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: Schach WM 2016 Spiel 3 14.11.2016 - Sergey Karjakin vs Magnus Carlsen

 
Schach WM 2016 Spiel 3

a
b
c
d
e
f
g
h
a
b
c
d
e
f
g
h
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
Schach-WM 2016, Tag 3
Sergey Karjakin
Magnus Carlsen
Partie beendet
Gesamtstand
M. Carlsen
9,0:7,0
S. Karjakin
Ergebnisse der einzelnen Partien
 
weiß
 
schwarz
11.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
12.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
14.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
15.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
17.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
18.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
20.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
21.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
23.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
24.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
26.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
28.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
 
Letzte Aktualisierung: 09:07:56
 
Heute Abend um 20 Uhr geht es weiter mit diesem spannenden Match. Die Farben werden wieder getauscht, sodass Sergey Karjakin den Vorteil des Anziehenden genießt.
Vielen Dank fürs Mitlesen und bis heute Abend!
 
Aber Sergey Karjakins Verteidigungskunst hat einen solchen Partieverlauf erst möglich gemacht.
Ein Mal der Schlinge Magnus Carlsens zu entkommen ist die eine Sache. Jedoch ein zweites Mal unter enormer Zeitnot nochmals dieses Kunststück zu vollbringen ist faszinierend. Diese Nervenstärke, Zähigkeit und Übersicht haben Sergey Karjakin dieses Remis mit Schwarz definitiv verdient.
 
Was für eine Partie. Anfangs rechnete man damit, dass Carlsen wieder keinen Vorteil finden würde, kam Karjakin doch recht problemlos aus der Eröffnung. Still und leise baute der Weltmeister jedoch kontinuierlich Druck auf seinen Herausforderer auf, was diesen einen Bauern kostete. Doch nach der ersten Zeitkontrolle konnte sich Karjakin kontinuierlich verbessern und somit Carlsens Chance auf den ersten vollen Punkt in diesem Match schmälern. Der Siegeswille des Weltmeisters blieb jedoch ungebrochen, sodass dieser nach über 6h Spielzeit seinen Vorteil erneut ausbauen konnte.
Diese Fähigkeit aus einer so remisträchtigen Stellung noch Ressourcen zu generieren um weiter um den Sieg zu spielen, ist eine weltmeisterliche Eigenschaft.
Remis
Und nun also doch! Remis! Es blieb nur die Zugwiederholung.
 
76. Sc4 h3 77. Th4 Kg3 78. Tg4+ Kf2
 
Magnus Carlsen ist nun auch unter 5 Minuten Bedenkzeit. Diese Partie ist noch immer nicht entschieden. Unglaublich!
 
75. Tg4+ Kf2
 
Karjakin setzt weiterhin alles auf seinen h-Bauern. Er scheint eine vielversprechende Verteidigung gefunden zu haben.
 
72. ...Ta1 73. Tb5+ Kf4 74. Txb4+ Kg3
 
Karjakin ist nun bei nur noch 2 Minuten...
 
Karjakin setzt auf seinen Freibauern auf h4. Mit diesem baut er Druck auf Carlsen auf, dessen Bauer noch weit von einer Umwandlung entfernt ist.
 
71. Sa5 Th1 72. Tb7
 
Sergey Karjakin hat nur noch 5 Minuten Bedenkzeit, neben den für jeden Zug vorgesehenen 30 Sekunden. Viel Zeit ist das nicht. Der Weltmeister hat noch 10 Minuten, dafür nun aber die Aufgabe seinen Bauern auf b3 zu behalten.
 
70. Sc6 Kxf5
 
Nun sind beide weißen Figuren und beide weißen Bauern bedroht. Ohne Bauern kann Magnus höchstwahrscheinlich nicht mehr gewinnen. Jetzt ist seine hervorragende Technik gefragt.
 
69. Txe7 Kf6
 
Die schwarze Stellung geht weiter bergab. Schwarz gibt seinen Läufer auf, bekommt dafür jedoch möglicherweise die weißen Bauern....
 
67....Th3 68. Se5+ Kg7
 
Magnus Carlsen zieht die Schlinge wieder weiter zu. Sergey Karjakins Zeit liegt nun nur noch bei 6 Minuten für den Rest der Partie, wohingegen Carlsen 16 Minuten verbleiben.
 
