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World Tour Finals - Finale
Beendet
GER
Alexander
Zverev
:
RUS
Daniil
Medvedev
A. Zverev
6
6
D. Medvedev
4
4
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Fazit
Mit einer unfassbaren Leistung bezwingt Alexander Zverev sein Kryptonit, seinen Nemesis Danill Medvedev in nur 80 Minuten klar in zwei Sätzen 6:4, 6:4 und krönt sich zum zweiten Mal zum Champion der Nitto ATP Finals - nachdem er sich in Tokio zum Olympiasieger krönte, darf er sich nun auch noch Weltmeister im Jahr 2021 nennen. Auch wenn er in der Gruppenphase schon nah am Sieg über den Russen dran war, lieferte Zverev heute vielleicht das perfekte Match - nicht nur gegen Medvedev. Vom ersten gespielten Punkt an bis zum letzten war er der stärkere Spieler, setzte die entscheidenden Akzente und war sowohl bei eigenem Service als auch gegen den Aufschlag immer einen Schritt schneller und näher am Punktgewinn als der US-Open-Champ, der heute nur wenig entgegenzusetzen hatte. Lediglich beim Stand von 3:2 im zweiten Satz musste der Deutsche eine kritische Phase überstehen, gab letztlich aber nicht eine einzige (!) Breakchance her und servierte in beiden Sätzen ein frühes Break höchst souverän über die Ziellinie. Zum Abschluss des Jahres holt sich der Weltranglistendritte seinen 19. Karrieretitel und darf nun einen verdienten Urlaub machen, ehe es schon wieder mit den Vorbereitungen auf die anstehenden Australian Open losgeht, die am 17. Januar starten werden. Vielen Dank fürs Mitlesen, geniesst den Sonntagabend und bis bald.
Zverev - Medvedev 6:4, 6:4
Game, Set and Championship - Alexander Zverev! Mit einem Ass über den Zweiten sichert sich der Deutsche den abschließenden Saisontitel in style!
Zverev - Medvedev 6:4, 5:4
Und nach dem Servicewinner ist es nur noch einer - zwei Matchbälle Alexander Zverev!
Zverev - Medvedev 6:4, 5:4
Wahnsinn! In dieser Phase findet Zverev eine ganz präzise Vorhand-Longline und schickt sie ansatzlos die Linie herunter genau ins Eck - zwei Punkte fehlen noch.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:4
Dafür sitzt der nächste Aufschlag und anschließend zwingt der Vorhand-Cross Medvedev zum Fehler - 15 beide.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:4
Zum zweiten Mal nach 2018 hat Alexander Zverev nun die Chance die Finals zu gewinnen, oder auch "Weltmeister" zu werden - den ersten Punkt schenkt er allerdings ab - den muss er am Netz mit dem Smash eigentlich machen, schlägt ihn aber direkt vor den Gegner.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:4
Bei diesem Rückhand-Cross-Return sind es ein paar Zentimeter, die der Ball hinter der Grundlinie aufschlägt und so muss Zverev gleich selbst zum Match servieren.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:3
Medvedev nutzt den Spielball nicht, bekommt danach aber die nächste Chance, obwohl Zverev wieder mit einem starken Return kontert, diesen aber nicht zum Punktgewinn nutzen kann.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:3
Zverevs Return findet genau die Linie und im Ballwechsel kommt der Deutsche vor ans Netz, muss den Punkt mit dem Volley da eigentlich machen, doch der Lob-Konter von Medvedev ist dann dennoch Weltklasse!
Zverev - Medvedev 6:4, 5:3
Aber der US-Open-Champ kann das Match noch nicht verlängern. Seine Rückhand landet in den Maschen und er muss über Einstand gehen - mit zweitem Aufschlag.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:3
Und der Olympiasieger will das Match am liebsten noch verkürzen, er hat diese Gier, den Biss, auch bei zweitem Aufschlag des Russen dranzubleiben und spielt sich mit zwei starken Returns auf 30:15 davon, eher Medvedev aber per Servicewinner durch die Mitte ausgleicht und sich sogar per Ass den Spielball holt.
Zverev - Medvedev 6:4, 5:3
Zverev spielt einfach ein bärenstarkes Niveau! Die Vorhand longline bei 40:0 passt zwar nicht mehr ins Eck, der Aufschlag mit über 190 Sachen nach außen aber ist nicht zu retournieren für den Weltranglistenzweiten, der jetzt gegen das 5:3 im zweiten Satz gehörig unter Druck steht.
