WM - Antholz (Italien)
Beendet
Samstag, 22. Februar 2020
Staffel, 4 x 7,5 km - Herren
Rang
Name
Schießen
Zeit in min
Diff.
1.
Frankreich (FRA)
0+4
1:12:35.90
2.
Norwegen (NOR)
1+12
1:12:57.40
21.50
3.
Deutschland (GER)
1+8
1:13:12.10
36.20
4.
Russland (RUS)
0+9
1:14:20.60
1:44.70
5.
Slowenien (SLO)
0+8
1:14:21.70
1:45.80
6.
Österreich (AUT)
2+12
1:15:04.40
2:28.50
7.
Italien (ITA)
0+9
1:15:07.90
2:32.00
8.
USA (USA)
0+5
1:15:08.80
2:32.90
9.
Weißrussland (BLR)
0+6
1:15:16.30
2:40.40
10.
Schweden (SWE)
2+10
1:16:04.80
3:28.90
Live-Ticker 
Automatische Aktualisierung
Bis morgen
Für heute soll es das von der Biathlon-WM in Antholz gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Zum Abschluss der Titelkämpfe erleben wir morgen noch die Massenstartrennen. Darüber berichten wir selbstverständlich ebenfalls live. Bis dahin!
Swiss-Ski
Auch die Schweizer hatten ihren Schwachpunkt. Dieser hieß Mario Dolder und verpatzte die Staffel gleich als Startläufer, erlaubt sich eine Strafrunde. Das tat dann auch noch Serafin Wiestner. Die guten Leistungen von Jeremy Finello und Joscha Burkhalter fielen nicht mehr nennenswert ins Gewicht. Die Schweizer wurden am Ende Fünfzehnte.
ÖSV
Österreichs Sündenbock heißt Julian Eberhard, der die Medaillenchancen in seinem Stehendschießen mit zwei Strafrunden vergab. Zuvor hatte die ÖSV-Staffel in der Tat an Bronze geschnuppert. Am Ende konnte Schlussläufer Dominik Landertinger nicht mehr viel retten, lief als Sechster ins Ziel.
DSV
Allerdings hatte die Deutschen über weite Strecken den Ton angegeben. Beginnend mit einem überragenden Erik Lesser, leisteten sich danach Philipp Horn und Arnd Peiffer lediglich je einen Fehlschuss. Alle übergaben sie in Führung liegend. Doch Schlussläufer Benedikt Doll versagten die Nerven. Mit Gold vor Augen patzte der 29-Jährige am Schießstand. Während er das Unheil liegend mit drei Nachladern geradeso abwenden konnte, klappte das stehend nicht. Dort vergab Doll den Sieg endgültig und musste am Ende auch noch die Norweger vorbeiziehen lassen. Unter diesen Umständen stellt die Bronzemedaille einen schwachen Trost dar.
Fazit
Letztlich waren die Franzosen eine Klasse für sich. Mit insgesamt nur vier Nachladern bewegten sich die neuen Weltmeister dauerhaft ganz nah an der Spitze, liefen über weite Strecken auf dem 2. Platz und waren da, als die Konkurrenz schwächelte. Damit gewann Frankreich nach 2001 erst zum zweiten Mal überhaupt Gold in der Herrenstaffel.
Ziel
Die Medaillen sind vergeben: GOLD für FRANKREICH, SILBER für NORWEGEN und BRONZE für DEUTSCHLAND.
Ziel
Dahinter ist Benedikt Doll chancenlos, kann Johannes Bö nicht halten, der Norwegen auf Position 2 läuft. Für die DSV-Staffel bleibt der übrige Platz auf dem Podium.
Ziel
Entspannt läuft Quinton Fillon Maillet dem Sieg entgegen. Der Franzose kann das richtig genießen und fährt im Ziel zu seinen jubelnden Kameraden.
Schlussrunde
Mehr als eine halbe Minute spricht für die Franzosen. Da brennt beim laufstarken Quinton Fillon Maillet natürlich nichts mehr an. Dahinter ringen Doll und Bö um Platz 2. Der Norweger zieht das Tempo an.
8. Schießen
Johannes Bö bietet sich so die Möglichkeit, aus Bronze Silber zu machen. Gemeinsam mit dem Deutschen begibt sich der Norweger nach einem Nachlader auf die Schlussrunde. Medaillen wird es für beide geben. Doch wer bekommt welche Farbe?
8. Schießen
Mit zwei Nachladern kommt Fillon Maillet davon und sichert Frankreich Gold, denn Benedikt Doll hat die Nerven nicht im Zaum. Eine Strafrunde fängt sich der Deutsche zum Abschluss ein, verliert dadurch nicht nur Gold, sondern setzt noch Silber aufs Spiel.
