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: Schach WM 2016 Spiel 5 17.11.2016 - Sergey Karjakin vs Magnus Carlsen

 
Schach WM 2016 Spiel 5

a
b
c
d
e
f
g
h
a
b
c
d
e
f
g
h
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
Schach-WM 2016, Tag 5
Sergey Karjakin
Magnus Carlsen
Partie beendet
Gesamtstand
M. Carlsen
9,0:7,0
S. Karjakin
Ergebnisse der einzelnen Partien
 
weiß
 
schwarz
11.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
12.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
14.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
15.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
17.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
18.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
20.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
21.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
23.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
24.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
26.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
28.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
30.11.
S. Karjakin
M. Carlsen
30.11.
M. Carlsen
S. Karjakin
 
Letzte Aktualisierung: 14:33:06
 
Mit der sechsten Partie der Schach-WM geht es weiter am Freitag. Sergey Karjakin führt die weißen Steine. Vielen Dank für das Mitlesen und bis morgen!
 
Carlsen scheint klar zu sein, dass er der Niederlage nur knapp entkam, denn direkt im Anschluss meinte er im kurzen Interview, dass er Glück hatte. In der Tat verpasste Karjakin nach der ersten Zeitkontrolle eine gute Chance die Partie zu gewinnen. Anstatt im 43. Zug mit den Schwerfiguren die h-Linie zu besetzen, stellte er seinen Läufer auf d5 auf, wonach der Weltmeister eine gute Verteidigung fand, um die Partie zu halten.
 
Die Partie endet nach 51 Zügen mit Remis. Nach dem Damentausch am Ende hat Carlsen zwar einen Freibauern auf der g-Linie, den Karjakin aber problemlos aufhalten kann.
Remis
50.Th7 Txf4 51.Txe7 Te4
 
Karjakin greift mit dem Turm die weiße Dame an. Entweder schützt Weiß die Dame durch Wegziehen oder er greift seinerseits mit seinem Turm die schwarze Dame an, z.B. durch 50.Th7.
 
49...Tf8
 
Im Prinzip droht nichts in dieser Stellung und es kann nur noch für einen der Spieler gefährlich werden, wenn er einen üblen Fehler begeht. Auf diesem Niveau wäre das allerdings extrem ungewöhnlich, auch wenn die Partie schon über fünf Stunden läuft.
 
Carlsen hat es geschafft seinen Turm endgültig zu aktivieren. Auf h5 kontrolliert er die h-Linie und übt Einfluss über die 5. Reihe aus.
 
49.Th5
 
Karjakin hält die Damen auf dem Brett. Das ist die richtige Entscheidung, da der weiße König sehr luftig steht.
 
48...De7
 
Karjakin sollte nicht die Damen tauschen. Das würde zu einem Endspiel führen, in de der weiße g-Bauer gefährlich werden könnte.
 
Karjakin griff den Bauern f3 mit Dame und Läufer an. Carlsen verhinderte den Einschlag, indem er den Bauern vorschob. Jetzt bietet er den Damentausch an.
 
46...Df7 47.f4 gxf4 48.Dxf4
 
Carlsen könnte jetzt auch den Turm über h8 abtauschen, falls es Karjakin zulässt. Das würde das Material weiter reduzieren und dadurch die weiße Stellung sicherer machen.
 
Carlsen besetzt mit seinem Turm die offene h-Linie. Das lässt ein Schach auf c7 zu, doch das kann Weiß mit f3-f4 abfedern.
 
46.Th2
 
Die Stellung ist jetzt wieder ausgeglichen. Der weiße König steht deutlich sicherer als noch vor ein paar Zügen.
 
45.Kg3 De7
 
Magnus Carlsen ist dem rettenden Ufer wieder näher gekommen. Er opferte den e-Bauern, um die Diagonale a1-h8 zu öffnen. HIer kann er auf den schwarzen Feldern gleichzeitig angreifen und verteidigen.
 
44.e6 Dxe6
 
Karjakin stellt seinen Läufer aktiv auf d5 auf, aber das scheint nicht der beste Zug gewesen zu sein. Viel gefährlicher war wohl die Schwerfiguren auf die h-Linie zu stellen.
 