Zverev - Medvedev 6:4, 4:3
Wenn Zverev aber weiter so aufschlägt und dann in der Rally so aufmerksam dranbleibt, sendet er klare Signale an den Gegner. Nach 23 Schlägen geht der Russe zu viel Risiko und schiesst die Vorhand longline hinter die Grundlinie.
Zverev - Medvedev 6:4, 4:3
Bei diesem wichtigen Ballwechsel schickt Zverev die Vorhand hinter die Grundlinie und dann bringt er den Return nicht über die Netzkante. Medvedev bleibt dran und verkürzt auf 4:3 - jetzt ist Zverev wieder gefragt.
Zverev - Medvedev 6:4, 4:2
Kommt das Aufbäumen des Daniil Medvedev zu spät, oder erfüllt er nicht nur Pflicht, sondern gleich auch Kür? Allerdings muss er erst einmal durch dieses Aufschlagspiel kommen. Der Doppelfehler zum 30 beide könnte teuer werden.
Zverev - Medvedev 6:4, 4:2
Zverev übersteht die erste kritische Phase bei eigenem Aufschlag und kommt mit Mut und Herz zum 4:2 Zweimal bleibt er souverän beim Smash am Netz, dann trifft er den Rückhandvolley gegen Medvedevs Return zwar nicht perfekt, aber er reicht dennoch.
Zverev - Medvedev 6:4, 3:2
Doch Medvedev ist jetzt da! Zverevs Grundlinienschläge sind zu kurz, Medvedev lockt den Deutschen per Stopp ans Netz und spielt den Passierball dann mit der Vorhand an ihm vorbei - Einstand.
Zverev - Medvedev 6:4, 3:2
Medvedev aber zeigt sich jetzt, bringt einen langen Return zurück und stellt auf 30:30, aber Zverev macht anschließend alles richtig, serviert über den Zweiten mit 217 Stundenkilometern auf den Körper und holt sich den Spielball.
Zverev - Medvedev 6:4, 3:2
Zverev spielt so mutig wie stark! Gegen Medvedevs Longline geht er vor ans Netz und legt den schwierigen Volley über die Netzkante - und gleich danach zeigt er einen mindestens gleichwertigen Volley mit der Rückhand cross hinterher. Aus der Luft pflückt er sich Medvedevs Return und jagt ihn in dessen Ecke. Der versuchte Lob des Russen ist dann zu lang.
Zverev - Medvedev 6:4, 3:2
Medvedev muss jetzt und holt sich mit dem Aufschlagspiel und dem ersten Ass in diesem Match zu Null den Anschluss auf 3:2, lässt Zverev in diesem Servicegame nicht den Hauch einer Chance, muss aber auch gegen den Aufschlag nun zeigen, dass ein Grand-Slam-Champion ihn im steckt.
Zverev - Medvedev 6:4, 3:1
Medvedev wirkt ein wenig stärker, aber so richtig lässt ihn Zverev nicht herankommen. Die Vorhände des Russen haben einen Mix aus Verzweiflung und Risiko in sich, denn so wirklich fällt ihm nicht ein - vor allem seine Returns bringen ihn nicht genügend in die Rallys. Am Ende versucht er es mit einem schwachen Stopp bei 40:15, den Zverev aber sehenswert tief über dem Boden mit der Rückhand cross über die Netzkante hebelt und sich das 3:1 sichert.
Zverev - Medvedev 6:4, 2:1
Ein bisschen spielt Medvedev noch mit seinem Schicksal, streut einen Stopp ins Netz rein, serviert dann aber bei 40:30 den Winner nach außen - Zverevs Return ist zu lang und der Weltranglistenzweite bringt sich erstmals im zweiten Durchgang auf die Anzeigetafel.
Zverev - Medvedev 6:4, 2:0
Zverev trifft heute einfach unfassbar viele und starke Returns, schickt den Aufschlag sofort zurück zum Absender und zwingt Medvedev zum Fehler. Der kommt anschließend seit langem mal wieder mit der Vorhand inside-out durch und kontert danach sogar den Inside-In Zverevs, der damit seine ganze Seite öffnet und dem Cross vergebens hinterherläuft. 30:15 Medvedev.
Zverev - Medvedev 6:4, 2:0
Medvedev hat nur wenig Chance beim Aufschlag des Deutschen, lediglich, wenn Zverev den Zweiten braucht, kann der Russe punkten. Ein Servicewinner und letztlich ein Ass durch die Mitte aber sind nicht zu retournieren und so bestätigt der Olympiasieger sein Break und stellt auf 2:0.
