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Tennis Live-Ticker: Novak Djokovic - John Isner live (Gruppe 1)

Novak Djokovic gegen John Isner - Gruppe 1 - im Tennis Live-Ticker mit Ergebnissen und Spielplan auf SZ.de

ATP ATP Finals The O2 London
SP
Pkt
1
2
3
4
5
srb
N. Djokovic
0xxx
0
0
6
6
x
x
usa
J. Isner
0
0
0
4
3
x
x
Centre Court |
Ende
N. Djokovic
Ranking:
1
Geburtsd.:
22.05.1987
Größe:
1.88 m
Gewicht:
77 kg
Bilanz:
52-13
Preisgeld:
US$ 121.015.589
J. Isner
Ranking:
10
Geburtsd.:
26.04.1985
Größe:
2.08 m
Gewicht:
108 kg
Bilanz:
34-24
Preisgeld:
US$ 16.385.108
Letzte Aktualisierung: 18:41:38
Djokovic
Isner
Goodbye
 
Das war's nun aber für heute aus der Londoner o2 Arena! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie schon bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - am besten schon morgen, wenn es ab 15:00 Uhr weitergeht. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Danke für's Mitlesen und wünscht allen Tennisfans eine gute Nacht!
Ausblick
 
Und damit verlassen wir die Gruppe Guga Kuerten bis Mittwoch auch schon wieder - morgen geht es in der Gruppe Lleyton Hewitt weiter, in der sich Kei Nishikori und Kevin Anderson (jeweils 1:0) um einen Platz im Halbfinale streiten werden und anschließend Roger Federer und Dominic Thiem (beide 0:1) ums sportliche Überleben bei diesem Turnier kämpfen müssen.
Fazit II
 
Ob John Isner hier nun mehr Chancen gehabt hätte, wenn er seltener das Risiko gesucht und sich auf mehr Ballwechsel eingelassen hätte, sei dahingestellt - Fakt ist, dass Djokovic als einziger der Topfavoriten seinen Status untermauern konnte und nun schon am Mittwoch (ab 15:00 Uhr gegen Zverev) ins Halbfinale einziehen könnte.
Fazit
 
Ohne große Umstände startet Novak Djokovic hier perfekt ins Turnier - dank seiner grandiosen Aufschlagleistung (37/43 Punkten) konnte er gegen einen extrem unangenehmen Gegner sogar noch Kräfte sparen, wenn man seinen Auftritt mit dem des vorhin siegreichen Alexander Zverev vergleicht.
6:4, 6:3
Den ersten Matchball kann Isner noch per Servicewinner abwehren, für den zweiten hält er ebenfalls einen guten ersten Aufschlag parat ... doch den dritten schnappt sich Djokovic dann mit einem Passierball mit der Rückhand cross, der hinten rechts genau ins eck tropft. Chapeau!
6:4, 5:3
 
Wieder wird Isner viel zu lang, diesmal mit der Vorhand - 0:40 und drei Matchbälle für Novak Djokovic!
6:4, 5:3
 
Langsam wird es für Isner ganz, ganz eng: Erst retourniert sich Djokovic mit der Rückhand longline zum 0:15, dann haut der Amerikaner eine eigene Rückhand in den Korridor - 0.30.
6:4, 5:3
 
Wenn Djokovic es braucht, dann ist der erste Aufschlag da: Mit einem Ass geht es zum 40:30 und gegen den aufgerückten Isner dann per Passierball auf den Körper zum 5:3 - Pflichtaufgabe erledigt, Break bestätigt.
6:4, 4:3
 
Aber um an Breakchancen zu kommen, muss Isner hier schon etwas mehr zeigen: Der nächste Return des Mannes aus Floroda segelt weit raus,aber anschließend kann er Djokovic doch wieder am Netz ausspielen - 30:30.
6:4, 4:3
 
Los geht es auf jeden Fall wie gewohnt mit einem Servicewinner von Djokovic. Doch dann kann Isner den angreifenden Serben tatsächlich mal mit einem Passierball vor die Füße ausspielen - 15:15 und damit der erste Returnpunkt des Amerikaners in Durchgang zwei!
6:4, 4:3
 
Aber die zweite Breakchance sitzt dann doch: Djokovic retourniert mäßig, aber Isner drückt seinen Vorhandschuss aus dem Halbfeld direkt ins Netz - 4:3 und Break vor für die serbische Nummer eins der Welt. Und das wird sich der Djoker (12/12 Punkten beim eigenen Aufschlag in Satz zwei) wohl kaum mehr nehmen lassen, oder?
6:4, 3:3
 
