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Tennis Live-Ticker: Shanghai Masters Kevin Anderson - Novak Djokovic live (Viertelfinale)

Kevin Anderson gegen Novak Djokovic - Viertelfinale - Shanghai Masters im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de

ATP Shanghai Masters Shanghai
SP
Pkt
1
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3
4
5
rsa
K. Anderson
0xxx
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6
3
x
x
srb
N. Djokovic
0
0
0
7
6
x
x
Shanghai | Viertelfinale
Ende
K. Anderson
Ranking:
6
Geburtsd.:
18.05.1986
Größe:
2.03 m
Gewicht:
94 kg
Bilanz:
48-19
Preisgeld:
US$ 14.588.933
N. Djokovic
Ranking:
1
Geburtsd.:
22.05.1987
Größe:
1.88 m
Gewicht:
77 kg
Bilanz:
52-13
Preisgeld:
US$ 121.015.589
Letzte Aktualisierung: 11:42:16
Anderson
Djokovic
Zaijian!
 
Das war's für den Moment aus Shanghai - weiter geht es bei uns aber schon ab 12:00 Uhr, wenn erst Borna Coric und Matthew Ebden und anschließend auch noch Roger Federer und Kei Nishikori zu ihren Viertelfinales antreten müssen. Schauen Sie doch einfach wieder rein, wir halten in den kommenden Tagen auf jeden Fall noch jede Menge Spitzentennis für Sie bereit - bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern einen angenehmen Start ins Wochenende!
Ausblick
 
Da Djokovic sich also gerade in Topform befindet, dürfte ihn auch sein kommender Gegner nicht sonderlich stören: Im Halbfinale wartet auf den Serben morgen nämlich der Deutsche Alexander Zverev, der sich vorhin schon gegen Kyle Edmund behaupten konnte - und gegen den der Djoker im direkten Vergleich mit 0:1 hinten (!) liegt.
Zahlen
 
Und dabei fallen einem auf den ersten Blick vor allem zwei Zahlen ins Auge. Zum einen hat sich Djokovic nämlich nur 17 unnötige Fehler geleistet (davon nur fünf im zweiten Satz!) und zum anderen 40 von 47 Punkten mit dem ersten Aufschlag gewonnen - viel besser (Serve Rating 325) kann man das schon wieder kaum machen.
Fazit
 
Das war souverän, richtig stark und für die kommenden Gegner sicher ein wenig furchteinflößend - in dieser Form gibt es kaum jemanden, der dem Djoker Paroli bieten kann, wie heute mit Kevin Anderson auch die Nummer acht der Weltrangliste erfahren musste.
6:7, 3:6
Den ersten Matchball verzockt Djokovic noch mit einer Rückhand ins Netz, den zweiten wehrt Anderson dann mit einem Vorhandschuss der Marke ''Alles oder Nichts'' ab ... aber den dritten nutzt der Djoker mit einem Servicewinner und zieht damit nach 1:43 Stunden ins Halbfinale von Shanghai ein.
6:7, 3:5
 
Auch im folgenden Rückhandduell kann der Djoker irgendwann seine Überlegenheit und damit auch Kevin Anderson ausspielen - 40:0 und drei Matchbälle für den Serben!
6:7, 3:5
 
Aufschlag, Vorhandschuss, Punkt - zwei Mal kommt Djokovic nach einfachsten Prinzipien zu Punkten, 30:0.
6:7, 3:5
 
Zu 15 kann Anderson unter dem Strich verkürzen und auf 3:5 stellen. Aber jetzt ist es eben am Djoker, mit eigenem Aufschlag für den vorzeitigen Feierabend zu sorgen ...
6:7, 2:5
 
Auf die Asse 15 und 16 folgt bei Anderson mal wieder ein Doppelfehler (auch schon der vierte). Weiter geht es dann mit dem nächsten Servicewinner ... und eher wenig Begeisterung bei den chinesischen Fans.
6:7, 2:5
 
Mit einer perfekt getroffenen Rückhand cross erhöht Djokovic dann auch umgehend auf 5:2, phasenweise ist die Vorführung des Serben in Satz zwei wirklich ein Fall für das Tennislehrbuch. Und das nicht, weil es so spektakulär wäre - nein, der Serbe agiert hier einfach in allen Facetten des Spiels dominant und fehlerfrei.
6:7, 2:4
 
... aber was der Djoker hier momentan spielt, ist wirklich dominant: Im Vorhandduell wird der Druck auf Anderson irgendwann zu groß, 40:15.
6:7, 2:4
 
