Beendet
17.09.2020
18. Etappe
175 km
0 km
175 km
HC
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S
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Au revoir
Für heute soll es das von der Tour de France gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Selbstverständlich sind wir auch morgen wieder zur Stelle, dann erwartet uns vor dem großen Showdown am Samstag noch eine Flachetappe. Gegen 15:00 Uhr gehen wir auf Sendung. Bis dahin! Und einen schönen Tag noch!
Trikots
Folglich verteidigt Primoz Roglic das Maillot Jaune, wird voraussichtlich 57 Sekunden mit ins Zeitfahren nehmen. Sein slowenischer Landsmann und Verfolger bleibt klar in Weiß, wird dieses Trikot morgen auch tragen, denn das Bergtrikot musste er an Richard Carapaz abtreten. Für den Ecuadorianer sprechen allerdings lediglich zwei Punkte. Damit wird voraussichtlich die Bergwertung im Ziel des Zeitfahrens über dieses Trikot entscheiden. Und da haben die beiden Slowenen gute Karten. Grün bleibt bei Sam Bennett, so er denn im Gruppetto das Ziel erreicht. Die Rote Startnummer des kämpferischsten Fahrers geht mal wieder an Marc Hirschi.
Fazit
Eindrucksvoll schlägt Ineos zurück. Nach dem Ausstieg des Titelverteidigers Egan Bernal fahren dessen Teamkollegen befreit auf. Als die letzten beiden der einstigen Spitzengruppe zogen es Michal Kwiatkowski und Richard Carapaz bis zum Ende durch. Und da der Pole über den Tag viel für den Ecuadorianer arbeitete und diesem ins Bergtrikot verhalf, durfte der 30-Jährige seine erste Tour-Etappe gewinnen. Knappe zwei Minuten dahinter rollte Wout Van Aert über den Strich. In dieser Gruppe befanden sich auch die Top 4 des Gesamtklassements. Dagegen fehlten aus den Top 10 Adam Yates, Rigoberto Uran und Alejandro Valverde.
Ziel
Aus der Verfolgergruppe soll Wout Van Aert die Bonussekunden einkassieren. Der Belgier löst diese Aufgabe souverän und wird Dritter.
Ziel
Tatsächlich rollen die beiden Ineos-Kameraden Arm in Arm über den Zielstrich. Ein Sieger wird aber natürlich dennoch gekürt. Und Michal Kwiatkowski hat das Rad dabei leicht vorn, wird für seine Arbeit über den ganzen Tag belohnt.
1 km
Unterdessen fahren die Ausreißer unter der Flamme Rouge hindurch. Den letzten Kilometer können die beiden genießen. Vermutlich wird das derjenige mehr tun, der als Etappensieger auserkoren wurde. Die wissen das mit Sicherheit schon.
3 km
Wout Van Aert kehrt in genannte Gruppe zurück - ein weiterer Helfer für Primoz Roglic.
5 km
Sonderlich viel Spannung herrscht an der Spitze nicht, da es sich um Teamkollegen handelt. Noch sprechen gut drei Minuten für die beiden, was natürlich reicht.
6 km
Adam Yates und Rigoberto Uran sind deutlich distanziert. Beide verlieren heute vermutlich um die drei Minuten - und zwar auf die Gruppe des Gelben Trikots.
8 km
Unterdessen hat das Ineos-Duo den Hügel erklommen und befindet sich nun bereits auf der Abfahrt ins Ziel. Wie wird das Team entscheiden? Wer darf die Etappe gewinnen?
9 km
Damit sind jetzt nur noch zwei Flüchtige voraus, was zur Folge hat, dass es für die Gruppe im Ziel noch um vier Bonifikationssekunden geht.
10 km
Diese Arbeit jedoch zahlt sich doch nicht aus, denn zumindest Richie Porte schafft jetzt wieder den Anschluss - mit Tom Dumoulin und Damiano Caruso. Und die Favoritengruppe holt kurz darauf Marc Hirschi ein.
11 km
Nach wie vor leistet Pello Bilbao enorme Arbeit. Und der Spanier gehörte zu den Ausreißern, hatte da einiges an Kraft gelassen. So hält er die Gruppe des Gelben Trikots enorm klein. Sieben Leute sind das.