Starkes Serve-and-Volley von Isner, ein Breakball wäre damit schon mal abgewehrt - 30:40.
6:4, 3:3
 
Oho! Isner wird im Halbfeld kalt erwischt, seine Rückhand wird zu lang und kommt erst hinter der Grundlinie wieder runter - 15:40, zwei Mal Breakball Djokovic!
6:4, 3:3
 
Eine perfekt platzierte Vorhand longline vom Djoker sorgt für ein ausnahmsweise mal unterhaltsames 0:15. Dafür hält Isner dann zwar gleich wieder einen Smash aus dem Halbfeld parat, aber einen schwachen Stopp des Amerikaners kann Djokovic anschließend wieder erlaufen und Isner passieren - 15:30!
6:4, 3:3
 
Und täglich grüßt das Murmeltier: Man denkt, man hat das genau so doch eben schon gesehen - Djokovic zu Null und im Eiltempo. 3:3, alles in der Reihe in Durchgang zwei. Abgesehen davon, dass Isner in diesem Satz nach wie vor keinen einzigen Punkt bei Aufschlag Djokovic gewonnen hat ...
6:4, 2:3
 
Isner ist das natürlich herzlich egal, denn solange sein eigener Aufschlag sitzt, läuft das auf einen Tiebreak hinaus: Zu 15 und dank der Asse zwölf und 13 geht es für den Amerikaner zum 3:2.
6:4, 2:2
 
Um den quasi perfekten Aufschlag des Djokers noch mal in Zahlen zu fassen: Beim ersten Aufschlag hat der Serbe 21/24 Punkten gewonnen, beim zweiten 8/9. Wahnsinn, was die Nummer eins hier abspult.
6:4, 2:2
 
... und weil der Djoker seine Schläge einfach besser platziert als Isner kann er auch gleich wieder den Deckel auf sein Aufschlagspiel machen. Zu Null, wie gehabt.
6:4, 1:2
 
Logisch, dass der Djoker da nicht weit zurückstehen möchte. Zack, zack, zack geht es wie gewohnt zum schnellen 40:0 ...
6:4, 1:2
 
Bei diesem einen Returnpunkt bliebt es dann aber auch: Mit einem nicht zu spielenden Kickaufschlag holt sich Isner die 2:1-Führung.
6:4, 1:1
 
Auch zum 40:0 geht es für Isner standesgemäß ganz leicht, dann kann der Djoker aber tatsächlich den ersten Returnpunkt im zweiten Satz gewinnen - 40:15.
6:4, 1:1
 
Stark gespielt von Isner, der sich zwar angreifen lässt, den Djoker aber mit einem Passierball mit der kurz cross gespielten Rückhand ausspielt - das muss er sich vorhin beim Serben abgeschaut haben. 30:0!
6:4, 1:1
 
Es bleibt beim neuen Motto des Tages: Satz zwei ist eine Zu-Null-Geschichte. Also zumindest jedes einzelne Aufschlagspiel - denn auf dem Scoreboard steht natürlich das 1:1.
6:4, 0:1
 
Zu Null ist ein gutes Stichwort: Djokovic landet zwar erst mal bei 40:0 zwischen, hat dafür aber auch nur wenig mehr als 45 Sekunden benötigt. Nicht schlecht. ...
6:4, 0:1
 
... sodass Isner anschließend auch keine Mühe mehr hat, sein Aufschlagspiel zu Null durchzubringen und zum 1:0 vorzulegen.
6:4, 0:0
 
Oho! Isner kann gleich zwei Mal in Folge in Ballwechseln punkten, weil er sich sein Risiko viel besser einteilt. Zum 40:0 geht es dann mit einem richtig schönen Vorhandvolley ...
Zwischenfazit
 
Viel kontrollierter, als es Novak Djokovic hier heute vormacht, kann man in so ein großes Turnier kaum starten: Der Serbe agiert nahezu fehlerfrei (erst fünf Unforced Errors/Isner: 19), übt immer in den richtigen Momenten Druck aus und ist seinem gegenüber auch mental haushoch überlegen - mal sehen, ob Isner sich hier noch mal berappeln kann.
6:4
43 Minuten hat es gedauert, dann ist Satz eins Geschichte: Mit einem letzten Servicewinner tütet Djokovic sein letztes Aufschlagspiel zu Null ein und legt vor.
5:4
 
