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Tennis Live-Ticker: : Tommy Haas - Benoit Paire live (1. Runde)

Tommy Haas gegen Benoit Paire - 1. Runde - im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de

Australian Open Melbourne
SP
Pkt
1
2
3
4
5
ger
T. Haas
0xxx
0
0
6
4
x
x
fra
B. Paire
1
0
0
7
6
x
x
Court 8 | 1. Runde
Ende
T. Haas
Ranking:
302
Geburtsd.:
03.04.1978
Größe:
1.88 m
Gewicht:
84 kg
Bilanz:
6-10
Preisgeld:
US$ 13.497.478
B. Paire
Ranking:
45
Geburtsd.:
08.05.1989
Größe:
1.96 m
Gewicht:
80 kg
Bilanz:
19-19
Preisgeld:
US$ 4.528.737
Letzte Aktualisierung: 22:21:10
Haas
Paire
Abschied
 
Das war's nun aber auch von uns und für heute - doch natürlich sind wir schon morgen wieder für Sie zur Stelle, wenn unter anderem Andy Murray, Angelique Kerber und Stan Wawrinka ihre Zweitrundenauftritte zu absolvieren haben. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und Danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünscht allen Lesern eine angenehme Woche!
Ausblick
 
Während man bei Tommy Haas nun also abwarten muss, wo und wann man ihn als nächstes zu Gesicht bekommt, geht es für Benoit Paire am Donnerstag weiter - wenn der Franzose in Runde zwei entweder auf den Italiener Fabio Fognini oder den Spanier Feliciano Lopez (28) trifft.
Statistik
 
Was den Erfolg für Benoit Paire, der über die gesamte Matchdauer einen konzentrierten und mutigen Eindruck machte, natürlich nicht schmälern soll: 22 Asse (Haas 4), 46 Winner (Haas 15) und beim ersten Aufschlag eine Erfolgsquote von 81 Prozent sprechen eine deutliche Sprache.
Fazit
 
Eigentlich möchte man hier gar kein Fazit schreiben, zu traurig dürften die deutschen Tennisfans über das vorzeitige Aus für ihren Oldie sein. Und dennoch bleibt unter dem Strich nur ein Schluss: Trotz der Verletzung war das von Tommy Haas zwei Sätze lang sehr anständiges Tennis.
6:7, 4:6, 0:0
Und das war es dann leider auch für Tommy Haas - der Deutsche muss diese Partie verletzungsbedingt aufgeben. Das ist wirklich mal schade!
6:7, 4:6
Und schon ist auch der zweite Durchgang Geschichte: Benoit Paire macht mit einem Netzangriff einen großen Schritt in Richtung zweiter Runde, die 2:0-Satzführung ist mittlerweile aber auch wirklich verdient.
6:7, 4:5
 
Stark gemacht von Paire, der mit der Vorhand einfach mal das Tempo anzieht und den blockenden Haas zum Fehler verleitet - Satzbälle für den Franzosen!
6:7, 4:5
 
Haas beginnt sein Aufschlagspiel mit einer verlorenen Challenge, bügelt das aber mit einem feinen Rückhandwinner cross gespielt wieder aus. Dann ist allerdings Paire wieder mit einem Winner an der Reihe, der ihm trotz erneuter Challenge das 15:30 einbringt ...
6:7, 4:5
 
Gleich den ersten nutzt er dann auch mit einem ansatzlosen Rückhandstopp zum 5:4. Womit es nun an Haas ist, gegen den Satzverlust aufzuschlagen.
6:7, 4:4
 
Paire serviert komplett unbeeindruckt von dem ganzen Drama zum 30:0. Haas kann dann zwar verkürzen, aber ein weiterer guter Erster bringt dem Franzosen zwei Spielbälle.
6:7, 4:4
 
Aber es scheint, als wolle sich Haas hier noch weiter versuchen. Was irgendwo auch Sinn macht, denn ein Kämpfer ist er ja sowieso - und seinen vermutlich letzten Auftritt hier in Australien wird er sicher auch nicht aufgeben wollen.
6:7, 4:4
 