13 km
Pello Bilbao hat sich in die Gruppe der Favoriten zurückfallen lassen, um dort seinem Kapitän Mikel Landa zu helfen. Bahrain-McLaren ist interessiert, Richie Porte nicht mehr herankommen zu lassen. Das ist der Kampf um Platz 4 im Gesamtklassement.
14 km
Nochmals steht den Pedaleuren ein Berg im Weg. Allerdings ist der Col des Fleuries nicht kategorisiert. Der Anstieg ist etwa fünf Kilometer lang und weist maximal fünf Prozent Steigung auf.
18 km
Der Ausreißversuch von Mikel Landa wurde übrigens am letzten Berg vereitelt. Der Baske fährt wieder bei Primoz Roglic. Dort rollen zudem Tadej Pogacar, Miguel Angel Lopez, Enric Mas und Sepp Kuss. Sechs Fahrer sind dort zusammen unterwegs.
21 km
Den Tagessieg machen die beiden Jungs von Ineos unter sich aus. Da ihre beiden als Solisten fahrenden Verfolger nicht mehr die Beine haben, den Anschluss noch einmal zu finden. Und die Gruppe des Gelben liegt dafür viel zu weit zurück.
24 km
Richard Carapaz wird das Bergtrikot dennoch übernehmen. Doch für den Ecuadorianer sprechen lediglich zwei Punkte gegenüber Pogacar, sieben sind es auf Roglic. Das dürfte zu wenig sein. Wir haben tatsächlich die Situation, dass die gepunktete Trikotage voraussichtlich im Ziel des Zeitfahrens endgültig vergeben wird.
26 km
Das Ineos-Duo fährt anderthalb Minuten vorneweg. Dann folgt Pello Bilbao. Drei Minuten Rückstand weist Marc Hirschi auf. Fünf Minuten hinter der Spitze liegt jetzt die Gruppe des Gelben Trikots.
27 km
Auf dem unbefestigten Abschnitt erleidet Richie Porte einen Reifenschaden. Zunächst fährt der Australier weiter, verliert aber den Anschluss.
28 km
Damit holen sich die Slowenen tatsächlich auch noch Bergpunkte und wir müssen unsere Rechnung bezüglich des Gepunkteten Trikots noch einmal ganz neu überdenken.
29 km
Die Favoritengruppe befindet sich noch im Anstieg. Enric Mas hat eben eine allerdings etwas zaghafte Attacke geritten. Jetzt tritt Tadej Pogacar an. Bei diesem zeigt sich sofort Primoz Roglic auf der Höhe und geht mit.
30 km
Die weiteren Punkte an der Bergwertung gehen an Pello Bilbao (12), Marc Hirschi (10) und Carlos Verona (8).
31 km
Direkt nach dem Gipfel folgt die unbefestigte Straße, die zum Teil noch weiter in die Höhe führt. Bleibt zu hoffen, dass die Fahrt darüber ohne Defekte vonstatten geht.
31,5 km
Erwartungsgemäß holt sich Richard Carapaz die Bergwertung auf dem Montee du Plateau des Glieres. Satte 20 Zähler bringen den Ecuadorianer ins Bergtrikot. Die 800 Euro sowie die acht Bonussekungen nimmt der Giro-Sieger so nebenbei mit. Zweiter wird Teamkollege Michal Kwiatkowski, was dem Polen 15 Punkte und weitere 450 Euro für Ineos bringt.
32 km
In der Gruppe des Gelben Trikots fahren allenfalls noch zehn Profis - welch gnadenlose Auslese. Auch Rigoberto Uran hat massive Schwierigkeiten.
33 km
Mikel Landa hat seinen Helfer verschlissen und muss es nun allein richten. Eine halbe Minute spricht bereits für den Basken. Unterdessen wird die Gruppe des Gelben Trikots immer kleiner. Alejandro Valverde und Adam Yates verlieren den Anschluss.
