Beendet
14.07.2019
9. Etappe
170 km
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170 km
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Au revoir
Einstweilen verabschiede ich mich, danke für die Geduld und das Interesse während der vergangenen Stunden. Morgen steigen wir wieder gegen 14:00 Uhr live ins Geschehen ein. Bis dahin - einen schönen Sonntag noch!
10. Etappe
Für morgen halten die Organisatoren eine Flachetappe über 217,5 Kilometer bereit. Zum Ende schaut das Profil in der Tat so aus. Anfangs jedoch geht es doch recht hügelig zu - mit vier Bergwertungen der beiden untersten Kategorien. Gut möglich, dass die Sprinterteams morgen wieder intensiver arbeiten, um eine Massenankunft herbeizuführen - nachdem natürlich die übliche Ausreißergruppe eingeholt wurde.
Trikots
So verteidigt Julian Alaphilippe sein Maillot Jaune ohne Mühe, liegt weiterhin 23 Sekunden vor Giulio Ciccone und 53 vor Thibaut Pinaut. In Grün bleibt Peter Sagen mit weiterhin 60 Zählern Vorsprung auf Michael Matthews. Das Bergtrikot liegt auch morgen auf den Schultern von Tim Wellens, der auf sechs Punkte Polster zum Teamkollegen Thomas De Gendt baut. Das Weiße Trikot gehört Giulio Ciccone. Trek-Segafredo bleibt das beste Team.
Ziel
Mit 16:25 Minuten Rückstand erreicht das Peloton soeben das Ziel. Das sollten fast 60 Fahrer sein.
1 km
Auch die Flamme Rouge weckt keinerlei Angriffsgelüste. Es stehen ja nicht mal mehr Punkte fürs Grüne Trikot auf dem Spiel.
2 km
Es gleicht einer Spazierfahrt, wie sich das Hauptfeld jetzt in Richtung Ziel bewegt. Da geht es recht entspannt zur Sache.
4 km
Noch immer ist das Hauptfeld nicht da. Zwischenzeitlich deutlich reduziert, schließen jetzt wieder einige Fahrer auf. Die Favoriten sind in jedem Fall alle dabei, weshalb es in den Klassements keine Veränderungen geben wird.
Fazit
Eindrucksvoll hat sich Daryl Impey den Tagessieg verdient. Mit einem wahren Bergsprint stellte der Südafrikaner den zwischenzeitlich verlorenen Anschluss zur Spitze des Rennens her, drückte in der Folge mächtig auf die Tube. Dieser Initiative war Nicolas Roche nicht gewachsen. Der Profi von Sunweb musste letztlich mit Platz sechs zufrieden sein. So bleib dem Profi von Mitchelton-Scott nur ein Konkurrent am Rad - und Tiesj Benoot hatte der Mann des Tages auf der Zielgeraden im Griff.
Ziel
Während das Hauptfeld noch zu strampeln hat, erreicht Lukas Pöstlberger als Dreizehnter das Ziel. Der vielversprechende Angriff des Oberösterreichers blieb letztlich ohne Erfolg. Wenig später überfahren auch Edvald Boasson Hagen und Tony Martin als einträchtiges Duo den Zielstrich. Damit sind alle 15 Ausreißer angekommen.
9 km
Das Peloton hat noch eine ganze Menge des Weges zu bestreiten, neun Kilometer bleiben noch. Die Attacken von Romain Bardet und Richie Porte sind letztlich verpufft. Angesichts des Profils der Schlussphase wird jetzt wohl nichts mehr passieren.
Ziel
Aus der Verfolgergruppe hat Jan Tratnik die besten Beide und sichert sich den dritten Rang. Die Franzosen gehen am Nationalfeiertag leer aus. Anthony Delaplace wird lediglich Zehnter.
Ziel
Daryl Impey gewinnt die 9. Etappe der Tour de France! Souverän distanziert der südafrikanische Meister seinen letzten verbliebenen Fluchtkollegen.
