bedeckt München 17°

Tennis Live-Ticker: Stefanos Tsitsipas - Rafael Nadal live (Halbfinale)

Stefanos Tsitsipas gegen Rafael Nadal - Halbfinale - im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de

Australian Open Melbourne
SP
Pkt
1
2
3
4
5
gre
S. Tsitsipas
0xxx
0
0
2
4
0
x
esp
R. Nadal
0
0
0
6
6
6
x
Rod Laver Arena | Halbfinale
Ende
S. Tsitsipas
Ranking:
15
Geburtsd.:
12.08.1998
Größe:
1.93 m
Gewicht:
85 kg
Bilanz:
18-8
Preisgeld:
US$ 2.952.113
R. Nadal
Ranking:
2
Geburtsd.:
03.06.1986
Größe:
1.85 m
Gewicht:
85 kg
Bilanz:
14-3
Preisgeld:
US$ 105.108.905
Letzte Aktualisierung: 22:15:56
Tsitsipas
Nadal
Ende
 
Das war's nun aber für heute vom Happy Slam! Wir hoffen, dass Ihr genau so viel Spaß hattet wie wir und würden uns freuen, Euch bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Wenn Ihr weiterhin Lust auf gelbe Filzbälle habt, geht es morgen früh ab 9:30 Uhr weiter - bis dahin sagt Oliver Stein nun aber Danke fürs Mitlesen, Tschüss und G'day, mates!
Ausblick
 
Und damit sind wir dann auch schon beim morgigen zweiten Halbfinale angekommen. Los geht es genau wie heute ab 9:30 Uhr, gegenüber stehen werden sich dann Novak Djokovic, die serbische Nummer eins der Welt, und Lucas Pouille, Überraschungsfranzose und mit den besten Tipps eines gewissen Tommy Haas ausgestattet - lassen wir uns überraschen, ob es dann etwas enger zugeht als heute.
Nadal
 
''Es war ein tolles Match, aber für mich ist das insgesamt ein tolles Turnier. Nach so vielen Monaten ohne Tennis ... danke an die Fans, die diesen Ort für mich so speziell machen'', so Nadal im On-Court-Interview. ''Die letzten Monate waren hart, dass ich in Brisbane abgesagt habe, war eine schwere Entscheidung. Aber ich merke, wie gut es mir seit dem Turnierbeginn hier geht.''
Statistik
 
Erstaunliches offenbart übrigens die Statistik: Nadal konnte 82 Prozent seiner Netzangriffe (18/22) erfolgreich abschließen, brachte 85 Prozent seiner ersten Aufschläge durch und leistete sich bei 28 Winnern gerade mal 14 Unforced Errors - egal, wer der Finalgegner des Mallorquiners wird, derjenige sollte sich auf ein Offensivfeuerwerk gefasst machen.
Fazit
 
Natürlich wird Stefanos Tsitsipas hier enttäuscht von dannen ziehen, aber man muss dem Youngster ein Kompliment machen: Für die Qualität, mit der Nadal hier aufspielte, hielt der Grieche zwei Sätze lang solide mit - viele andere hätten gegen den Mallorquiner heute wohl noch deutlicher verloren. Und deshalb wollen wir uns auch vor Nadal verneigen - in einem Halbfinale der Australian Open im dritten Satz nur acht Punkte abzugeben, ist eine absolute Meisterleistung.
2:6, 4:6, 0:6
Und damit hat Nadal dann auch schon wieder Feierabend: Mit einem letzten guten Angriff auf die Rückhand seines Gegenübers zieht der Spanier ohne Satzverlust in sein 25. Grand-Slam-Endspiel ein.
2:6, 4:6, 0:5
 
Ok, das Break wäre wohl auch zu viel des Guten gewesen: Mit einem Vorhandwinner aus dem Halbfeld geht es für den Spanier zum Einstand, mit einem Punkt über Tsitsipas' Rückhand zum Vorteil - Matchball Nadal!
2:6, 4:6, 0:5
 
Ein Passierball der Marke ''Alles oder Nichts'' beschert Tsitsipas noch mal das 30:30. Und dann - völliger Wahnsinn - leistet sich Nadal glatt noch einen Fehler beim Volley - was Tsitsipas bei 30:40 seine allererste Breakchance einbringt!
2:6, 4:6, 0:5
 
Leider geht es so aber nicht weiter, denn Nadal findet sofort wieder zur gewohnten Sicherheit und punktet mit dem nächsten richtig gut gespielten Lob zum 15:15. Weiter geht es dann mit einem Punkt über die Vorhand von Tsitsipas, der hier wirklich nur noch mit 50 Prozent bei der Sache ist - 30:15.
2:6, 4:6, 0:5
 