66....Kf7 67. Te6
 
Wir sind nun in der siebten Stunde der Partie. Man sieht den Spielern die große Anstrengung über diesen langen Zeitraum mehr und mehr an. Sergey Karjakin sieht mittlerweile weniger zuversichtlich aus als noch eine Stunde zuvor.
 
Carlsens dynamisches Geschick und seine unglaubliche Intuition zeigen sich wieder. Schwarz steht mächtig unter Druck, der Läufer auf e7 muss durch den König beschützt bleiben. Der König allerdings ist unangenehmen Schachs durch den Springer ausgesetzt.
Die Entscheidung dieser Partie steht kurz bevor.
 
64....Le7 65. Se5+Kf6 66. Sg4+
 
Die Züge werden nun wieder schneller ausgeführt. Auch auf diese Weise kann Magnus Carlsen Druck auf seinen Gegner ausüben.
 
62. Te4 Td3+ 63. Kg4 Tg3+ 64. Kh5
 
Aber auch hier könnte ein Angriff mit einem Gegenangriff beantwortet werden. Mit Te6 bringt Carlsen den schwarzen König wieder in Gefahr, der Springer könnte über d6 oder e5 folgen....
 
Das könnte Karjakins Weg zum Remis sein. Der weiße Turm gerät mächtig unter Druck auf der dritten Reihe. Verlässt er diese, kann der Russe mittels Td3+ den Bauern auf b3 gewinnen.
 
60. ...Td4+ 61. Kf3 Lg5
 
Die Partie geht nun auf die Endphase zu. Karjakin hat nun nur noch die letzten 15 Minuten auf seiner Uhr.
 
Carlsen hat nun die finalen 15 Minuten auf seiner Uhr. Der Weltmeister hat nun 28 Minuten verbleibend.
 
58. ...Td1 59. f5+ Kf7 60. Sc4
 
Carlsen sucht weiterhin nach einem Weg seinen Vorteil voran zu treiben.
 
56. Sf8+ Kf7 57. Sd7 Ke6 58. Sb6
 
Beide Spieler haben nun noch etwa jeweils 16 Minuten Bedenkzeit für die nächsten 5 Züge. Nach dem 60. Zuge erhält jeder der beiden nochmals finale 15 Minuten für das beendigen der Partie. Die Zeit wird also ein zunehmend wichtigerer Faktor für diese Partie.
 
Karjakin entscheidet sich den Turmtausch nicht zulassen zu wollen und seinen aktiven Turm zu behalten, um weiterhin die weißen Schwächen angreifen zu können..
 
55. ...Tc1
 
Carlsen nutzt die Chance den schwarzen Bauern auf h4 festzulegen und stellt seinen Bauern auf ein weißes Feld, sodass er kein leichtes Opfer für den schwarzen Läufer werden kann.
 
55.h3
 
Karjakin stellt seinen zweiten Bauern auf ein schwarzes Feld mit Blick auf das bevorstehende Leichtfigurenendspiel Springer gegen Läufer.
 
54. Te3 h4
 
Sergey Karjakin löst weiter den weißen Klammergriff. Den Bauern auf b3 zu halten wird für Carlsen nun immer schwerer... um den möglichen Turmtausch mit Te3 wird Carlsen kaum herum kommen.
 
51. ...h5+ 52. Kf3 Tc3+ 53. Ke4 Lf6
 
Carlsen versucht weiter durch taktischen Druck den Bauern auf b3 zu decken.
 
50. Sd8+ Kg6 51. Se6
 
Karjakin bietet Carlsen den nächsten Bauerntausch. Wenn der Springer den Bauern auf b4 schlägt, wird Schwarz den b3 Bauern erobern können.
 
48. ...Th5+ 49. Kg4 Tc5
 
Carlsen deckt den Bauern auf b3 taktisch. Würde Schwarz den Bauern auf b3 schlagen, käme Sd8+ gefolgt von weiteren Schachgeboten, bis der schwarze König sich nicht mehr aus dem Mattnetz der weißen Figuren befreien könnte.
z.B. Txb3 Sd8+ Kf8 Se6+ Kf7 Sg5+ Kg8 Te8+ Lf8 Se6
 
48. Sc6
 
Da aber Angriff die beste Verteidigung sein soll, sieht Se6 mit der Idee Sg5+ für Carlsen wie eine gute Antwort aus. Der schwarze König steht weiterhin unter Bedrängnis.
 