Unter der momentan entstehenden Diskussion kann ich mir eigentlich nur eins vorstellen: Haas wird wissen wollen, ob er sich im Falle des Weiterspielens noch schlimmer verletzen könnte - die Physios werden ihm diese Entscheidung aber nicht abnehmen können.
6:7, 4:4
Es ist geschafft - nach fast elf Minuten hat Tommy Haas seinen Aufschlag doch noch durchgebracht und zum 4.4 ausgeglichen. Doch nun muss der Physio leider wirklich ran ...
6:7, 3:4
 
Zwischen den vielen von Haas vergeben Spielbällen hat auch Paire zwei Breakchancen, kann die aber genau so wenig nutzen wie der deutsche seine Spielbälle. Auch nach neun Minuten hängen wir noch in diesem Aufschlagspiel fest ...
6:7, 3:4
 
Paire versucht es mal mit einer Challenge, hat aber Unrecht und sieht sich einem Vorteil gegenüber. Den kann Haas dann aber wieder nicht nutzen, sodass man sich bei Einstand wieder trifft.
6:7, 3:4
 
Ach herrje! Den ersten verspielt Haas mit der Rückhand, den zweiten wehrt Paire am Netz mutig und bestimmt ab. Und schon wird es bei 40:40 brenzlig für den Deutschen.
6:7, 3:4
 
Paire hingegen muss ordentlich laufen. Was aber auch nichts nützt und nach seinem Rückhandfehler mit einem lauten ''Noooooooon'' quittiert wird. Zwei Spielbälle für Tommy Haas!
6:7, 3:4
 
Einem Servicewinner lässt Haas einen misslungenen Stopp folgen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Deutsche versucht, die Ballwechsel hier so kurz wie möglich zu gestalten.
6:7, 3:4
Ach Mensch, das ist natürlich richtig schade: Tommy Haas hat nach dem Physiotherapeuten gerufen, der aber erstmal nur als Gesprächstherapie genutzt wird. Hoffen wir mal, dass das nur ein ganz kleines Wehwehchen ist.
6:7, 3:4
 
Haas startet zwar mal wieder mit einem 0:15, muss sich dann aber eine Reihe guter Aufschläge beugen und sieht sich dem 40:15 gegenüber. Und so etwas lässt sich Paire heute nicht zwei Mal anbieten - 4.3 für den Franzosen.
6:7, 3:3
 
Dank eines weiteren Fehlers von Paire schnappt sich Haas das Spiel am Ende mit vier Punkten in Reihe - bei 3:3 ist es wieder an Paire, hier vorzulegen.
6:7, 2:3
 
... das Haas mit zwei Servicewinnern aber ganz lässig wieder gerade biegt. Und dazu noch am Netz auf Spielball stellt. Von Verschleißerscheinungen kann hier nicht die Rede sein.
6:7, 2:3
 
Plötzlich muss Haas aber mit dem gleichen Problem umgehen wie eben Paire. Ein Doppelfehler und eine wilde Rückhand bringen dem Franzosen sein eigenes 0:30 ..
6:7, 2:3
 
Vier Punkte in Serie für den Franzosen, der damit den Kopf gerade nochmal aus der Schlinge zieht und zum 3:2 vorlegt. Aber Haas wittert seine Chancen - für den Deutschen ist hier alles drin, solange er fit bleibt.
6:7, 2:2
 
Ein Ass und ein Schmetterball verhelfen Paire dann aber doch wieder zum 30:30.
6:7, 2:2
 
Feiner Rückhandwinner von Haas, der Paire longline ausspielt. Und dann leistet sich der Franzose doch glatt einen Doppelfehler zum 0:30 ...
6:7, 2:2
 
Die nächsten beiden Punkte gehen dann aber wieder an den mittlerweile in fast jedem Ballwechsel angreifenden Haas, der damit zum 2:2 ausgleicht.
6:7, 1:2
 
Aber da muss man dann eben einfach nur ein bisschen schneller spielen - denkt sich Haas auch und marschiert zwei mal entschlossen ans Netz. Und wie wir es gewohnt sind ist es dann Paire, der im dritten Ballwechsel des Spiels auf 30:15 verkürzt.
6:7, 1:2
 