Auf geht's, den Bagel im Visier legt Nadal bei eigenem Aufschlag los ... und versemmelt gleich mal eine leichte Vorhand, was Tsitsipas ein eher unerwartetes 0:15 bringt.
2:6, 4:6, 0:5
 
Gleich den ersten von drei Breakbällen kann Nadal nutzen und so zum 5:0 vorlegen - während Tsitsipas der drohende Bagel offenbar egal ist, darf der Spanier hier gleich zum Finaleinzug aufschlagen.
2:6, 4:6, 0:4
 
Nadal mit dem Schmetterball von der Grundlinie, Tsitsipas rutscht weg - 0:40, die nächsten Breakchancen für die spanische Ex-Nummer eins.
2:6, 4:6, 0:4
 
Gut für den Spanier, dass Tsitsipas offenbar auch keine Lust mehr hat: Ein leichter Vor- und ein leichter Rückhandfehler bringen Nadal das nächste 0:30. Gibt das hier wirklich noch einen griechischen Bagel zum Abschluss?
2:6, 4:6, 0:4
 
Tsitsipas hilft dann auch noch freundlich mit und semmelt eine Vorhand cross weit ins Aus - 4:0 für Rafa Nadal, der den Rest der Partie jetzt sicher gern schnell hinter sich wird bringen wollen.
2:6, 4:6, 0:3
 
0:15 bei Aufschlag Nadal, was ist denn da los? Klare Antwort: Gar nichts, denn der Spanier sichert sich die nächsten drei Punkte mit nur elf Ballberührungen - 40:15.
2:6, 4:6, 0:3
 
Es muss dazu gesagt werden: Tsitsipas ist absolut nicht schlecht - aber Nadal spielt wie von einem anderen Planeten. Selbst ein Rahmentreffer beim Volley kann das nächste Break des Spaniers (Marsianers?) nicht verhindern - und bei 3:0 dürfte dieser zweite Aufschlagverlust des Griechen die endgültige Entscheidung bedeuten.
2:6, 4:6, 0:2
 
Mit einem unfassbaren Returnwinner mit der Vorhand longline, die er von außen kommend genau an die Linie legt, kommt Nadal bei Aufschlag Tsitsipas schon wieder zum 30:30. Dann sitzt auch noch der Rückhandlob wie ein Schlag aus dem Lehrbuch - und schon hat der Spanier bei 30:40 die nächste Breakchance.
2:6, 4:6, 0:2
 
Wieder mal schaltet Nadal von kontrollierter Offensive auf Zermürbungstaktik, um, als wäre es ein Leichtes. Abgesehen vom Spanier kann das so allerdings niemand anders auf der Welt ... die Herren Djokovic und Pouille aus dem anderen Halbfinale dürften sich das hier ganz genau anschauen.
2:6, 4:6, 0:2
 
Fünftes Ass, Break bestätigt, 2:0 für Rafa Nadal - der Spanier ist auf dem besten Wege, das Finale dieses Turniers ohne Satzverlust zu erreichen.
2:6, 4:6, 0:1
 
Mit einer guten Rückhand kann Tsitsipas noch mal verkürzen, mit einer zu langen gibt er den nächsten Punkt aber sofort wieder ab - 40:15, Spielbälle für den Spanier.
2:6, 4:6, 0:1
 
Ob Nadal Tsitsipas mit dem Break schon den Zahn gezogen hat, ist natürlich nicht ersichtlich. Der Spanier arbeitet aber gleich wieder mit Vollgas daran, das Break zu bestätigen - 30:0.
2:6, 4:6, 0:1
 
Das hätte Tsitsipas natürlich unbedingt vermeiden müssen: Breakball Nummer eins kann der Grieche noch abwehren, den zweiten nutzt Nadal dann aber mit einer feinen Rückhand cross, seinem 22. Winner -1:0 und Break vor für den Spanier!
2:6, 4:6, 0:0
 
Brutal, was Nadal hier macht: Mit zwei schönen Angriffen mit der Rückhand und einem Passierball mit der Vorhand cross steht es plötzlich 0:40 - das riecht nach einer leichten Vorentscheidung!
2:6, 4:6, 0:0
 
Tsitsipas und Nadal waren in der Pause in der Kabine und haben sich umgezogen - bei nach wie vor 37 Grad im Schatten keine große Überraschung, weiter geht es mit Gelb (Nadals Shirt) gegen Grün (Tsitsipas).
Zwischenfazit
 