200 m
Impey fährt an der Spitze. Dahinter lauert Benoot. Dann tritt der Südafrikaner an, der Belgier versucht, diesen Angriff zu parieren, erkennt aber schnell, seine Beine sind nicht schnell genug.
1 km
Dann brausen die beiden Spitzenreiter unter dem Teufelslappen durch. Einen Kreisverkerhr gibt es jetzt noch - und noch eine Rechtskurve. Dann folgt die Zielgerade und Daryl Impey gilt nun als Favorit, er ist der bessere Sprinter.
2 km
Die Verfolger arbeiten nicht gut genug zusammen. So fahren die diese Lücke nicht mehr zu, da muss Einigkeit her. 2.000 Meter noch!
4 km
Unterdessen wird verkündet, dass Tiesj Benoot heute die Rote Startnummer des aggressivsten Fahrer des Tages bekommt. Mit seinem Konkurrenten Impey hat der Belgier etwa 15 Sekunden Vorsprung.
6 km
An der Spitze fangen Benoot und Impey bereits an, ein wenig zu taktieren. Nicolas Roche wird von der Verfolgergruppe gestellt, die nun fünf Fahrer umfasst.
8 km
Romain Bardet versucht es zumindest. Doch Team Ineos übernimmt in der Gruppe des Gelben Trikots das Kommando und fährt das Loch wieder zu.
9 km
Unterdessen befindet sich das Peloton im letzten klassifizierten Anstieg. Und jetzt macht AG2R für Romain Bardet Druck. Beim Heimspiel möchte der Franzose Boden im Gesamtklassement gut machen. Auch Richie Porte hat natürlich Nachholbedarf und ist da mit dabei. Die Favoriten müssen gar nicht direkt reagieren.
10 km
Es gibt allerdings noch einen kleinen Gegenanstieg. Und diesen nutzt jetzt Tiesj Benoot zum Angriff. Daryl Impey kontert, hält dessen Hinterrad. Bei Nicolas Roche scheint der Tank leer, der Ire von Sunweb muss sich quälen.
12 km
Neben Impey und Benoot fährt Nicolas Roche an der Spitze. Das Trio weist etwa 20 Sekunden Vorsprung auf. Dann folgen Marc Soler, Jasper Stuyven, Jan Tratnik und Oliver Naesen. Die restlichen acht ehemaligen Fluchtkollegen haben mittlerweile eine Minute Rückstand. Was geht da in der Abfahrt noch?
13 km
Daryl Impey zieht durch. Der südafrikanische Meister holt sich gar die Bergwertung der 3. Kategorie an der Cote de Saint-Just. Das gibt zwei Punkte. Die heute hier ausgelobten Bonussekunden sind für die Jungs dort vorn nicht von Interesse. Tiesj Benoot ergattert als Zweiter den anderen Zähler.
13 km
Jan Tratnik schließt zum Führungsduo auf, muss dann aber gleich wieder reißen lassen. Aus der ersten Verfolgergruppe startet Daryl Impey einen wahren Kraftakt. Mit einem unglaublichen Antritt stellt der Südafrikaner den Anschluss her.
14 km
Verbissen wird um den Tagessieg gekämpft. Nicolas Roche von Sunweb kurbelt nach Kräften. Ein Konkurrent nach dem anderen geht fliegen. Letztlich hält einzig Tiesj Benoot Schritt. Dann übernimmt der Belgier die Führung.
15 km
Jan Tratnik und Nicolas Roche schließen zu Lukas Pöstlberger auf. Der Oberösterreicher müsste jetzt dran bleiben, um dann in der Abfahrt noch eine Attacke reiten zu können.
16 km
Das Polster von Lukas Pöstlberger schmilzt, zehn Sekunden bleiben, doch inzwischen befindet man sich im Anstieg. Jetzt sind Kletterqualitäten gefragt. Damit schwinden die Chancen von Tony Martin und Edvald Boasson Hagen, dort vorn noch einmal hin zu kommen.