Hängen bleibt am Ende aber dann doch nur der Spielgewinn für Benoit Paire - und ein Tommy Haas, der zumindest schon mal tief durchschnaufen muss. 33 Grad ist allerdings auch alles andere als eine optimale Tennistemperatur ...
6:7, 1:1
 
Haas wird grantig! Ein paar Zuschauer am hinteren Platzeck machen offenbar zu viel Lärm beim Einlass - sodass Haas einfach mal persönlich vorstellig wird und die Fans um Ruhe bittet. Selbst ist der Mann!
6:7, 1:1
 
Ass Nummer 16 bringt ihm dann zwar den Spielball, aber den wehrt Haas mit einem mal wieder richtig schönen Passierball auf Paires Körper ab. Einstand!
6:7, 1:1
 
Allerdings ist Paire wieder in Knaller-Laune. Womit ich meine, dass er weiterhin Asse am Fließband produziert - mittlerweile ist der Franzose schon bei 15 angekommen.
6:7, 1:1
 
Zum 40:15 kommt Haas dann per Servicewinner, zum Spielgewinn mit einem Passierball mit der Vorhand cross - das sieht doch alles ganz lässig aus!
6:7, 0:1
 
Zwei wilde Rückhandbälle von Paire verschaffen Haas erneut ein schnelles 30:0. und auch diesmal geht der nächste Punkt an den Franzosen, der mit einer wunderbaren Rückhand longline gegen Haas' Laufrichtung punktet.
6:7, 0:1
 
Und dennoch geht das Spiel am Ende an den aufschlagenden Franzosen - aber zumindest zeigt Haas gleich mal an: Ich bin noch da!
6:7, 0:0
 
Paire kann dann mit einem Servicewinner-gestützten Zwischenspurt wieder auf 40:30 stellen, aber Haas beißt sich ins Spiel und punktet am Netz zum Einstand.
6:7, 0:0
 
Und Haas gedenkt offenbar, sich auch weiterhin nach bestem gewissen zu wehren. Zwei schnelle Returnpunkte sehen schon mal vielversprechend aus ...
Zwischenfazit
 
Risiko gehen beide, wie der Blick auf die unnötigen Fehler beweist (Haas 24, Paire 18). Aber den Unterschied machen dabei eben die Winner aus - während Paire schon 19 direkte Punkte sammeln konnte, sind es bei Haas gerade mal deren neun. Ansonsten macht der deutsche Atlmeister hier wahrlich kein schlechtes Spiel!
6:7
Auch einen zweiten Punkt kann sich Haas noch schnappen - doch dann ist der Satz weg. Und ausgerechnet mit einem Doppelfehler ...
6:6
 
Nachdem Paire bei eigenem Aufschlag auf 6:0 stellen kann, holt sich Haas mit einem schönen Return zumindest den Ehrenpunkt.
6:6
 
Und als liefe es noch nicht bescheiden genug, serviert Haas nun auch noch einen Doppelfehler zum 0.5. Das dürfte es mit Satz eins gewesen sein.
6:6
 
Den nächsten Aufschlag des Deutschen schießt Paire einfach mal mit der durchgezogenen Rückhand cross ab - 4:0 für den Franzosen!
6:6
 
Paire bestätigt das Minibreak, indem er seine beiden Aufschläge hält - und was niemand sehen will ist, dass sich Haas immer wieder an das Handgelenk fasst.
6:6
 
Haas challenged eine eigene Rückhand - aber auch das Hawkeye hat den Ball im Aus gesehen. Das ist gleich mal ein Minibreak für Benoit Paire!
6:6
 
... und stellt dann auf 6:6 - wir gehen in den Tiebreak!
6:5
 
Paire ballert sich mit ein paar guten Aufschlägen mal wieder den Frust von der Seele ...
6:5
 
Diesmal klappt es dann aber besser, am Ende segelt ein Lob von Paire hinter die Grundlinie - und Haas kann zum 6:5 vorlegen. Alles in der Reihe in diesem extrem engen ersten Durchgang!
5:5
 