Und genau so geht es auch weiter: Isner zieht die Vorhand cross weit in den Korridor und sieht sich bei 40:0 drei Satzbällen gegenüber.
5:4
 
Das scheint hier jetzt alles seinen geregelten Gang zu gehen: Zwei Mal serviert Djokovic, zwei Mal macht Isner die Fehler, 30:0.
5:4
 
Mit seinem dritten Ass in Folge (Nummer zehn für den Tag) tütet Isner das Aufschlagspiel nach Abwehr eines Satzballs dann auch ein und verkürzt zum 4:5 - aber jetzt schlägt Djokovic natürlich selber zur Satzführung aus.
5:3
 
Stark von Isner, der erst ein Ass zum Einstand und dann gleich noch eins zum Vorteil serviert - da nutzt dem Djoker auch die eilig einberufene Challenge nichts.
5:3
 
Korrektur: Es fehlt nur noch ein Punkt zum Satzgewinn, weil Isners Vorhand Inside-Out meterweit am Korridor vorbei segelt - und der Djoker bei Vorteil plötzlich Satzball hat.
5:3
 
Mit einer zu langen Rückhand gibt Djokovic dann aber doch den Punkt zum 40:30 für Isner ab - was der Amerikaner aber umgehend mit einer zu langen Vorhand zum Einstand beantwortet. Und wieder fehlen Djokovic nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn ...
5:3
 
... und auch das kann der Djoker gleich wieder mit einem genialen, mit der Rückhand kurz cross gespielten Passierball zum 30:30 kontern. Da bist du als Gegner chancenlos!
5:3
 
Djokovic zeigt mal wieder, dass er, wenn gewünscht, auch ein Meister der Defensive ist und saugt hinter der Grundlinie jeden Schuss weg, der über das Netz segelt. Isner hat größte Mühe, zum 30:15 vorzulegen ...
5:3
 
Bei 40:15 erzwingt Isner per Challenge zwar einen zweiten Aufschlag, verhindern kann er den Spielgewinn für Djokovic so aber auch nicht - 5:3 für den Serben, der hier schnurstracks auf den Satzgewinn hinzu marschiert.
4:3
 
Man muss fast ein bisschen schmunzeln, als die Statistikabteilung den ersten wirklich unnötigen Fehler des Djokers herausstreicht. Darauf folgen dann aber schnell ein Angriff zum 15:15 und ein Servicewinner zum 30:15 - alles kein Problem für den Serben.
4:3
 
Über Einstand muss Isner wieder gehen, diesmal kann er aber ausnahmsweise jegliche Breakchancen gegen sich vermeiden - 3:4 aus der Sicht des mit einem Break hinten liegenden Mannes aus Florida.
4:2
 
Wichtig für Isner, dass er mit einem Aufschlagwinner ausgleichen und anschließend mit einem schönen Halbvolley auch vorlegen kann - 40:30 für den extrem unter Druck stehenden Amerikaner.
4:2
 
Über 0:15 geht es für Djokovic gleich wieder zum 15:30, weil Isner mal wieder Alles oder Nichts spielt. Na gut, und weil Djokovic schon wieder einen unfassbaren Returnwinner auspackt ... gegen einen 212 km/h schnellen Aufschlag, wohlgemerkt.
4:2
 
Wäre, hätte, wenn und vielleicht - am Ende schnappt sich Djokovic auch den letzten benötigten Punkt zum Spielgewinn und bestätigt so das Break. 4:2 für den Serben, der hier ganz relaxt unterwegs ist!
3:2
 
... und über das kann der Djoker dann wieder zum Vorteil vorlegen. Ob Isner einfach mit der kaputten Kelle weiterspielen sollte?
3:2
 
Oho! Selbst ein angebrochener Schläger kann nicht verhindern, dass Isner mit einer Vorhandpeitsche Inside-Out gespielt zum Einstand kommt. Daraufhin wird dann natürlich erst mal ein neues Racket organisiert ...
3:2
 
So geht es natürlich am besten: Mit seinem dritten Ass der Partie legt Djokovic nach 0:30 zum 40:30 vor.
3:2
 
Djokovics zweites Ass zum 15:30 bringt den Serben dann aber auch ins Spiel, bevor er Isner mit einer ganz krummen, kurz gespielten Vorhand cross am Netz ausspielen kann - 30:30.
3:2
 