Das 0:15 bei Aufschlag Djokovic lässt natürlich aufhorchen, aber das kontert der Serbe mit zwei blitzsauberen Punkten zum 30:15. Daraufhin versucht es Anderson mal mit einer Challenge und erwirkt immerhin eine Punktwiederholung ...
6:7, 2:4
 
Ein Ass und ein Servicewinner, diese Kombination kennen wir von Anderson natürlich schon: Der erste Vorteil reicht, um das Aufschlagspiel zum 2:4 über die Ziellinie zu schubsen.
6:7, 1:4
 
... und serviert in einem ganz kritischen Moment mal wieder einen Doppelfehler. Einstand!
6:7, 1:4
 
Soviel dazu: Mit viel Druck auf Andersons Vorhand wehrt Djokovic den ersten Spielball ab. Der Südafrikaner muss gleich wieder über den zweiten Aufschlag kommen ...
6:7, 1:4
 
Immerhin beginnt Anderson so langsam, hier alles in jeden Ballwechsel zu werfen. Djokovic kann den schönsten Punkt des Spiels zwar mit einem Volleystopp holen, aber das kontert der Südafrikaner mit Ass Nummer 13 zum 40:15.
6:7, 1:4
 
Effizienz pur: In Satz zwei hat Djokovic in drei Aufschlagspielen erst einen Punkt abgegeben (10/10 beim ersten Aufschlag) und das Break Vorsprung wieder mal mühelos verteidigt - während Anderson langsam aber sicher die Luft ausgeht.
6:7, 1:3
 
Insgesamt bleibt es aber leider dabei, dass beim Südafrikaner nur noch herzlich wenig zusammengeht, während beim Djoker alles glatt läuft ... 40:0.
6:7, 1:3
 
... aber am Ende kann Anderson dann doch dank Ass Nummer zwölf und einem Servicewinner durch die Mitte zum 1:3 verkürzen.
6:7, 0:3
 
Aus einem 40:15 für Anderson macht Djokovic kurzerhand ein 40:40, weil der Südafrikaner mittlerweile kaum noch einen Ballwechsel ohne Patzer zustande bringt ...
6:7, 0:3
 
Djokovic zum 3:0, Anderson ab in die Kabine - offenbar war der Drang zum Badezimmr doch größer als irgendwelche Wehwehchen.
6:7, 0:2
 
Djokovic lässt sich vom Getue seines Gegenübers allerdings überhaupt nicht ablenken und serviert weiter ganz gradlinig zum 40:15 ...
6:7, 0:2
 
Anderson hat offenbar nach dem Physiotherapeuten gerufen - ob er nun wirklich angeschlagen ist oder sich einfach nur eine kurze Denkpause gönnen will, werden wir wohl leider nie erfahren.
6:7, 0:2
 
So früh sollte man nie von einer Vorentscheidung sprechen, aber das erste Break des Tages ist dann doch ein Meilenstein: Zu 15 schnappt sich Djokovic das 2:0 über die Rückhand des mittlerweile viel zu passiv agierenden Anderson.
6:7, 0:1
 
Aus brenzlig wird ein brennender Baum: Erst kann Anderson zwar verkürzen, dann erzwingt Djokobvic beim Südafrikaner aber den nächsten Vorhandfehler - 15:40 und zwei Breakchancen für den Serben!
6:7, 0:1
 
Langsam wird es brenzlig: Mit seinem zweiten Doppelfehler des Tages gibt Anderson auch den Punkt zum 0:30 ab.
6:7, 0:1
 
Au weia, so natürlich nicht: Einen viel zu langen Volleystopp von Anderson beantwortet Djokovic mit einem Abschuss des Südafrikaners - 0:15!
6:7, 0:1
 
Zu Null und mit seinem achten Ass nimmt der Djoker sein Aufschlagspiel zum 1:0 dann auch mit - Kevin Anderson bräuchte dringend mal wieder ein kleines Erfolgserlebnis.
6:7, 0:0
 
Leicht wird das Comeback für Anderson aber natürlich nicht, das zeigt Djokovic gleich in seinem ersten Aufschlagspiel: Mit einem Höchstmaß an Variabilität geht es zum 40:0. Drei Ballwechsel, drei perfekt platzierte Winner ...
Zwischenfazit
 