34 km
An der Spitze geht Pello Bilbao der Sprit aus. So brausen die beiden Ineos-Jungs auf und davon. Ein Doppelsieg der Mannschaft des gescheiterten Titelverteidigers Egan Bernal liegt in der Luft.
35 km
Im Peloton gibt es Bewegung. Jetzt schalten sich andere Mannschaften ein. Das Tempo zieht an. Ein Mann von Movistar zeigt sich vorn. Auch Trek-Segafredo ergreift die Initiative. Und dann setzt sich Wout Poels mit seinem Bahrain-McLaren-Kapitän Mikel Landa ab.
36 km
Als zusätzliche Schwierigkeit wird den Radprofis nach der Bergwertung eine 1,8 Kilometer lange unbefestigte Straße zugemutet.
37,5 km
In L'Essert beginnt der Anstieg zum letzten Berg des Tages. Auf sechs Kilometern ist der Montee du Plateau des Gileres im Schnitt stramme 11.2 Prozent steil. An der heftigsten Stelle sind es 15. Auf dem Gipfel der Ehrenkategorie locken zudem letztmals bei dieser Tour Bonussekunden. Dafür allerdings interessieren sich die drei Jungs dort vorn nicht.
45 km
Und so brausen die Fahrer zu Tal. Hirschi scheint in der Abfahrt tatsächlich nicht mehr den Schneid zu haben, um voll reinzuhalten. Der Sturz zeigt so oder so Nachwirkungen.
50 km
Unverändert gestaltet sich die Tendenz bei den Abständen, was immer mehr für das Trio an der Spitze spricht. Marc Hirschi liegt nun 1:15 Minuten zurück, die Verfolger mehr als fünf und das Peloton fast neun Minuten.
57,5 km
Knapp eine Minute verstreicht, dann bekommt Marc Hirschi immerhin noch drei Zähler. Mit weiterem Abstand streicht Nicolas Edet zwei Punkte ein. Aus der Verfolgergruppe holt Thomas De Gendt den übrigen Punkt.
57,5 km
Ohne Gegenwehr nimmt Richard Carapaz auf dem Col des Aravis die zehn Punkte und 650 Euro mit. Für Pello Bilbao gibt es acht Zähler und 400 Euro. Michal Kwiatkowski kassiert sechs Punkte und 150 Euro.
59 km
Das verbliebene Trio ganz vorn gewinnt an Vorsprung - und zwar auf alle Verfolger. Für Marc Hirschi scheint es ein aussichtsloses Unterfangen zu sein, dort noch einmal heranzukommen. Auf jeden Fall wird er das bis zur Bergwertung nicht schaffen.
61 km
Im Peloton besteht kein Interesse am Tagessieg. Auf 7:30 Minuten hat man die Spitzengruppe enteilen lassen. Und da sich im Hauptfeld keine weitere Mannschaft an der Arbeit beteiligt, Jumbo-Visma alles allein kontrolliert, steigen die Chancen der flüchtigen Fahrer deutlich.
62 km
Unterdessen liegt die Verfolgergruppe mit Simon Geschke mittlerweile dreieinhalb Minuten zurück. Das scheint nicht zu funktionieren für die zehn Fahrer, die dort unterwegs sind.
63 km
Schnell verliert Nicolas Edet wieder den Anschluss. So früh am Berg - vermutlich wird der Franzose jetzt nicht mehr zurückkommen. Dafür holt Marc Hirschi auf, reduziert den Rückstand auf eine halbe Minute.
64 km
Jetzt beginnt die Kraxelei auf den nächsten Berg. Knapp sieben Kilometer führt die Straße hinauf zum Col des Aravis mit einer Steigung von durchschnittlich sieben Prozent. Nochmals geht es auf knapp 1.500 Meter in die Höhe.
66 km
Vorn sind die beiden Ineos-Leute natürlich interessiert, Hirschi auf Distanz zu halten. Sollte das Bestand haben, müssten wir unsere Rechnung in Sachen Bergtrikot noch einmal neu aufmachen - dann für den Ecuadorianer.
