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: Schach WM 2016 Spiel 4 15.11.2016 - Magnus Carlsen vs Sergey Karjakin

 
Schach WM 2016 Spiel 4

a
b
c
d
e
f
g
h
a
b
c
d
e
f
g
h
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
Schach-WM 2016, Tag 4
Magnus Carlsen
Sergey Karjakin
Partie beendet
Gesamtstand
M. Carlsen
9,0:7,0
S. Karjakin
Ergebnisse der einzelnen Partien
 
weiß
 
schwarz
11.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
12.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
14.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
15.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
17.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
18.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
20.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
21.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
23.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
24.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
26.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
28.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
 
Letzte Aktualisierung: 14:30:48
 
Auch wenn Carlsen lange die eigentlich gewinnbringende Stellung innehatte, hat sich Sergey Karjakin dieses Remis mit viel Durchhaltevermögen erkämpft und auch verdient.
Es folgt nun wieder ein Ruhetag, an dem sicherlich in beiden Lagern die ein oder andere Wunde geleckt werden muss.
Die nächste Partie startet am Donnerstag wieder um 20Uhr. Dann führt der Weltmeister wieder die weißen Steine und wird wieder alles geben um seinen ersten Sieg in diesem Match einzufahren.
Ich verabschiede mich nun an dieser Stelle und danke recht herzlich fürs Mitlesen. Bis Donnerstag!
 
Es hat wieder nicht sollen sein. Magnus Carlsen steht lange deutlich besser, sogar theoretisch auf Gewinn und schafft es schlussendlich nicht diesen Vorteil auch in der Praxis gegen den erneut zähen Russen zu verwandeln.
Er hat alles probiert, aber mit Fehlentscheidungen, die den Rest der Partie beeinflussen, wie den Bauern nach f4 zu stellen, hat er sich selbst das Leben schwer gemacht.
Remis
91....Kg5 92.Sd2 Kf5 93.Ke2 Kg4 94.Kf2 0,5:0,5
 
Karjakin hat noch eine halbe Stunde Bedenkzeit übrig. Aber er nutzt diese kaum und spielt genauso schnell wie sein Gegner, der aktuell bei neun verbleibenden Minuten steht.
 
85.Se4+ Kg6 86.Kf2 Lxg4 87.Sd2 Le6 88.Kxf3 Kf5 89.a4 Ld5+ 90.Kf2 Kg4 91.Sf1
 
Der Weltmeister versucht verzweifelt eine Möglichkeit doch noch zu gewinnen. Der russische Herausforderer hält seine Stellung jedoch bisher problemlos beisammen.
 
79.Kb1 Ka4 80.Kc2 Kb5 81.Kd2 Kc6 82.Ke1 Kd5 83.Kf1 Ke5 84.Kg1 Kf6
 
Magnus Carlsen hat keine zehn Minuten mehr für das beendigen der Partie.Da s für jeden Zug 30 Sekunden zusätzliche Zeit gibt, versucht er mittels Zugwiederholungen seine Bedenkzeit ein wenig aufzubessern.
 
73.Kc2 Le6 74.Kc1 Lc8 75.Kc2 Le6 76.Kc1 Lc8 77.Kc2 Le6 78.Kc1 Kb3
 
Die schwarzfeldrigen Läufer verlassen das Feld.
Carlsen möchte weiterhin die nur eingeschränkte Bewegungsfreiheit der weißen Figuren zu seinem Vorteil nutzen.Möglicherweise schafft er es seinen Gegner in einen Zugzwang zu versetzen.
 
71. ...Lf4 72.Lxf4 gxf4
 
Der Bauer wurde nun also nach f3 gespielt. Dadurch wurde der schwarze Bauer auf g5 auch durch den weißen Läufer angreifbar. Magnus Carlsen hat jedoch sicher eine Idee.
 
68. ...Le6 69.Lc5 f3 70.Le3 Ld7 71.Kc1
 
Carlsen wird über kurz oder lang seinen Freibauern von f4 nach f3 vorziehen um den weißen Springer zu attackieren und dadurch den Bauern auf g4 möglicherweise erobern zu können. Ansonsten scheint er kaum weiter zu kommen.
 