17 km
Nun steht die letzte Bergwertung des Tages an. Noch einmal geht es 3,6 Kilometer bergauf - mit durchschnittlich 7,2 Prozent Steigung. Auch hier handelt es sich um eine 3. Kategorie. Es gibt also zwei Punkte und 300 Euro für den Ersten.
20 km
Es bilden sich zwei Gruppen mit je sieben Fahrern. Tony Martin fährt in der zweiten - unter anderem mit Edvald Boasson Hagen. Noch gestalten sich die Abstände relativ gering. Die Fahrt führt derzeit am Flüsschen Allier entlang.
22 km
Doch noch gibt man sich nicht zufrieden. Oliver Naesen und Tiesj Benoot zerren an den Ketten, was die einstige Ausreißergruppe völlig zerfliegen lässt.
24 km
Durch den Antritt in der Verfolgergruppe schmilzt der Vorsprung des Einzelgängers vorübergehend. Doch da der Antritt von Soler keine nachhaltige Wirkung erzielt, geht jetzt wieder das Tempo runter.
26 km
Eine Dreiviertelminute holt Pöstlberger raus. In diesem Bereich pegelt sich der Abstand jetzt ein. Unter der Verfolgern fehlt ein wenig die Einigkeit. Daher versucht es Marc Soler auf eigene Faust.
30 km
So fährt Pöstlberger 40 Sekunden voraus. Das Feld liegt inzwischen beinahe 13 Minuten zurück. Dort hinten stellt sich nur die Frage, ob einer der Klassementsfahrer am letzten Berg etwas versuchen wird, um ein wenig Zeit gut zu machen.
34 km
Lukas Pöstlberger wittert seine Chance. Der Oberösterreicher fährt seine zweite Tour, war auch bei den anderen beiden großen dreiwöchigen Landesrundfahrten schon dabei und holte 2017 beim Giro einen Etappensieg. Der zweifache österreichische Meister liegt nun bereits mehr als eine halbe Minute vorn.
38 km
Mit Ausnahme von Pöstlberger fahren die anderen Ausreißer inzwischen in der Tat wieder zusammen. Der nun alleinige Spitzenreiter ist um 20 Sekunden enteilt und fährt nach wie vor richtig stark den Berg hinunter.
42 km
Letztlich wartet der Österreicher von Bora-Hansgrohe - nur um in der nun anstehenden Abfahrt den Kollegen wieder davonzubrausen. Normalerweise aber rollt auf solche Bergabfahrten in der Regel alles wieder zusammen.
45 km
Lukas Pöstlberger sprengt die Gruppe. Tiesj Benoot setzt dem Österreicher nach einiger Zeit hinterher. An die Fersen des Belgiers heften sich weitere Profis. Edvald Boasson Hagen allerdings bekommt Probleme.
50 km
Nun steht noch ein weiterer Hügel des Zentralmassivs an. Klassifiziert ist dieser nicht. Dennoch versuchen einige Fahrer, diesen Anstieg für sich zu nutzen.
57 km
Nach wie vor gestaltet sich das Polster der Spitzengruppe überaus üppig. Soeben rollt das Peloton über die Bergwertung - mit den üblichen zehneinhalb Minuten Rückstand. Noch immer sind keinerlei Interessen zu erkennen, diesen zu reduzieren. Und Deceuninck-Quick-Step ist einfach nur bestrebt, die Situation zu kontrollieren.
60 km
Eine Vorentscheidung bleibt erst einmal aus. Die 15 Ausreißer fahren jetzt wieder vereint. Somit müssen die Versuche, die guten Sprinter Edvald Boasson Hagen oder Jasper Stuyven zu eliminieren, bis zur letzten Bergwertung warten.
63 km
Auf den zwei folgenden Kilometern geht es weiter bergauf - bis zum höchsten Punkt des Tages in La Chaise-Dieu auf 1.060 Metern. Diese Topografie wollen jetzt einige der Flüchtigen nutzen, um in der Gruppe eine Auslese zu inszenieren. Simon Clarke und Jan Tratnik werden aktiv.