8. Schießen
Einen kleinen Vorsprung rettet Quinton Fillon Maillet zum Schießstand, setzt aber den ersten Schuss daneben. Dann verfehlt auch Doll. Noch ein Fehlschuss des Franzosen, doch auch der Deutsche patzt!
Auf der Strecke bemüht sich Benedikt Doll die drei, vier Sekunden zum Franzosen wettzumachen. Der Kampf um Gold wird im letzten Schießen entschieden. Norwegen bewegt sich auf Bronze zu. Wenn am Schießstand nichts mehr vollkommen Schräges passiert.
7. Schießen
Dahinter versucht es Johannes Bö noch einmal mit schnellem Schießen. Zwei Extrapatronen sind nötig. Nach vorn geht so natürlich nichts mehr. Von hinten jedoch droht niemand mehr. Trotz fehlerfreien Schießens ist Rok Trsan läuferisch nicht stark genug.
7. Schießen
Oh, im Liegendanschlag wackelt Benedikt Doll. Dreimal muss dieser nachladen. Unterdessen schießt Quinton Fillon Maillet fehlerfrei, schiebt sich vorbei. Doch dann begrenzt der Deutsche den Schaden, kommt ohne Strafrunde davon.
Auf seiner ersten Runde baut Benedikt Doll den Vorsprung geringfügig aus.
3. Wechsel
Für Österreich macht sich Dominik Landertinger als Siebter auf den Weg. Die Schweiz läuft an Position 14 - zum Abschluss mit Joscha Burkhalter.
3. Wechsel
Die dann folgenden Staffeln kämpfen wohl allenfalls noch um Bronze. Aus norwegischer Sicht müsste Johannes Thingnes Bö für mehr über eine Minute aufholen. Die drittplatzierten Skandinavier haben jetzt etwas Luft zu Slowenien. Russland auf Rang 5 liegt schon mehr als zwei Minuten hinten.
3. Wechsel
Somit führen die Deutschen auch beim letzten Wechsel. Arnd Peiffer schickt Benedikt Doll mit knapp 13 Sekunden Guthaben auf die Reise. Erst dann begibt sich Quinton Fillon Maillet auf die Verfolgung.
Peiffer
Auf seiner Schlussrunde drückt Arnd Peiffer auf die Tube, setzt sich von seinem französischen Begleiter ab. Kontinuierlich baut der Harzer seinen Vorsprung in der Folge aus. Zehn Sekunden sind das bereits.
6. Schießen
Unterdessen wirft Julian Eberhard die Medaillenchance weg. Zwei Strafrunden - welch ein Drama. Österreich fällt weit zurück - auf Platz 10.
6. Schießen
Die Verfolger sind nicht in der Lage, Zeit gut zu machen. Die laden allesamt nach. Für Tarjei Bö zahlt sich das Risiko nicht aus, zwei Zusatzpatronen müssen es sein. Gleiches gilt für Klemen Bauer. Der Russe und der Italiener arbeiten fehlerlos.
6. Schießen
Parallel richten sich die Spitzenreiter den Stehendanschlag ein. Der erste Schuss des Franzosen geht daneben. Dann verfehlt auch der Deutsche ein Ziel. Beide laden nach - und treffen. Der Paarlauf an der Spitze wird sich fortsetzen.
Auf der Strecke scheibt sich Desthieux wieder an Peiffer heran, der es natürlich nicht darauf anlegt, die Lücke aufrechtzuerhalten. Es gilt, gleich am Schießstand zu bestehen.
5. Schießen
Dahinter ist mehr Risiko gefragt. Einzig der Bulgare Sinapov behält die Nerven, trifft alles und geht als Dritter zurück auf die Strecke. Die Konkurrenz muss nachladen: Klemen Bauer und Tarjei Bö einmal, Julian Eberhard und der Italiener Cappellari zweimal. Gleiches gilt für den Russen Porshnev.
5. Schießen
Feuer frei für das Führungsduo! Mit all seiner Routine räumt Arnd Peiffer alle Ziele aus den Weg. Simon Desthieux benötigt geringfügig mehr Zeit, arbeitet aber gleichermaßen tadellos. Sehr starke Schießleistungen!
2. Wechsel
Trotz aller Probleme laufen die Norweger an Position 3 und haben jetzt noch die Bö-Brüder in der Hinterhand. Zeitgleich mit Tarjei macht sich für Österreich Julian Eberhard auf den Weg. Auf Bronze dürfen nach aktuellem Stand der Dinge auch Slowenien, Bulgarien, Russland und Italien hoffen.