66. ....Ld7 67.Lc5 Lc7 68.Ld4
 
Die Spieler ziehen wieder sehr schnell. Aber Magnus kann keine wirklichen Fortschritte mehr machen.
 
62. ...Ka2 63.Lc5 Le2 64.Sf2 Lf3 65.Kc2 Lc6 66.Ld4
 
Karjakin möchte seinen Springer nicht gegen den weißfeldrigen Läufer des Norwegers tauschen. Dies hätte Carlsen über b2 ein Eindringen ermöglicht. Daher einer der wenigen möglichst sinnvollen Züge von Weiß, 62. Sh3
 
61. ...Ld3 62.Sh3
 
Der Weltmeister versucht alles um in die weiße Stellung einzudringen. Aber wird er einen Weg finden oder hat der Russe sich womöglich eine Festung gebaut?
 
57. ...Ka4 58.Kc2 Lf7 59.Kc1 Lg6 60.Kd2 Kb3 61.Kc1
 
Durch diese vielen schnellen Züge hat keiner der beiden Spieler große Zeitnot im Hinblick auf die nächste Zeitkontrolle bei Zug 60. Magnus Carlsen verbleiben zwölf Minuten für die nächsten drei Züge. Sergey Karjakin hat doppelt so viel Zeit verbleibend.
 
Diese Art des Spiels ist typisch für Magnus Carlsen. An vielen verschiedenen Stellen ein wenig Druck aufbauen, der dann aber schlussendlich doch die Ressourcen des Gegners überfordert.
 
55.Kc2 Kc6 56.Kd2 Kb5 57.Kc1
 
Nachdem Carlsen durch den Freibauern Druck auf dem Königsflügel aufgebaut hat, wandert er nun mit seinem König zu des Weißens zweitem Schwachpunkt, b2.
 
52.Kd2 Ld8 53.Kc2 Ke6 54.Kd2 Kd7
 
Das darf Schwarz nicht zulassen. Karjakin hätte nach 51. Kc2 gerne seinen b-Bauern gezogen. Durch 51. ...Ld5 konnte Carlsen dies jedoch verhindern und die weiße Schwäche beibehalten.
 
50.Kd2 Kf7 51.Kc2 Ld5
 
Karjakins Springer hat keine Zugmöglichkeit mehr, außer nach d1 und von d1 zurück nach f2. Auch der weiße König kommt nicht mehr weiter nach vorne. Aber es stellt sich dennoch die Frage, wie Carlsen gleichzeitig seinem König den Weg zu seinem Freibauern bahnen möchte.
 
Und plötzlich kommt ein Zug auf den anderen.
 
45. ...f4 46.Ld4 Lc7 47.Sf2 Le6 48. Kf3 Ld5+ 49. Ke2 Lg2
 
Er entscheidet sich nicht den Bauern auf g4 zu nehmen. Carlsen zieht nun also doch vorbei um den gedeckten Freibauern zu haben. der weiße Springer wirkt nun doch wieder schlecht platziert.
 
Karjakin entfernt seinen Springer und deckt den g4-Bauern nicht mehr. Diesen Springer möchte er auf e3 platzieren und von dort das Feld f5 überwachen, um weiterhin den schwarzen König nicht aktiver werden zu lassen.
 
44. ...a5 45. Sd1
 
Weiß versucht den schwarzen König zu begrenzen, sodass dieser nicht aktiver werden kann.
 
43. ...Lb6 44. Le5
 
Magnus Carlsen hat einen großen Vorteil in dieser Stellung und der Sieg sollte ihm, rein theoretisch betrachtet, nicht mehr zu nehmen sein. Aber auch in der gestrigen Partie war Carlsen an einem solchen Punkt und konnte dennoch den Vorteil letztendlich nicht verwerten.
Nun denkt der Weltmeister fast 20 Minuten über seinen nächsten Zug nach. Ob er trotz der theoretischen Gewinnstellung die Verteidigungskünste seine Kontrahenten fürchtet?
 
