Beendet
20.09.2020
21. Etappe
122 km
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122 km
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Au revoir
Damit soll es das gewesen sein von der Tour de France 2020. Stellvertretend für alle fleißigen Mitarbeiter danke ich für drei Wochen Aufmerksamkeit, Ausdauer und Interesse. Mir bleibt nur, au revoir zu sagen. Vielleicht sind wir und Sie 2021 wieder bei der Grande Boucle dabei. Bis dahin!
Movistar
Als beste Mannschaft dieser Rundfahrt fuhr seit geraumer Zeit Movistar über Frankreichs Straßen. Diese Position verteidigte das spanische Team auch im gestrigen Zeitfahren und erreichte mit den Gelben Startnummern Paris als Gewinner der Teamwertung. Zum angriffslustigsten Fahrer der gesamten Tour wurde Marc Hirschi gewählt. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und Geehrten!
Grün
Nach sieben Sprintertrikots, die Peter Sagan nach Paris trug, muss der Slowake diesmal Sam Bennett den Vortritt lassen, der nach der Eroberung des grünen Leibchens mit und an der Aufgabe wuchs, alle Angriffe souverän parierte und sich gerade zum Ende hin als wahrhaft bester Sprinter im Feld erwies.
Pogacar
Seinen nahezu totalen Triumph rundete Pogacar mit drei Etappensiegen, dem Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers und dem Bergtrikot ab. Viel mehr ist im modernen Radsport kaum möglich. So wurde der Mann vom Team Emirates zu einer wahren Überraschung dieser Grande Boucle.
Gelb
Im Schutz des Pelotons erreichte auch Tadej Pogacar das Ziel und machte seinen Triumph damit auch offiziell perfekt. Auf der Tour d'Honneur und auch während der finalen Runden auf dem Pariser Prachtboulevard geriet der Slowene nicht mehr in Gefahr und holte als erster Radsportler seines Landes den Sieg beim berühmtesten Radrennen der Welt. Das gestern eroberte Maillot Jaune ließ sich der 21-Jährige nicht mehr abknöpfen. Das Podium komplettieren Primoz Roglic und Richie Porte.
Fazit
In überaus cleverer Manier holt sich Sam Bennett seinen zweiten Tagessieg. Besser kann die letzte Etappe für den Mann im Grünen Trikot gar nicht verlaufen. Perfekt bringt der Ire das zu Ende. Entsprechend groß ist die Freude. So erlebten wir die erwartete Massenankunft auf den Champs-Elysses. Die einzig nennenswerte Flucht eines Quartetts um Maximilian Schachmann war zum Scheitern verurteilt, weil der Abstand nie größer als 20 Sekunden wurde.
Ziel
Michael Mörköv bringt den Mann in Grün mustergültig in Position. Zwar zieht Mads Pedersen den Sprint an, doch spielend geht Sam Bennett rechts vorbei. Standesgemäß gewinnt der bester Sprinter die Schlussetappe der Tour vor dem Dänen und Peter Sagan.
1 km
Dann rollt das Feld in rasender Fahrt unter der Flamme Rouge hindurch. Die letzten 1.00 Meter dieser Tour!
2 km
Sunweb und Bahrain-McLaren zeigen sich ganz vorn. CCC befindet sich im Anmarsch.
3 km
Dann sind wir drei Kilometer vor dem Ziel. Sollte jetzt ein Sturz passieren, bekommen diese Fahrer die Zeit des Siegers. Tadej Pogacar kann also nichts mehr passieren.
4 km
Wenig später wird Schachmann als letzter der Ausreißer gestellt. Das Peloton ist wieder zusammen und wappnet sich für den Sprint Royal.
5 km
Letztmals kreiseln die Radprofis um den Triumphbogen. Danach prescht das Peloton heran. Maximilian Schachmann kurbelt an der Spitze, blickt kurz zurück und schüttelt den Kopf.
6 km
NTT mischt inzwischen auch mit. Deren Trumpf für den eventuellen Massensprint heißt Edvald Boasson Hagen.
7 km
Soeben ertönt die Glocke für die letzte Runde, die letzten sieben Kilometer dieser Tour de France. Das verbliebene Fluchttrio kämpft tapfer, baut noch auf 15 Sekunden.
8 km
So lässt das Hauptfeld das Quartett dort vorn an der kurzen Leine zappeln. Dann sind die Kräfte bei Connor Swift aufgebraucht. Der Brite kann nicht mehr und fällt zurück.