2. Wechsel
Auch beim zweiten Wechsel liegt Deutschland vorn. Philipp Horn hält Fourcade hinter sich und schickt Arnd Peiffer auf die Reise. Dessen Rivale wird Simon Desthieux sein. Dahinter ist Thomas Bormolini gewaltig eingebrochen und weit zurückgefallen. Somit tut sich da inzwischen eine Lücke von mehr als einer Minute auf.
Philipp Horn fährt Martin Fourcade jetzt wieder vor der Nase herum, der junge Deutsche steckt einfach nicht zurück.
4. Schießen
Dahinter leisten sich Bormolini und Eder je einen Nachlader, belegen die Plätze 3 und 4. Der Russe Matvey Eliseev schiebt sich mit einem fehlerfreien Stehendschießen auf Rang 5 nach vorn. Unterdessen erlauben sich auch die Bulgaren und die US-Amerikaner erste Nachlader. Johannes Dale hat Schwierigkeiten, vermeidet geradeso die Strafrunde, verliert in Farben der Norweger aber wieder Zeit.
4. Schießen
Nun gilt es, den Stehendanschlag zu bewältigen. Erstmals geht einem Deutschen ein Schuss daneben. Aber das ist nicht schlimm, im zweiten Versuch fällt die Scheibe. Obwohl Fourcade ohne Nachlader durchkommkt, gehen beide gleichzeitig auf ihre Schlussrunde.
Strecke
Auf der Strecke bietet Philipp Horn dem großen Martin Fourcade in vollem Umfang Paroli. Der Ski läuft glänzend, der Deutsche kann sogar zwischenzeitlich die Führung übernehmen.
3. Schießen
Sergii Semenov muss zweimal nachladen, Simon Eder schiebt eine Patrone nach. Johannes Dale schießt fehlerfrei, wie das bislang auch die US-Amerikaner tun.
3. Schießen
In gleicher Weise tadellos färbt Thomas Bormolini alle Ziele weiß und schiebt sich an Position 3. Auch Krasimir Anev gibt sich keine Blöße. Die Bulgaren sind bislang auch ohne jede Extrapatrone ausgekommen.
3. Schießen
Dann sprechen schon wieder die Waffen. Beinahe im Gleichschritt putzen Fourcade und Horn die Ziele weg. Damit bleibt Deutschland weiter komplett ohne jeden Nachlader.
Inzwischen hat Martin Fourcade die Führung übernommen. Philipp Horn heftet sich an dessen Fersen. Gemeinsam geben die beiden den Ton in diesem Staffelrennen an.
1. Wechsel
Erik Lesser lässt es sich nicht nehmen, nach einer überragenden Leistung als Erster zu wechseln und Philipp Horn auf die Reise zu schicken. Für Frankreich macht sich Martin Fourcade auf den Weg, bleibt da aber gleich mal mit der linken Skispitze an der Bande hängen. Aber nichts passiert, es geht nur unwesentlich Zeit verloren. Mit 19 Sekunden Rückstand folgen Italien und die Ukraine. Mit etwa 38 Sekunden Defizit wechseln unter anderem Österreich auf Platz 5 und direkt dahinter Norwegen.
Auf seiner Schlussrunde haut Erik Lesser natürlich alles raus - auch wenn er jetzt den Franzosen Emilien Jacquelin im Nacken hat. Der Vorsprung auf die weiteren Verfolger aber wächst an.
2. Schießen
Auch Felix Leitner muss dreimal nachladen, geht als Dreizehnter zurück auf die Strecke. Im Stehendanschlag kommt der Schweizer Mario Dolder mit einem Zusatzpatrone davon, läuft der Musik aber weiterhin anderthalb Minuten hinterher.
2. Schießen
Emilien Jacquelin kommt mit einem Nachlader davon. Das tut auch der Ukrainer Pryma. Lukas Hofer benötigt alle Extrapatronen, um die Strafrunde zu vermeiden. Vetle Sjaastad Christiansen ist das nicht vergönnt, der Norweger muss Extrameter ableisten.
2. Schießen
Nicht zu fassen, was macht der Erik Lesser da. Der schießt wie der Teufel, legt alle Scheiben zügig um - und geht auf und davon, denn die Konkurrenz bekommt Probleme.
Läuferisch hält Erik Lesser an der Spitze prächtig mit, bleibt damit Teil des Führungsquartetts.
1. Schießen
Ganz böse erwischt es Mario Dolder. Eine Strafrunde fängt sich der Eidgenosse ein. Damit ist die schweizerische Staffel früh weg vom Fenster. Gleiches gilt für Estland und Belgien. Der Finne und der Schwede kreiseln sogar zweimal.
1. Schießen
Lukas Hofer muss einmal nachladen, erledigt das ganz geschwind. Gleiches widerfährt Felix Leitner. Auch Österreich bleibt damit im Geschäft.