Schwarz droht den weißen Springer zu eliminieren und somit die Deckung des Bauern auf b3.
 
47. ...Lg7
 
Es ist nicht klar, wie der Weltmeister seinen Vorteil des Mehrbauern gegen den Herausforderer umsetzen möchte.Denn Karjakin scheint in den letzten Zügen Carlsens Druck teilweise abgebaut zu haben, indem er die weißen Schwächen konsequent angegriffen hat.
 
Magnus Carlsen deckt den angegriffenen Bauern und gibt die Dominanz auf der 5. Reihe auf.
 
46. Te5+ Kf7 47. Te2
 
Karjakin verteidigt umsichtig und bleibt aktiv mit seinem Turm.
 
44. ...Ke8 45. Td5 Th3
 
Der Bauerntausch ist passiert. Der schwarze König kommt jedoch weiter in Bedrängnis. Möglicherweise ist das Carlsens Plan...
 
43. ...Txd3 44. Txd7+
 
Carlsen bedroht ebenfalls, wie Karjakin durch 41. Td1, einen Bauern. Einen Bauer weniger auf beiden Seiten begünstigt den Verteidiger, da logischerweise weniger Ressourcen zum Gewinn verfügbar sind. Demnach wird Karjakin wohl den Bauern auf d3 nun nehmen.
 
43. Td5
 
Carlsen hat sich gegen die Option Tb8+entschieden und bleibt mit dem Turm aktiv auf der 5. Reihe.
 
42. Te5+ Kf7
 
Nach 40 Zügen haben die beiden Spieler jeweils nochmals 50 Minuten Bedenkzeit bekommen, sodass sich nun beide nochmal intensiv und lange in die Stellung reindenken können.
 
41....Td1
 
Der weiße König steht aktiv und erhöht den Druck auf den schwarzen König, der so langsam in Gefahr kommt...
 
40. ...Te1 41. Kf5
 
Weiß stellt seine Figuren besser, die schwarze Verteidigungsstrategie ist noch nicht klar. Sergey Karjakin ist allerdings noch immer nicht zu unterschätzen. Verteidigung zählt definitiv zu seinen Stärken.
 
39. Tb5 Tf1+ 40. Ke4
 
Magnus Carlsen zeigt sein geniales Verständnis für dynamische Endspiele.
 
38. Tf5+ Ke8
 
Karjakin greift den Bauern auf b3 an. Dieser ist aber durch den Springer geschützt.
 
37. ...Tb1
 
Magnus Carlsen ist on fire.
Der Norweger stellt seinen Turm aktiv auf die 5. Reihe von wo aus er auf jede Linie schwenken kann. Die schwarzen Bauern stehen mittlerweile alle vereinzelt und allein gelassen auf dem Brett. Der Druck auf Karjakin wächst weiter an. Immerhin hat er bald den 40. Zug erreicht, sodass er also bald wieder längere Zeit über die Stellung nachdenken kann. Aktuell ist er unter 10 Minuten mit seiner verbleibenden Zeit.
 
37. Tg5
 
Schwarz stellt seinen Bauern auf die Farbe seines Läufers, um diesen so zu beschützen. Gleichzeitig legt er den weißen Bauern auf b3 fest um auf diesen möglicherweise Druck aufzubauen.
 
36. Sd4 b4
 
Sergey Karjakin hat einen Bauern weniger. Der Druck des Norwegers wurde zu groß, sodass Karjakin einen Bauern aufgeben musste.
Diese Art des Spiels ist typisch für Magnus Carlsen. Er baut immerzu leichten Druck auf seinen Gegner auf, der dann aber plötzlich und unvermittelt so groß wird, dass sich ein Vorteil einstellt.
 
34. Sxf5 d3 35. cxd3 Ta1
 
Die Zeit auf der Uhr des Russen wird knapper, die Züge kommen somit wieder schneller. Er hat noch 15 Minuten für die nächsten 7 Züge.
 
32. ...Kf7 33. Tg2 cxd4
 
Magnus Carlsen setzt zum Konter an und bedroht den ungedeckten Läufer auf f8
 
32. Tg8
 
Eine interessante Idee des Russen. Er möchte seinen Läufer durch dxc5 Lxc5 in den Angriff integrieren. Gleichzeitig setzt er nun aber alles auf eine Karte.....
 