43...Ld5
 
Karjakin nimmt sich genügend Zeit. Er spürt, dass hier etwas drin sein könnte für ihn. Ein Sieg mit Schwarz wäre sprichwörtlich ein "Big Point".
 
Carlsen schlägt mit der Dame auf d4. Jetzt kann Schwarz seine Schwerfiguren auf die h-Linie bringen und den weißen König angreifen.
 
43.Dxd4
 
Der Weltmeister hat sich scheinbar vom Spiel seines Gegners einlullen lassen, denn sein Radar für Gefahren setzte in den letzten zehn Zügen völlig aus. Aktuell muss er sich entscheiden, wie er auf d4 den Bauern schlägt.
 
Karjakin will es wissen. Er opfert den d-Bauern, um seinen Läufer über das Feld d5 zu aktivieren. Carlsen muss jetzt superpräzise spielen, um nicht zu verlieren. Das ist die beste Stellung, die Karjakin in New York bisher hatte.
 
42...d4
 
Die Stellung ist jetzt kritisch für Weiß. Die offene h-Linie kann Schwarz versuchen zu nutzen, um mit den Schwwerfigugen ins weiße Lager einzudringen.
 
41...hxg4 42.hxg4
 
Carlsens letzter Zug scheint eine ernsthafte Ungenauigkeit zu sein, die seinem Gegner eine Möglichkeit gibt die Initiative zu ergreifen. 41...hxg4 42.hxg4 Dh6 öffnet die h-Linie, über die Schwarz in das weiße Lager eindringen könnte.
 
41.Kg2
 
Der Weltmeister nimmt sich Zeit. Er merkt, dass ihm die Stellung im Gewinnsinne entglitten ist und er jetzt auf die Bremse drücken muss, um nicht noch eine böse Überraschung zu erleben.
 
Die Spieler haben die erste Zeitkontrolle nach dem 40. Zug geschafft und erhalten 50 Minuten zusätzliche Bedenkzeit. Es sieht aber nicht danach aus, als ob die Partie sehr lange weiterlaufen sollte. Es ist schwierig zu erkennen, wie einer der beiden Spieler Fortschritte erzielen soll ohne ein großes Risiko einzugehen.
 
40.Kg3 Tg8
 
Karjakin verteidigt seinen Bauern g5 mit den Schwerfiguren. Der Russe wechselt vorbildlich zwischen Angriff und Verteidigung.
 
39...Tg7
 
Carlsen attackiert den Bauern g5 und droht ihn zu gewinnen. Karjakin darf diesen Bauern nicht kompensationslos verlieren, weil Carlsen danach zu starke Freibauer am Königsflügel erhalten würde.
 
39.Dd2
 
Die Stellung verschärft sich plötzlich. Carlsen schob den g-Bauern vor, doch Karjakin reagierte stark mit einem Vorstoß seines h-Bauern. Jetzt, wo der schwarze König am Damenflügel ist, ist er nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil, der weiße König könnte jetzt unter Beschuß geraten.
 
38.g4 h5
 
Die Stellung ist jetzt ausgeglichen. Karjakin hat einen guten Verteidigungsaufbau gefunden.
 
37...Dg6
 
Karjakin setzt seinen Königsmarsch zum Damenflügel fort, während Carlsen versucht Schwächen zu provozieren.
 
35.Tb2 Kd8 36.Tf2 Kc8 37.Dd4
 
Karjakin möchte die Felder f4 und h4 kontrollieren. Der letzte Zug ist aber nicht ohne Risiko, da es Weiß dei Möglichkeit gibt früher oder später den Punkt g5 anzugreifen.
 
34...g5
 
Karjakin scheint seinen König am Damenflügel aufstellen zu wollen, weil er glaubt, dass er dort sicherer steht. Carlsen setzt seinen Plan fort den Turm über b4 zu aktivieren.
 