Viel erklären muss man zu diesem Spielstand wohl nicht, denn das Scoreboard beantwortet fast alle Fragen: Rafael Nadal spielt hier richtig gutes Tennis, während Stefanos Tsitsipas nur mitspielen, dabei aber kaum mal die Initiative übernehmen kann - und genau das müsste er tun, um hier überhaupt noch mal irgendeine Chance zu bekommen.
2:6, 4:6
Es ist, als ob Nadal seinen Feierabend schon im Blick hat: Mit einem letzten Servicewinner nach außen stellt der Spanier auf 2:0 nach Sätzen - und das nach nur 76 gespielten Minuten.
2:6, 4:5
 
Logisch, dass das dann die Folge ist: Mit einer knackigen Vorhand in die Rückhand von Tsitsipas geht es für Nadal zum 40:0 und drei Satzbällen.
2:6, 4:5
 
Oho! Nadal marschiert gleich noch mal nach vorn und punktet dieses Mal mit einem wesentlich besseren Rückhandvolley - 30:0!
2:6, 4:5
 
Ausnahmsweise ist es mal Nadal, der ans Netz vorrückt und dort mit einem eigentlich unsicheren Vorhandvolley punktet - Tsitsipas hatte sich da zu weit hinter der Grundlinie erwischen lassen. 15:0!
2:6, 4:5
 
Und schon ist es passiert: Breakball Nummer eins kann Tsitsipas am Netz noch abwehren, den zweiten nutzt Nadal dann aber mit einem Return direkt vor die Füße des wieder ans Netz stürmenden Griechen - 5:4 für den Mallorquiner, der damit gleich zum Satzgewinn aufschlägt.
2:6, 4:4
 
Soviel dazu! Erst patzt Tsitsipas unnötigerweise mit der Rückhand, dann feuert er eine Vorhand longline hinter die Grundlinie und am Ende landet auch noch der Vorhandslice im Netz - 15:40, zwei Breakchancen für Rafa Nadal!
2:6, 4:4
 
Mit einem schönen Rückhandschuss die Linie entlang tütet Nadal das Aufschlagspiel zu Null ein und gleicht bei 4:4 mal wieder aus - wollen wir doch mal sehen, ob sich das Ganze hier ohne Tiebreak klären lässt oder ob es wirklich über 6:6 geht.
2:6, 4:3
 
Soviel dazu: Mit eine paar cleveren Tempowechseln, viel Spin bei den Crossbällen und einem herrlichen Stopp aus dem Halbfeld kann Nadal schnell zum 40:0 vorlegen - das hat er sich wohl bei Tsitsipas abgeschaut.
2:6, 4:3
 
Ein weiteres Ass und ein Kickaufschlag nach außen, der Nadal zum Fehler verleitet, sorgt nach nur 78 Sekunden für das 4:3 zu Gunsten von Tsitsipas - was Nadal zum ersten Mal heute ein ganz klein bisschen unter Druck setzt, seinen Aufschlag halten zu müssen.
2:6, 3:3
 
Zeit zum Singen für die griechischen Fans: Mit einem Ass und einer herrlichen Vorhand Inside-Out stellt Tsitsipas locker auf 30:0. Genau SO hatte der Youngster gegen Federer und Bautista Agut so stark aufgespielt ...
2:6, 3:3
 
Einen von Nadals drei Spielbällen kann Tsitsipas noch abwehren, den zweiten nutzt der Spanier dann aber doch wieder ganz souverän und mit einem Netzangriff - und, weil Tsitsipas schon wieder Pech mit einem Netzroller hat (diesmal mit einem eigenen). 3:3!
2:6, 3:2
 
Nadal lässt sich von diesem kleinen Schluckauf natürlich nicht aus der Ruhe bringen und legt mit einem Vorhandwinner und einem guten Ersten schnell zum 30:0 vor. Aber Tsitsipas ist im Gegensatz zum ersten Durchgang mittendrin statt nur dabei ...
2:6, 3:2
 
Perfekt von Tsitsi und da rastet das Publikum natürlich endlich mal aus: Erst geht es mit einem weiteren Serve-and-Volley-Angriff zum Vorteil und anschließend mit einem Ass zum Spielgewinn - nach 0:40 waren das fünf Punkte in Reihe für den Griechen, der so zum 3:2 vorlegen kann.
2:6, 2:2
 