10 km
Nun orientiert sich Jumbo-Visma weiter nach vorn. Die Mannschaft von Primoz Roglic möchte Wout Van Aert in Position bringen. Sollte dem Belgier heute der Etappensieg gelingen, wäre das zumindest ein wenig Entschädigung für den gestrigen Verlust des Gelben Trikots.
12 km
Noch einmal geht es um den Triumphbogen herum. Das Guthaben der Ausreißer bewegt sich so langsam in Richtung zehn Sekunden. Das ist einfach nicht genug.
13,5 km
Soeben beginnt die vorletzte Runde. So langsam müssen sich die Sprinterteams formieren und im Vorderfeld einfinden.
15 km
Michael Schär hat einen Schaden am Hinterrad. Der Schweizer muss runter von der Maschine und einen Mechaniker Hand anlegen lassen.
16 km
Im Hauptfeld kurbelt jetzt Pierre Rolland im Wind, hat den Sunweb-Fahrer Nicolas Roche am Hinterrad. So kontrolliert man den Abstand, lässt diesen nicht entscheidend anwachsen.
18 km
Thomas De Gendt bolzt an der Spitze des Pelotons gewaltig Tempo. Wir befinden uns inzwischen in der drittletzten Runde. Das Polster der Ausreißer bewegt sich weiterhin im bekannten Bereich. Deren Schicksal scheint längst besiegelt.
19 km
Tatsächlich gelingt es nun auch Edward Theuns, nach dem Sturz den Anschluss herzustellen. Der Belgier beißt auf die Zähne, will die Tour natürlich unbedingt beenden.
21 km
In der aktuellen Konstellation zeigt sich die Situation stabil. Im Hauptfeld lassen sich die Mannschaften von Caleb Ewan, Bryan Coquard, Cees Bol und Sam Bennett sich weit vorn blicken. Das sind also die Jungs, die sich am Massensprint beteiligen wollen - so es dazu kommt.
25 km
Julian Alaphilippe hat es übrigens in der Tat geschafft, ins Hauptfeld zurückzukehren. Hier vermissen wir jetzt einzig noch Edward Theuns.
27 km
Dann erfolgt die vierte Zielpassage. Der Vorsprung der Spitzengruppe schwankt immer so zwischen 15 und 20 Sekunden. Mehr wird denen nicht gegönnt.
28 km
Kurz vor dem Ende der Tour macht Edward Theuns unangenehme Bekanntschaft mit dem Asphalt. Der schmerzhafte Sturz geht dem Belgier von Trek-Segafredo gewaltig auf die Nerven.
31 km
Als Flüchtiger hat man es schwer auf den Champs-Elysees. Es herrscht freier Blick für die Männer im Hauptfeld. Die können selbst ohne Ansage von Zeiten einschätzen, wie weit die Jungs dort vorn voraus sind.
33 km
Soeben wurde die vierte Zielpassage absolviert, fünf Runden bleiben. Die Ausreißer halten sich standhaft, kommen aber nicht mehr als 20 Sekunden weg. Das Peloton behält die Sache unter Kontrolle und wird in dieser Konstellation, das Loch nach Wunsch jederzeit schließen können.
35 km
Noch immer kurbelt die vierköpfige Spitzengruppe - mit aktuell 20 Sekunden Guthaben gegenüber dem Peloton.
38 km
Damit ist im Kampf um Grün die endgültige Entscheidung gefallen. Sam Bennett führt mit 66 Punkten Vorsprung und wird das Trikot verteidigen. Der zweitplatzierte Peter Sagan hatte sich am Zwischensprint schon gar nicht mehr beteiligt.
40 km
Zweiter wird Greg Van Avermaet (17 Punkte, 1.000 Euro) vor Pierre Luc Perichon (15, 500). Ohne Geldprämie geht das für Connor Swift ab (13). Aus dem Feld heraus liegt mal wieder Sam Bennet vorn (11). Die weiteren Zähler gehen an Matteo Trentin (10), Michael Mörköv (9), Kasper Asgreen (8), Tony Martin (7), Marc Hirschi (6), Dries Devenyns (5), Remi Cavagna (4), Primoz Roglic (3), Daniel Oss (2), und George Bennett (1).