33...Ke8 34.Tb4
 
Carlsen stellt seine Dame auf c3 auf und eröffnet seinem Turm die Möglichkeit über b4 auf der 4. Reihe aktiv zu werden. Das ist zwar keine Offenbarung aber vielleicht eine Möglichkeit den Druck zu erhöhen.
 
32...Kf8 33.Dc3
 
Die Bauern am Damenflügel sind jetzt festgelegt, aber im Grunde genommen waren sie auch vorher schon festgelegt.
 
Carlsen macht einen neutralen Zug, der den Status Quo der Stellung nicht verändert.
 
32.a5
 
Karjakin stellt seine Dame sicher auf f5 auf. Momentan passiert wenig auf dem Brett.
 
31...Df5
 
Carlsen vertreibt erstmal die Dame von b1.
 
31.Tb2
 
Karjakin stellt seine Dame auf b1 im gegnerischen Lager auf, doch richtig drohen tut sie dort nichts.
 
30...Db1
 
Carlsen deckt den f-Bauern und bereitet den Vormarsch des g-Bauern vor.
 
30.Tf2
 
Karjakin hat seine einzige Schwäche b7 zuverlässig abgedeckt und harrt der Dinge.
 
29...Tf7
 
Momentan befinden sich die Spieler in einer Phase des Lavierens.
 
28...Dg6 29.Le3
 
Carlsen hat jetzt alle Zeit der Welt, da Schwarz nicht aktiv werden kann. Er wird seine Figuren so hinstellen, dass er früher oder später die Expansion am Königsflügel beginnen kann.
 
28.Te2
 
Karjakin präpariert seine Kräfte auf einen Bauernvormarsch am Königsflügel.
 
27...Le6
 
Carlsen stellt seinen König auf g2 auf. Hier steht er gut und deckt das Feld g3. Das ist ein typischer Zug, bevor man die Bauern am Königsflügelin Gang setzt.
 
27.Kg2
 
Karjakin hat Material reduziert. Nach der Vertreibung des Läufers von e4 muss Carlsen jetzt überlegen, ob es möglich ist, seine Bauern am Königsflügel in Gang zu setzen. Denn hier hat er mit vier gegen zwei Bauern eine Übermacht.
 
25.Txf7 Dxf7 26.f3 Lf5
 
Karjakin stellt den Läufer auf das schöne Feld e4. Ein Turmtausch ist wahrscheinlich jetzt. Den Läufer kann Carlsen später jederzeit mit f2-f3 von e4 vertreiben.
 
24...Le4
 
Karjakin trachtet danach weiteres Material zu reduzieren. Er kann jetzt den Läufer von f4 entfernen, um einen Turm zu tauschen. Je weniger Figuren auf dem Brett, desto näher kommt er dem Remis.
 
Die Dynamik ist fast komplett aus der Stellung verschwunden. Schwarz ist jetzt in der Defensive und der Weltmeister muss einen Weg finden, diese Defensive zu durchbrechen.
 
24.Tf3
 
Die letzten Züge kamen sehr schnell. Karjakin schaltete auf Verteidigung um. Er tauschte den Springer auf c5 und versucht jetzt die Stellung auf den weißen Feldern zu blockieren. Hier hat er dank seines weißfeldrigen Läufers einen Vorteil. Allerdings hat Carlsen einen Vorteil auf den schwarzen Feldern dank seines schwarzfeldrigen Läufers.
 
20...Lxc5 21.bxc5 Te8 22.Tf4 De7 23.Dd4 Tef8
 
Karjakin muss jetzt die Drohung 21.e6 abwehren.
 
Der Weltmeister hält das Tempo. Die Überführung des Turmes nach f3 ist kritisch und setzt Schwarz unter Druck. Ein Fehler wäre jetzt das Schlagen mit der Dame auf b4, denn Weiß könnte den e-Bauern in Gang setzen.
 
20.Tf3
 
Aktuell droht Schwarz den Bauern auf b4 zu schlagen. Deswegen muss Weiß aktiv vorgehen.
 
20.Tf3 ist jetzt ein Zug, den man erwarten darf. Hier deckt der Turm das Feld f2 und Weiß bereitet den Vorstoß e6 vor.
 
