Beendet
06.07.2019
1. Etappe
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Au revoir
An dieser Stelle endet unsere Berichterstattung von der 1. Etappe der Tour de France 2019. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen wird noch einmal in Brüssel gefahren, es steht ein Mannschaftszeitfahren über 27,6 Kilometer auf dem Plan. Wir melden uns spätestens gegen 14:30 Uhr, um mit unserer Live-Berichterstattung zu beginnen. Bis dahin - noch einen schönen Samstag.
Zeiten
Inzwischen wurde das Klassement sortiert. Alle vom Sturz betroffenen Fahrer - also auch Emanuel Buchmann - bekommen die Zeit der ersten Gruppe angerechnet. Damit wirkt sich dieser Zwischenfall nicht nachteilig aufs Gesamtklassement aus.
Rückstände
Übrigens umfasste die erste Gruppe 29 Fahrer. Als einziger Deutscher gehörte Andre Greipel dazu, konnte als Achtzehnter allerdings nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen. Alle anderen Deutschen wie auch der Großteil der Klassementsfahrer werden derzeit mit Rückständen geführt. Da sich der Sturz aber deutlich weniger als drei Kilometer vor dem Ziel ereignete, wird das vermutlich noch korrigiert. Zu Boden musste übrigens auch Emanuel Buchmann. Die einzige deutsche Klassementshoffnung kam letztlich mit mehr als viereinhalb Minuten Rückstand ins Ziel. Fürs Erste haben es alle 176 Fahrer über den Zielstrich geschafft. Bleibt zu hoffen, dass sich die Verletzungsfolgen im Rahmen halten.
Trikots
Auch in der Sprintwertung liegt Mike Teunissen vorn - punktgleich mit Peter Sagan. Der Etappensieg wiegt natürlich schwerer im Vergleich zum gewonnenen Zwischensprint des Slowaken. Dieser aber wird morgen dennoch das Grüne Trikot tragen, da der Niederländer schließlich in Gelb auftreten wird. Das Gepunktete Trikot liegt auf den Schultern von Greg van Avermaet. Als bester Nachwuchsfahrer wird sich Caleb Ewan in Weiß zeigen. Die Rote Startnummer verdiente sich Stephane Rossetto.
Gelb
Damit ergatterte der Niederländer bei der zweiten Teilnahme nicht nur seinen ersten Tour-Etappensieg, der 26-Jährigen bekommt zugleich noch das Gelbe Trikot als Bonus oben drauf. Welch ein Tag für Mike Teunissen - und dessen ohne Frage größter Erfolg der Karriere.
Teunissen
Nicht zu glauben! Kurz vor dem Ziel kam Dylan Groenewegen, die große Trumpfkarte von Team Jumbo-Visma, zu Fall. Und ausgerechnet dessen Mannschaftskollege holte in dieser etwas chaotischen Situation die Kohlen aus dem Feuer. So gewann Mike Teunissen etwas überraschend die 1. Etappe der diesjährigen Tour de France und stahl dem Favoriten Peter Sagan die Show.
Ziel
Früh wird der Sprint eröffnet. Auf leicht ansteigender Straße wird das zu einem wahren Kraftakt. Michael Matthews befindet sich früh im Wind. Das bessere Timing scheint Peter Sagan zu haben. Der Ex-Weltmeister liegt vorn, doch praktisch auf dem Zielstrich schiebt sich Mike Teunissen um eine Reifenbreite vorbei.
1 km
Etwa anderthalb Kilometer vorm Ziel kommt es zum Sturz. Mit Dylan Groenewegen ist auch ein Sprinter betroffen. Circa 30 Profis kommen durch und werden den Etappensieg unter sich ausmachen. Dann passieren diese bereits die Flamme Rouge.
2 km
In der Tat wagt es kein Rennfahrer mehr, dem Feld noch zu entwischen. Mit einem Höllentempo braust der große Pulk dem Ziel entgegen.
4 km
Auch Sunweb zeigt sich jetzt geballt an der Spitze. Katusha Alpecin mischt vorn mit. Dann macht Lotto Soudal einen eigenen Zug auf. Bora-Hansgrohe hält sich noch zurück.
6 km
Hektisch windet sich das Peloton durch die Straßen von Brüssel. Es geht um die besten Positionen. Bei den Jungs ganz vorn geht der Blick immer wieder zurück: Habe ich auch wirklich meinen Mann am Hinterrad?
9 km
Kurze Zeit später ist es um Stephane Rossetto geschehen. Die Flucht des Franzosen endet. Fortan jagt das große Feld geschlossen dem Ziel entgegen. Enormes Tempo soll weitere Ausreißversuche unterbinden.