64,5 km
So machen die Entflohenen die Bergwertung der 3. Kategorie an der Cote des Guillaumanches unter sich aus. Daryl Impey rollt als Erster über den Strich, sichert Mitchelton-Scott 300 Euro und sich zwei Punkte. Der andere Zähler geht an Tiesj Bennot. Letztgenannter Belgier ist Gesamtachter im Kampf ums Bergtrikot.
66 km
Erstaunlich, wie konstant der Abstand über einen so langen Zeitraum bleibt. Dauerhaft liegt der etwas über zehn Minuten - und das gefühlt seit Stunden. Für die Ausreißer schaut das richtig gut aus.
67 km
Eine der größten Hoffnungen der Franzosen vor jeder Tour de France ist Romain Bardet. Der 28-Jährige bestreitet seine siebte Grande Boucle. 2016 (2.) und 2017 (3.) stand Bardet in Paris auf dem Podium. In diesem Jahr leistete sich der Mann von AG2R bereits die eine oder andere Schwäche, liegt als 23. schon 3:20 Minuten zurück. Heute nun bewegt sich der Tour-Tross in dessen Heimatregion. Bardet wurde im Zielort Brioude geboren.
71 km
Nun steht die zweite Bergprüfung des Tages an. Der 7,8 Kilometer lange Anstieg zur Cote des Guillaumanches ist im Schnitt 4,1 Prozent steil. Den Organisatoren reicht das nur für eine 3. Kategorie, was dem Sieger oben gerade zwei Punkte und 300 Euro bringt.
74 km
Angesichts von noch immer zehn Minuten Vorsprung wächst die Wahrscheinlichkeit, dass der heutige Etappensieger in der 15-köpfigen Fluchtgruppe zu suchen ist. Hinten im Feld werden keine Anstalten gemacht. Deceuninck-Quick-Step kontrolliert das Geschehen - mehr passiert nicht.
78 km
Alle Flüchtigen bekommen Punkte ab. Konkret sieht die Verteilung so aus: Daryl Impey (13), Tiesj Benoot (11), Jesus Herrada (10), Nicolas Roche (9), Simon Clarke (8), Lukas Pöstlberger (7), Oliver Naesen (6), Tony Martin (5), Jan Tratnik (4), Ivan Garcia Cortina (3), Romain Sicard (2) und Marc Soler (1). Fürs Hauptfeld bleibt nichts mehr übrig.
78,5 km
Edvald Boasson Hagen zeigt die größte Initiative und holt sich diese Sprintwertung, ergattert die 20 Punkte vor Jasper Stuyven (17) und Anthony Delaplace (15).
81 km
In Kürze erreichen die Ausreißer den Zwischensprit in Arlanc. Jasper Stuyven ist als Neunter im Kampf um Grün am Besten platziert. Dem Belgier fehlen allerdings 135 Punkte zu Peter Sagan. Daher spielt für die Fahrer sicherlich auch das Geld eine Rolle. Für die Mannschaftskassen liegen 1.500, 1.000 und 500 Euro bereit.
85 km
Während der zweiten Rennstunde legten die Jungs an der Spitze 39,4 Kilometer zurück. Damit ist man über die bisherige Gesamtdistanz jetzt nur noch im Schnitt 40,25 Stundenkilometer schnell und bewegt sich damit auf der langsamsten Zielvorgabe - mit einer Ankunft gegen 17:40 Uhr.
90 km
So deutlich wie die heutigen Ausreißer ist im Verlauf dieser Großen Schleife noch keine Fluchtgruppe dem Hauptfeld entkommen. Im Maximum wurden 10:39 Minuten vermessen.
93 km
Seit vielen Kilometern pegelt sich der Abstand bei zehneinhalb Minuten ein. Mehr möchte Deceuninck-Quick-Step den Ausreißern nicht zugestehen. Damit hätte Julian Alaphilippe sein Gelbes Trikot weiterhin sicher. Zur Erinnerung: Nicolas Roche liegt als bester Ausreißer im Gesamtklassement 23:14 Minuten zurück. So weit werden die Flüchtigen natürlich nicht weg gelassen.
