Alejandro Valverde, Ilnur Zakarin, Rafal Majka, Serge Pauwels, Pierre Roland und Robert Gesink. Insgesamt werden 25 Fahrer gezählt, die 1:40 Minuten vor dem Peloton kurbeln.
Zabel
Sein Team freute sich über diesen Akt der Gnade, der völlig ausgelaugte Rick Zabel jedoch sah das mit gemischten Gefühlen: "Ich bin natürlich froh, noch im Rennen zu sein. Auf der anderen Seite graut es mir vor Alpe d'Huez. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich versuche einfach, eine Nacht drüber zu schlafen und hoffe dann irgendwie auf ein Wunder." Somit befinden sich noch 162 Fahrer im Rennen.
Kittel
Einige müssen sich das heute nicht mehr antun. Vier Fahrer verpassten gestern den Kontrollschluss. Marcel Kittel, Mark Cavendish und Mark Renshaw erreichten das Ziel mit weit mehr als zehn Minuten Rückstand auf die Karenzzeit und mussten die Tour verlassen. Auch Rick Zabel war zu spät dran - allerdings lediglich fünf Sekunden. Die Jury ließ in seinem Fall Gnade walten, erkannte dabei auch den Kampfgeist des Katusha-Profis an, der auf dem Weg zum Ziel um jede Sekunde kämpfte. Das Zeitlimit wurde auf 31:32 Minuten nach der Siegerzeit heraufgesetzt, was den Deutschen rettete.
148 km
Dann geht das Rennen richtig los. Zahlreiche Fahrer setzen sich ab. Warren Barguil hat natürlich ein Auge aufs Bergtrikot geworfen. Dessen Träger Julian Alaphilippe möchte das nicht tatenlos mit ansehen. Auch Pierre Roger Latour, der Mann in Weiß, ist mit von der Partie. Insgesamt fahren etwa 30 Profis vor dem Hauptfeld.
Madeleine
Der Col de la Madeleine wird heute von der Nordseite angefahren. Hier ist der Anstieg länger, dafür aber weniger steil. Eigentlich geht es so etwa 28 Kilometer bergauf, die Tour aber gibt lediglich 25,3 Kilometer an. Dadurch wächst der Wert der durchschnittlichen Steigung auf 6,2 Prozent. Darüber hinaus wird stets über eine Höhe von genau 2.000 Metern gesprochen, was natürlich eindrucksvoll klingt. In Wahrheit jedoch, so besagen es offizielle Landkarten, liegt der Pass auf 1.993 Metern Höhe.
Start
Seit etwa 12:25 Uhr ist das Peloton unterwegs, da erfolgte der scharfe Start. Da es zunächst bergab ging, bewegte sich das Fahrerfeld sehr zügig voran. Ausreißern boten sich dadurch kaum Möglichkeiten, Sylvain Chavanel probiert es dennoch, scheiterte aber. Somit blieb alles beisammen, gemeinsam begab man sich in den ersten Aufstieg des Tages.
Ankunft
Allein auf den 13,8 Kilometern des Schlussanstieges sind deutlich mehr als 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Als durchschnittliche Steigung werden 8,1 Prozent genannt. Allerdings gibt es Passagen, die mehr als 14 Prozent aufweisen. Nach oben hin flacht es etwas ab, nur müssen die Fahrer erst einmal dort hin gelangen. Für die ermatteten Profis wird das eine Tortour.
Profil
Auf den 175,5 zu absolvierenden Kilometern sind brutale 5.300 Höhenmeter über drei Berge der Ehrenkategorie zu bewältigen. Zunächst dürfen sich die Fahrer auf leicht abschüssiger Strecke eine knappe Stunde lang einrollen, ehe der Aufstieg zum Col de la Madeleine beginnt. Mehr als 25 Kilometer führt die Straße bergauf bis in annähernd 2.000 Meter Höhe. Nach der rasenden Abfahrt hinunter nach La Chambre wartet der kurze aber überaus knackige Anstieg Lacets de Montvernier (2. Kategorie). Der zwölf Kilometer später anstehende Zwischensprint dürfte heute nur eine untergeordnete Rolle spielen. Diesem folgt dann schon der Col de la Croix de Fer, der mit 29 Kilometern und 5,2 Prozent durchschnittlicher Steigung angegeben ist. Die Krönung setzt es ganz zum Schluss - die 21 Kehren hinauf nach Alpe d'Huez zur legendären Bergankunft.
12. Etappe
Als wäre die gestrige Quälerei über die Gipfel im Departement Savoie nicht genug gewesen, setzt die Tour mit dem dritten knallharten Tagesabschnitt durch die Alpen heute noch einen drauf. Die Königsetappe steht an. Der Tour-Tross bewegt sich von Bourg-Saint-Maurice grob Richtung Südwesten. Zunächst geht es weiter durch die Savoyen, bis die D926 ins Departement Isere führt. Wenig später wartet die gnadenlose Kraxelei zur Bergankunft nach Alpe d'Huez.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 12. Etappe der Tour de France, die über 175,5 Kilometer von Bourg-Saint-Maurice nach Alpe d'Huez führt.

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