Eieiei! Den muss man doch eigentlich verwandeln. Haas bekommt eine zu kurze Vorhand von Paire ins Halbfeld serviert und kann sich die Ecke aussuchen, sucht sich aber den Korridor aus. Und muss nochmal über Einstand gehen ...
5:5
 
Es gibt den Spielball, weil Haas eine Rückhand cross voll durchzieht und Paire zu langsam ist. Doch den kann der Deutsche dann nicht nutzen, sodass man sich bei Einstand wieder trifft.
5:5
 
Stark gefightet vom Deutschen, der mit viel Laufarbeit und einem schönen Volleystopp zum 30.30 kommt. Gibt das den Spiel- oder den Breakball?
5:5
 
Das hätte man wohl lieber gar nicht erst denken sollen. Zwei leichte Fehler von Haas bescheren Paire ohne eigenes Zutun ein 0:30 ...
5:5
 
Der Punkt zum 5:5 ist dann nur noch eine Pflichtübung - und schon geht Satz eins in die Overtime. Und es riecht ziemlich stark nach Tiebreak ...
5:4
 
Aber auch Benoit Paire gibt sich absolut keine Blöße, trifft so gut wie jeden ersten Aufschlag und erspielt sich schnell das 40:15.
5:4
 
Und weil es so schön einfach ist, gibt es gleich noch ein drittes Ass hinterher. Und dazu natürlich als Bonus die 5:4-Führung.
4:4
 
Der alte Mann und das Ass - zwei Asse rahmen einen schönen Rückhandwinner ein und bringen Haas ebenfalls ein schnelles 40:0.
4:4
 
... so wie insgesamt der Spielgewinn zum 4:4. Und jetzt muss Tommy Haas aufpassen, denn Paire wirkt angriffslustig!
4:3
 
Zwei leichte Fehler von Haas verschaffen Paire einen unkomplizierten Start in sein Aufschlagspiel. Der Servicewinner zum 40:0 ist dann ebenfalls eine schnelle Geschichte ...
4:3
 
Bitter für Tommy Haas! Beim halbhohen Volley denkt er wohl schon an den nächsten Punkt - und spielt den Ball viel zu lang und hinter die Grundlinie. Re-Break Paire, alles in der Reihe in Satz eins!
4:2
 
Der nun richtig biestige Paire hämmert wieder ein bisschen und punktet damit zwei Mal in Folge. Was ihm eine Breakchance einbringt!
4:2
 
Und dann wird diskutiert. Paire nimmt eine Challenge, weil seine Vorhand im Aus gewesen sein soll. Damit hat er zwar Recht, doch Haas hatte den Ball durchgelassen, was eine Wiederholung zur Folge haben müsste - Paire will aber partout den Punkt geschenkt bekommen.
4:2
 
Zwischendurch packt Paire aber immer wieder diese leicht verzweifelten, hochriskanten Vorhandschüsse aus - die natürlich ab und zu auch sitzen. Nur noch 30:15 für Tommy Haas.
4:2
 
Und während es bei Haas in dieser Phase richtig gut läuft, häufen sich die Fehler bei Paire. Ein schnelles 30:0 ist der Lohn für den Hamburger.
3:2
 
Kein Problem für Haas, drei unnötige Fehler von Paire später hat der Deutsche das erste Break im Sack!
3:2
 
Dumm nur, dass Paire schon sein sechstes Ass serviert - und dem gleich noch Nummer sieben nachschiebt. In nur drei Aufschlagspielen ...
3:2
 
Zumindest der Einstand geht, denn Haas spielt dem nach vorn stürmenden Franzosen den Ball direkt zwischen die Beine. Und dann passiert ihn Haas gleich nochmal mit der Rückhand longline aus dem Handgelenk - und der Zauberschlag bringt dann auch prompt die erste Breakchance!
3:2
 
Und Paire scheint zumindest bei seinem eigenen Aufschlag hellwach zu sein - wenngleich Haas die ersten zwei von drei Spielbällen diesmal abwehren kann. geht da was für den Dceutschen ?
3:2
 