Nochmal. Weiß kann jetzt nicht seinen e-Bauern vorschieben, da ihn Schwarz einfach mit dem Läufer schlagen würde. Weiß dürfte dann nicht auf e6 zurückschlagen, da der Punkt f2 ungedeckt wäre. Einen Einschlag mit der Dame auf f2 darf Weiß nicht zulassen.
 
Karjakin findet den besten Zug in dieser Stellung und stellt seine Dame aktiv auf h4 auf. Hier schaut sie auf den schwachen Punkt f2 zusammen mit dem Turm auf f7. Der Weltmeister muss jetzt Angriff und Verteidigung verbinden.
 
19...Dh4
 
Der 26-jährige Herausforderer aus Russland denkt schon über 20 Minuten nach. Im Gegensatz zu den vorherigen Partien könnte die Bedenkzeit heute eine Rolle spielen, denn die Stellung ist kompliziert. Vielleicht sehen wir die Spieler heute in Zeitnot geraten.
 
Ein weiterer Zug, der Karjakin gerade bestimmt durch den Kopf geht, ist 19...a5 mit der Idee den Springer auf c5 zu entwurzeln. Weiß hat darauf die starke Idee 20.Tf3 axb4 21.e6! in petto. Das scheint Weiß in Vorteil zu bringen.
 
Karjakin hat eine taktische Möglichkeit, um dem Vorstoß e6 den Wind aus den Segeln zu nehmen. Er kann 19...Dh4 spielen. Nach 20.e6 könnte er auf e6 mit dem Läufer schlagen und die f-Linie für den Turm auf f7 öffnen. Dieser würde mit der Dame auf h4 harmonieren und den Punkt f2 bedrohen. Das kann sich Weiß nicht erlauben. Aber wird Karjakin 19...Dh4 sehen und korrekt berechnen?
 
Weiß besitzt dagegen einen schönen Freibauer auf e5, der jetzt unter Umständen droht nach e6 vorzupreschen. Schwarz muss jetzt viele Varianten berechnen, um nicht einen Fehler zu begehen.
 
Im Gegensatz zu den Stellungen in den vorherigen Partien, in denen die Damen schnell getauscht und eher trockene Endspiele diskutiert wurden, steht heute eine sehr dynamische Stellung auf dem Brett. Schwarz besitzt das Läuferpaar, das in der Regel etwas höher eingeschätzt wird als das Paar Läufer/Springer. Strukturell darf Schwarz ebenfall zufrieden sein, denn er besitzt einen schönen Freibauern auf d5, der im Endspiel ein Faustpfand wäre.
 
19.dxe5
 
Carlsen forciert die Ereignisse und zieht seinen Springer nach e5. Das führt zum sofortigen Tausch der Springer.
 
18.Se5 Sxe5
 
Nach 18.g4 würde Schwarz den Läufer nicht zurückziehen, sondern ihn auf e4 stellen! Nach 18...Le4 19.Sxe4 dxe4 20.Txe4 Dd5 würde Schwarz einen Bauern opfern, aber sehr viel Kompensation besitzen. Ein Grund ist die geschwächte weiße Königsstellung.
 
Carlsen könnte den Läufer auf f5 mit g2-g4 angreifen und versuchen zu vertreiben. Das ist aber ein riskanter Zug, denn er würde die weiße Königsstellung empfindlich schwächen. Es ist unwahrscheinlich, dass er zu dieser Fortsetzung greift, da Königssicherheit ein sehr wichtiger Faktor im Schach ist.
 
Für Carlsen kommt jetzt in Frage seinen Plan fortzusetzen und den Turm von a3 nach e3 zu ziehen. Die weißen Türme würden dann die einzige offene Linie kontrollieren.
 
Karjakin bringt seinen weißfeldrigen Läufer ins Spiel. Idealerweise möchte er ihn in naher Zukunft auf e4 installieren.
 