31. ...c5
 
Karjakin geht sehr aktiv in die Verteidigung, hat er doch andernfalls langfristig immer seinen schwachen Bauern auf f5. Er geht allerdings ein hohes Risiko ein, da er seinen Turm weit von seiner Stellung entfernt hat.
 
Der schwarze Turm geht aktiv die weißen Bauern an. Carlsen zeigt sich gänzlich unbeeindruckt, hatte er dies bereits in Zug 28 bedacht und mit 28. Se3 seine Bauern geschützt.
 
30. ...Ta2 31. b3
 
Den Springer auf e3 hat Magnus Carlsen sehr clever platziert. Von diesem Feld aus kann er sowohl den schwarzen Bauern auf f5 angreifen als auch den eigenen Bauern auf c2 schützen, falls dieser durch den schwarzen Turm unter Druck gesetzt wird.
 
30. Tg1
 
Gleichzeitig wird der schwarze Bauer auf f5 nun unter Druck geraten, da Carlsen sicherlich Tg1- Tg5 plant. Beide Türme werden nun die Schwächen des Gegners ins Auge fassen.
 
Der schwarze Turm scheint aufzuwachen in dieser Partie und hat nun keine rein verteidigenden Aufgaben mehr. Er droht im nächsten Zug den weißen Bauern auf b2 zu attackieren, was für Carlsen unangenehm sein könnte.
 
29.Kf3 Ta8
 
Carlsen avisiert den festgelegten Bauern auf f5. Dieser ist auf einem weißen Feld platziert und somit nicht durch den schwarzfeldrigen Läufer zu überdecken. Außerdem ist er nicht mehr durch einen eigenen Bauern zu schützen und somit eine Schwäche in der schwarzen Stellung.
 
28. Se3 c6
 
Karjakin entscheidet sich dazu den Bauern auf f4 zu nehmen und spielt direkt auf Carlsens Antwort seinen Bauern auf b5 um den weißen Springer von seinem schönen Standort zu vertreiben.
 
25. ...gxf4 26. gxf4 b5 27. axb5 axb5
 
Der Russe denkt lange über seinen nächste Zug nach. Entscheidungen über Bauernzüge, wie die Bauern zu positionieren, sind immer wichtig und können äußerst weitreichend sein. Denn Bauern können nicht zurück ziehen und man muss diese Entscheidung somit den Rest der Partie tragen.
 
Carlsen möchte den schwarzen Bauern auf f5 festlegen und lädt damit gleichzeitig Karjakin zu einem Bauerntausch auf f4 ein. Dadurch würde sich die nächste Linie öffnen, was dem weißen Turm gelegen käme.
 
25. f4
 
Die Bedenkzeit ist mittlerweile leicht besser auf Seiten des Russen. Dieser hat aktuell noch 44 Minuten auf seiner Uhr. Der Norweger noch knapp 40 Minuten.
Ein Problem sollte das aber nicht sein, die Partie ist weit fortgeschritten.
 
Weiß hat nun die offene Linie. Die weißen Figuren können aktuell aber nicht in die schwarze Stellung eindringen. Wenn Karjakin dies weiterhin zu verhindern weiß, wird es schwer für Magnus weiter zu kommen.
 
24. Te1 Td8
 
Die Körpersprache des Russen wirkt sehr entschlossen. Zuvor machte Karjakin lediglich einen entspannten Eindruck. Ob er sich schon sicher ist, dass auf dem Brett keine Gefahr mehr herrscht?
 
23. ...Lf8
 
Magnus hat sich für das erwartete Springermanöver entschieden um Karjakins Läufer ins Visier zu nehmen.
 
23. Sc4
 
Die Spieler suchen aktuell häufig den Ruheraum auf. Nach zwei Stunden Spielzeit ist dies allerdings auch kein Wunder. Eine kurze Pause frischt die Gedanken nochmal auf.
 
22. Se3 Kf6
 
Eine Idee für Weiß wäre es den Springer über e3 nach c4 zu überführen, um den gut platzierten schwarzen Läufer anzugreifen.
 
21. Sd5 Kf7
 
Magnus muss sich nun einen Plan überlegen, wie er diese Partie fortführen könnte und seinen Kontrahenten unter Druck setzen. Andernfalls ist ein weiteres Remis äußerst wahrscheinlich.
 