... und dann wehrt Tsitsipas doch tatsächlich auch noch den dritten Breakball ab: Mit der Vorhand cross geht es ans Netz, mit dem Smash zum 40:40. Einstand!
2:6, 2:2
 
Korrektur: zwei Breakchancen. Mit einem guten Aufschlag nach außen geht es zum 30:40 ...
2:6, 2:2
 
Breakball Nummer eins kann der Grieche mit einem couragierten Netzangriff und einem schönen Volleystopp abwehren. 15:40, fehlen noch zwei Breakchancen ...
2:6, 2:2
 
Bitter für Tsitsipas: Sein Volley wird von einem Netzroller Nadals verhindert - das sieht aus wie ein Loch in der Bespannung und bringt dem Spanier bei 0:40 drei Breakchancen.
2:6, 2:2
 
Wow! Mit einer Vorhand ''longline'' die Nadal am Netzpfosten vorbei (!) spielt, stellt der Spanier auf 0:15. Tsitsipas gleicht das mit dem Rückhandsmash aber scheinbar sofort aus ... doch Nadals Challenge passt, 0:30.
2:6, 2:2
 
... aber schlussendlich kann Nadal seinen Aufschlag wieder halten, ohne über Einstand gehen geschweige denn eine Breakchance zulassen zu müssen. 2:2!
2:6, 2:1
 
Stark von Tsitsipas! Der Grieche weiß, dass es so langsam mal losgehen muss, und punktet zwei Mal mutig am Netz. Von 40:0 geht es für Nadal so auf 40:30 ...
2:6, 2:1
 
Nadal behält natürlich weiterhin die Ruhe und stellt schnell auf 30:0. Beim Return sieht Tsitsipas weiterhin wenig Land - nur 5/27 Punkten sind bisher beim Griechen gelandet.
2:6, 2:1
 
... aber den zweiten Spielball nutzt Tsitsipas dann mit seinem zweiten Ass des Tages überaus souverän. 2:1 für den griechischen Youngster!
2:6, 1:1
 
Mit einem weiteren Winner, einer Vorhand aus dem Halbfeld, stellt Tsitsipas dann auch gleich noch auf 40:0. Den ersten Spielball kann Nadal aber dank eines zu kurzen Lobs des Griechen per Smash abwehren ...
2:6, 1:1
 
Tsitsipas steht mittlerweile meinen guten Meter näher an der Grundlinie als noch im ersten Satz. Das führt natürlich dazu, dass er die Bälle früher und druckvoller zurückspielen kann - gepaart mit ein bisschen Risiko bringt ihm das schon wieder ein 30:0.
2:6, 1:1
 
Den ersten Spielball verzockt Nadal noch, den zweiten kann er dann aber nutzen, weil Tsitsipas einen Rahmenball gen Stadiondach feuert - 1:1, alles in der Reihe in Satz zwei.
2:6, 1:0
 
... und mit dem nächsten guten Aufschlag in die Rückhand des Griechen kann sich Nadal dann auch schon wieder drei Spielbälle erspielen. 40:0!
2:6, 1:0
 
Kein Problem für Nadal, den so ein 0:1 natürlich kalt lässt. Über die Rückhand von Tsitsipas geht es zum 15:0, mit der eigenen Rückhand cross dann zum 30:0 ...
2:6, 1:0
 
Zu Null nimmt Tsitsipas sein Aufschlagspiel dann auch mit und legt zum 1:0 vor - das kennen wir allerdings schon aus Satz eins. Und wie das endete, wissen Sie ja ...
2:6, 0:0
 
Mit einem Vorhandwinner zum Auftakt schafft es Tsitsipas zum ersten Mal, die eigenen Fans ein bisschen aufzuwecken und anzustacheln. Daraufhin patzt Nadal dann gleich zwei Mal mit der Vorhand - 40:0, Spielbälle für den Griechen.
Zwischenfazit
 
Wirklich viel Land hat Stefanos Tsitsipas bislang nicht gesehen, dafür war Nadal einfach zu stark und konsequent. Und auch, wenn der Grieche bei diesem Turnier schon ein paar Satzrückstände drehen konnte, heute dürfte das nicht ganz so einfach werden - denn sein spanisches Gegenüber agiert bisher nahezu fehlerfrei (elf Winner, nur sechs unnötige Fehler) und findet vor allem das perfekte Maß an Aggression. Aber mal sehen, ob der Grieche hier nicht vielleicht doch noch ein paar Zaubertricks auf Lager hat!
2:6
Gerade mal 32 Minuten hat es gedauert, da ist der erste Durchgang Geschichte: Mit einem letzten Servicewinner nimmt Nadal das Spiel und damit auch den ganzen Satz mit.
2:5
 