Huiuiui, das war ein ganz schön enger Fight - zumindest bis zum 6:6, denn den Tiebreak (7:1) dominierte der Djoker dann natürlich ganz locker. Anderson muss sich dabei ärgern, seinen eigenen Satzball bei 6:5 nicht genutzt zu haben - aber für den Ausgang dieser Partie muss dieser erste Durchgang nicht unbedingt entscheidend gewesen sein.
6:7
Und das war's: Mit einer knackigen Rückhand longline tütet Djokovic auch den folgenden Punkt gegen Andersons Aufschlag ein und schnappt sich den ersten Satz nach 64 Minuten.
6:6
 
Es folgt, was folgen musste: Nachdem eben noch Anderson derjenige mit dem Satzball war, ist es nun Novak Djokovic - wobei der Serbe bei 6:1 gleich fünf Stück zur Verfügung hat.
6:6
 
Servicewinner kann der Serbe natürlich auch: Bei 5:1 geht es zum Seitenwechsel. Und Anderson wirkt irgendwie merkwürdig niedergeschlagen ...
6:6
 
Mit dem Servicewinner zum 1:3 kommt Anderson dann auch endlich in den Tiebreak rein. Aber Djokovic wittert gleich wieder seine Chance, greift die Rückhand des Südafrikaners an und erspielt sich das zweite Minibreak - 4.1!
6:6
 
Seine ersten beiden Aufschläge des Tiebreaks kann der Djoker dann ebenfalls unter Dach und Fach bringen - 3:0
6:6
 
Ei, ei, ei! Djokovic retourniert eher notdürftig, aber Anderson holzt seinen Rückhandschuss direkt ins Netz - Minibreak und 1:0 für den Serben!
6:6
 
Alles wieder in der Reihe: Erst serviert Djokovic sein siebtes Ass, dann patzt Anderson im Rückhandduell - und wir gehen in den Tiebreak!
6:5
 
Diesmal ist es dann allerdings der Südafrikaner, der eine Vorhand cross einen halben Meter weit in den Korridor spielt, weil der Druck von Djokovic irgendwann zu groß wird - Einstand, die dritte.
6:5
 
Und dann kommt es, wie es kommen musste: Mit einer weit verzogenen Rückhand schenkt Djokovic Kevin Anderson dessen ersten Satzball.
6:5
 
Spielball Nummer eins kann Djokovic anschließend auch nicht nutzen, aber der zweite liegt sofort griffbereit ... doch auch den wehrt Anderson mit einem letzten Endes sehr entschlossenen Netzangriff ab. Einstand, die zweite!
6:5
 
Mit einem Servicewinner kann Djokovic das Bild aber wieder gerade rücken, doch auch bei 30:30 ist Anderson nur noch zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt.
6:5
 
Anderson macht das einzig Richtige, geht mit der Vorhand cross volles Risiko - und erspielt sich tatsächlich zum ersten Mal heute ein 15:30!
6:5
 
Eigentlich ist klar, wohin die Reise geht. Aber Djokovic scheint auf dem weg in den Tiebreak noch einen kleinen Umweg im Kopf zu haben ... per Doppelfehler geht es zum 15:15.
6:5
 
Am Ende hat das Aufschlagspiel zum 6:5 weniger als 90 Sekunden gedauert - und schon muss Djokovic hier erneut gegen den Satzverlust aufschlagen.
5:5
 
Wobei das natürlich nach Spannung klingt und momentan ist davon relativ wenig zu spüren: Auch Anderson legt bei eigenem Aufschlag gleich wieder ein souveränes 40:0 auf den Court.
5:5
 
Einen davon kann Anderson noch abwehren, den zweiten nutzt Djokovic dann aber eiskalt - 5:5, Satz eins geht in die Overtime!
5:4
 
Es wirkt nicht so, als wäre das für den Djoker ein Problem: Ein Servicewinner, ein Punkt über Anderson Rückhand und einer über seine Vorhand bringen dem Serben schnell drei Spielbälle.
5:4
 
Dieser zweite Spielball reicht dem Südafrikaner dann auch aus, um erneut vorzulegen - und so muss Novak Djokovic bei 4:5 gleich gegen den Satzverlust aufschlagen.
4:4
 
Kein Problem: Mit seinem nun schon neunten Ass stellt Anderson gleich wieder auf Vorteil und Spielball.
4:4
 
Im Sliceduell hat erstaunlicherweise Anderson den längeren Atem, aber sobald Djokovic wieder auf eine etwas aggressivere Herangehensweise setzt, holt er sich den Punkt auch - Einstand, die zweite.
4:4
 