Nun muss Carlsen eine Entscheidung treffen.
Nimmt er den Bauern und hat somit einen Freibauern auf der g-Linie, lässt er die Spannung oder entscheidet er sich für f4 und erhält einen gedeckten Freibauern, der jedoch durch seinen König aufgrund von Platzproblemen nur schwer zu unterstützen ist?
 
Der russische Herausforderer möchte den schwarzen Bauernvormarsch frühzeitig stoppen um den entstehenden Freibauern gut blockieren zu können, je nachdem auf g3 oder f2.
 
42. ...Kg6 43. g4
 
Magnus Carlsen setzt seine Bauernmehrheit in Bewegung um früher oder später damit einen Freibauern zu generieren. Sergey Karjakin zieht daher seinen Springer, der auf h3 nach dem Bauernzug g5 sehr ungünstig steht, um diesen beispielsweise auf e3 oder d4 zu überführen.
 
41. ...g5 42.Sf2
 
Auch Karjakin bringt nun seinen König ins Spiel, da er nicht mehr den g-Bauern beschützen muss.
 
41. Ke2
 
Diese Bauern sind allerdings durch den schwarzen Bauern auf c4 in ihrer Beweglichkeit sehr eingeschränkt. Ein Doppelzug des weißen Bauern auf der b-Linie über das Schlagfeld des Bauern c4 würde diesem nämlich trotzdem das Schlagen des Bauern ermöglichen. Diese Regel nennt man en passent, Schlagen im Vorbeigehen.
 
Durch den Tausch der Bauern h4 und d6 hat Schwarz nun eine Bauernmehrheit am Königsflügel, womit er sich einen Freibauern bilden kann. Karjakin hat ebenfalls eine Bauernmehrheit am Damenflügel.
 
Nun, nach dem 40. Zug, haben die Spieler jeweils zusätzliche 50 Minuten Bedenkzeit bekommen.
 
39.Le7 Lxh4 40.Lxd6 Ld8
 
Karjakin möchte seinen Springer gegen den schwarzfeldrigen Läufer des Norwegers tauschen um in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läuferfarben zu landen. Solche Endspiele enden häufig Remis, selbst wenn eine Seite mehr Bauern hat.
 
37. ...Kh5 38.Sh3 Lf7
 
Die Zeit wird knapp. Der russische Herausforderer ist nun unter fünf Minuten verbleibende Bedenkzeit für die nächsten drei Züge. Nach 40 Zügen bekommen beide Spieler nochmals zusätzliche Bedenkzeit.
 
37. h4
 
Der Norweger befragt den weißen Läufer, ob er seine Diagonale behalten möchte oder diese aufgibt. Nach beispielsweise Le7 könnte der schwarze Läufer die Diagonale c1-h6 einnehmen und den schwer zu beschützenden Bauern auf b2 attackieren.
 
36. Lg5 Kg6
 
Es ist nun also ein Leichtfigurenendspiel, Läuferpaar gegen Läufer und Springer. Die weißen Figuren sind schlecht platziert, beispielsweise hat der weiße Springer nur die beiden Felder h1 und d1, der weiße Läufer hat keine gute Diagonale. Aber ob die schwarzen Figuren in die weiße Stellung eindringen können oder nicht, wird sich erst noch zeigen.
 
35.Txd5 Lxd5
 
Carlsen zwingt Karjakin zum Turmtausch, da Txc4 an Lb5 scheitert. Daher hat Schwarz den weißen König auf f1 gelockt.
 
33. ...Te5 34.Kf1 Td5
 
Karjakin startet seine aktive Verteidigung und attackiert den schwachen Bauern auf c4.
 
33. Td4
 
Carlsen zentralisiert seinen König, da dieser im Endspiel weniger gefährdet ist.
 
32. Td1 Kf7
 
Ein Turmpaar sowie ein Leichtfigurenpaar verlassen das Brett. Carlsen löst währenddessen seinen Doppelbauern auf und behauptet weiter das Läuferpaar. Die schwarze Figurenaktivität ist der weißen überlegen.
Aber ob dies für einen Schwarzsieg des Weltmeisters reicht?
 