Immerhin kann sich Isner als Reaktion auf das Break endlich auch mal einen Punkt bei Aufschlag Djokovic sichern. Und dann bastelt der Djoker auch noch einen Doppelfehler zusammen ... 0:30!
3:2
 
Und das ist dann tatsächlich das erste Break des Tages! Isner serviert dem Djoker in die Vorhand und bricht wieder mal ans Netz auf, Djokovic beantwortet das aber mit einer herrlich, lang ins Eck gezirkelten Vorhand cross - zum Break und der 3:1-Führung.
2:2
 
Und das ist dann einfach nur bitter: Isner schafft es nicht, sein Risiko zu zügeln, geht beim Zweiten volles Risiko - und produziert den Doppelfehler zum 15:40.
2:2
 
Isner startet mit einem herrlichen Volleystopp in sein Aufschlagspiel - jawohl, ein Händchen hat der 2,06-Meter-Riese auch noch. Aber das kontert Djokovic dann mit zwei Passierbällen am etwas zu ungestüm aufgerückten Amerikaner vorbei - 15:30!
2:2
 
Ein weiterer guter Erster bringt Djokovic dann drei Spielbälle, was Isner mit einem kopfschüttelnden Grinsen klaglos hinnimmt - und gleich den ersten Spielball nutzt der Djoker dann auch, um zum 2:2 auszugleichen. Weiterhin null Returnpunkte für John Isner.
1:2
 
Easy going weiterhin bei Aufschlag Djokovic: Erst gibt es den Vorhandwinner gegen Isners Laufrichtung, dann den Aufschlagwinner - 30:0.
1:2
 
Es ist ''erst'' das vierte Ass von Isner, dafür aber ein umso wichtigeres: Durch die Mitte geht es nach der abgewehrten Breakchance zum Spielball und anschließend auch zum 2:1 - aber irgendwann wird der Djoker sicher mal eine dieser Chancen nutzen.
1:1
 
In der Tat, genau so kommt es: Djokovic retourniert weit vorn stehend und dementsprechend offensiv - 30.40, zweite Breakchance für die Nummer eins. Doch auch die kann Isner mit mutigem Offensivspiel abwehren - Einstand, 40:40.
1:1
 
Und das verunsichert Isner so sehr, dass er eine einfache Rückhand ins eigene Halbfeld (!) spielt und dem Djoker das 30:30 überlässt. Gibt das etwa gleich den nächsten Breakball für den Serben?
1:1
 
Die langen Ballwechsel bleiben weiterhin aus, denn auch Bog John hat seinen Rhythmus beim Aufschlag gefunden: Das dritte Ass und ein Netzangriff bringen das 30:0. Dann kann der Djoker allerdings auch mal wieder mit einem toll erlaufenen Stopp punkten ...
1:1
 
Das nennt man dann eine Demonstration: Diesmal lockt Djokovic Isner ans Netz und passiert den chancenlosen Amerikaner dann mit der perfekt platzierten Vorhand longline - 1:1, alles in der Reihe.
0:1
 
Vollgas vom Serben: Für das 40:0 muss Djokovic zwar auf den zweiten Aufschlag zurückgreifen, aber der wird zum Winner - und der zu drei Spielbällen.
0:1
 
Djokovic macht das ganz cool: Erst legt er selber mit einem Servicewinner durch die Mitte vor, dann punktet er mit der Vorhand Inside-Out gegen Isners Laufrichtung - 30:0.
0:1
 
Cool von John Isner: Erst gibt es den Servicewinner, dann das gelungene Serve-and-Volley - 1:0 für den Amerikaner, der die erste Breakchance prima umschifft hat.
0:0
 
Glück für Isner, dass Djokovic eine exzellente Chance zum Passierball mit der Rückhand longline nicht nutzen kann - 40:40, erster Einstand in diesem Match.
0:0
 
Djokovic hat erst zwei Bälle geschlagen, da steht es dank des Doppelfehlers von Isner schon 30:30. und das nutzt der Djoker dann, um über Isners Rückhand eiskalt auf 30:40 und Breakball zu stellen.
0:0
 
Und das ist der Gegenentwurf dazu: Zwei Asse von Isner, 30:15 für den Amerikaner.
0:0
 