Spielerisch ist das hier vielleicht noch nicht das Gelbe vom Ei, aber nach drei Jahren Melbourne-Pause hat zumindest Haas wohl eine kurze Phase zur Akklimatisierung verdient.
3:2
 
Einen besseren Moment für einen Servicewinner kann es gar nicht geben. Und in der Folge zeigt Haas druckvolles Tennis, mit dem er Paire immer wieder zu Fehlern von der Grundlinie zwingt - 3:2!
2:2
 
Uh oh. Haas gerät in Schwierigkeiten. Paire platziert eine Rückhand genau auf die Grundlinie - und der Deutsche lässt den Ball einfach durch, weil er ihn im Aus wähnt. 15:30 gegen den aufschlagenden Haas ...
2:2
 
Soviel dazu. Paire benötigt keine 90 Sekunden, um sein Service ebenfalls durchzubringen und auf 2:2 zu stellen. Bislang schlägt der Franzose richtig stark auf.
2:1
 
Es war mühsam, aber wichtig: Mit einem Servicewinner hält Haas sein Service zum zweiten Mal und wirkt, als fände er hier immer besser ins Spiel.
1:1
 
Haas erläuft einen Stopp von Paire, greift mit der Vorhand cross an und beendet das Ganze mit einem wunderbaren Rückhandvolleystopp - da muss dann auch der Deutsche mal breit grinsen.
1:1
 
... aber den verbummelt der Franzose mit einem eigentlich ganz leichten Vorhandvolley, den er cross noch neben den Korridor legt. Das nennt man dann verschenkt!
1:1
 
Paire scheint es sich taktisch doch anders überlegt zu haben. Statt mit der Hau-drauf-Philosophie geht es plötzlich ganz geduldig zu Werke, wartet seine Spots ab und erzwingt dann die Fehler bei Haas. Ein erster Breakball ist der Lohn ...
1:1
 
Ein guter Aufschläger ist er ja, der Benoit Paire. Aber SO gut? Drei Asse in Reihe machen aus einer gefährlichen Situation den souveränen Spielgewinn zum 1:1.
1:0
 
Mit einem gelungenen Netzangriff und seinem ersten Ass kann Paire den Schiefstand aber wieder ausgleichen. Und mit dem nächsten Ass dann sogar auf 40:30 stellen.
1:0
 
In sein eigenes Aufschlagspiel startet Paire dann prompt mit einem Doppelfehler. Haas nimmt das Geschenk gern an und erhöht mit einem Rückhandreturn vor die Füße des Franzosen auf 0:30.
1:0
 
Und Paire holzt dann auch gleich noch eine Vorhand cross neben den Korridor. 1:0 für Tommy Haas - sehr zur Freude der etwa 2500 Zuschauer.
0:0
 
Nach wie vor gibt sich Paire größte Mühe, Haas bestmöglich laufen zu lassen. Was am Ende dann aber mit einer völlig verzogenen Rückhand cross und dem Spielball für den Deutschen endet.
0:0
 
Leichte Punkte sind für Haas noch nicht drin, sodass Paire mit einem Vorhandwinner Inside-Out zum 30:30 kommt.
0:0
 
Der erste Aufschlag des Deutschen funktioniert zu Beginn noch gar nicht. Dafür aber die Vorhand umso besser - der cross geschlagene Winner ist gleich mal eine Kostprobe von Haas' Können.
0:0
 
Genug erzählt - los geht's, Tommy Haas schlägt als Erster auf! Und das nicht nur einfach ganz normal: Für den ersten Gang von Haas an die Grundlinie gibt es von einem Teil der Fans doch tatsächlich Standing Ovations. Und schon erlebt man dieses berühmte Gänsehautfeeling ...
Chair Umpire
 
Geleitet wird das Match heute übrigens von der Griechin Eva Asderaki - die 34-Jährige ist nicht nur extrem erfahren, sondern leitete auch als erste Frau in der Tennisgeschichte das Herren-Finale der US Open (2015).
Prozedere
 
