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: Schach WM 2016 Spiel 2 12.11.2016 - Magnus Carlsen vs Sergey Karjakin

 
Schach WM 2016 Spiel 2

a
b
c
d
e
f
g
h
a
b
c
d
e
f
g
h
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
Schach-WM 2016, Tag 2
Magnus Carlsen
Sergey Karjakin
Partie beendet
Gesamtstand
M. Carlsen
9,0:7,0
S. Karjakin
Ergebnisse der einzelnen Partien
 
weiß
 
schwarz
11.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
12.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
14.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
15.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
17.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
18.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
20.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
21.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
23.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
24.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
26.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
28.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
 
Letzte Aktualisierung: 03:32:52
 
Mit der dritten Partie geht es nach einem Ruhetag weiter am Montag den 14. November. Magnus Carlsen führt dann wieder die weißen Figuren. Vielen Dank fürs Mitlesen und bis Montag.
 
Die zweite Partie der Schach-WM 2016 verlief total ausgeglichen. In einer Spanischen Partie sah es zunächst danach aus, als ob Karjakin einen kleinen Vorteil aus der Eröffnung herausgeholt hätte, doch nach dem Damentausch im 20. Zug verflachte die Partie sehr schnell und endete mit der logischen Punkteteilung.
 
Die Partie endet durch Zugwiederholung remis. Am Ende war die Stellung total ausgeglichen.
Remis
31.Sd6 Tc1+ 32.Kh2 Tc2 33.Kg1
 
Jetzt, nachdem 30 Züge gespielt wurden, dürfen die Spieler auch Remis anbieten. Vor dem 30. Zug ist es nicht erlaubt.
 
Die Spieler haben einen Turm und die Bauern am Damenflügel getauscht. Das Endspiel ist komplett ausgeglichen und das Remis sollte nur noch eine Frage der Zeit sein.
 
29.Sxb5 cxb4 30.Txb4 Txc2
 
Nach längerem Nachdenken entscheidet sich Carlsen für den logischen Zug 27...c5. Jetzt sieht es nach einem Tausch mehrerer Figuren aus, wonach das Remis immer wahrscheinlicher wird.
 
27...c5 28.Txe6 fxe6
 
Der Weltmeister muss natürlich nichts forcieren und kann einen ruhigen Zug wählen wie 27...Se8. Dieser Springer könnte versuchen nach c4 zu gehen, wo er eine dominante Position einnehmen würde. Vermutlich wird Weiß das zu verhindern wissen. Die gleiche Idee könnte übrigens auch Weiß haben, indem er seinen Springer f3 versucht über die Route e1-d3 nach c5 zu führen.
 
Nichtsdestotrotz kann Carlsen 27...c5 spielen. Dann müsste er allerdings mit dem Doppelbauern leben, der nach 28.Txe6 fxe6 entstehen würde.
 
Karjakin antwortete postwendend mit 27.Tb1. Das ist ein prophylaktischer Zug, der sich gegen den Vorstoß 27...c5 richtet.
 
27.Tb1
 
Carlsen scheut das Risiko und forciert nicht die Ereignisse mit 26...c5. Stattdessen spielt er einen sicheren Zug, indem er den Turm auf e6 aufstellt. Hier deckt der Turm den Bauern auf c6 zusätzlich ab. Natürlich behält sich der Norweger vor später 26...c5 zu spielen.
 
26...Te6
 
Statt die Geschehnisse mit 26...c5 zu forcieren könnte Carlsen seinen Springer auf d7 nach f8 stellen, mit der Idee ihn nach e6 umzugruppieren.
 
Das gibt Carlsen die Chance seinen c-Bauern vorzuschieben. Eine logische Zugfolge lautet 26...c5 27.Sxb5 cxb4 28.Sd6 Te6!. Das sieht gut aus für Schwarz.
 
Karjakin schiebt den b-Bauern vor und verhindert dadurch, dass ein schwarzer Springer nach c5 geht.
 
26.b4
 
Karjakin denkt darüber nach, wie er etwas mehr Druck aufbauen kann. Er würde bestimmt gerne den Turm auf e1 aktiver stellen, doch der muss den Bauern e4 im Blick behalten. Wenn man sich ein Feld für einen der Springer wünschen dürfte, wäre es das Feld d6, doch da kommt man nur hin, wenn der Gegner es zulassen würde.
 
Weiß hat eine Miniinitiative, doch die schwarze Stellung ist supersolide. Ein Remis ist heute sehr wahrscheinlich.
 
Einige Züge wurden gespielt. Die Spieler tauschten die Läufer und jetzt hat Karjakin einen schönen Turm auf a6, der dort den Bauern c6 angreift. Carlsen deckt diesen aber mit einem seiner Türme und steht bereit einen Springer nach c5 zu führen, um den Turm von a6 zu verjagen.
 