40 km
Kurz nach der dritten Zieldurchfahrt steht der letzte Zwischensprint dieser Tour an. Den machen die vier Ausreißer unter sich aus. Schachmann streicht 20 Zähler und 1.500 Euro für die Mannschaftskasse von Bora-hansgrohe ein.
42 km
Für die nächste Flucht zeichnen Connor Swift und Greg Van Avermaet verantwortlich. Maximilian Schachmann schließt sich an - wie auch Pierre Luc Perichon.
43 km
Julian Alaphilippe hat offenbar technische Probleme. Da muss das Rad gewechselt werden. Bei dem aktuellen Tempo wird es natürlich schwer, noch einmal zum Feld aufschließen zu können.
45 km
Sonderlich gute Chancen besaßen die Ausreißer nicht, deren Flucht geht in diesem Moment zu Ende. Das Peloton schließt auf.
47 km
Mit Tom Van Asbroeck sind es dann schon acht Fluchtwillige. Deren Vorsprung gestaltet sich sichtbar gering. Das sind nur wenige Sekunden. Übrigens ist jetzt die erste komplette Runde absolviert.
48 km
Weitere Radprofis wollen den Anschluss nicht verpassen. So springen Sören Kragh Andersen und Tony Martin dort vorn mit hin. Somit haben wir sieben Fahrer an der Spitze.
50 km
Jetzt setzt sich Michal Kwiatkowski ein wenig ab. Ein Cofidis-Fahrer nimmt die Verfolgung auf. Nicolas Edet ist das. Kasper Asgreen und Michael Schär gehen mit. Dann erhält Kwiatkowski Unterstützung durch seinen Ineos-Teamkollgen Andrey Amador.
51 km
Das Fahrerfeld zieht sich extrem in die Länge. Noch wird keine erfolgreiche Attacke lanciert.
54,5 km
Kurz darauf gibt es die erste Zielpassage - einen Kilometer nach der dritten steht der Zwischensprint an. Und genau bei der neunten endet die Etappe.
56 km
Dann biegt das Peloton auf den finalen Rundkurs ein. Sofort wird das Tempo deutlich forciert. Natürlich wird es zahlreiche Fahrer geben, die ihr Heil in der Flucht suchen. Nicht alle bauen auf einen Massensprint.
57,5 km
Jetzt sind wir wieder an der Seine, überqueren diese auf der Pont Neuf. Kurz danach führt die Fahrt durch das Gelände des Louvre. Was in diesem Jahr fehlt, sind die üblichen Zuschauermassen. Normalerweise würden Hunderttausende die Straßen säumen.
60 km
Tadej Pogacar wirkt sehr konzentriert. Jetzt wird gleich ein richtiges Rennen gefahren. Es zieht Nervosität ins Feld ein. Da heißt es, höllisch aufzupassen, damit hier nicht noch ein Sturz passiert.
63 km
Zum Finale der 107. Tour de France zeigt sich das Wetter einmal mehr von der besten Seite. Bei lockerer Bewölkung und 27 Grad scheint die Abendsonne über Paris.
65 km
Jetzt biegt die Strecke 90 Grad nach rechts ab, entfernt sich also von der Seine. Die Geschwindigkeit nimmt immer mehr zu. Das Team Emirates zeigt sich an der Spitze - wie es sich für das Team des Gelben Trikots gehört.
66 km
Derzeit fährt das Peloton am Ufer der Seine entlang. Man nähert sich grob aus südwestlicher Richtung dem Ziel. Und soeben begibt sich das Fahrerfeld offiziell auf das Stadtgebiet von Paris. Es kehrt also der Ernst des Profilebens ein.
71 km
So langsam wappnet man sich für die finale Auseinandersetzung auf den Champs-Elysees, wo die Tour de France seit 1975 zum 46. Mal in Folge endet. Insgesamt gibt es in Paris zum 110. Mal eine Etappen-Ankunft.
75 km
Übrigens hatten Zeitgutschriften keinen entscheidenden Einfluss auf das Gesamtklassement. Tadej Pogacar (32 Sekunden) und Primoz Roglicn (33) lagen bei den gesammelten Bonifikationen nahezu gleichauf. Fleißiger betätigte sich in dieser Hinsicht einzig Marc Hirschi, für den die 38 Sekunden keine nennenswerte Bedeutung hatten.