Zverev - Medvedev 6:4, 1:0
Den muss Zverev doch gar nicht so genau spielen! Medvedevs Stopp ist eigentlich zu lang und Zverev ist rechtzeitig am Netz, setzt den Vorhand-Longline allerdings deutlich hinter die Grundlinie. Ein Servicewinner durch die Mitte bügelt das 0:15 zunächst aus.
Zverev - Medvedev 6:4, 1:0
Es läuft alles in die Richtung des Deutschen! Medvedev schickt seine Rückhand lustlos hinter die Grundlinie und gibt sofort seinen Aufschlag ab.
Zverev - Medvedev 6:4, 0:0
Ein starker Return bringt den Deutschen eigentlich in die Rally, warum er jetzt aber so oft zum Slice greift, weiß wohl nur er. Dennoch lässt er sich nicht davon beirren, nimmt den nächsten Return noch besser und sichert sich mit dem Rückhandwinner cross einen ersten Breakball.
Zverev - Medvedev 6:4, 0:0
Im zweiten Anlauf holt sich der Russe den ersten Punkt, wackelt dann aber und gibt mit einem Doppelfehler das 15:30 her - eine erste kleine Chance für Zverev?
2. Satz
Daniil Medvedev eröffnet auch den zweiten Durchgang und die lange Rally muss gleich wiederholt werden - weil Lichtenstein einen Aus-Ruf korrigiert. Mit Adleraugen sieht er den Ball korrekterweise um Millimeter auf der Linie. Chapeau an den Stuhlschiedsrichter.
Satzfazit
9:1 Winner, nur ein Fehler ohne Not mehr von Zverev und ein äusserst solider Auftritt bei eigenem Aufschlag bescherten dem Deutschen verdient den ersten Durchgang. Medvedev konnte seine guten Grundlinienschläge nur selten einsetzen, hatte vor allem in den ersten Servicegames noch einige Probleme und gab zwischenzeitlich sogar fast ein zweites Mal den Aufschlag ab. So reichte Zverev das einzige Break des Abends, das er sich gleich im dritten Spiel sicherte und anschließend nicht mehr herschenkte.
Zverev - Medvedev 6:4
Den ersten verfeuert er noch mit der Vorhand hinter die Grundlinie, dann reicht der Servicewinner nach außen aber - Medvedevs Return ist knapp, aber im Aus. Die halbe Mieter hat Alexander Zverev nun bezahlt.
Zverev - Medvedev 5:3
Zverev überrascht Medvedev mit dem Serve-and-Volley über den zweiten Aufschlag, geht stark am Netz nach und sichert sich das 30:0. Mit dem Ass im Anschluss gibt es drei Satzbälle für den Deutschen!
Zverev - Medvedev 5:4
Das ist der Medvedev, wie man ihn kennt! Der Erste kommt wieder platzierter, Zverev kann nicht mehr so stark retournieren und dann passt auch die Vorhand des Weltranglistenzweiten besser - der Cross zwingt den Deutschen zum Returnfehler und so muss Zverev nun bei eigenem Aufschlag den ersten Satz eintüten.
Zverev - Medvedev 5:3
Medvedev macht mehr Fehler ohne Not aus dem Spiel heraus, dreht das 0:15 aber herum und serviert frei zum Ausgleich, zwingt Zverev dann zum Passierschlag auf der Vorhand, der aber in den Maschen hängenbleibt.
Zverev - Medvedev 5:3
Bravo! Zverev hält Medvedev lange in dessen Vorhand, setzt dann die perfekte Vorhand longline, zwingt Medvedev zum kurzen Return und setzt den Inside-Out gegen die Laufrichtung zum 5:3 in die Ecke.
Zverev - Medvedev 4:3
Oh oh, jetzt macht es sich Zverev selber schwer! Der Doppelfehler bei 40:0 ist noch verschmerzbar, der Vorhand-Volley am Netz muss dann aber sitzen - schon bleibt nur noch ein Spielball.
Zverev - Medvedev 4:3
Zverev knallt sofort das Ass raus und profitiert anschließend vom relativ einfachen Vorhandfehler Medvedevs, der eigentlich am Drücker ist im Ballwechsel - 30:0.
Zverev - Medvedev 4:3
12:1 beträgt die Statistik gewonnener Ballwechsel, die länger als fünf Schläge dauern, für Zverev. Daher hält Medvedev bei eigenem Servicegame die Rallys wieder kurz, schlägt stark auf und sucht sofort den Winner, schnappt sich zu Null den Anschluss und verkürzt auf 4:3.