Karjakin nimmt dem weißen Springer die Option e4. Zusätzlich gibt er seinem König mehr Luft, was in diesem Stadium der Partie, kein Nachteil mehr ist.
 
20....f5
 
Eigentlich hat die schwarze Stellung aber keine großen Probleme. Der Russe wird nun baldmöglichst seinen Turm und vor allem seinen König in Richtung Zentrum bringen.
 
Durch diesen Abtausch verbessert der Norweger seinen Springer, da dieser nun auf die Felder e4 und d5 ziehen kann.
 
19. Lg2 Lxg2 20. Kg2
 
Diese Entscheidung zeigt Magnus Carlsens Wille in dieser Partie weiterhin eine Entscheidung herbeiführen zu wollen und nicht wieder in einem Remis zu enden.
Magnus Carlsen ist ein großer Kämpfer und er kann in solchen Stellungen einen Vorteil finden. Allerdings ist Sergey Karjakin ein äußerst nervenstarker Spieler und zähes Verteidigen gehört zu seinen Stärken.
 
Magnus entscheidet sich seinen Läufer für den letzten schwarzen Springer zu geben. Somit haben wir ein kleines Ungleichgewicht bei der Figurenverteilung.
 
18. Lxd6 Lxd6
 
Schwarz befragt den weißen Läufer auf f4. Carlsen muss sich nun entscheiden, ob er seinen Läufer zurück zieht oder ihn gegen den Springer auf d6 tauschen möchte.
 
17. ...g5
 
Magnus Carlsen möchte seinem Läufer auf f1 noch mehr Möglichkeiten geben.
Eine Idee von 17. g3 ist den Läufer auf h3 zu platzieren um so den schwarzen Bauern auf d7 anzugreifen. Dieser vom eigenen Springer blockierte Bauer ist aktuell ein Schwachpunkt in Karjakins Stellung.
 
17. g3
 
Sergey Karjakin reagiert prompt und spielt 16. ...a6 um dem vorpreschenden weißen a-Bauern etwas entgegen zu setzen.
 
16. ...a6
 
Nun also doch. Carlsen tauscht die Damen auf e7 und spielt 16. a4. Damit setzt er Karjakin mit der Drohung a5 unter Druck.
 
15. Dxe7 Lxe7 16. a4
 
Die Entscheidung wird vertagt. Keiner der beiden Spieler möchte aktiv die Damen vom Brett tauschen. Beide führen daher ihre Entwicklung fort und überlassen die Entscheidung dem Gegenüber.
 
14. Sc3 Lb7
 
Magnus Carlsen denkt nun zum ersten Mal in dieser Partie längere Zeit nach. Er steht vor der Entscheidung die Damen zu tauschen oder nicht.
 
Es schien Karjakin wohl zu gefährlich den Bauern auf d4 zu nehmen und er entschied sich für ein weiteres Tauschangebot.
Hätte er den Bauern geschlagen, hätte Magnus ihn mittels Lxd6 für diese Gier kräftig bestraft. Das damit verbundene Risiko war Karjakin wohl zu hoch.
 
13....De7
 
Magnus Carlsen hat seinem Kontrahenten mit 12. Lf4 den Bauern auf d4 angeboten. Ob Karjakin diesen jedoch annehmen sollte....
 
12. Lf4 Txe1 13. Dxe1
 
Schwarz möchte dem weißen Turm die offene Linie nicht alleine überlassen und bietet seinen Turm zum Tausch an. Ein solcher Figurenabtausch hilft generell der verteidigenden Seite, was hier mit Sicherheit Karjakin sein sollte.
 
10. ...b6 11. Te1 Te8
 
Sergey Karjakin entscheidet sich nach 25 Minuten für 10. ...b6 und macht somit Platz für seinen Läufer.
 
Der Russe muss sich nun überlegen, wie er seine Figuren platzieren möchte. Zur Wahl stehen 10....Sf5 um gleich den weißen Bauern im Zentrum zu attackieren oder 10. ...b6 mit der Idee den Läufer über b7 ins Spiel zu bringen.
 
Nach nun 10 Zügen von Weiß denkt Sergey Karjakin nun zum ersten Mal länger nach. Carlsen wird diese Stellung vorbereitet und somit erwartet haben. Carlsens 10.Te2 ist ein bisher noch kaum gespielter Zug in dieser Variante und Karjakin verschafft sich nun erstmal einen Überblick über die Stellung.
 