Es kommt, wie es kommen musste: Mit einem Netzangriff und einem schönen langen Vorhandvolley erspielt sich Nadal bei 40:15 zwei Satzbälle.
2:5
 
... aber mit seinem zweiten Ass zum 30:15 übernimmt der Spanier dann doch wieder die Kontrolle, da hilft Tsitsipas auch die verzweifelte Challenge (der Ball war nicht mal nahe der Linie) nicht.
2:5
 
Logisch, im ersten Satz gibt es für Tsitsipas jetzt nur noch Alles oder Nichts, denn ohne Break geht es sofort ab in den zweiten. Immerhin muss Nadal gleich mal ein 0:15 in ein 15:15 umwandeln ...
2:5
 
Au weia, bisher bekommt Tsitsipas hier wirklich eine Lektion erteilt: Einen nicht wirklich guten Stopp des Griechen kontert Nadal mit einem gefühlvollen Passierball, den er als Slice spielt und genau auf die rechte Seitenlinie setzt - 5:2 und Doppelbreak vor für den Mann aus Manacor!
2:4
 
Bärenstark vom Spanier: Mit der Vorhand Inside-In, die heute richtig gut funktioniert, bereitet er seinen Angriff vor und punktet am Ende über die Rückhand des Griechen - Vorteil Nadal, Breakball!
2:4
 
... und weil Tsitsi dann gleich noch einen Doppelfehler serviert, hat Nadal bei 40:40 schon wieder einige Optionen. Einstand!
2:4
 
Über 15:15 kann Tsitsipas auch dieses mal wieder auf 40:15 und Spielbälle stellen. Klar, zu Null wäre schöner, denn mit nur einem Punkt (einem Doppelfehler) ist Nadal schon bei 40:30 ...
2:4
 
Bislang macht Tsitsipas offenbar noch nicht genug Punkte, als dass man von den griechischen Fans viel hören würde. Was natürlich auch daran liegen kann, das Nadal hier ebenfalls (und zwar schon seit Jahren) zu den Fan-Lieblingen zählt ...
2:4
 
Mit einem letzten guten Ersten tütet Nadal dann auch dieses Aufschlagspiel ein und legt weiter vor. Und bei Tsitsipas ist beim Rutschen schon wieder ein Schuh des deutschen Ausrüsters kaputt gegangen - das ist jetzt schon das dritte Mal in diesen zwei Wochen von Melbourne.
2:3
 
Ausnahmsweise muss Nadal mal über den zweiten Aufschlag gehen, tut das aber sehr souverän - mit der Vorhand Inside-Out gegen die Laufrichtung des ungläubig dreinschauenden Tsitsipas geht es zum 40:0 und drei Spielbällen.
2:3
 
Die Genauigkeit, mit der Nadal von der Grundlinie aus operiert, ist auch nach 15 Jahren Zuschauen noch erstaunlich. Tsitsipas kann sich gegen den Mix aus Präzision und Speed nicht wirklich wehren - 30:0.
2:3
 
Huiuiui! Mit einer fantastischen Rückhand longline macht der Grieche schnell einen Deckel auf sein Aufschlagspiel und verkürzt zum 2:3. Rein theoretisch ist da ja noch genug Zeit für ein Re-Break ... allerdings hat Nadal sein Service zum letzten Mal im dritten Satz seines Erstrundenmatches (!!) verloren.
1:3
 
Sehr schön, der Frust muss raus: Mit einem Servicewinner legt Tsitsipas los, mit einem Ass stellt er anschließend auf 30:0 und mit einem weiteren guten Aufschlag geht es dann zum 40:0 - Spielbälle für den Griechen.
1:3
 
Mit einem Servicewinner tütet Nadal das Spiel dann auch umgehend zu Null ein, bestätigt das Break und stellt auf 3:1 - Tsitsipas muss aufpassen, dass ihm Satz eins nicht schnell entgleitet.
1:2
 
So langsam findet Nadal hier in seinen Rhythmus und das bedeutet für Tsitsipas natürlich nichts Gutes. Mit der Vorhand longline geht es zum 15:0, mit einem Servicewinner zum 30:0 und mit einer Vorhand Inside-In zum 40:0 und drei Spielbällen. Gedauert hat das Ganze 75 Sekunden ...
1:2
 
Chapeau, das ist richtig gut vom ehemaligen Weltranglistenersten: Mit einem guten Return zwingt er Tsitsipas in die Defensive und macht dann schön Druck auf dessen Rückhand - beim zweiten Versuch knickt der Grieche ein und muss das Break zum 1:2 hinnehmen.
1:1
 