10 km
Gut zehn Kilometer vor dem Ziel, stellen die Jungs von Astana den Kontakt zum Feld her. Das größte Ungemach ist für Jakob Fuglsang also abgewendet. Der Däne begibt sich jetzt in ärztliche Behandlung. In rasender Fahrt werden einige der Blessuren behandelt.
13 km
Auch Damiano Caruso findet sich in dieser kleinen Verfolgergruppe ein. Der Italiener ist also ein weiterer vom Sturz betroffener Profi und zeigt auf der linken Seite eine Menge Haut. Dort weist seine Hose ein großes Loch auf.
15 km
An der Spitze tritt Stephane Rossetto unverdrossen in die Pedale. Eine Dreiviertelminute spricht noch für den Franzosen. Die Gruppe Fuglsang fährt etwa eine halbe Minute hinter dem Hauptfeld.
17 km
Sofort lassen sich Helfer von Astana zurückfallen, um Fuglsang in Schlepptau zu nehmen. Das Trikot des Dänen ist im Bereich der rechten Schulter arg ramponiert. Und auch im Gesicht scheint der 34-Jährige etwas abbekommen zu haben. Da fließt Blut. Tony Martin ist durch den Sturz aufgehalten worden, befindet sich zusammen mit Koen de Kort in dieser Verfolgergruppe.
18 km
Im Peloton kommt es zum Sturz. Jakob Fuglsang, ein Anwärter aufs Gesamtklassement, ist involviert. Koen de Kort ist ebenfalls betroffen.
23 km
Eine gute Minute bleibt Stephane Rossetto - bei noch 20 Kilometern. Das dürfte dem Ausreißer natürlich nicht reichen. Für einen derartigen Rückstand braucht ein hart arbeitendes Hauptfeld in der Regel so um die zehn Kilometer.
25 km
Deceuninck-Quick-Step, Team Jumbo-Visma arbeiten mit jeweils einem Fahrer an der Spitze des Hauptfeldes. Danach folgte eine ganze Reihe an Männern von Lotto Soudal. Bora-Hansgrohe hält sich derzeit bedeckt.
28 km
Langsam schmilzt der Vorsprung, sinkt unter anderthalb Minuten. Hinten greift ein Mann von Deceuninck-Quick-Step in die Nachführarbeit ein. Offenbar hat Elia Viviani trotz des Defektes vorhin gute Beine und will um den Tagessieg mitkämpfen.
32 km
Natürlich tut Stephane Rossetto alles, um genau dagegen vorzugehen. Selbst das kleinste Fünkchen Hoffnung nimmt der 32-Jährige zum Anlass, um unaufhörlich zu kurbeln. Der Franzose versucht einfach sein Glück - auch wenn seine Chancen minimal sind. Aber natürlich wird auch die Rote Startnummer für den kämpferischsten Fahrer ausgelobt. Und die ist bei der Tour sehr begehrt. Dafür gibt es immerhin auch 2.000 Euro.
36 km
Insofern kontrolliert das Peloton die Situation. Auch Team Jumbo-Visma hat einen Mann nach vorn geschickt, der für Dylan Groenewegen arbeitet. Bora-Hansgrohe möchte letztlich Peter Sagan lancieren. Und das sind nur einige der geballten Sprinter-Interessen. Es schaut nach wir vor so aus, als würde es zu einer Massenankunft kommen.
41 km
Mittlerweile ist der Höhepunkt hinsichtlich des zeitlichen Vorsprungs überschritten. An die 1:50 Minuten sprachen vorübergehend für Stephane Rossetto. Jetzt geht es schon wieder in die andere Richtung. Also möchte man dem Flüchtigen wohl nicht mehr als zwei Minuten gestatten. Und dessen Ende scheint unausweichlich.
44 km
Lotto Soudal macht sich um die Nachführarbeit verdient. Das belgische Team legt sich für Caleb Ewan ins Zeug, der Australier rechnet sich bei einer eventuellen Sprintentscheidung etwas aus.
48 km
An der Spitze gibt es eine neue Trinkflasche für Stephane Rossetto. Der 32-Jährige nutzt die Übergabe aus dem Teamfahrzeug als willkommene Anschubhilfe.
52 km
Inzwischen sind das beinahe anderthalb Minuten Guthaben für Rossetto. Es bleibt abzuwarten, was das Peloton noch zulassen wird. Die Sprinterteams - allen voran Bora-Hansgrohe - werden da sicherlich ein Auge drauf haben.