Tatsächlich kann Anderson zwar gleich wieder vorlegen, aber Djokovic nutzt anschließend einen schwachen ersten Volley des Südafrikaners, um diesen anschließend mit einem Ball auf den Körper zu passieren. Einstand - das gab es seit dem Matchbeginn nicht mehr!
4:4
 
Irgendwie scheint das mit der Fehlentscheidung Anderson aber doch gestört zu haben, denn mit leichter Verzögerung folgt die Reaktion dann doch in Folge eines Doppelfehlers. Und bei 30:30 liegt der Djoker sicher schon auf der Lauer ...
4:4
 
Carlos Bernardes mischt sich zum ersten Mal ins Match ein, weil er Andersons Aufschlag im Aus gesehen hat. Die Challenge des Südafrikaners beweist aber gegenteiliges ... 30:15.
4:4
 
Das waren nun auch vom Djoker drei Asse in einem Aufschlagspiel - souverän und schnell geht es für den Serben zum 4:4. Und wir stellen uns schon mal langsam aber sicher auf einen Tiebreak ein ...
4:3
 
Nanu? Anderson wird plötzlich mutiger, zwingt den Djoker zum Fehler im Rückhandduell und stellt auf 30:30. Gut für den Serben, dass er für solche Fälle natürlich gleich noch ein Ass parat hält ... 40:30.
4:3
 
Bärenstark von Anderson, der mit einem Vorhandschwinger Inside-Out zum 15:15 punkten kann. Aber Djokovic hat dann auch mal wieder ein Ass (Nummer drei) zur Hand und kann so gleich wieder vorlegen ...
4:3
 
Oho! Kein einziges Ass von Anderson, dafür aber ein filigraner Volleystopp und eine wunderbare Rückhand longline ins Eck - zu Null geht es für den Südafrikaner zum 4:3.
3:3
 
Das 3:3 ist dann wieder nur eine Sache von wenigen Minuten - solange Anderson auch weiter so gut aufschlägt, dürfte dieser erste Satz eine ganz enge Kiste werden.
3:2
 
Djokovic hat bei diesem Turnier in seinen beiden bisherigen Matches ein Aufschlagrating von 308 und 336 (!) gehabt. Bei dieser relativ neuen Statistik ist alles jenseits der 275 richtig stark - die Werte des Serben sind also quasi nicht von dieser Welt.
3:2
 
Kein Problem für Kevin Anderson: Das sechste Ass bringt den nächsten Einstand, ein geduldig ausgespielter Punkt mit der Vorhand cross den Vorteil - und das siebte Ass dann den Spielgewinn zum 3:2. Da schaut selbst der Djoker ein wenig ungläubig drein.
2:2
 
Oha! Erst spielt Anderson ohne Not eine zu lange Rückhand, dann muss er sich vom Djoker überpowern lassen - Vorteil und Breakball für den Serben!
2:2
 
Das fünfte Ass gibt es beim Südafrikaner gleich hinterher - 40:30 und ein Spielball.
2:2
 
Mit seinem vierten Ass kann Anderson dann aber verkürzen und anschließend per Sericewinner auch ausgleichen - 30:30.
2:2
 
Wahnsinn! Erst punktet Djokovic mit einem Vorhandreturn, dann kann er den den 2,03-Meter-großen Anderson überlobben (!) - 0:30!
2:2
 
Auch zum Spielgewinn geht es für den Djoker anschließend zu Null - Anderson hat bislang erst einen Punkt gegen den Aufschlag des Serben gewonnen.
2:1
 
Interessanter ist allerdings, dass der Djoker hier nach wie vor ungeheuer offensiv zu Werke geht. Normalerweise ist der Serbe ja einer, der die langen, ausgedehnten Ballwechsel mag ... aber heute will er die Punkte bisher so schnell wie möglich selber machen. 30:0!
2:1
 
Apropos Ass, das kann Djokovic natürlich auch: Durch die Mitte geht es zum 15:0.
2:1
 
Ass Nummer drei sorgt dann für den sicheren Spielgewinn und das 2:1 für Anderson - das sah doch schon viel entspannter aus als noch im ersten Aufschlagspiel.
1:1
 
Tatsächlich schafft es Djokovic auch im zweiten Aufschlagspiel von Anderson, den Südafrikaner zu ärgern - der zieht daraufhin aber einfach mal zwei Asse in Serie aus dem Sack und zaubert sich ein 40:15 zurecht.
1:1
 