Den ersten Punkt erspielt sich Djokovic ganz locker im Vorhandduell - weil Isner den Ballwechsel eben nicht gleich mit dem Aufschlag beenden kann. So wird das heute sicher noch des Öfteren laufen ...
0:0
 
Los geht's, Isner hat den Münzwurf gewonnen und sich für Aufschlag entschieden.
Prozedere
 
Sooooo! Unsere Spieler sind mittlerweile am Court, gleich folgen der Münzwurf und das Einschlagen - und dann kann`s auch schon losgehen!
Chair Umpire
 
Einen Referee wird diese Partie natürlich auch haben: Der Brasilianer Carlos Bernardes, einer der erfahrensten Umpires auf der Tour, wird hier gleich den Vorsitz haben.
Head 2 Head
 
Und damit sind wir dann auch schon beim letzten noch fehlenden Faktum zum Match angekommen: Dem direkten Vergleich. Zehn Mal haben sich Djokovic und Isner schon gegenüber gestanden, dabei hat der Djoker acht Mal (8:2) gewonnen - und Isners letzter Erfolg gegen den Serben liegt nun auch schon schlanke fünfeinhalb Jahre zurück (Cincinnati '13).
Der Underdog
 
Isner ist sich allerdings bewusst, dass er hier in London in der Gruppe Guga Kuerten nicht nur wegen seines Status als Nachrücker die Außenseiterrolle inne hat. ''Klar, ich hab hier gleich eine Riesenaufgabe zu bewältigen. Novak hat das Event schon fünf Mal gewonnen, er ist diese Woche derjenige, den es zu schlagen gilt. Aber es ist ein guter Spot für mich, ich habe nichts zu verlieren, weil ich der Underdog bin.''
Isner
 
Aber auch sonst ist der Aufschlagriese aus Florida (2,08 Meter) auf der Tour natürlich kein unbeschriebenes Blatt: 13 Einzeltitel hat Isner bereits gewonnen (davon elf in den USA), dabei drei Mal auf Rasen (Newport) triumphiert und als beste Position in der Weltrangliste Platz acht (Juli '18) vorzuweisen.
Isner 2018
 
Komplett entgegengesetzt verlief dagegen die Saison von John Isner, denn der hätte sich aufgrund einer ziemlich flauen Herbst-Form fast gar nicht für dieses Event qualifiziert. Unter dem Strich war Platz zehn der Weltrangliste dann aber doch gut genug - und so belohnt sich Big John für seinen ersten Masters-Titel (Miami) und sein erstes Halbfinale bei einem Grand Slam (Wimbledon) mit seinem Debüt beim Saisonfinale.
Vajda is back!
 
Nach weiteren frühen Pleiten in Barcelona und Madrid stürzte der zweifache Familienvater sogar bis auf Platz 22 der Weltrangliste ab, so weit hinten war er zuletzt im Oktober 2006 platziert - doch Djokovic schaffte mit neuem Schwung und seinem alten Trainer (Marian Vajda) im Rücken den Turnaround und legte den besagten Supersommer hin (das Achtelfinalaus in Toronto klammern wir dabei mal aus).
Die Minikrise
 
Das war vor gut neun Monaten allerdings noch überhaupt nicht abzusehen, schließlich hatte der Djoker nach zuvor sechsmonatiger Pause bei seinem Comeback gleich wieder Pech und verletzte sich am Ellenbogen. Acht Wochen nach seinem Viertelfinalaus gegen Hyeon Chung bei den Australian Open stieg der Serbe dann wieder in die Saison ein - und kassierte in Indian Wells und Miami böse Erstrundenniederlagen gegen Taro Daniel (108/Japan) und Benoit Paire (47/FRA).
Supersommer
 
Als ''Vorbereitung'' auf dieses Saisonfinale hat der amtierende Wimbledonsieger nämlich nicht nur Wimbledon, das Masters in Cincinnati, die US Open und das Shanghai Masters, sondern dabei auch 31 seiner letzten 34 Matches gewonnen und sich quasi im Vorbeigehen für das Saisonfinale in London qualifiziert - die einzige Trübung dieses Bildes entstand letzte Woche in Paris, wo er im Endspiel relativ sensationell gegen Youngster Karen Khachanov (RUS/hier in London als Ersatzmann dabei) verlor. .
Djokovic
 