56 km
Stephane Rossetto hat zunächst Erfolg. Der Ausreißer gewinnt schnell an Boden, weist jetzt bereits 50 Sekunden Vorsprung auf. Der Mann von Cofidis fährt seine erste Tour und hat darüber hinaus durchaus schon einige Tages- und sogar Rundfahrtsiege vorzuweisen. Im vergangenen Jahr beispielsweise holte er eine Etappe sowie das Bergtrikot bei der Tour of Yorkshire.
59 km
Während man im Feld so ein wenig die Zügel schleifen lässt, ergreift Stephane Rossetto die Initiative. Der Franzose von Cofidis macht sich aus dem Staub. Fürs Erste rackert sich der 32-Jährige alleine ab.
61 km
Inzwischen ist das Peloton wieder komplett beisammen. Also auch Elia Viviani und Alexander Kristoff haben den Anschluss geschafft. Und das wird sicherlich auch Enric Mas gleich gelingen, der gerade eine neue Rennmaschine bekommt.
65 km
Wir blicken noch einmal zurück auf den Zwischensprint. Hinter Peter Sagan holten Sonny Colbrelli, Greg van Avermaet, Michael Matthews, Matteo Trentin, Lukas Pöstlberger, Michal Kwiatkowski, Michael Schär, Tim Willens, Vincenzo Nibali, Luke Durbridge, Imanol Erviti, Nelson Oliveira, Dylan van Baarle und Adam Yates die weiteren Punkte.
68 km
An der Spitze des Pelotons wird jetzt nicht mehr so hart gefahren. So reduziert sich die Geschwindigkeit, was den abgehängten Fahrern eventuell die Möglichkeit eröffnet, die diversen Löcher wieder zu schließen.
69,5 km
In Les Bons Villers wird nun um die ersten Punkte fürs Grüne Trikot gekämpft. Und in der Tat lässt sich das der Favorit nicht nehmen. Peter Sagan rollt als Erster über die Linie, streicht neben den 1.500 Euro fürs Team auch 20 Punkte für die Sprintwertung ein.
70 km
In diesem Moment werden die drei Ausreißer aufgeschnupft. Darüber hinaus, schließen sich einige Teile des großen Feldes wieder zusammen.
71 km
Die drei Jungs dort vorn werden es also nicht mal bis zur Sprintwertung schaffen. Der Verfolger nähern sich mit Riesenschritten.
73 km
Gerade jetzt, wo derart heftig gebolzt wird, ereilt Elia Viviani ein Defekt. Der Italiener von Deceuninck-Quick-Step verliert damit fürs Erste den Anschluss. Darüber hinaus zerfliegt das Feld in mehrere Teile.
74 km
Bora-Hansgrohe macht jetzt Tempo. Offenbar möchte das deutsche Team Peter Sagan schon beim Zwischensprint in Position bringen. Der Slowake peilt schließlich sein siebtes Grünes Trikot an.
79 km
Noch sind es etwa zehn Kilometer bis zum Sprint. Und bereits jetzt reduziert sich der Vorsprung der Ausreißer auf unter eine Minute. Das Peloton hält die Flüchtigen inzwischen an der extrem kurzen Leine. Man möchte den Dreien nicht den Hauch einer Hoffnung geben.
82 km
Weiterhin hat das Hauptfeld alles im Griff. Derzeit sinkt der Rückstand wieder in Richtung anderthalb Minuten. Das Trio an der Spitze sieht einem vorprogrammierten Ende entgegen. Aber natürlich zeigen sich die Jungs tapfer dort vorn, erhaschen Aufmerksamkeit und stellen die Farben ihrer Teams bestens ins Kamera-Schaufenster.
85 km
Auch die Meriten von Xandro Meurisse lassen sich locker an einer Hand abzählen. Und die beschränken sich auf kleinere Rennen. Dabei bewies der Belgier durchaus Qualitäten am Berg. Der sicherlich wertvollste Erfolg gelang dem Mann von Wanty-Gobert mit dem Etappensieg bei den Vier Tagen von Dünkirchen 2016.
90 km
Während der ersten beiden Rennstunden waren die Radprofis etwas mehr als 42 Stundenkilometer schnell. Damit bewegen sich die Sportler ziemlich exakt auf dem mittleren vorausberechneten Schnitt. In der Form würde das auf eine Etappenankunft um kurz nach 17:00 Uhr hindeuten.
92 km
Natnael Berhane ist außerhalb von Afrika eher selten in Erscheinung getreten. Als Gesamtsieger der Türkei-Rundfahrt allerdings gelang dem 28-jährigen Eritreer 2013 mal ein recht großer Wurf.