97 km
Jetzt rollt die Spitzengruppe durch Craponne-sur-Arzon. Das ist eine der unzähligen kleinen Gemeinden, die im Rahmen der Tour de France öffentlichkeitswirksam ins Bild gesetzt werden. Viele der etwa 2.000 Einwohner und sicherlich auch der Sonntagsbesuch stehen an der Straße und jubeln den Radsportlern zu.
99 km
Heute ist das Peloton in drei Departements unterwegs. Der Startort Saint-Etienne befindet sich in Loire. Die Fahrt führt in weitgehend westlicher Richtung durch Haute-Loire und Puy-de-Dome. Letzten Endes ist es dann das Departement Haute-Loire, wo die Etappe in Brioude ihr Ziel findet.
103 km
Aufgegeben hat Rui Costa längst. Mit lockerem Tritt lässt sich der Portugiese soeben vom Hauptfeld schlucken. Der Abstand zur Ausreißergruppe bewegt sich stabil bei zehneinhalb Minuten.
105 km
Neben dem Gelben Alaphilippe, der 23 Sekunden Vorsprung auf Giulio Ciccone aufweist, haben wir erwartungsgemäß den Grünen Peter. Sagan hat sich inzwischen ein Polster von 60 Zählern erarbeitet, punktete regelmäßig und baute den Abstand kontinuierlich aus. Und da heute maximal 50 Punkte zu holen sind, bleibt das Sprintertrikot in jedem Fall auf den Schultern des Slowaken. In der Bergwertung gibt Lotto Soudal den Ton an. Tim Wellens weist sechs Punkte Abstand zum Teamkollegen Thomas de Gendt auf, der gestern fleißig alle Bergpreise einsammelte. Das Weiße Trikot ist Giulio Ciccone verblieben. Die Rote Startnummer trägt der gestern so angriffslustige Thomas De Gendt. Und das beste Team ist weiterhin Trek-Segafredo.
110 km
Emanuel Buchmann erreichte gestern mit der Gruppe der großen Namen das Ziel und ist damit nun in den Top 10 angekommen. Als Zehnter weist der 26-Jährige 1:45 Minuten Rückstand zum Maillot Jaune auf. Der Ravensburger ist der einzige der noch immer elf Deutschen, der sich im Gesamtklassement etwas ausrechnet. Alle anderen liegen bereits zu weit zurück. Und auch wenn Maximilian Schachmann Fünfter bei den Nachwuchsfahrern ist, mehr als 20 Minuten Rückstand auf Giulio Ciccone zeigen, dass es da keinerlei Ambitionen gibt. Das gilt so für alle weiteren Landsmänner und alle Trikotwertungen.
115 km
Im Peloton fühlt sich das Team des Gelben Trikots in der Pflicht. Deceuninck-Quick-Step macht die Führungsarbeit, ohne dabei richtig Druck auszuüben. Auch deshalb wächst der Abstand zur Spitze immer weiter an - auf zehneinhalb Minuten. Fünf Männer dieser Mannschaft betätigen sich da, direkt danach folgt das Maillot Jaune von Julian Alaphilippe.
118 km
Aufgrund von inzwischen zehn Minuten Vorsprung ist nun klar, die 15 Jungs dort vorn werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Und personellen Zuwachs dürfte es nicht mehr geben. Rui Costa hängt fünf Minuten zurück, strampelt da auf verlorenem Posten und wird in absehbarer Zeit vom Hauptfeld geschluckt.
121 km
Der Vollständigkeit halber seien auch noch einmal die Kollegen Tiesj Benoot (Lotto-Soudal), Lukas Pöstlberger (Bora-Hansgrohe), Tony Martin (Jumbo-Visma) und Marc Soler (Movistar) genannt. Am Nationalfeiertag sind die Franzosen (Sicard, Delaplace) mit zwei Fahrern etwas dürftig vertreten.