78 km
Während der ersten Rennstunde legte das Peloton 33,6 Kilometer zurück. Die drei Vorgaben der Marschtabelle liegen damit noch außer Reichweite. Aber wir holen ganz sicher noch auf. Auf den finalen Runden wird noch richtig Tempo gebolzt.
82 km
Gerade die Schlussetappe bietet immer auch Gelegenheit, sich den Sehenswürdigkeiten zu widmen. Da gibt es in und um Paris natürlich eine Menge zu sehen. Soeben rollt das Peloton am Schloss Versailles vorbei. Der Barockbau ist natürlich weltbekannt und muss nicht mehr vorgestellt werden.
87 km
Nach wie vor herrscht Ruhe vor dem Sturm. Geschlossen fährt das Hauptfeld der 146 Pedaleure über Frankreichs Straßen. Noch immer geht das vollkommen entspannt über die Bühne.
91 km
Von den einst zwölf deutschen Tour-Startern sind zehn verblieben, die heute das Ziel in Paris ansteuern. Für den einzigen Etappensieg sorgte Lennard Kämna, der beim 16. Tagesabschnitt seinen großen Auftritt hatte. Nicht mehr mit von der Partie ist John Degenkolb, der nach einem Sturz auf der 1. Etappe den Anschluss verlor und das Zeitlimit verpasste, und Andre Greipel, der auf der 18. Etappe die Segel streichen musste. Eben jener Greipel gewann 2015 und 2016 die Schlussetappen der Tour. Schade, dass er heute nicht mitmischen kann.
96 km
Gestartet sind wir heute übrigens im Departement Yvelines, wo Mantes-la-Jolie erstmals überhaupt Etappenort der Großen Schleife durch Frankreich war. In Kürze machen wir noch einen Abstecher ins Departement Hauts-de-Seine, ehe es nach Paris geht. So weit nördlich wie heute war die Tour während der gesamten drei Wochen nicht unterwegs.
100 km
Ein wenig intensiver wird inzwischen sehr wohl in die Pedale getreten. Wir sind bei etwa 22 Stundenkilometern angelangt. Für Profiverhältnisse aber ist das keine nennenswerte Geschwindigkeit. Die Fahrer wissen, es wird heute noch früh genug anstrengend.
104 km
Auch in der Folge zeigen sich Jungs von Arkea-Samsic recht zahlreich an der Spitzes des Feldes. Die französische Mannschaft liegt an Position 12 in der Teamwertung. Die generell großen Zeitabstände bei dieser Tour werden beim Blick auf dieses Klassement besonders deutlich. Schlusslicht hier ist Lotto Soudal - mit sage und schreibe 13:34:28 Stunden Rückstand auf Movistar. Mit anderen Worten ist das mehr als ein halber Tag.
108,5 km
Nun steht die letzte Bergwertung dieser Tour de France an. An der Cote de Beulle wird um den einen Zähler nicht gekämpft. Clement Russo von Arkea-Samsic darf als Erster über den Strich fahren und die Mannschaftskasse mit 200 Euro auffüllen. Das ist der erste Bergpunkt bei dieser Tour überhaupt für den Franzosen.
110 km
Nach wie vor rollt das Peloton entspannt und geschlossen dahin. Als Durchschnittsgeschwindigkeit werden derzeit gut 16 Stundenkilometer angegeben. Da würde nahezu jeder Hobby-Radfahrer locker mitkommen.
112 km
Tadej Pogacar wird übrigens noch von fünf Teamkollegen begleitet. Sein Team Emirates hat während der drei Wochen Fabio Aru und Davide Formolo verloren, die den großen Triumph nicht live miterleben können. Mit nur noch fünf Fahrern steuern übrigens nach drei Ausfällen Lotto Soudal, Groupama-FDJ und NTT das Ziel in Paris an.
114 km
Eine gewisse Ehre wird auch Roger Kluge zuteil. Der Deutsche von Lotto Soudal bekleidet den letzten Platz im Gesamtklassement - mit stattlichen sechs Stunden Rückstand. Eine offizielle Ehrung gibt es dafür nicht. Doch die Lanterne Rouge, die Rote Laterne, ist irgendwo auch etwas besonderes. Man wird eher wahrgenommen als an Position 102 oder sonst wo. In jedem Fall ist sie Beleg dafür, dass Kluge die Tour beenden wird - nach Rudolf Risch 1932 als zweiter Deutscher auf dem allerletzten Platz.