Stark von Tsitsi, der das mit einem Vorhandwinner, den er kurz cross hinter die T-Linie legt, wieder ausbügelt. Dann fightet sich Nadal aus der Defensive kommend aber toll in einen langen Ballwechsel ... und punktet zum Schluss mit der Vorhand longline ins Eck zum 30:40 und der ersten Breakchance.
1:1
 
Oho! Erst verliert Tsitsipas eine Challenge, weil seine Vorhand cross tatsächlich zu lang war - dann punktet Nadal direkt mit einem Returnwinner mit der Rückhand longline. 15:30!
1:1
 
Psychotricks hüben wie drüben: Erst zeigt Nadal während der Aufschlagbewegung von Tsitsipas an, dass er doch noch nicht bereit ist ... dann wirft der Grieche den Ball drei Mal an, bevor er letzten Endes serviert. 15:0!
1:1
 
... und am Ende kann auch der Spanier sein erstes Aufschlagspiel relativ souverän durchbringen und zum 1:1 ausgleichen. Spielerisch ist hier noch Luft nach oben, aber immerhin zeigt sich Tsitsipas gleich mal in einer sehr mutigen Rolle.
1:0
 
Der nächste richtig gute Erste von Nadal sorgt dann für das 40:30 und seinen ersten Spielball ...
1:0
 
Mit viel Druck und einem ersten Netzangriff kontert Nadal das zum 15:15. Aber Tsitsipas kann gleich wieder vorlegen, was den Spanier sogar eine Challenge kostet ... sich aber per Ass zum 30:30 schnell wieder auflösen lässt.
1:0
 
Nadal lässt sich gewohnt viel Zeit mit seinem ersten Aufschlag, aber ungeduldig wird Tsitsipas deshalb noch lange nicht. Erst ein sehr glücklicher Gegenstopp von Nadal sorgt nach 14 Schlägen hin und her für das 15:0 ... denkste, der Ball war im Aus, 0:15.
1:0
 
Kein Problem für Tsitsi, der bislang jeden einen Tick zu kurzen Ball von Nadal angreift - mit einer schönen Vorhand longline und einem Servicewinner geht es zum Spielgewinn und der 1:0-Führung.
0:0
 
Den zweiten Punkt schenkt ihm Nadal dann mit einer Rückhand, die´viel zu lang wird. Dann kann sich der Spanier aber auch mal produktiv einmischen und mit einem knackigen Rückhandreturn in die Füße des Griechen zum 30:15 punkten.
0:0
 
Auf diesen Schlag wird es heute ganz besonders ankommen: Mit seiner Vorhand (in diesem Fall sogar einem Volley) punktet Tsitsipas zum 15:0.
0:0
 
Tsitsipas hat den Münzwurf für sich entschieden und beschlossen, dass er als Erster aufschlagen will - auf geht's!
Chair Umpire
 
Was uns noch fehlt, ist der zuständige Referee: Diesen Job wird gleich der Franzose Damien Dumusois übernehmen, der auf der Tour aufgrund seiner klaren Ansagen zu den respektiertesten Schiedsrichter gehört.
Freilufttennis!
 
Oho, das freut uns natürlich sehr: In dieser Minute haben sich die Veranstalter trotz 38 Grad (4.5 auf der Skala) im Schatten nämlich dazu entschlossen, das Dach doch zu öffnen - Rod Laver wird in gleißendes Licht getaucht, sodass Nadal und Tsitsipas hier gleich unter freiem Himmel spielen dürfen.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon! Tsitsipas betritt den Court gleich als Erster, darauf folgen das Erinnerungsfoto, der Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen.
Hallentennis
 
Nachdem die Veranstalter schon bei den Halbfinals der Damen vorhin die neue Extreme Heat Policy anwenden und das Dach wegen der wahnwitzigen Temperaturen schließen mussten, hat sich am Wetter bis zum Abend wenig geändert: Die Hitze-Stress-Skala zeigt weiterhin eine 5/5 an, was bedeutet, das auch unser Match gleich in der größten Teilzeit-Tennishalle der Welt ausgetragen wird.
Australian Open
 