95 km
Der vielleicht namhaftes Profi dort vorn ist Mads Würtz Schmidt. Der 25-jährige Däne hat sich bereits als guter Zeitfahrer erwiesen, wurde 2015 U23-Weltmeister. Für die Arbeit im Wind ist der Mann von Katusha Alpecin wie geschaffen. Als Sieger des Grand Prix Herning und Zweiter bei Rund um Köln setzte sich Würtz 2017 in Szene. Weiter große Taten blieben in den vergangenen Jahren aus.
97 km
Aktuell wächst der Vorsprung der Fluchtgruppe ein wenig an. Der Abstand bewegt sich zwischen zwei und zweieinhalb Minuten - und damit immer noch im absolut kontrollierbaren Bereich.
100 km
Einige namhafte Profis fehlen in diesem Jahr. Marcel Kittel, mit 14 Siegen bester deutscher Etappenjäger aller Zeiten, hat sich eine Auszeit genommen. Seine Zukunft als Radsportler ist ungewiss. John Degenkolb wurde nicht nominiert. Dieses Schicksal teilten überraschen auch Mark Cavendish und Philippe Gilbert. Wegen Verletzungen mussten der vierfache Toursieger Chris Froome und Tom Dumoulin passen.
105 km
Der großen Aufgabe auf den belgischen und französischen Straßen stellen sich übrigens auch vier Österreicher und vier Schweizer. Allein bei Bora-Hansgrohe fahren mit Patrick Konrad, Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger drei Männer unter rot-weiß-roter Flagge. Vierter im Bunde ist Marco Haller von Katusha Alpecin. Den eidgenössischen Beitrag leisten Mathias Frank (ag2r La Mondiale), Stefan Küng und Sebastien Reichenbach (beide Groupama-FDJ) sowie Michael Schär (CCC Team).
108 km
Unverdrossen kurbeln die drei Ausreißer an der Spitze. Aktuell beträgt der Vorsprung knapp zwei Minuten. Mit Blick auf ein Durchkommen erscheint das viel zu wenig. Immerhin darf das Trio hoffen, es vielleicht bis zum Zwischensprint zu schaffen. Und da gibt es neben den Punkten fürs Grüne Trikot auch Geld zu verdienen - 1.500 Euro für den Ersten. Und auch die anderen beiden würden etwas abbekommen - 1.000 und 500 Euro liegen noch bereit. Das ist schon eine Stange mehr, als was bei den beiden Bergwertungen heute ausgelobt wurde. Da nämlich gab es lediglich 300 bzw. 200 Euro für den Sieger.
110 km
Insgesamt stehen elf deutsche Radprofis am Start. Nach längerer Zeit ist da auch mal wieder ein Mann fürs Gesamtklassement dabei: Emanuel Buchmann, der bei Bora-Hansgrohe unter anderem auf die Unterstützung von Marcus Burghardt und Maximilian Schachmann bauen darf. Tony Martin ist für das Jumbo-Visma unterwegs, Simon Geschke für das CCC Team. Bei Sunweb fahren Nikias Arndt und Lennard Kämna. Hinzu kommen Roger Kluge (Lotto Soudal), Nils Politt, Rick Zabel (beide Katusha Alpecin) sowie Andre Greipel (Arkea-Samsic).
115 km
Neben den 18 automatisch qualifizierten UCI World Teams lud der Veranstalter ASO vier weitere Mannschaften ein. So dürfen auch Arkea-Samsic, Cofidis, Total Direct Energie und Wanty-Gobert mitmischen. Zwei der 22 Teams haben ihren Sitz in Deutschland: Sunweb und Bora-Hansgrohe.
120 km
Mads Würtz Schmidt fährt für Katusha Alpecin. Der 25-jährige Däne bestreitet seine erste Tour und setzt sich dabei gleich zu Beginn offensiv in Szene. Auch Fluchtbegleiter Xandro Meurisse (Wanty-Gobert) geht seine erste Große Schleife an. Einzig Natnael Berhane von Cofidis war 2016 schon einmal in Frankreich dabei.
130 km
Es schaut also wahrlich nicht danach aus, dass dieser Fluchtversuch ein glorreiches Ende haben wird. Das Peloton lässt die Drei an der langen Leine zappeln, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben. Gerade die Sprinterteams wollen es nicht schleifen lassen.
140 km
Greg van Avermaet ist zufrieden, der Belgier hat sein Ziel erreicht und nimmt die Beine hoch. An der Spitze schließen Berhane und Würtz Schmidt wieder zu Meurisse auf und arbeiten ab sofort als Trio zusammen - mit derzeit gut anderthalb Minuten Vorsprung.