118 km
Doch auch nachdem das Rennen freigegeben war, änderte sich am Tempo nichts. So rollt das Peloton derzeit entspannt dahin. Das ist eben die Tour d'Honneur, man tut sich nicht weh, nutzt vielmehr die Gelegenheit für Gespräche.
Start
Gegen 15:45 Uhr setzte sich das Feld der 146 verbliebenen Radprofis in Bewegung. Über knapp neun neutralisierte Kilometer rollte das Peloton durch die Straßen von Mantes-la-Jolie. Dabei nahm Tadej Pogacar natürlich weitere Glückwünsche entgegen. Seine Teamkollegen reihten sich vorn mit ein. Und dann erwiesen ihm auch seien slowenischen Landsleute Primoz Roglic, Luka Mezgec, Jan Polanc und Matej Mohoric die Ehre. So verzögerte sich der scharfe Start um etwa eine Viertelstunde.
Grün
Bliebe noch das Grüne Trikot, welches sich auf den Schultern von Sam Bennett befindet. Recht komfortable 55 Punkte Vorsprung weist der Ire auf. Allerdings hat die heutige Etappe den Koeffizienten 1, womit noch einmal 70 Zähler auf der Straße liegen (20 beim Zwischensprint und 50 für den Tagessieger). Theoretisch also kann sich da noch etwas tun. Andererseits wirkte Bennett zuletzt zu souverän, hatte meist selbst die schnellsten Beine und hielt Peter Sagen und eben auch Matteo Trentin auf Distanz.
Trikots
Natürlich muss Pogacar heil in Paris ankommen. Es gilt, unter allen Umständen im Sattel zu bleiben, um diesen phänomenalen Triumph auch offiziell zu machen. Da der Slowene natürlich nicht alle seine Trikots zugleich präsentieren kann, kommen die jeweils Zweitplatzierten der Wertungen heute in den Genuss, diese Farben auf die Champs-Elysees tragen zu dürfen - Richard Carapaz im Bergtrikot und Enric Mas in Weiß. Die Mannschaftswertung geht an Movistar. Und zum kämpferischsten Fahrer der gesamten Tour wurde Marc Hirschi gewählt.
Rückblick
Gestern, am vorletzten Tag dieser Grande Boucle fiel die Entscheidung über den Toursieg. Auf dramatische Art und Weise musste Primoz Roglic das Maillot Jaune nach zwei Wochen hergeben. Ausgerechnet im Zeitfahren verspielte der 30-Jährige seine 57 Sekunden Vorsprung. Der Favorit büßte insgesamt 1:56 Minuten auf einen slowenischen Landsmann ein. Tadej Pogacar gewann mit dem Zeitfahren bei seiner ersten Tour nicht nur die dritte Etappe, der 21-Jährige wurde endgültig zur Sensation dieser Rundfahrt, schlüpfte ins Gelbe und wird überdies das Weiße Trikot des Nachwuchsfahrers und das Bergtrikot mit nach Hause nehmen.
Profil
Die Klassements sind überwiegend gemacht. Insbesondere der Mann in Gelb wird auf der letzten Etappe, die in diesem Jahr zugleich die kürzeste dieser Tour ist, nicht mehr angegriffen. Dazu passt das topografisch anspruchslose Profil des Tages. Der mit 178 Metern höchste Punkt wurde für die letzte Bergwertung dieser Frankreich-Rundfahrt auserkoren. Auf der Cote de Beulle gibt es für die 4. Kategorie lediglich einen Punkt, der unbedeutend für die Trikotwertung ist. Richtig eröffnet wird das Rennen erst, wenn das Peloton auf die Champs-Elysees einbiegt. Dann stehen noch 56 temposcharfe Kilometer an - mit einem letzten Zwischensprint 40 Kilometer vor dem Ziel.
21. Etappe
Nach drei harten Wochen findet das berühmteste Rad-Etappenrennen der Welt heute den krönenden Abschluss. Von den insgesamt 3.484,2 Kilometern Gesamtstrecke stehen die letzten 122 auf dem Programm, die von Mantes-la-Jolie nach Paris führen. Was als Tour d'Honneur beginnt, wird erst während der abschließenden knapp neun Runden auf den Champs-Elysees zu einem heißen Kampf um den letzten und ganz besonders prestigeträchtigen Tagessieg, den in aller Regel die Sprinter unter sich ausmachen.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 21. Etappe der Tour de France.
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