Apropos Djoker: Der gibt sich bei eigenem Aufschlag überhaupt keine Blößen und stellt in weniger als 120 Sekunden auf 1:1. Und das eigentlich durchweg im vom Serben eher ungewohnten Vorwärtsgang ...
1:0
 
Seinen vierten Spielball kann Anderson am Ende dann auch über die Ziellinie schubsen und zum 1:0 vorlegen. Aber die erste Kostprobe der Djoker-Returns dürfte dem Südafrikaner nicht wirklich geschmeckt haben ...
0:0
 
Auch den ersten richtig langen Ballwechsel kann der Djoker bei Vorteil Anderson für sich entscheiden und so auch den dritten Spielball des Südafrikaners abwehren. Der erspielt sich aber gleich noch eine Chance auf das 2:1 ...
0:0
 
Oho! Erst legt Anderson eine Rückhand cross in den Korridor, dann spielt er eine Vorhand longline zu lang - und schon hat Djokovic hier den ersten Einstand parat. 40:40!
0:0
 
Erneut ist es die mächtige Vorhand von Anderson, die dem Südafrikaner den direkten Punkt zum 30:15 einbringt. Und diesmal kann er dann auch mit einem Servicewinner nachlegen und sich zwei Spielbälle erspielen ...
0:0
 
Eine erste entschlossene Kombination aus Service und Vorhandschuss von Anderson bedeutet das lockere 15:0, aber Djokovic bringt sich mit einem erfolgreichen Vorhandduell auch gleich mal in Position.
0:0
 
Genug erzählt, auf geht's - Kevin Anderson hat sich beim Münzwurf für Aufschlag entschieden und wird das Match jetzt eröffnen.
Chair Umpire
 
Und einen Referee hat diese Partie natürlich auch: Diesen Job wird gleich der Brasilianer Carlos Bernardes übernehmen, der auf der Tour zu den erfahrensten Spielleitern gehört.
Prozedere
 
Sooooo! Unsere beiden Hauptdarsteller haben den Court soeben betreten, gleich folgen der Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen!
China Open - Die Facts
 
Womit uns eigentlich nur noch ein Wort zum Turnier an sich fehlt. Die China Open (offiziell Shanghai Rolex Masters) ist ein chinesisches Herren-Tennisturnier, das 2009 erstmals ausgetragen wurde und Teil der ATP-World-Tour-Masters-1000-Serie ist. Die Qizhong Forest Sports City Arena (der Centre Court) hat eine Kapazität von 15.000 Zuschauern, zu gewinnen gibt es bei diesem Turnier mittlerweile satte 7.086.700 Dollar (1.360 Millionen für den Sieger) und Titelverteidiger ist Roger Federer, der im Endspiel des Vorjahres gegen Rafael Nadal erfolgreich gewesen war - während der Schweizer genau wie Djokovic, Alex Zverev und Cilic am Start ist/war, hilft der Spanier momentan auf seiner Heimatinsel Mallorca Flutopfern mit Unterkunft (in seiner Tennisakademie) und Körpereinsatz.
Head 2 Head
 
Und damit wären wir dann auch schon beim vorhin angesprochenen direkten Vergleich angekommen. Tatsächlich hat Kevin Anderson das erste Duell dieser beiden 2008 nämlich gewonnen - seitdem allerdings nur zwei Sätze gegen den Serben mitnehmen können, der im Head2Head mit 6:1 Siegen vorne liegt (6:2, bezieht man den Laver Cup vor zwei Wochen mit in die Rechnung ein).
Anderson 2018
 
2018 lief dann aber sogar noch besser als alles, was vorher kam. In der Weltrangliste war er zwischenzeitlich bis auf Rang fünf geklettert, im Race to London (der Jahreswertung) rangiert er momentan auf Platz sieben und hat auf dem Weg dorthin schon ein Turnier gewonnen (New York Open), drei Endspiele erreicht (Wimbledon, Pune und Acapulco) und es bei den Masters-Turnieren in Madrid und Toronto bis ins Halbfinale geschafft.
Anderson
 
Nicht nur steht Anderson wieder auf dem Court, er spielt auch besseres Tennis als je zuvor. ''Ich habe immer geglaubt, dass ich es in mir habe, immer besser zu werden. Und in den letzten 52 Wochen habe ich auch endlich gesehen, dass sich die ganze Arbeit auszahlt'', so der Wahl-Amerikaner nach dem Viertelfinale. Als Dosenöffner zum besten Jahr in seiner Karriere bezeichnet Anderson übrigens nach wie vor die US Open 2017, bei denen er als erster Südafrikaner seit 1985 ein Grand-Slam-Finale erreichte (dies gegen Rafael Nadal aber glatt verlor).
Der Fast-Rentner
 