23.Lc3 Lxc3 24.Sxc3 Sbd7 25.Ta6 Tc8
 
Karjakin kann jetzt seinen Turm wegziehen oder auf dem Feld c3 etwas dazwischenstellen. 23.Lc3 kommt stark in Betracht.
 
Carlsen wählt die dritte logische Option. Er bringt seinen Läufer nach b4 und greift den Turm auf e1 an.
 
22...Lb4
 
Statt den Bauern auf e4 zu schlagen, kann Carlsen 22...Sfd7 spielen, um den Bauern e5 zu decken und seine Leichtfiguren sinnvoll umzugruppieren.
 
Karjakin zieht seinen Springer von c3 nach e2. Das öffnet dem Läufer auf b2 den Blick nach e5. Allerdings gibt dieser Zug Carlsen die Möglichkeit den Bauern auf e4 zu schlagen. Der Tausch der e-Bauern ist jetzt eine mögliche Folge.
 
22.Se2
 
Er könnte jetzt mit seinem Turm nach a6 gehen, um den Springer auf b6 angreifen.
 
Karjakin tauschte die Damen und einen Bauern auf b5. Das öffnete ihm die a-Linie für seinen Turm.
 
20.Dxd8 Tcxd8 21.axb5 axb5
 
Carlsen deckt den angegriffenen Bauern auf b5.
 
19...c6
 
Karjakin tauscht auf e5 den Bauern und greift am Damenflügel an. Das Schlagen auf e5 kam etwas überraschend, weil Schwarz jetzt die Damen tauschen kann. Das Endspiel sieht für Carlsen nicht problematisch aus, da die Struktur symmetrisch ist und er keine Schwächen hat.
 
18.dxe5 dxe5 19.a4
 
Anstatt die Dame ins Spiel zu bringen, hat Karjakin kaum weitere Optionen. Wenn er auf e5 die Bauern tauschen würde, dann würde er die Spannung rausnehmen. Das würde Schwarz entgegenkommen. Schiebt er den d-Bauern einen weiter vor nach d5, so steht Schwarz bereit das weiße Zentrum sofort mit ...c6 anzugreifen.
 
Weiß könnte jetzt die Dame ins Spiel bringen, z.B. nach d2, um die Türme zu verbinden und eventuell den Turm von a1 ins Zentrum zu führen.
 
Carlsen stellt seinen Läufer auf f8 auf und deckt den Bauern auf e5. Das konnte man erwarten.
 
17...Lf8
 
Mit dem Läufer auf b2 erhöt Weiß den Einfluß auf das Zentrum und e5, so dass der Bauer jetzt "hängen" dürfte, d.h. es droht das Schlagen auf e5 mit Bauerngewinn für Karjakin.
 
Karjakin hat den Springer von c4 verjagt und seinen Läufer nach b2 entwickelt. Die weiße Stellung hinterlässt einen leicht besseren Eindruck.
 
16.b3 Sb6 17.Lb2
 
So langsam kann Karjakin nicht mehr abwarten. 16.b3 liegt in der Luft oder vielleicht ein Angriff am Damenflügel mit 16.a4.
 
Carlsen macht es Karjakin nach und bewegt auf der gleichen Seite den Randbauern ein Feld nach vorne. Die Ideen sind die selben wie für Weiß.
 
15...h6
 
Karjakin forciert nicht die Ereignisse. Er spielt diesen ruhigen Randbauernzug, der das Feld g4 kontrolliert und dem eigenen König Luft verschafft, falls er mal nach h2 gehen möchte.
 
15.h3
 
Harmlos wäre der Tausch der Bauern auf e5, weil das die Spannung im Zentru rausnehmen und Schwarz das Leben erleichtern würde.
 
Naheliegend ist für Weiß weiterhin den Springer mit 15.b3 von seinem schönen Posten zu vertreiben. Außerdem kommt ein ruhiger Zug wie 15.h3 in Betracht.
 
Der Turmzug richtet sich vor allem gegen den weißen Zug 15.d5. Danach würde Carlsen das weiße Zentrum sofort mit 15...c6 angreifen.
 
Carlsen stellt seinen Turm von a8 nach c8. Das kommt etwas überraschend, denn hier steht der Turm hinter einem Bauern und hat keinen Platz. Offensichtlich plant er früher oder später den Vorstoß des c-Bauern.
 
14...Tc8
 
Karjakin bringt den Turm auf f1 ins Spiel, indem er ihn auf e1 aufstellt. Dort übt der Turm Einfluß auf das Zentrum aus.
 
14.Te1
 
Karjakin hat noch nicht die Entwicklung abgeschlossen. Sein Läufer und seine Schwerfiguren stehen noch auf ihre Ausgangsfelder. Das stellt allerdings kein Problem dar, da diese Figuren schnell ins Spiel kommen können.
 