Magnus Carlsen wählt die Spanische Partie 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 , was durchaus überrascht. Sergey Karjakin hatte diese Eröffnung in der zweiten Partie am Samstag ebenfalls gewählt.
Anders als Carlsen spielt Karjakin jedoch die Berliner Mauer gegen die Spanische Partie.3. ...Sf6. Dies ist eine sehr zähe und beliebte Verteidigung und passt somit sehr zu Karjakins Stil. Mit 5. Te1 hat Carlsen jedoch nicht die Hauptvariante gewählt.
 
1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 Sf6 4. O-O Sxe4 5. Te1 Sd6 6. Sxe5 Le7 7. Lf1 Sxe5 8. Txe5 O-O 9. d4 Lf6 10. Te2
vor Beginn
Die Spieler haben nun Platz genommen. Magnus Carlsen sieht entspannt aus. Sergey Karjakin strahlt eine gewisse Anspannung aus.
vor Beginn
Die heutige Partie kann zu einem ersten Wegweiser für den Verlauf des Matches werden. Nach zwei unentschiedenen Partien zu Beginn wird Magnus Carlsen heute seine Dominanz zeigen wollen.
vor Beginn
In der ersten Partie überraschte Carlsen seinen Gegner mit der selten gespielten Trompowsky Variante, konnte seinen Kontrahenten damit jedoch nie wirklich unter Druck setzen. Es ist spannend welche Variante er heute gegen den zäh verteidigenden Russen wählt.
vor Beginn
Der Weltmeister spielt heute wieder mit Weiß und hat somit den Vorteil des Anziehenden.
In den bisherigen Partien konnte keiner der beiden Spieler aus diesem Vorteil Kapital schlagen. Ob es heute soweit sein wird?
vor Beginn
Das Match zwischen dem amtierenden Schachweltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen und seinem russischen Herausforderer Sergey Karjakin geht heute in die 3. Runde. Die Partie startet um 20Uhr.
vor Beginn
Herzlich willkommen zur Schach-WM 2016 in New York.
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.O-O Sxe4 5.Te1 Sd6 6.Sxe5 Le7 7.Lf1 Sxe5 8.Txe5 O-O 9.d4 Lf6 10.Te2 b6 11.Te1 Te8 12.Lf4 Txe1 13.Dxe1 De7 14.Sc3 Lb7 15.Dxe7 Lxe7 16.a4 a6 17.g3 g5 18.Lxd6 Lxd6 19.Lg2 Lxg2 20.Kxg2 f5 21.Sd5 Kf7 22.Se3 Kf6 23.Sc4 Lf8 24.Te1 Td8 25.f4 gxf4 26.gxf4 b5 27.axb5 axb5 28.Se3 c6 29.Kf3 Ta8 30.Tg1 Ta2 31.b3 c5 32.Tg8 Kf7 33.Tg2 cxd4 34.Sxf5 d3 35.cxd3 Ta1 36.Sd4 b4 37.Tg5 Tb1 38.Tf5+ Ke8 39.Tb5 Tf1+ 40.Ke4 Te1+ 41.Kf5 Td1 42.Te5+ Kf7 43.Td5 Txd3 44.Txd7+ Ke8 45.Td5 Th3 46.Te5+ Kf7 47.Te2 Lg7 48.Sc6 Th5+ 49.Kg4 Tc5 50.Sd8+ Kg6 51.Se6 h5+ 52.Kf3 Tc3+ 53.Ke4 Lf6 54.Te3 h4 55.h3 Tc1 56.Sf8+ Kf7 57.Sd7 Ke6 58.Sb6 Td1 59.f5+ Kf7 60.Sc4 Td4+ 61.Kf3 Lg5 62.Te4 Td3+ 63.Kg4 Tg3+ 64.Kh5 Le7 65.Se5+ Kf6 66.Sg4+ Kf7 67.Te6 Txh3 68.Se5+ Kg7 69.Txe7+ Kf6 70.Sc6 Kxf5 71.Sa5 Th1 72.Tb7 Ta1 73.Tb5+ Kf4 74.Txb4+ Kg3 75.Tg4+ Kf2 76.Sc4 h3 77.Th4 Kg3 78.Tg4+
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