Soooo! Richard Gasquet hat sich dann doch ein wenig beeilt, sodass unsere beiden Hauptdarsteller den Court 8 mittlerweile betreten haben. Gleich gibt es das obligatorische Gruppenfoto, dann wird der erste Aufschläger ausgelost und sich fünf Minuten lang eingeschlagen - und dann kann es hier auch schon losgehen!
Verspätung
 
Leider verschiebt sich der Beginn unserer Partie immer weiter nach hinten, mittlerweile peilt die Turnierleitung einen Start um 8:00 Uhr unserer Zeit an - wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald sich bei Gasquet (FRA/18) - Mott (AUS) irgendetwas tut.
Australian Open
 
Bevor es hier nun aber gleich losgeht, gibt es schnell noch ein paar Fakten zu diesem Turnier mit auf den Weg. Ausgetragen wurden die Australian Open zum ersten Mal im Jahr 1905, bis 1988 wurde auf Rasen gespielt und unter den Spielern gelten sie trotz der immensen Temperaturen als das lustigste der Grand-Slam-Turniere. Insgesamt werden bei diesen Australian Open 50 Millionen australische Dollar an Preisgeld verteilt (etwa 35 Millionen Euro), für die Sieger gibt es sowohl bei den Herren als auch bei den Damen knapp 2,6 Millionen Euro - als Titelverteidiger schlagen bei den Herren Novak Djokovic (SRB) und bei den Damen Angelique Kerber (GER) auf.
Head to Head
 
Warte wir also mal ab, wie sich der Hauptakt heute morgen entwickelt, denn tatsächlich feiert diese Paarung heute auch Premiere: Haas und Paire sind im bisherigen Verlauf ihrer Karrieren noch nie aufeinander getroffen.
Kein Glück bei den Grand Slams
 
Zumal Paires nervlichen Schwächen natürlich vor allem bei den Grand Slams und ihren Best-of-5-Matches deutlich werden - seit 2008 hat der Franzose genau ein einziges Mal eine 4. Runde bei einem Major erreicht, ansonsten war meist in Runde eins oder zwei Feierabend.
Paires Erfolge
 
Denn am Potenzial liegen die fehlenden Erfolge von Paire ganz sicher nicht - zu oft betonten seine französischen Kollegen wie Tsonga oder Gasquet in der Vergangenheit, wie stark Paire an guten Tagen aufspielen kann. Und trotzdem steht beim 27-Jährigen nebst drei Finalteilnahmen erst ein einziger Turniersieg (Bastad 2015) zu Buche - weshalb Paire auch noch nie in die Top 15 der Welt vorgedrungen ist (momentan Platz 47).
Paire, das Problemkind
 
Beispiele gefällig? Vom olympischen Turnier in Rio wurde er aufgrund von ''verbandsschädigendem Verhalten'' nach Hause geschickt. Im Jahr 2014 war Paire der Spieler auf der Tour mit den zweitmeisten zerschmetterten Schlägern. Über das traditionelle Turnier in Wimbledon sagte er einst: ''Das ist nicht meine Welt. Für alles gibt es regeln, alles ist verboten, man darf weder mit dem Schläger schmeißen noch fluchen. Keiner ist happy - das gefällt mir nicht.'' Und als Krönung folgte dann Ende des letzten Jahres das Geständnis: ''Ich bin einfach manchmal für zwei, drei Spiele nicht drin im Match. Ich denke dann über andere Sachen nach und verliere meinen Fokus. Ich müsste wohl mal mehr mentales Training machen.''
Das Duell
 
Und vor allem würde der Deutsche natürlich gern noch das eine oder andere Match bei den ganz großen Turnieren gewinnen - das Losglück war Haas hier in Australien allerdings nicht wirklich hold. Denn mit dem Franzosen Benoit Paire hat Haas nicht nur einen spielstarken Gegner erwischt - sondern auch ein Enfant Terrible.
Der Abschied naht
 
Abtreten wird Haas also guten Gewissens können - aber natürlich würde der Wahl-Amerikaner diesen Moment gern noch so lange wie möglich hinauszögern.
Haas Karriere
 