1. Schießen
Erik Lesser, Vetle Sjaastad Christiansen und Emilien Jacquelin legen zügig alle Scheiben um. Der Tscheche Michal Slezinger tut es diesem Trio gleich.
2,2 km
Es wird ein durchaus beachtliches Tempo angeschlagen, Das Feld zieht sich bereits deutlich auseinander. Erik Lesser bleibt vorn dabei.
1,1 km
Mutig zeigt sich Erik Lesser gleich mal an der Spitze. Das jedoch ist nur eine Momentaufnahme. Lukas Hofer für Italien, Vetle Sjaastad Christiansen für Norwegen und Emilien Jacquelin für Frankreich schieben sich vorbei.
Start
Jetzt schickt der Startschuss die 27 Staffeln auf die Reise. Bei wunderbarem Wetter und Sonnenschein jubeln die Tausenden Zuschauer den Startläufern entgegen.
Favoriten
Gold sollten aufgrund aller aktuellen Erkenntnisse Frankreich und Norwegen unter sich ausmachen. Die Franzosen haben mit Emilien Jacquelin und Martin Fourcade zwei Weltmeister von Antholz in ihren Reihen. Dazu den Sprintzweiten Quinton Fillon Maillet. Und selbst Simon Desthieux hat 2017 bereits Staffel-Silber errungen. Im Verlauf der Weltcupsaison standen die Franzosen immer auch dem Podium, gewannen in exakt dieser Besetzung in Ruhpolding. Norwegen geht als Titelverteidiger an den Start, hat mit Vetle Sjaastad Christiansen und den Bö-Brüdern drei Weltmeister von 2019 dabei. Johannes Thingnes und Tarjei haben auch schon Olympiasilber geholt. In unterschiedlicher Besetzung entschieden die Skandinavier drei der vier Staffeln des Winters für sich. Erst wenn diese beiden Teams patzen, kommen andere zum Zug. Ansonsten geht es dann nur noch um Bronze. Dafür kommen Italien, Russland, Deutschland und vielleicht noch Österreich in Frage.
Swiss-Ski
Allenfalls Außenseiterchancen besitzen die Schweizer. Die besten Saisonergebnisse gelangen in Östersund und Oberhof (jeweils Siebter). Aus den damaligen Besetzungen fehlt heute Benjamin Weger, der als Fünfter im Einzel und in der Single Mixed Staffel für die besten eidgenössischen WM-Ergebnisse in Antholz sorgte. Stattdessen wird neben Mario Dolder, Serafin Wiestner und Jeremy Finello heute Joscha Burkhalter zum Einsatz kommen und die Staffel als Schlussläufer ins Ziel bringen.
ÖSV
Für Österreich wird Felix Leitner die Staffel anlaufen. Dann folgen ausnahmslos WM-Dritte von 2017. Simon Eder, Julian Eberhard und Dominik Landertinger. Letzterer holte im Einzel die bislang einzige Medaille für den ÖSV bei dieser WM (Bronze) und wurde gemeinsam mit Eder auch schon mit olympischem Edelmetall dekoriert. Diese vier Jungs liefen im Januar in Ruhpolding als Dritte auf Stockerl.
DSV
Startläufer des deutschen Teams wird Erik Lesser sein. Der 31-jährige Thüringer ist trotz lediglich halb erfüllter Norm mit zur WM genommen worden, überzeugte aber am Donnerstag in der Single Mixed Staffel als Silbermedaillengewinner. Auf die Erfahrung des Staffel-Weltmeisters von 2015 wollte Bundestrainer Mark Kirchner also nicht verzichten. Leidtragender ist Johannes Kühn, der Teil der beiden deutschen Podiums-Staffeln dieses Weltcupwinters war, aber zumindest im morgigen Massenstart noch seine Chance bekommen wird. Auf den weiteren Positionen laufen für den Vizeweltmeister heute Philipp Horn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll.
WM
Am vorletzten Wettkampftag der Biathlon-WM in Antholz stehen also die klassischen Staffeln auf dem Programm. Nach den Damen legen nun gleich die Herren über ihre 4 x 7,5 Kilometer los. Dabei bewegen sich die Skijäger auf einer 2.582 Meter langen Runde, die jeder Athlet dreimal zu durchlaufen hat. Zwischendrin liegen die jeweils zwei Schießeinlagen - erst liegend, dann stehend. Pro Schießen stehen drei Nachladepatronen zur Verfügung. Erst wenn die aufgebraucht sind und noch immer Scheiben stehen, setzt es Strafrunden.
Willkommen
Herzlich willkommen bei der WM in Antholz zur Staffel der Herren.
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