123 km
Nun widmen wir uns der Zusammensetzung der Ausreißergruppe. Zu erwähnen wäre, dass mit Nicolas Roche natürlich auch ein Mann vom zweiten deutschen Team Sunweb zugegen ist. Bahrain-Merida zeigt sich mit Ivan Garcia Cortina und Jan Tratnik sogar doppelt vertreten. Noch nicht genannt haben wir ferner Oliver Naesen (AG2R), Simon Clarke (EF Education First), Jasper Stuyven (Trek-Segafredo), Jesus Herrada (Cofidis), Romain Sicard (Total Direct Energie), Daryl Impey (Mitchelton-Scott), Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) und Anthony Delaplace (Arkea-Samsic).
126 km
Während der ersten Rennstunde legten die Spitzenreiter 41,1 Kilometer zurück. Mit Blick auf den Zeitplan liegt das so ziemlich genau zwischen dem mittleren und dem langsamsten vorausberechneten Schnitt. Aktuell müssen wir demnach mit einer Zielankunft um kurz nach 17:30 Uhr rechnen.
129 km
Neun Minuten nach der Kopfgruppe überquert das Peloton die Mur d'Aurec-sur-Loire. Dazwischen kämpft noch immer Rui Costa. Und der Portugiese ackert offenbar vergeblich. Bis auf eine halbe Minute war der 32-Jährige vorn dran, nun aber wächst der Abstand wieder an. Das scheint ein aussichtsloses Unterfangen zu sein.
132 km
Den Kampf ums Bergtrikot können wir damit für heute beenden, denn es bleiben nun noch maximal vier Zähler zu holen. Damit wird Tim Wellens sein gepunktetes Textil behalten. Bester unter den Ausreißern ist jetzt Tiesj Benoot - und der hat 33 Zähler Rückstand.
133 km
Auf dem Gipfel der 1. Kategorie gehen die weiteren Punkte an Anthony Delaplace (8), Daryl Impey (6), Romain Sicard (4), Jesus Herrada (2) und Nicolas Roche (1). Einige der Fluchtkollegen mussten etwas reißen lassen.
134 km
An der ersten Bergwertung des Tages setzt sich Lotto Soudal wieder stark in Szene. Die beiden Führenden im Kampf ums Bergtrikot sind zwar nicht dabei, doch Tiesj Benoot hält den Teamkollegen den Rücken frei, staubt die zehn Punkte ab und nimmt an der Mur d'Aurec-sur-Loire nebenbei noch 650 Euro mit.
135 km
Marc Soler schafft in diesem Moment den Anschluss und ist damit der 15. Fahrer in der Ausreißergruppe. Nun ringt einzig noch Rui Costa um Kontakt. Der Portugiese vom Team Emirates muss aber noch eine knappe Minute wett machen.
137 km
Nun steht bereits die erste Bergwertung auf dem Programm. Die Führenden begeben sich in den 3,2 Kilometer langen Anstieg zur Mur d'Aurec-sur-Loire. Im Schnitt ist die Straße dort hoch elf Prozent steil, doch es warten auch Abschnitte mit bis zu 19 Prozent. Oben locken für den Ersten zehn Punkte und 650 Euro. Auch die Mannschaftskassen des Zweiten (400 Euro) und des Dritten (150) werden Zuwachs bekommen.
142 km
Unter den Flüchtigen befindet sich mit dem Österreicher Lukas Pöstlberger auch ein Mann von Bora-Hansgrohe. Die Gruppe hat sich inzwischen einen Vorsprung von mehr als sechs Minuten erarbeitet. Zwei Männer befinden sich noch auf der Verfolgung der Spitzenreiter.
150 km
Ab sofort sind wir live beim Geschehen dabei. Zu den Ausreißern gehört ferner auch ein Deutscher. Offenbar bekam Tony Martin heute von seinem Team Jumbo-Visma freie Fahrt. Der Zeitfahrspezialist zeigte sich in der ersten Tour-Woche extrem fleißig, bolzte massiv Kilometer an der Spitze des Hauptfeldes und verrichtete so viel bärenstarke Arbeit. Belohnt wurde das mit drei Etappensiegen für seine Mannschaft. Heute nun darf Martin mal auf eigene Rechnung fahren.