Zverev - Medvedev 4:2
Letztlich ist es ein starker Aufschlag nach außen, der dem Deutschen zum 4:2 verhilft und ihn damit im ersten Satz auf der Siegerstrasse hält.
Zverev - Medvedev 3:2
Zverev kommt sofort mit zwei Servicewinnern rein, dann zeigen die beiden aber richtig lange Rallys! Die erste geht an den Russen, nachdem Zverev die Rückhand zu lang setzt, anschließend müssen 23 Schläge hin und her sein, bis Medvedev die Vorhand verschiesst.
Zverev - Medvedev 3:2
Zverevs Rückhand ist knapp zu lang und segelt hinter die Grundlinie, dann wird der Deutsche im Return etwas zu kurz und Medvedev geht sofort in den Angriff über, zieht die Vorhand inside-out an und zwingt Zverev zum Fehler ins Netz.
Zverev - Medvedev 3:1
Das ist bitter! Medvedev nutzt die Challenge und unterbricht die Rally, wird aber nicht fürs Risiko belohnt. Um einen Millimeter ist der Ball von Zverev noch auf der Linie gewesen und daher gibt es Breakball für den Deutschen. Medvedev aber bleibt cool und wehrt diesen mit einer starken Vorhand longline nach solidem Aufschlag nach außen ab.
Zverev - Medvedev 3:1
Doch auch beim Return ist der Deutsche den Tick wacher als sein Gegenüber! Medvedev ist ein starker Aufschläger und bekommt auch zwei freie Punkte, der Deutsche aber ist dran und wischt einen Cross von Medvedev zum 30:30 am überraschten Russen longline vorbei ins Feld.
Zverev - Medvedev 3:1
Zverev spielt beinahe beängstigend stark! Er macht genau da, wo er gestern gegen Djokovic aufhörte bei eigenem Aufschlag. Er bewegt seinen Gegner im Ballwechsel gut, setzt entscheidende, aber nicht zu riskante Schläge von der Grundlinie und serviert zweimal direkt den Winner mit dem Aufschlag. Zu Null bestätigt er das Break und geht mit 3:1 in Führung.
Zverev - Medvedev 2:1
Aber drei Breakchancen sind zu viel für Medvedev! Mit viel Dusel mogelt Zverev eine Rückhand über die Netzkante und wird unerreichbar für Medvedev. Entschuldigend hebt der Deutsche die Arme, das Break nimmt er natürlich trotzdem gerne mit.
Zverev - Medvedev 1:1
Zverev retourniert wieder bärenstark und knallt dann die Rückhand cross zum Winner ins Eck, stellt auf 40:0, aber Medvedev zieht sich mit einem Servicewinner durch die Mitte vorerst aus der Affäre.
Zverev - Medvedev 1:1
Auf geht's, Zverev! Zum ersten Mal gibt Medvedev Punkte bei eigenem Aufschlag ab und dann gleich zweimal. Zverev gelingt zweifach der starke Return gegen den Zweiten und dominiert anschließend die Ballwechsel, zwingt Medvedev zu Fehlern.
Zverev - Medvedev 1:1
Die Antwort des Weltranglistendritten folgt auf dem Fuße, auch wenn der Deutsche eine Rückhand ins Netz schickt, sichert er sich mit starken Aufschlägen souverän zu 15 sein erstes Spiel und gleicht zum 1:1 aus.
Zverev - Medvedev 0:1
Und so holt der Russe mit einem Aufschlag durch die Mitte schnell das 1:0 zu Null.
1. Satz
Medvedev eröffnet das Match und kommt wie gewohnt sofort in seinen schnellen Rhythmus, schlägt gut auf und stellt auf 40:0, weil Zverev auch eine Vorhand ohne Not ins Aus setzt.
Cointoss
Alexander Zverev gewinnt den Münzwurf, gibt den ersten Aufschlag aber an Daniil Medvedev ab. Renaud Lichtenstein ist der Stuhlschiedsrichter für das Finale - in wenigen Minuten geht es los!