145 km
Damit ist der Kampf ums Bergtrikot für heute entschieden. Da Greg van Avermaet die Wertung der dritten Kategorie für sich entschieden hat, geht das gepunktete Textil trotz Punktgleichheit an den Olympiasieger.
147 km
Lediglich vier Kilometer später wurde bereits die zweite und letzte Bergwertung der heutigen Etappe abgenommen. Am Bosberg war der Anstieg einen Kilometer lang - ein Berg der untersten Kategorie. Folglich gab es nur einen Punkt zu holen und den ergatterte Xandro Meurisse.
151 km
Somit bleibt den Flüchtigen fürs Erste das eine oder andere Zwischenziel. Da wäre beispielsweise das Bergtrikot. Nach 43,5 Kilometern stand die erste Bergwertung der diesjährigen Tour auf dem Programm. An der Mur de Grammont, besser bekannt als die Mauer von Geraardsbergen (Teil der Flandern-Rundfahrt), lagen für die zwei Ersten Punkte bereit. Im 1,2 Kilometer langen Anstieg setzten sich die beiden Belgier ab und machten die Sache unter sich aus. Greg van Avermat holte sich zwei Punkte, Xandro Meurisse einen Zähler.
170 km
Im großen Feld ließ man das Ganze geschehen. So gewannen die Ausreißer schnell an Vorsprung. Um die drei Minuten sammelten sich an - viel mehr aber auch nicht. Das Peloton möchte die Kontrolle behalten, um zum Etappenende nicht einen gar zu großen Rückstand aufarbeiten zu müssen.
190 km
Und wie wir das aus den vergangenen Jahren kennen, wurde gar nicht lange gefackelt. Umgehend begannen die Attacken - mit dem Ziel, eine funktionierende Fluchtgruppe zu bilden. Dabei engagierte sich zunächst Greg van Avermaet. Und der Olympiasieger inszenierte in der Tat einen erfolgreichen Fluchtversuch. Zum Belgier gesellten sich dessen Landsmann Xandro Meurisse, Natnael Berhane aus Eritrea und Mads Würtz Schmidt aus Dänemark.
Start
Pünktlich um 12:00 Uhr setzte sich das Peloton in Bewegung. Die anfangs neutralisierte Fahrt wurde noch kurz für eine feierliche Eröffnungszeremonie mit dem belgischen König Philippe gestoppt. Gegen 12:25 Uhr jedoch begann für die Sportler der Ernst des Radfahrerlebens. Es erfolgte der scharfe Start zur 106. Tour de France. Und damit nochmals herzlich willkommen!
Grand Depart
Begonnen wird heute mit einer Flachetappe in und um Brüssel. Zum zweiten Mal geht der Grand Depart (der Große Start) in Belgiens Hauptstadt über die Bühne, die insgesamt zum elften Mal Gastgeber für die Tour ist. Vor den Radprofis liegen 194,5 Kilometer - garniert mit zwei kleinen Bergwertungen und einem Zwischensprint.
Strecke
Aus Sicht der Radprofis sollten alle Vorlieben abgedeckt werden. Sieben Flach- und sieben Bergetappen stehen auf dem Plan. Hinzu kommen fünf mittelschwere Tagesabschnitte, ein Mannschafts- sowie ein Einzelzeitfahren. Das klingt nach einer fairen Aufteilung. Zu Beginn darf das nördliche Nachbarland Belgien an der Tour teilhaben. Erst während der 3. Etappe wird sich das Peloton auf französisches Terrain begeben.
Grand Boucle
Dabei wird erneut mit weit mehr als zehn Millionen Menschen gerechnet, die den 176 Fahrern vom Straßenrand aus Motivation und Unterstützung bieten. Ab heute also hält die Große Schleife wieder ganz Frankreich in Atem. Doch die 22 teilnehmenden Teams haben noch weit mehr Personal dabei. Insgesamt 450 Personen sind da involviert. Und wenn es um die gesamte Organisation geht - Werbekarawane, Medienvertreter etc. eingeschlossen - müssen wir sogar noch eine Null dran hängen. In der Summe sorgen 4.500 Menschen für das Gelingen dieser Veranstaltung.
Le Tour
Es ist wieder so weit. Wie alljährlich im Juli steht das bedeutendste Radrennen der Welt auf dem Programm. Und auch die 106. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt wird den Profis alles abverlangen. Drei Wochen wird um Ruhm und ein wenig Preisgeld gekämpft. Damit aber gehen auch eine Menge Qualen einher, die während der 21 Etappen und über die insgesamt 3.480 Kilometer zu erleiden sind.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 1. Etappe der Tour de France, die über 194,5 Kilometer rund um Brüssel führt.
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