Wobei die Betonung ganz klar auf dem ''noch einmal'' liegen muss, denn manch einer ist noch zu jung oder vergisst, WIE gut Haas einst Tennis gespielt hatte. In der Weltspitze ist er einer der beliebtesten und respektiertesten Profis (Trainingspartner und Kumpel Roger Federer sagte einst: ''Wenn Tommy aufhört, wird der Tenniswelt ein ganz besonderer Mensch fehlen.''), zusätzlich hat er in 14 Jahren 15 Titel sammeln können, eine olympische Silbermedaille gewonnen (2000) und nebenbei noch vier Halbfinales bei Grand Slams (drei Mal hier in Melbourne) erreicht.
Das letzte Comeback
 
Und doch hat Haas, der sein letztes Match in einem Wettbewerb im Oktober 2015 in Wien bestritten hat, absolut gewissenhaft an seinem vermutlich letzten Comeback gearbeitet, wie er selber dem ''Tennis-Magazin'' erzählte: ''Zur Zeit ist tatsächlich alles soweit in Ordnung. Ich kann schmerzfrei trainieren und die Schulter auch immer besser voll einsetzen. Ich hoffe, das bleibt so für die nächsten zwölf Monate.'' Und die Motivation dafür ist natürlich auch ganz einfach, wenn man sein leben lang auf der ATP Tour unterwegs war: ''Ich schulde es mir selber, noch einmal gutes Tennis zu spielen.''
Verletzungen
 
Doch das ganze Glamourleben und die Verehrung der deutschen sowie der amerikanischen Fans ist eben nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen stehen neun teilweise schwere Operationen (allein vier an der rechten Schulter), mehr Comebacks als jeder andere Spitzensportler in der Welt und viele verpasste Momente im Familienleben, während derer Haas sich dann gerade in der Reha oder auf Reisen befand. ''Klar, meine Familie wird es genießen, mehr von mir zu habe. Und ich bin ganz ehrlich: Den einen oder anderen Burger, kalte Cola oder Gummibärchen - das sind alles Sachen ,die mir während der aktiven Karriere schon ein wenig gefehlt haben.''
Haas
 
Und wie es nun mal so ist, wird Tennisdeutschland wohl erst nach Haas' Abschied feststellen, wie wichtig der ehemalige Weltranglistenzweite für den Sport war und immer noch ist - wenngleich Haas seit fast 15 Jahren in Florida und Los Angeles zu Hause ist, seit Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt und nach der aktiven Karriere als Turnierdirektor beim Masters in Indian Wells anfangen wird. Aber egal, wie man es dreht und wendet: Haas war nach den Boomjahren mit Boris Becker und Michael Stich lange Zeit der erfolgreichste und aufregendste deutsche Tennisspieler.
Tour de Goodbye
 
Denn der mittlerweile 38-jährige gebürtige Hamburger ist nach wie vor auf der Tour unterwegs - wenngleich nur noch bei ausgewählten Turnieren und mit der Ankündigung im Gepäck, dass die Karriere ''wohl irgendwann dieses Jahr vorbei sein wird''. ''Ich sehe dieses Jahr als Chance, mit mir und dem Karriereende ins Reine zu kommen. Und dazu möchte ich gern nochmal bei einigen meiner Lieblingsturniere antreten. Die Turniere in Deutschland zum Beispiel würde ich gern alle noch mal spielen, dann ist es langsam vorbei'', so Haas am Sonntag bei seiner Ankunft in Melbourne.
Tennisrentner
 
Mit 38 Jahren sind die meisten Tennisspieler schon längst auf dem zweiten Karriereweg unterwegs. Als Trainer, Turnierdirektoren oder Fernsehkommentatoren durch die Welt reisen klingt dabei auch wirklich verlockend - es sei denn, man heißt Tommy Haas.
vor Beginn
 
Herzlich willkommen bei den Australian Open zur Erstrundenpartie zwischen Tommy Haas und Benoit Paire.
Turnier
Finale
R. Federer (SUI/17)
6
3
6
3
6
R. Nadal (ESP/9)
4
6
1
6
3
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