Nun aber zum aktuellen Tagesgeschehen und dem ersten Auftritt des fünfmaligen Turniersiegers Novak Djokovic. Nachdem der Serbe die ATP Finals von 2012 bis 2015 vier Mal in Serie gewonnen hatte, war der Serbe 2017 verletzungsbedingt nicht am Start - und hat deshalb diesmal natürlich Nachholbedarf. ''Ich bin sehr froh, das Jahr als Nummer eins beenden zu dürfen'', so der Djoker nach der dazugehörigen Zeremonie gestern. ''Aber jetzt möchte ich hier in London auch gern den Titel holen, denn ansonsten war mein letztes Endspiel der Saison das verlorene Finale von Paris-Bercy ? und daran knabber ich immer noch ein bisschen.''
Gruppe Kuerten
 
Auch in dieser Gruppe hat es schon ein Match gegeben: Alexander Zverev konnte sich am Nachmittag in zwei engen Tiebreaks gegen Marin Cilic behaupten.
Die Teilnehmer
 
Nach den verletzungsbedingten Absagen von Nadal und Del Potro hält sich der Favoritenkreis allerdings eher klein und die ersten Partien der Gruppenphase hielten dazu noch einige Überraschungen bereit: Der erste Anwärter auf den Turniersieg ist natürlich die momentan in bestechender Form agierende Nummer eins der Welt, Novak Djokovic - der Serbe trifft in der heute gestarteten Gruppe "Guga Kuerten" auf Alexander Zverev (Deutschland), Marin Cilic (Kroatien) und eben dem nachgerückten John Isner (USA). In der Gruppe "Lleyton Hewitt" traf Roger Federer (Schweiz) auf den ebenfalls nachgerückten Kei Nishikori (JPN) und Kevin Anderson (Südafrika) auf Dominic Thiem (Österreich) - wobei Federer und Thiem ihre Auftaktpartien gestern beide schon verloren haben.
Geld und Regeln
 
Das achtköpfige Starterfeld im Einzel setzt sich im Optimalfall also aus den acht bestplatzierten Spielern der ATP-Weltrangliste zusammen, die in zwei Viergruppen im Round-Robin-Prinzip (jeder gegen jeden) ihre Spiele bestreiten. Die beiden Gruppenersten treffen dann im Halbfinale jeweils auf den Zweitplatzierten der anderen Gruppe und die Sieger der Vorschlussrunde bestreiten das Endspiel um 1.500 Weltranglistenpunkte und 2,7 Millionen US-Dollar an Preisgeld - mehr Geld und mehr Punkte gibt es nur bei den Grand Slams.
Finals 2017
 
Im letzten Jahr konnte David Goffin durch einen Sieg über Roger Federer ins Finale gegen Grigor Dimitrov einziehen, der in der Vorschlussrunde wiederum den US-Amerikaner Jack Sock bezwungen hatte. In einem umkämpften Endspiel setzte sich der Bulgare schließlich durch und sicherte sich den Titel - bezeichnend für den Wandel im Welttennis ist von den vier Halbfinalisten dieses Mal allerdings nur Roger Federer erneut dabei.
Exklusiv!
 
Seit 2009 findet das letzte wichtige Turnier der Saison nun schon in London statt und bietet den jeweiligen Top acht der Weltrangliste (beziehungsweise den Nachrückern wie Kei Nishikori und John Isner) die Chance, im direkten Aufeinandertreffen den Besten des Jahres zu küren - es gilt daher auch völlig zurecht als "inoffizielle Weltmeisterschaft". Rekordsieger dieser Veranstaltung ist Roger Federer (sechs Siege) vor Alexander Zverevs Coach Ivan Lendl (fünf Titel in den Achtzigern) - und gespielt wird genau wie früher in New York oder Frankfurt in der Halle.
ATP Finals
 
Saisonende auf der ATP Tour, das bedeutet Jahr für Jahr das Gleiche: Während alle anderen Profis schon im Urlaub sind oder ihre Verletzungen auskurieren (wie zum Beispiel die eigentlich qualifizierten Juan Martin del Potro und Rafael Nadal), dürfen die besten der Zunft in der o2 Arena an der Themse zu den ATP Finals antreten.
Welcome to London!
 
Herzlich willkommen bei den ATP-Finals zum Gruppenspiel zwischen Novak Djokovic und John Isner.
Turnier
Halbfinale
R. Federer (SUI/2)
5
6
A. Zverev (GER/3)
7
7
N. Djokovic (SRB/1)
6
6
K. Anderson (RSA/4)
2
2
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