Djokovics heutiger Gegner steckt allerdings ebenfalls in einer sensationellen Saison, die er eigentlich im verlorenen Wimbledon-Endspiel krönen wollte - aber auch so gehört Kevin Anderson auf der Tour momentan zu den gefährlichsten Gegnern. Und dabei hätte der 32-Jährige, der mittlerweile nach Florida ausgewandert ist, seine Karriere 2016 schon fast ausklingen lassen. ''Ich war müde nach den vielen Verletzungen'', so Anderson im vergangenen Sommer in einem Interview mit ''ESPN''. ''Ich wollte mich nicht nochmal zurück quälen. Aber irgendwann überlegt man dann: Ok, und was nun? - und dann steht man plötzlich doch wieder auf dem Court.''
Djokovic 2018
 
Nach weiteren frühen Pleiten in Barcelona und Madrid stürzte der zweifache Familienvater sogar bis auf Platz 22 der Weltrangliste ab, so weit hinten war er zuletzt im Oktober 2006 platziert - doch Djokovic schaffte mit neuem Schwung und seinem alten Trainer (Marian Vajda) im Rücken den Turnaround und legte den besagten Supersommer hin (das Achtelfinalaus in Toronto klammern wir dabei mal aus).
Djokovic 2018
 
Das war vor gut neun Monaten allerdings noch überhaupt nicht abzusehen, schließlich hatte der Djoker nach zuvor sechsmonatiger Pause bei seinem Comeback gleich wieder Pech und verletzte sich am Ellenbogen. Acht Wochen nach seinem Viertelfinalaus gegen Hyeon Chung bei den Australian Open stieg der Serbe dann wieder in die Saison ein - und kassierte in Indian Wells und Miami böse Erstrundenniederlagen gegen Taro Daniel (108/Japan) und Benoit Paire (47/FRA).
Djoker in Topform
 
Als ''Vorbereitung'' auf diese China Open hat der amtierende Wimbledonsieger nämlich nicht nur das Masters in Cincinnati und die US Open (und den Laver Cup), sondern dabei auch 26 seiner letzten 28 Matches gewonnen und sich quasi im Vorbeigehen für das Saisonfinale in London qualifiziert - viel besser könnte es beim Djoker also kaum laufen.
Djokovic
 
Was angesichts der Tatsache, dass der Djoker momentan jeden Zentimeter eines Tenniscourts kontrollieren kann, aber kein Problem darstellen sollte. Vorbei sind nämlich die Zeiten, in denen Djokovic eine Ehekrise, Ärger mit dem Trainerteam, ein merkwürdiger Guru und was sonst noch alles angedichtet wurden - spielerisch ist der Djoker nach einem schwierigen Jahr 2017 wieder über jeden Zweifel erhaben.
Djokovic
 
''Die Matches gegen Kevin sind immer sehr anstrengend'', so Djokovic heute morgen. ''Er schlägt unglaublich hart, dazu hat er einen sehr guten Aufschlag. Und in diesem Jahr ist er in einer so guten Form, dass er auch selber immer mal wieder angreift. Das macht ihn ganz schwer auszurechnen.''
Ewige Rivalen
 
Wobei das quasi so klingt, als wären Kevin Anderson und Novak Djokovic so etwas wie Rivalen auf Augenhöhe. Das dem natürlich nicht so ist, werden wir spätestens beim direkten Vergleich dieser beiden Herren feststellen, denn den Südafrikaner und den Serben verbindet eine lange Historie - das erste Match dieser zwei gegeneinander fand nämlich schon vor etwas mehr als zehn Jahren statt.
Das Duell
 
Täglich grüßt das Murmeltier. Oder aus der Sicht von Novak Djokovic eben Kevin Anderson. Denn den Südafrikaner hat der Serbe anno 2018 im Einzel und im Doppel schon diverse Male getroffen - unter anderem zum Beispiel im Wimbledon-Endspiel (Sieg für den Djoker).
Nimen hao!
 
Herzlich willkommen beim Masters-Turnier in Shanghai zur Viertelfinalpartie zwischen Kevin Anderson und Novak Djokovic.
Turnier
Finale
B. Coric (CRO/13)
3
4
N. Djokovic (SRB/2)
6
6
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