Der naheliegendste Zug lautet jetzt 14.b3, um den Springer von c4 zu verjagen. Der würde dann nach b6 zurückziehen.
 
Der 25-jährige Norweger führt nach 20 Minuten reiflicher Überlegung seinen Springer nach c4. Damit löst er sofort das Problem des am Rande befindlichen Springers. Sehr logisch.
 
13...Sc4
 
Eine interessante Zugfolge lautet 13...exd4 14.Sxd4 d5 mit der Idee die Verhältnisse im Zentrum sofort zu klären. Die Folgen sind unklar.
 
Während der Weltmeister jetzt schon 15 Minuten über seinen nächsten Zug nachdenkt, sitzt Karjakin im Ruheraum.
 
Konkret ist 13...c6 ein schlüssiger Zug für Schwarz, um das Feld d5 zu kontrollieren.
 
Die Stellung ist strategisch komplex. Carlsen überlegt jetzt, was er mit seinem Springer auf a5 machen soll, der nicht lange am Rand des Brettes verweilen darf. Außerdem ist der Vorstoß des c-Bauern in diesen Stellungen immer eine Option, um mehr Einfluß auf das Zentrum auszuüben.
 
Die Spieler befinden sich jetzt theoretisch betrachtet auf unbekannten Terrain, d.h. 13.Ta1 war ein neuer Zug.Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass die Struktur neu ist, denn gewisse Muster ähneln sich unabhängig von den genauen Zugfolgen.
 
Karjakin stellt seinen Turm wieder auf das bessere Feld a1. Den Bauern auf e5 hätte er schlagen können, doch er hättte damit keinen Bauern gewonnen. Schwarz hätte zurückgeschlagen mit dem Bauern auf d6.
 
13.Ta1
 
Der Herausforderer wählte die Spanische Partie und Carlsen antwortete nicht mit der Berliner Verteidigung, die er in den letzten Jahren so häufig spielte. In der Folge entwickelte sich die Partie nach klassischem Muster. Schwarz tauschte den sehr starken weißfeldrigen Läufer auf a2 ab. Karjakin dagegen versucht im Zentrum ein Übergewicht zu erzielen. Er schob den d-Bauern und greift den schwarzen Bauern auf e5 an.
 
Die Eröfffnungsphase steht kurz vor dem Abschluss und Sergey Karjakin fängt als Erster an länger nachzudenken.
 
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.d3 b5 7.Lb3 d6 8.a3 O-O 9.Sc3 Sa5 10.La2 Le6 11.d4 Lxa2 12.Txa2 Te8
 
Es geht los. Karjakin beginnt mit 1.e4.
vor Beginn
Beide Spieler sitzen jetzt am Brett und warten im Blitzlichtgewitter, dass die Partie von den Offiziellen eröffnet wird.
vor Beginn
Die Speler befinden sich am Spielort und Carlsen sitzt sogar schon am Brett, während Karjakin sich noch im Ruheraum aufhält. Er ist offensichtlich nervös vor dieser für ihn großen Partie.
vor Beginn
Wie wird Karjakin seine erste Partie mit Weiß in New York beginnen? Er ist eigentlich ein klassischer 1.e4-Spieler, doch in den letzten Jahren hat er sein Repertoire um jeden weiteren sinnvollen ersten Zug erweitert. Eine Vorhersage ist dementsprechend sehr schwierig.
vor Beginn
Karjakin hat in einer Partie mit klassischer Bedenkzeit noch nie mit Weiß gegen Carlsen gewonnen. Seinen einzigen Sieg überhaupt schaffte er mit Schwarz vor vier Jahren beim Großmeisterturnier in Wijk aan Zee. Gibt es heute eine Premiere?
vor Beginn
Um 20 Uhr geht es los mit der zweiten Partie der Schach-WM 2016 zwischen Magnus Carlsen und Sergey Karjakin. Der 26-jährige Herausforderer aus Russland führt heute die weißen Steine, nachdem er zum Auftakt mit Schwarz locker ein Remis erreichte.
vor Beginn
Herzlich willkommen zur Schach-WM 2016 in New York.
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.d3 b5 7.Lb3 d6 8.a3 O-O 9.Sc3 Sa5 10.La2 Le6 11.d4 Lxa2 12.Txa2 Te8 13.Ta1 Sc4 14.Te1 Tc8 15.h3 h6 16.b3 Sb6 17.Lb2 Lf8 18.dxe5 dxe5 19.a4 c6 20.Dxd8 Tcxd8 21.axb5 axb5 22.Se2 Lb4 23.Lc3 Lxc3 24.Sxc3 Sbd7 25.Ta6 Tc8 26.b4 Te6 27.Tb1 c5 28.Txe6 fxe6 29.Sxb5 cxb4 30.Txb4 Txc2 31.Sd6 Tc1+ 32.Kh2 Tc2 33.Kg1
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