29. ...Lxg3 30.exd6 Txe1+ 31.Txe1 cxd6
 
Karjakin versucht sich mittels f4 aus seiner gedrückten Stellung zu befreien. Carlsen entscheidet sich dazu das fragliche Bauernpaar zu tauschen und öffnet eine weitere Linie.
 
28. f4 Lh4 29. fxe5
 
Die Bedenkzeit des Russen ist nun bei unter 20 Minuten. Carlsen liegt bei knapp 40 verbleibenden Minuten.
 
Carlsen bringt den in der Eröffnung als Ersatzspieler abgestellten Läufer nun ins Spiel. Zum einen könnte er mit diesem nun mittels Lh4 den Springer auf g3 angreifen, zum anderen aber auch mit Lf6 den Bauern auf e5 unterstützen und leichten Druck gegen die Bauern b2 und c3 ausüben.
 
26. ...f5 27. Sf2 Le7
 
Magnus Carlsen sucht nun einen Weg seinen Vorteil des Läuferpaars und seinen Raumvorteil auszunutzen und so seine Stellung kontinuierlich zu verbessern.
 
26. f3
 
Carlsen bereitet einen weiteren Vorstoß vor. Er beschützt seinen Bauern auf e5 und könnte so im nächsten Zug f5 spielen um seinen Raumvorteil zu erhöhen. Gleichzeitig bereitet er eine mögliche Turmdopplung auf der b-Linie vor.
 
25. ...Tb5
 
Die Damen sind nun also doch vom Brett. Karjakin ist im Verteidigungsmodus.
 
24.Dxc6 Lxc6 25. Sg4
 
Weiß kann seine Stellung nun kaum noch verbessern ohne eine Entscheidung über den Damentausch zu fällen.
 
23. Lc1 f6
 
Zeitlich ist der Herausforderer mittlerweile bei noch einer guten halben Stunde. Der Norweger hat noch fünfzehn Minuten mehr zur Verfügung.
 
Der Damentausch wird noch vertagt. Beide Spieler würden gerne tauschen lassen um selbst zurück zu schlagen und dabei eine Figur besser zu stellen. Für Weiß wäre dies der Springer von h2, für Schwarz der Läufer, der die b-Linie für den Turm freigeben würde.
 
22. Tad1 Tab8
 
Karjakin könnte nun die Damen auf c6 tauschen und so den Druck auf seinen König reduzieren. Die weiße Stellung hat aber mit dem Bauern auf b2 eine unangenehme Schwäche für ein mögliches Endspiel und steht alles in allem noch recht unkoordiniert für ein Spiel ohne Damen. Ob er aber eine bessere Alternative hat?
 
21. ...Sd6
 
Weiß steht unter Druck. Die schwarze Dame und ihr Läufer auf b7 harmonieren wunderbar und fassen den König ins Auge. Karjakin möchte daher einen Angreifer tauschen.
 
20. ...Sxe4 21. Sg3
 
Der Russe gibt sein Läuferpaar auf und bereitet Carlsen damit einen Doppelbauern auf der c-Linie. Im Mittelspiel ist das aber kein Problem.
 
19.Lxc4 bxc4 20.Le3
 
Ob Karjakin mit Dc6 gerechnet hat? Er denkt nun eine Viertelstunde über seinen nächsten Zug nach. Naheliegend wäre 19. Lc1 um den Läufer zu retten und den Bauern auf b2 zu decken.
 
Weiß hat aktuell einen Bauern mehr auf dem Brett. Jedoch droht Schwarz nun den Läufer auf h6 zu schlagen, bedroht gleichzeitig den Bauern auf e4 und aber auch den Bauern auf b2. Karjakin muss hier nun einen guten Zug finden.
 
18. ...Dc6
 
Nun sind wir an einer kritischen Stelle, was das lange Nachdenken des Russen bereits erahnen ließ. Lange taktische Varianten bestimmen nun die Berechnungen der beiden Kontrahenten.
 