69 km
Nun haben die Ausreißer die Abfahrt hinter sich gebracht. Hirschi hat das Loch nicht schließen können, hetzt seinen einstigen Fluchtbegleitern noch immer hinterher. Der Abstand bewegt sich stabil bei 45 Sekunden. Kostet den Schweizer dieser Sturz das Bergtrikot?
72 km
In der Abfahrt fährt Nicolas Edet wieder zur Kopfgruppe auf, wo wir nun wieder ein Quartett haben. Marc Hirschi jedoch fehlt immer noch. Entweder hat der Sturz dem Schweizer mental ein wenig den Zahn gezogen. Vielleicht plagen ihn auch die Schmerzen. Oder das Rad rollt nicht mehr optimal, schließlich ist links der Bremsgriff verbogen.
76 km
Gut eine halbe Minute liegt Hirschi nun hinter den drei Jungs dort vorn. Die Verfolgergruppe weist noch mehr als eine weitere Minute Rückstand auf. Das Defizit des Peloton bewegt sich in Richtung sechs Minuten.
80 km
Über 15 Kilometer führt die Abfahrt nun hinunter nach Flumet. Und dabei kommt Marc Hirschi zu Sturz, weil ihm in einer Linkskurve das Vorderrad wegrutscht. Der Schweizer springt schnell wieder auf, schnappt sich sein Rad, richtet es und schwingt sich wieder in den Sattel.
84 km
Welch clevere Attacke von Richard Carapaz! An einem Kreisverkehr fährt der Ecuadorianer links herum und versucht, Marc Hirschi zu überraschen. Doch der Weg zur Bergwertung ist noch zu lang. Der Schweizer setzt nach - und hat am Ende erneut die besseren Beine. Fünf Punkte und 500 Euro nimmt der Berner mit. Carapaz bleiben drei Zähler und 250 Euro. Dahinter sortieren sich Pello Bilbao (2) und Michal Kwiatkowski (1) ein.
85 km
Lange überlässt Ineos den Fluchtbegleitern die Initiative nicht. Kwiatkowski spannt sich wieder davor und führt das Quartett zum Col des Saisies auf 1.650 Meter hinauf.
86 km
Nun geht Michal Kwiatkowski mal aus der Führung, sucht wenig später das Hinterrad seines Mannschaftskameraden. Jetzt sollen die anderen mal etwas tun.
86 km
Jetzt bekommt Nicolas Edet Probleme, muss die Spitzengruppe ziehen lassen.
87 km
Während die Jungs dort vorn noch gemeinsame Sache machen, fällt die Verfolgergruppe auseinander. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, die Qualitätsunterschiede am Berg sind deutlich. Sieben Radprofis sind hier verbleiben, Simon Geschke ist nach wie vor dabei.
88 km
In der Kopfgruppe kurbelt Michal Kwiatkowski eifrig an der Spitze. Der Ineos-Fahrer arbeitet für seinen Teamkollegen Richard Carapaz. Die drei Fluchtbegleiter Marci Hirschi (Sunweb), Nicolas Edet (Cofidis) und Pello Bolbao (Bahrain-McLaren) müssen allein klar kommen.
91 km
In der ersten Verfolgergruppe, die gut eine Minute hinter der Spitze fährt, ist dann noch Damiano Caruso unterwegs. Der Italiener ist als Gesamtzwölfter deutlich näher an einer Top-10-Platzierung dran - nämlich ziemlich genau drei Minuten.
93 km
Richard Carapaz ist zugleich der bestplatzierte der Ausreißer im Gesamtklassement. Der Giro-Sieger des letzten Jahres hat knapp 20 Minuten Rückstand, ist damit Dreizehnter. Die Lücke zu den Top 10 ist allerdings mehr als zehn Minuten groß.
95 km
Noch einmal zurück zum Bergtrikot. Marc Hirschi weist aktuell 43 Punkte auf. Sollte der Schweizer alle weiteren Bergwertungen des Tages gewinnen, könnte er exakt zwölf Punkte Vorsprung auf den bisherigen Träger Tadej Pogacar herausfahren. Und eben genau zwölf Zähler sind auf den letzen drei Etappen bis Paris dann noch zu holen. Doch Vorsicht! Richard Carapaz liegt momentan lediglich zwei Punkte hinter Hirschi.