17...Lf5
 
Karjakin spielte prophylaktisch den Bauern nach h6, um das Feld g5 zu kontrollieren. Carlsen reagierte schnell mit dem Turmzug nach a3. Das ist ein sehr feiner Zug, denn dieser Turm wird über die 3. Reihe ins Spiel gebracht und soll nach e3, um mit seinem Kompagnon auf e1 die e-Linie zu beherrschen.
 
16...h6 17.Ta3
 
Carlsen stellt seinen Springer auf das schöne Feld c5. Karjakin hat jetzt einige logische Möglichkeiten fortzusetzen. Er kann seinen Läufer nach f5 entwickeln, er kann über das Schlagen auf c5 nachdenken oder über einen Bauernzug wie ...h6, um das Feld g5 zu kontrollieren.
 
16.Sc5
 
Carlsen denkt wieder länger nach. Er scheint mit seiner Stellung nicht besonders zufrieden zu sein. Das überrascht ein wenig. Nach dem schnellen Start zu Beginn hatte man den Eindruck, dass er seinen Gegner in eine Vorbereitung gelockt hätte, doch jetzt wirkt er unsicher.
 
Der Springer auf e4 ist angegriffen und muss ziehen. Das Feld c5 lockt diesen Springer. Alternativ kommt der Rückzug nach g3 in Frage. Ein Angriff auf den Turm f7 mit Seg5 ist schwach, da der Springer kein Rückzugsfeld hätte und sich im gegnerischen Lager verlaufen würde.
 
Karjakin schiebt seinen d-Bauern vor und blockt den vereinzelten Bauern auf d4. Wahrscheinlich auch, weil der Vorstoß d5 ein wenig drohte.
 
15...d5
 
Das Schlagen mit dem Läufer auf f7 ist eine große Überraschung. Damit gibt der Weltmeister sein Läuferpaar ab und insbesondere seinen starken weißfeldrigen Läufer.
 
14.Lxf7+ Txf7 15.Sxe4
 
Carlsen denkt schon einige Minuten nach, obwohl das Schlagen auf e4 mit dem Springer auf d2 auf der Hand liegt. Aber wahrscheinlich denkt er schon darüber hinaus. Und vielleicht befindet er sich sogar noch in seiner Vorbereitung und versucht sich an seine Varianten zu erinnern.
 
Karjakin opfert zwischenzeitlich eine Figur, die er aber schnell wieder zurückerhalten wird. Weiß wird jetzt auf e4 schlagen und danach wird Schwarz sein Material mit der Bauerngabel ...d5 zurückgewinnen.
 
13...Sxe4
 
Andere Züge statt den genannten machen für Schwarz weniger Sinn, da Weiß sein Zentrum konsolidieren würde.
 
Karjakin entscheidet sich für den Tausch auf d4. Jetzt hat Schwarz zwei Optionen. Er kann mit 13...d5 oder vielleicht sogar mit 13...Sxe4 fortsetzen. Beide Züge zielen darauf ab das weiße Zentrum zu zerstören.
 
12...exd4 13.cxd4
 
Karjakin nimmt sich wieder viel Zeit für seinen nächsten Zug. Seine Stellung sieht sehr solide aus, ist aber nicht einfach zu spielen, da Weiß Raumvorteil hat und sehr homogen aufgestellt ist.
 
Karjakin kann jetzt versuchen Klarheit zu schaffen im Zentrum, indem er auf d4 tauscht und mit ...d5 fortsetzt. Oder er lässt es ruhiger angehen und stellt seinen Turm auf e8 auf? Sein Läufer auf c8 hat momentan kein gutes Feld, wohin man in entwickeln könnte.
 
Carlsen scheint weiter in seiner Vorbereitung zu sein, denn er hat bislang kaum Zeit verbraucht. 12.h3 ist ein typischer Zug in dieser Struktur, um das Feld g4 zu kontrollieren. Außerdem gibt es dem König ein Luftloch für die Zukunft.
 
12.h3
 
Karjakin setzt mit einem guten Zug fort. 11...c6 bereitet den Vorstoß ...d5 fort, um im Zentrum gegenzuhalten.
 