Und damit fehlt dann eigentlich nur noch ein Blick auf das Turnier an sich. Gespielt wird im Melbourne Park, der abgesehen von einem Fußball- und Rugby-Stadion sowie dem Melbourne Cricket Ground (100.000 Plätze) aus 38 Tennisplätzen besteht. Die größten davon sind die Rod Laver Arena (15.000 Sitze), die Melbourne Arena (10.500) und die Margaret Court Arena (7.500) - wobei diese drei Courts auch alle ein Dach haben, falls die Temperaturen des australischen Sommers doch mal zu hoch werden. Und natürlich hat der Happy Slam auch zwei Titelverteidiger: Bei den Herren verteidigte der mittlerweile ausgeschiedene Roger Federer (SUI) im Vorjahr seinen Titel von 2017 in einem epischen Endspiel gegen Marin Cilic (CRO), bei den Damen setzte sich die ebenfalls bereits ausgeschiedene Dänin Caroline Wozniacki im Finale gegen Simona Halep (ROM) durch.
Head 2 Head
 
Wobei das bei Tsitsipas eventuell gar nicht notwendig ist, denn der Grieche erinnert sich ganz bestimmt noch an sein letztes Erlebnis mit Nadal. Das fand nämlich im oben bereits angesprochenen Finale von Toronto statt, nachdem Tsitsipas innerhalb weniger Tage bereits vier Top 10-Spieler geschlagen hatte - vom Spanier gab es dann allerdings eine empfindliche 2:6, 6:7 Packung serviert. Und auch das erste Duell der Beiden hat Nadal für sich entschieden und Tsitsipas sicher nicht vergessen: Im Endspiel von Barcelona, seinem erstem größeren Finale, gab es für den Griechen nämlich sogar ein 2:6, 1:6.
Turnierverlauf Nadal
 
Aber genug der Geschichten und zurück zum Tennis. Hier in Melbourne spielt Nadal bislang nämlich ein ausgezeichnetes Turnier: Weder gegen James Duckworth, Matthew Eben, Alex de Minaur (alle AUS), Tomas Berdych (CZE) oder Frances Tiafoe (USA) musste der Spanier einen Satz abgeben - so spart man Kräfte und jagt seinen kommenden Gegnern schon mal ein bisschen Angst ein.
Fluthilfe auf Mallorca
 
Allerdings muss man bei Nadal natürlich dazu sagen, dass er einer ist, der selten eine Minute still sitzen und sich nicht bewegen kann. Und so waren wohl die wenigsten überrascht, als Geschichten zu Tage kamen, nach denen der Mallorquiner bei den Unwettern im Oktober auf Mallorca nicht nur Opfern eine Unterkunft anbot, sondern sogar selber bei den Aufräumarbeiten rund um Manacor mit anpackte - Nadal ist eben einer, der Dinge gern selber in die Hand nimmt.
Nadal 2018
 
Und eigentlich hatte der Spanier 2018 auch ein richtig gutes Jahr, sammelte eine Bilanz von 40:3 Siegen (!) zusammen, gewann fünf Turniere (unter anderem die French Open sowie die Masters-Events in Monte-Carlo, Rom und Toronto) und verlor ausschließlich gegen Top10-Gegner verloren - bis er im Halbfinale der US Open wegen einer Verletzung an der Patellasehne aufgeben und den Rest der Saison schmeißen musste.
Nadals Karriere
 
Viel verbessern kann Nadal an seinem eigenen Spiel allerdings kaum noch, schließlich hat der 32-Jährige aus dem mallorquinischen Manacor im Laufe seiner Karriere 196 Wochen auf Platz eins der Weltrangliste verbracht, hat 17 Grand-Slam-Turniere und 33 Masters-Titel gewonnen und ist seit 2005 fester Bestandteil der Top 3 im Welttennis.
Das sagt Nadal
 
Rafa Nadal dürfte also gewarnt sein, was das Leistungsvermögen des Griechen angeht - aber wie man den Spanier kennt, hat der sich zur Vorbereitung natürlich genauestens informiert. ''Wir sind im Halbfinale bei einem Grand Slam, da ist jeder stark'', so der Spanier gestern beim Training. ''Meine Erfahrungen mit ihm und seinem Spiel sind völlig egal. Denn wenn du gegen diese jungen Spieler spielt, dann merkst du von Mal zu Mal, wie sie sich verbessern. Und bei ihm geht das wahnsinnig schnell.''
Federer-Sturz
 