Head-2-Head
Obwohl die Bilanz zwischen beiden Spielern mit 6:5 für Medvedev sehr knapp anmutet, kann man den Russen durchaus als Angstgegner für Zverev bewerten. Denn seit fünf Duellen konnte der Deutsche keines mehr für sich entscheiden. Alleine in den letzten elf Monaten trafen beide viermal aufeinander, alle Spiele gingen an den Weltranglistenzweiten. 2019 bei den Finals gelang Zverev der letzte Sieg - vor ziemlich genau zwei Jahren. Bei zwei der fünf Niederlagen verspielte Zverev jeweils sogar eine Satzführung, dennoch gab es das spannendste Duell vor nur fünf Tagen in der Gruppenphase. Im letzten Satz musste der Tie-Break her und Zverev wehrte sogar noch zwei Matchbälle ab, zog nach 2:39 Stunden mit 3:6, 7:6, 6:7 aber doch den Kürzeren - gelingt heute die Revanche?
Der Weg ins Finale
Medvedev und Zverev kennen sich bereits aus der Gruppe, die der Russe mit drei Siegen abschloss, dabei allerdings jedes Mal über die volle Distanz von drei Sätzen musste. Der Deutsche profitierte zum Auftakt von der Aufgabe seines Gegners Berrettini, verlor dann wie angesprochen gegen Medvedev, machte den Einzug ins Halbfinale aber mit einem klaren Erfolg über den Polen Hurkacz klar. Sein bestes Match wahrte er sich fürs Halbfinale auf, indem ihm die Revanche für das verlorene US-Open-Halbfinale glückte und er in drei Sätzen den Serben nach zweieinhalb Stunden niederrang. Medvedev bekam es im Halbfinale mit dem Überraschungsgast Ruud zu tun, der zum ersten Mal überhaupt bei den ATP Finals dabei war, und sparte in nur 80 Minuten beim deutlichen Zweisatzsieg Kräfte.
Olympiasieg vs. Grand-Slam-Erfolg
Beide Spieler erreichten in diesem Jahr Meilensteine in ihren Karrieren. Zverev blieb zwar der heißersehnte Major-Titel noch verwehrt, dennoch stand er wieder in zwei Halbfinals (French Open und US Open), gewann zwei Masters-Titel und fünf Trophäen insgesamt. Die schönste und bisher größte räumte er in Tokio bei den Olympischen Spielen ab, als er Djokovic im Halbfinale die Chance auf den Golden Slam verwehrte und dann im Finale gegen den Russen Khachanov kurzen Prozess machte. In Tokio keine Rolle hingegen spielte der heutige Gegner Medvedev, dafür setzte er sich in New York zum ersten Mal die Grand-Slam-Krone auf und bezwang nach einem bärenstarken Turnier mit einer grandiosen Leistung Djokovic überraschend klar in drei Sätzen und feierte den ersten von möglicherweise noch vielen kommenden Titeln bei den vier Majors.
Im Schatten des Djokers
Neben der fantastischen Saison des Novak Djokovic mit drei Grand-Slam-Titeln in einem Jahr gerieten andere Spieler auf der Tour nichts ins Vergessen, aber erhielten dennoch eine andere Aufmerksamkeit. So führen Alexander Zverev und Daniil Medvedev mit einer Bilanz von 58:15 (Zverev) sowie 58:12 (Medvedev) die Tour mit den meisten gewonnenen Matches an. Einer wird am Ende des Matches mit 59 Siegen und einem weiteren Titel im Jahr 2021 die Saison beenden. Zum ersten Mal seit 2015 stehen sich übrigens zwei ehemalige "Weltmeister" gegenüber. Zverev gewann den Titel in London 2018 - damals sein größter Erfolg der Karriere, Medvedev gewann die letzte Ausgabe in der englischen Hauptstadt und kann seinen Titel damit sogar verteidigen.
Next Gen
Die echten Next-Gen-Finals gewann vor einigen Tagen das spanische Supertalent Carlos Alcaraz, aber auch bei den "Grossen" stehen zwei Youngsters auf dem Court. Zum ersten Mal seit Shanghai 2005 stehen sich mit Alexander Zverev und Daniil Medvedev zwei Spieler im Finale gegenüber, die 25 Jahre oder jünger sind. Damals waren es David Nalbandian und Roger Federer, die den Saisonabschluss unter sich ausmachten, wobei der Argentinier seinen größten Titel der Karriere feierte. Damals noch im Best-of-Five gespielten Turnier gewann er auch erst nach voller Distanz. Und wie bei den heutigen Duellanten standen sich beide Kontrahenten damals auch schon in der Gruppenphase gegenüber.
Willkommen
Hallo und herzlich willkommen zum Finale der ATP Finals in Turin. Wer setzt sich die erste Krone in Italien auf - Alexander Zverev oder Daniil Medvedev? Los geht es um 17:00 Uhr.
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