11...c6
 
Carlsen besetzt das Zentrum mit beiden Bauern und sichert sich dadurch Raumvorteil. Karjakin muss sich jetzt überlegen, wie er gegen diese Aggression vorgeht. Lässt er den Raumvorteil zu oder tauscht er vielleicht auf d4 einen Bauern und setzt mit ...d5 fort? Oder federt er die weiße Expansion mit 11...c6 ab? Er versinkt erstmal in tiefes Nachdenken.
 
11.d4
 
Magnus Carlsen eröffnet mit der ehrwürdigen Italienischen Partie, eine er ältesten Eröffnungen der Schachgeschichte. Weiß entwickelt seine Figuren auf sehr natürliche Weise und bringt seinen König schnell in Sicherheit mit der Rochade. Schwarz tut es ihm gleich.
 
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.0-0 Sf6 5.d3 0-0 6.a4 d6 7.c3 a6 8.b4 La7 9.Te1 Se7 10.Sbd2 Sg6
vor Beginn
Die Spieler sitzen am Brett, und führen ihre typischen Routinen durch vor Beginn einer Partie. Dazu gehört, dass sie die Figuren zurechtrücken und ihre Formulare beschreiben. Es geht gleich los.
vor Beginn
Wie beginnt Carlsen seine dritte Partie mit Weiß? In der ersten Partie wählte er den Doppelschritt des d-Bauern und in der dritten Partie den Doppelschritt des e-Bauern. Vielleicht wählt er heute den c-Bauern, was aber eine Überraschung wäre. Vor Beginn einer Partie bei einer WM ist das immer der spannendste Moment für alle Fans, ähnlich wie ein Start bei der Formel Eins.
vor Beginn
Bislang erweisen sich die Spieler als Konditionswunder. Im Schnitt spielten sie über fünf Stunden pro Partie und immer bis zum bitteren Ende. Es gilt zwar ein Remisverbot vor dem 30. Zug, doch bei diesen Spielern wäre das nicht notwendig. Insbesondere der Weltmeister kämpft jede Partie aus, bis absolut nichts mehr möglich ist.
vor Beginn
Nach vier umkämpften Partien steht es ausgeglichen 2:2. In den letzten zwei Partien vergab Carlsen allerdings sehr gute Chancen, um in Führung zu gehen. Karjakin ist bislang in der Defensive. Seine Verteidigung hält noch Stand, doch über zwölf Partien muss er auch aus der Deckung kommen, um den Titel an sich zu reißen.
vor Beginn
Heute findet zwischen Magnus Carlsen und Sergey Karjakin die fünfte Partie statt. Der Weltmeister führt die weißen Steine und geht als Favorit ins Rennen.
vor Beginn
Herzlich willkommen zur Schach-WM 2016 in New York.
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.O-O Sf6 5.d3 O-O 6.a4 d6 7.c3 a6 8.b4 La7 9.Te1 Se7 10.Sbd2 Sg6 11.d4 c6 12.h3 exd4 13.cxd4 Sxe4 14.Lxf7+ Txf7 15.Sxe4 d5 16.Sc5 h6 17.Ta3 Lf5 18.Se5 Sxe5 19.dxe5 Dh4 20.Tf3 Lxc5 21.bxc5 Te8 22.Tf4 De7 23.Dd4 Tef8 24.Tf3 Le4 25.Txf7 Dxf7 26.f3 Lf5 27.Kh2 Le6 28.Te2 Dg6 29.Le3 Tf7 30.Tf2 Db1 31.Tb2 Df5 32.a5 Kf8 33.Dc3 Ke8 34.Tb4 g5 35.Tb2 Kd8 36.Tf2 Kc8 37.Dd4 Dg6 38.g4 h5 39.Dd2 Tg7 40.Kg3 Tg8 41.Kg2 hxg4 42.hxg4 d4 43.Dxd4 Ld5 44.e6 Dxe6 45.Kg3 De7 46.Th2 Df7 47.f4 gxf4+ 48.Dxf4 De7 49.Th5 Tf8 50.Th7 Txf4 51.Txe7 Te4
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