157 km
Weitere Angriffe blieben natürlich nicht aus. Und so bildete sich eine 14-köpfige Fluchtgruppe. Und da hier mit Nicolas Roche der Beste im Gesamtklassement bereits mehr als 23 Minuten Rückstand aufweist und auch sonst die Zusammensetzung passt, fand sich man sich im Peloton mit der Situation ab, nahm die Beine hoch und ließ die Hasardeure gewähren.
163 km
Dann erschütterte ein schwerer Sturz das Geschehen des Tages. Alessandro de Marchi, gestern noch eifriger Mitstreiter in der Spitzengruppe, knallte ganz böse auf den Asphalt und war nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft zu erheben. Der Italiener musste auf der Straße medizinisch versorgt werden und wurde schließlich mit einem Krankenwagen abtransportiert. Genaueres zum Gesundheitszustand ist derzeit nicht bekannt. Wir wünschen von dieser Stelle schon einmal gute Besserung!
168 km
Natürlich dauerte es wieder nicht lange, bis erste Attacken gefahren wurden. Nils Politt zeigte sich da besonders aktiv. Der Mann von Katusha-Alpecin war zunächst auf sich allein gestellt. Dann erhielt der Deutsche Gesellschaft von Tim Wellens, Wout van Aert und Rui Costa. Mit dieser Besetzung der Fluchtgruppe jedoch wollte sich das Hauptfeld nicht arrangieren. Die Ausreißer wurden gestellt.
Start
Um 13:05 Uhr setzte sich das Fahrerfeld der noch 172 Profis heute in Bewegung. Etwa 20 Minuten rollte das Peloton neutralisiert durch die Straßen von Saint-Etienne, das zum 26. Mal Etappenort der Frankreich-Rundfahrt war. Danach erfolgte der scharfe Start.
Rückblick
Gestern kam mit Thomas De Gendt einer der Ausreißer durch und holte sich den Etappensieg in Saint-Etienne. Dahinter setzten sich die Franzosen Thibaut Pinot und Julian Alaphilippe am letzten Berg von den Konkurrenten ab. Letzterer holte sich damit rechtzeitig vor dem Nationalfeiertag das Gelbe Trikot von Guilio Ciccone zurück. Die Gruppe der Tourfavoriten folgte 20 Sekunden später. Dort war auch Titelverteidiger Geraint Thomas dabei, der vor dem Schlussanstieg in einen Sturz verwickelt war und danach Schadensbegrenzung betrieb. Dagegen verabschiedete sich Vincenzo Nibali mit deutlichem Rückstand aus dem Kampf um eine vordere Platzierung im Gesamtklassement.
9. Etappe
Für die reinen Sprinter ist das Terrain der Etappe - vor allem auch zum Ende hin - nichts. Vielleicht bekommen Ausreißer wieder ihre Chance. Drei klassifizierte Berge sind heute zu bewältigen, der erste nach 36,5 Kilometern ist einer der 1. Kategorie - bis zu saftige 19 Prozent steil. Nach dem Zwischensprint in Arlanc folgen auf dem zweite Teil der Tagesdistanz noch zwei Anstiege der 3. Kategorie, der letzte an der Cote de Saint-Just 13 Kilometer vor dem Ziel lockt zusätzlich mit Bonussekunden.
14 Juillet
Vive la France! Am französischen Nationalfeiertag ist den Radprofis nicht zum Feiern zumute, die Ritter der Landstraße müssen am 14. Juli wie eh und je arbeiten - und heute über hügelige 170,5 Kilometer von Saint-Etienne nach Brioude strampeln. Dennoch ist dieser Tag im Kalender der Tour immer etwas besonders - vor allem für die Franzosen, die noch intensiver als sonst um den Tagessieg ringen.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 9. Etappe der Tour de France, die über 170,5 Kilometer von Saint-Étienne nach Brioude führt.
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