18. Lxh6
 
Während Karjakin nun seit über zwölf Minuten über seinen nächsten Zug grübelt, gönnt sich Magnus Carlsen im Ruheraum einen kurzen Moment der Entspannung.
 
Der Weltmeister hat aktuell noch eine gute Stunde Bedenkzeit verbleibend. Sein Herausforderer zehn Minuten mehr.
 
Carlsen blockiert den starken weißen Läufer auf a2. In solch offenen Stellungen können Läufer auf langen Diagonalen sehr mächtig werden.
 
16. ...dxe4 17. dxe4 Sc4
 
Der schwarze Spingerzug Sa5 ist ein häufiges Manöver in der Spanischen Partie. Er gibt den c-Bauern frei und befragt vor allen Dingen den Läufer auf b3, der sich für den Verbleib auf dieser langen Diagonalen mit Blick auf den schwarzen König entschieden hat.
 
15. ...Sa5 16. La2
 
Weiß droht im nächsten Zug mit Lxh6 einen Bauern zu gewinnen, da nach gxh6 der Springer auf f6 ungeschützt ist. Gleichzeitig setzt Df3 den Bauern auf d5 unter Druck.
 
Carlsen entscheidet sich mit 14. ...d5 dazu nun das Spiel ums Zentrum auszuweiten und baut Spannung auf. Sergey Karjakin hat diesen Zug des Norwegers allerdings schon erwartet und antwortet prompt 15. Df3
 
14. ...d5 15. Df3
 
Dieser Springer möchte einmal nach g4. Der schwarze Springer auf f6 ist gut platziert, da er sowohl den schwarzen König schützt, aber auch die wichtigen Zentralfelder e4 und d5 im Auge hat. Diesen würde Karjakin gerne abtauschen.
 
14. Sh2
 
Des Russens Springerzug hat auch seinen schwarzfeldrigen Läufer freigegeben. Auf g5 wäre dieser für Carlsen sehr unangenehm, da er den Springer auf f6 herausfordert. Daher verhindert der Norweger Lg5 mittels h6.
 
13. ...h6
 
Karjakin sucht einen guten Platz für seinen Springer. Dieser würde beispielsweise gerne auf f5 landen. Dorthin gelangt er über g3 oder e3.
 
13. Sf1
 
Dieser Zug passt für Schwarz sehr gut in die Stellung. Er gibt die Wirkung des Turms auf der e-Linie frei und ermöglicht es dem Läufer eventuell über g7 Wirkung zu entfalten. Oftmals ist der schwarzfeldrige Läufer in solchen Stellungen aber so etwas wie ein Ersatzspieler, der erst wirken kann, nachdem sich die Stellung geöffnet hat.
 
12. ...Lf8
 
Kaum vorgeschlagen, schon spielt Karjakin den erwarteten Bauernzug. Nun wird sich Magnus Carlsen ebenfalls einige Minuten in die Stellung denken um den richtigen Plan ins Auge zu fassen.
 
12.c3
 
Ein sinnvoller Zug für Weiß wäre nun 12. c3 um das Feld d4 nochmals zu überdecken und d4 vorzubereiten.
 
Karjakin denkt nun zum ersten Mal länger nach in dieser Partie. Unbekannt wird ihm diese Stellung nicht sein, aber er wird sich nun mit der Stellung vertraut machen und sich an seine Analysen erinnern um den passenden Zug zu finden.
 
Die Spanische Partie ist eine der am häufigsten gespielten Schacheröffnungen. Es gibt verschiedenste Zugfolgen und viele verschiedene Pläne zu kombinieren. Der Kampf um die zentralen Felder und gute Stützpunkte für die Springer sind typisch für diese Eröffnung.
 
11.Sbd2 Tfe8
 
Die Spieler wiederholen weitestgehend die zweite Partie des Matches. Karjakin spielt erneut die Spanische Partie mit dem zurückhaltenden d3. Es werden uns viele Figurenmanöver und bald ein Kampf ums Zentrum erwarten.
 