Herausstach bei Tsitsipas in den letzten zehn Tagen aber ganz sicher besagtes Achtelfinale, vor dem der Grieche sagte: ''Ich spiele gegen mein Idol, das sind die schwierigsten Matches: Du musst mental unglaublich stark sein, weil du ausblenden musst, dass du diesen Spielern jahrelang bewundernd im TV zugeschaut hast.'' Gemeint war damit Roger Federer, der Maestro aus der Schweiz, gegen den Tsitsipas zuvor noch nie angetreten war - und den er in der 4. Runde in einem grandiosen Viersatzmatch (6:7, 7:6, 7:5, 7:6) in die Knie zwingen konnte, ohne dabei auch nur ein einziges Break zu kassieren.
Turnierverlauf Tsitsipas
 
Hier in Melbourne hat sich Tsitsipas, der bei seinem einzigen Turnierstart 2019 in Sydney bereits im Viertelfinale gescheitert war, in jeder Runde eine kleine Blöße gegeben: Sowohl gegen Matteo Berrettini (ITA) als auch gegen Viktor Troicki (SRB), Nikoloz Basilashvili (GEO) und Roberto Bautista Agut (ESP/Viertelfinale) gab der Grieche einen Satz ab - allerdings war der Achtelfinaleinzug dabei schon Tsitsis bestes Abschneiden bei diesem Grand-Slam-Turnier.
Durchbruch 2018
 
Richtig los ging es beim Youngster dann allerdings im letzten Sommer, als er erst das Endspiel in Barcelona erreichte, anschließend in Washington in sein erstes Hardcourt-Halbfinale vordringen konnte und als Krönung beim Masters in Toronto das Finale erreichte (nachdem er vier Top 10-Spieler in Serie geschlagen hatte) - Platz 15 in der Weltrangliste dürfte für Tsitsi also nur eine Zwischenstation sein. ''Patrick (Mouratuglou) hat mir immer gesagt, dass ich gut genug bin, um jetzt schon jeden zu schlagen. Geglaubt habe ich das zuerst nicht, aber mittlerweile sehe ich: Ich kann sogar mit den Jungs in den Top 10 mitspielen.''
Tsitsipas
 
Nachdem Tsitsipas in seiner Jugend in Athen mit dem Tennisspielen begann, trainiert er seit einigen Jahren immer wieder in der Akademie von Patrick Mouratoglou - und verdankt dem auch seinen kometenhaften Aufstieg: ''Patrick hat mir die Augen geöffnet, wie man spielen muss. Ich habe so viele neue Sachen gelernt, und das hat meinem Selbstvertrauen enorm geholfen.'' Und natürlich taten die ersten Siege auf der Tour in 2017 selbiges - unter anderem erreichte Tsitsipas in Antwerpen sein allererstes Halbfinale und ließ dem dann im Frühjahr 2018 die Viertelfinales von Dubai und Doha folgen.
Das Wunderkind
 
Zum einen liegt das daran, dass Melbourne dank unzähliger Einwanderer (mehr als 700.000) als zweitgrößte griechische Stadt der Welt (nach Athen) gilt. Und zum anderen daran, dass es endlich auch mal einen griechischen Tennisspieler gibt, der das Zeug zum Superstar hat - gestatten, Stefanos Tsitsipas, 20 Jahre alt und blondgelocktes Tenniswunderkind aus Athen.
Big Fat Greek Wedding
 
Vor gut 15 Jahren lief in den hiesigen Kinos ein Film mit dem Titel ''Hochzeit auf Griechisch - My Big Fat Greek Wedding''. Darin ging es um ein griechisches Mädchen in Chicago, die trotz oder eben wegen ihrer wilden Familie heiraten will und von der durchweg leicht irren Verwandtschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Und dass Griechen nicht nur ein bisschen (sport-)verrückt, sondern eben auch feierwütig sind, beweisen sie hier in Melbourne jeden zweiten Tag aufs Neue.
Tsitsi v Rafa
 
Der eine hat mit seinen 20 Jahren zwar kaum Erfahrung und steht zum ersten Mal in der Vorschlussrunde eines Grand Slams, hat sich hier in Melbourne aber zum absoluten Publikumsliebling gemausert. Der andere bestreitet heute sein 30. Halbfinale bei Grand-Slam-Turnieren (ein Titel in Melbourne), hat noch keinen Satz abgegeben und ist sozusagen der Topfavorit auf den Turniersieg: Willkommen bei Tsitsipas gegen Nadal!
Welcome Down Under
 
Herzlich willkommen bei den Australian Open zur Halbfinalpartie zwischen Stefanos Tsitsipas und Rafael Nadal.
Turnier
Finale
N. Djokovic (SRB/1)
6
6
6
R. Nadal (ESP/2)
3
2
3
Copyright © 2019 Perform Media Deutschland GmbH. Alle Rechte vorbehalten