98 km
Und schon liegt eine weitere topografische Herausforderung vor der Spitzengruppe. Der Weg führt knapp 15 Kilometer hinauf zum Col des Saisies. 6,4 Prozent ist dieser Anstieg der 2. Kategorie steil.
100 km
Im Peloton lässt man die Ausreißer jetzt etwas mehr von der Leine, gönnt diesen viereinhalb Minuten. Gerade in der Abfahrt geht Jumbo-Visma natürlich nicht das letzte Risiko.
102 km
Aktuell weist das Führungsquintett 45 Sekunden Guthaben auf. Vor allem dank Marc Hirschi, der so überragend den Berg runter fährt, kommen die Verfolger nicht näher. Zehn Fahrer befinden sich in der zweiten Gruppe - unter anderem Simon Geschke.
105 km
Wenn das mit dem Bergtrikot klappen soll, müsste Hirschi auf den verbleibenden drei Gipfeln ebenfalls fleißig punkten. Auch den der Ehrenkategorie benötigt der 22-Jährige noch. Bleibt abzuwarten, ob die Flucht noch so lange andauert.
107,5 km
Auch wenn es oben lediglich um zwei Punkte geht, kämpfen die beiden Widersacher von vorhin erneut verbissen. Dabei ist Richard Carapaz wieder ohne Chance gegen Marc Hirschi. Der Berner greift die zwei Zähler und 300 Euro für Sunweb ab. Dem Ecuadorianer bleibt ein Punkt.
109 km
Nun bekommt das Führungsduo Gesellschaft. Von hinten rollen Pello Bilbao, Michal Kwiatkowski und Nicolas Edet heran. Somit bildet sich ein Quintett an der Spitze.
111 km
Nun steht die nächste Bergprüfung an. Die Cote de la Route des Villes ist ein Berg der 3. Kategorie. Gut drei Kilometer steigt die Straße durchschnittlich 6,6 Prozent an.
115 km
An der Spitze funktioniert es zwischen den beiden nicht mehr. Der Vorsprung des Duos schmilzt. Unterdessen liegt das Peloton recht stabil gut drei Minuten zurück. Jumbo-Visma hält den Abstand unter Kontrolle.
125 km
Nach dem Gipfel sind Hirschi und Carapaz voll weiter gefahren und legen jetzt in der Abfahrt etwa eine halbe Minute zwischen sich und die einstigen Fluchtbegleiter. Es befinden sich 17 Pedaleure in der Verfolgung. Drei Minuten hinter der Spitze ist das Peloton unterwegs.
129 km
Zählbares nehmen ferner Michal Kwiatkowski (4), Nicolas Edet (2) und Simon Geschke (1) mit. Marc Hirschi rückt mit insgesamt 41 Zählern auf Platz 4 nach vorn. Zum Bergtrikot fehlen nun noch 25 Punkte. Das ist heute noch locker aufzuholen.
129 km
Nun kommen die Ausreißer am Gipfel des Cormet de Roselend in 1.938 Metern Höhe an. Richard Carapaz gehört wieder zu den Flüchtigen, zeigt Interesse am Bergtrikot. Doch das tut auch Marc Hirschi. Und der Schweizer sprintet am Ecuadorianer vorbei, ergattert zehn Punkte und 650 Euro. Carapaz nimmt acht Punkte und 400 Euro mit. Dritter wird Thomas De Gendt (6 Punkte, 150 Euro).
140 km
Nachdem gestern Jens Debusschere das Zeitlimit überschritten hatte und aus dem Rennen genommen wurde, streckt nun Andre Greipel die Waffen. Der elfmalige Tour-Etappensieger ist der zweite Deutsche nach John Degenkolb, der die Rundfahrt vorzeitig verlässt.
145 km
Für die Sprinter ist die Arbeit getan, die fallen nun zurück. Entsprechend kleiner wird die Gruppe, die in der ersten Rennstunde 37,2 Kilometer zurückgelegt hat.
150 km
Wenig später begann die Kletterei. Vor den Profis baute sich der Cormet de Roseland auf. Offiziell ist der Anstieg 18,6 Kilometer lang und durchschnittlich 6,1 Prozent steil.