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 O-O 8.h3 Lb7 9.d3 d6 10.a3 Dd7
vor Beginn
Die Spieler haben soeben Platz genommen. Karjakin sitzt sehr selbstbewusst am Brett, Carlsen wirkt äußerst fokussiert.
vor Beginn
Magnus Carlsen war mit dem gestrigen Ergebnis allerdings alles andere als zufrieden. Nach fast sieben Stunden musste er doch in ein Remis einwilligen, nachdem er lange Zeit um einen Sieg gekämpft hat. Ob sich der Frust über die Partie gestern auf das heutige Spiel überträgt?
vor Beginn
Es steht aktuell 1,5 zu 1,5 in diesem Match. Letzte Nacht war der Weltmeister Magnus Carlsen seinem ersten Sieg jedoch zeitweise recht nahe. Sein russischer Herausforderer Karjakin zeigte aber seine viel gelobte Brillanz in der Verteidigung und konnte sich dadurch in die Punkteteilung retten. In der gestrigen Partie zeigten beide Spieler ihre herausragende Klasse!
vor Beginn
Der Kampf um die Schachweltmeisterschaft geht heute Abend in die vierte Runde. Der russische Herausforderer führt diese Runde die weißen Steine und ist somit der Anziehende. Man kann gespannt sein, wie er diesen Anzugsvorteil verwerten möchte. Zuletzt hatte er die Spanische Partie gewählt, damit allerdings keinen nennenswerten Vorteil entwickeln können.
vor Beginn
Herzlich willkommen zur Schach-WM 2016 in New York.
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 O-O 8.h3 Lb7 9.d3 d6 10.a3 Dd7 11.Sbd2 Tfe8 12.c3 Lf8 13.Sf1 h6 14.Sh2 d5 15.Df3 Sa5 16.La2 dxe4 17.dxe4 Sc4 18.Lxh6 Dc6 19.Lxc4 bxc4 20.Le3 Sxe4 21.Sg3 Sd6 22.Tad1 Tab8 23.Lc1 f6 24.Dxc6 Lxc6 25.Sg4 Tb5 26.f3 f5 27.Sf2 Le7 28.f4 Lh4 29.fxe5 Lxg3 30.exd6 Txe1+ 31.Txe1 cxd6 32.Td1 Kf7 33.Td4 Te5 34.Kf1 Td5 35.Txd5 Lxd5 36.Lg5 Kg6 37.h4 Kh5 38.Sh3 Lf7 39.Le7 Lxh4 40.Lxd6 Ld8 41.Ke2 g5 42.Sf2 Kg6 43.g4 Lb6 44.Le5 a5 45.Sd1 f4 46.Ld4 Lc7 47.Sf2 Le6 48.Kf3 Ld5+ 49.Ke2 Lg2 50.Kd2 Kf7 51.Kc2 Ld5 52.Kd2 Ld8 53.Kc2 Ke6 54.Kd2 Kd7 55.Kc2 Kc6 56.Kd2 Kb5 57.Kc1 Ka4 58.Kc2 Lf7 59.Kc1 Lg6 60.Kd2 Kb3 61.Kc1 Ld3 62.Sh3 Ka2 63.Lc5 Le2 64.Sf2 Lf3 65.Kc2 Lc6 66.Ld4 Ld7 67.Lc5 Lc7 68.Ld4 Le6 69.Lc5 f3 70.Le3 Ld7 71.Kc1 Lf4 72.Lxf4 gxf4 73.Kc2 Le6 74.Kc1 Lc8 75.Kc2 Le6 76.Kc1 Lc8 77.Kc2 Le6 78.Kc1 Kb3 79.Kb1 Ka4 80.Kc2 Kb5 81.Kd2 Kc6 82.Ke1 Kd5 83.Kf1 Ke5 84.Kg1 Kf6 85.Se4+ Kg6 86.Kf2 Lxg4 87.Sd2 Le6 88.Kxf3 Kf5 89.a4 Ld5+ 90.Kf2 Kg4 91.Sf1 Kg5 92.Sd2 Kf5 93.Ke2 Kg4 94.Kf2
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