161 km
Natürlich waren da die Kandidaten fürs Grüne Trikot dabei, die nach 14 Kilometern beim Zwischensprint in Aime zuschlagen wollten. Und auch ohne die Hilfe von Michael Mörköv war Sam Bennett der Schnellste, strich 20 Zähler und 1.500 Euro für die Mannschaftskasse von Deceuninck-Quick-Step ein und festigte seine Führung in der Punktewertung. Dahinter rollten Matteo Trentin (17 Punkte, 1.000 Euro) und Peter Sagan (15, 500) über den Strich.
170 km
Zügig setzte sich eine große Gruppe ab. Im Hauptfeld musste eifrig geschaut werden, wer denn da so dabei ist. Zunächst ließ man die gut 30 Leute ziehen, hielt sie aber an der kurzen Leine.
Start
Pünktlich um kurz nach 12 setzte sich das Feld der verbliebenen 150 Fahrer in Bewegung. Über mehr als 20 Kilometer ging es beinahe eine halbe Stunde ständig bergab bis auf knapp 500 Höhenmeter. Dann erfolgte der scharfe Start.
Trikots
Tadej Pogacar betätigt sich als fleißiger Trikotsammler. Das Weiße des besten Nachwuchsfahrers wird ihm bei fast dreieinhalb Minuten Vorsprung kaum noch zu nehmen sein, dennoch tritt er dieses heute an den zweitplatzierten Enric Mas ab, denn der Slowene schlüpft ins gestern eroberte Bertgtrikot. Auch in dieser Wertung liegen die Top 3 dieser Tour vorn. Primoz Roglic hat beispielsweise nur drei Zähler weniger gesammelt. Dieses Klassement wird voraussichtlich mit der heutigen Etappe entschieden.
Gelb
Knapp eine Minute hat Primoz Roglic nun bereits zwischen sich und Tadej Pogacar gelegt, knöpfte seinem slowenischen Landsmann auf der gestrigen Königsetappe weitere Zeit ab. So langsam nimmt das Podium Formen an, denn Miguel Angel Lopez stürmte gestern nicht nur zum Tagessieg, sondern eben auch auf Platz 3 der Gesamtwertung. Noch bewegt sich das Trio innerhalb von anderthalb Minuten. Eine Schwäche darf sich da keiner erlauben. Dem viertplatzierten Richie Porte fehlen dahinter dann schon mehr als drei Minuten aufs Gelbe Trikot, was nach menschlichem Ermessen zu viel ist.
Profil
Fünf kategorisierte Berge stehen auf dem Programm. Dabei müssen die Pedaleure nochmals eine Höhe von knapp 2.000 Meter erklimmen. Und heute ist nahezu alles dabei. Los geht es mit dem Cormet de Roselend, einem Anstieg der 1. Kategorie. Es gibt immer wieder auch Gegenanstiege wie den dann folgenden der 3. Kategorie, doch nicht alle sind klassifiziert. Der Col des Saisies sehr wohl (2. Kategorie). Noch eine Stufe schärfer geht es danach am Col des Aravis zur Sache. Die höchste Schwierigkeit lauert zum Ende - der Montee du Plateau des Glieres, ein Berg der Ehrenkategorie. Von da an sind es noch gut 30 Kilometer bis ins Ziel, womit sich Gelegenheit bietet, kleinere Abstände noch zuzufahren. Aber auf diesem Weg lauert eben noch solch ein Gegenanstieg ohne Bergwertung - exakt zehn Kilometer vor der Ankunft.
18. Etappe
Vor den Radprofis liegt die letzte Bergetappe dieser Frankreich-Rundfahrt. Noch einmal wird den Fahrern alles abverlangt, bietet sich den Favoriten die Möglichkeit, vor dem Zeitfahren am Samstag Zeitabstände zu schaffen. Von Meribel aus sind 175 Kilometer zurückzulegen. Ganz früh steht der Zwischensprint an. Danach geht es permanent hoch und runter - bis ins Ziel nach La Rouche-sur-Foron.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 18. Etappe der Tour de France.
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