bedeckt München 21°

Live-Ticker Ski Weltcup Fr, 25.01.2019 Weltcup Kitzbühel, Abfahrt

Alle Rennen und Ergebnisse des Alpinen Ski-Weltcups live im Ticker auf Süddeutsche.de

Abfahrt der Herren
 
 
Name
Land
Zeit
Diff
 
Name
Nation
Zeit
Diff
1
Clement Noel
FRA
1:48.96
2
Manuel Feller
AUT
1:49.14
0.18
3
Daniel Yule
SUI
1:49.79
0.83
4
Ramon Zenhäusern
SUI
1:49.82
0.86
5
Henrik Kristoffersen
NOR
1:49.94
0.98
6
Giuliano Razzoli
ITA
1:50.03
1.07
7
Felix Neureuther
GER
1:50.06
1.10
8
Alexis Pinturault
FRA
1:50.08
1.12
9
Victor Muffat-Jeandet
FRA
1:50.15
1.19
10
Istok Rodes
CRO
1:50.24
1.28
11
Christian Hirschbühl
AUT
1:50.28
1.32
12
Dave Ryding
GBR
1:50.45
1.49
.
Manfred Mölgg
ITA
1:50.45
1.49
14
Marcel Hirscher
AUT
1:50.58
1.62
15
Alex Vinatzer
ITA
1:50.72
1.76
 
Letzte Aktualisierung: 13:21:18
Bis morgen
 
Für heute soll es das von den 79. Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Die Abfahrt haben wir hinter uns. Im veränderten Programm wartet morgen der Slalom am Ganslernhang. Bereits um 9:30 Uhr soll dieser beginnen. Wir sind dann wieder live zur Stelle. Bis dahin!
Swiss-Ski
 
Bei den Eidgenossen lief abgesehen von Beat Feuz nicht so viel zusammen. In die Top 30 gelangten überdies Mauro Caviezel (22.), Marco Odermatt (24.) und Nils Mani (25.). Zumindest für die beiden letztgenannten Sportler stellte das ein gutes Ergebnis dar. Urs Kryenbühl wurde 29.
DSV
 
Die drei Deutschen schafften es allesamt unter die besten 30. Bester war der zwischenzeitlich führende Josef Ferstl, der am Ende Siebter wurde. Dominik Schwaiger sortierte sich als Siebzehnter ein, Manuel Schmid staubte als 28. noch drei Punkte ab.
ÖSV
 
Darüber hinaus hatte sich in dieser Woche angedeutet, dass Daniel Danklmaier für ein gutes Ergebnis gut ist. Und der 25-Jährige setzte das als Fünfter vollends um. Erst dahinter folgen die großen Namen Hannes Reichelt (8.), Matthias Mayer (9.). Christopher Neumayer ergatterte als 21. Weltcuppunkte. Vincent Kriechmayr und Max Franz schieden aus.
Paris
 
Zum dritten Mal nach 2013 und 2017 gewinnt Dominik Paris die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel. Der 29-Jährige Italiener untermauerte seine Favoritenstellung und holte sich nach Abfahrt und Super G in Bormio seinen dritten Saisonerfolg. Damit zerstörte Paris bei Beat Feuz die Hoffnung auf den ersten Streif-Sieg. Der Führende im Abfahrtsweltcup hatte bis dahin vorn gelegen. Dem Schweizer fehlten am Ende zwei Zehntel. Als Dritter wussten nicht die zum Favoritenkreis zählenden ÖSV-Athleten zu gefallen. Mit Otmar Striedinger reihte sich hier ein anderer Österreicher ein, der mit hoher Startnummer von besseren Sichtverhältnissen profitierte.
Breitfuss Kammerlander
Wie so häufig beschließt Simon Breitfuss Kammerlander das Rennen. Der Bolivianer ist natürlich nicht wirklich konkurrenzfähig. Es geht eher darum, dass er heil ins Ziel kommt. Das zumindest schafft der 26-jährige gebürtige Tiroler - mit mehr als elf Sekunden Rückstand als Schlusslicht im Klassement. Damit ist der Wettkampf beendet.
Maple
 
Nun darf Wiley Maple die Abfahrt ein zweites Mal in Angriff nehmen. Auf dem Schleudersitz befindet sich derzeit Werner Heel, der etwa zweieinhalb Sekunden Rückstand zur Spitze aufweist. Das hat der Amerikaner ganz sicher drin. Doch werden die Kräfte reichen? Was vielversprechend begann, bringt der 28-Jährige nicht nach unten, schafft es nicht unter die besten 30.
Romar
 
Die Piste also bietet auch den letzten Läufern hervorragende Bedingungen. Optimal zu nutzen weiß das Andreas Romar nicht. Der Finne kommt nicht über Platz 27 hinaus und muss um die paar Weltcuppunkte fortan zittern.
Marsaglia
 
Die Show geht weiter. Während Wiley Maple ebenfalls per Hubschrauber wieder nach oben gebracht wird, der Amerikaner darf natürlich noch einmal starten, macht sich Matteo Marsaglia bereit. Zehn Fahrer fiebern noch ihrem Start entgegen. Der Italiener fährt oben stark, ist bei den ersten drei Zwischenzeiten voll dabei. Das Material scheint zu passen. Die technischen Schwierigkeiten meistert Marsaglia vergleichsweise gut. Landsmann Paris vermag er nicht zu gefährden, doch ein sehr respektabler zehnter Platz springt heraus.
Bergung
 
Inzwischen ist der wieder bei Bewusstsein befindliche Köll gut und sicher verpackt, soll nun direkt von der Piste per Helikopter und Seilwinde geborgen werden.
Maple
 
Wiley Maple ist dann bereits unterwegs. Da Alexander Köll noch längst nicht geborgen wurde, muss der US-Amerikaner abgewunken werden. Das Rennen ist unterbrochen.
Köll
Anschließend wird Alexander Köll kurz vor dem Ziel von der Streif abgeworfen. Eingangs eines Rechtsschwungs verschneidet es ihm den Ski. Der für Schweden startende Österreicher kommt bei recht hohem Tempo zu Fall, fliegt über eine Bodenwelle und ist für mehrere Hundert Meter nur Passagier - ehe er nahe der Fangnetze zum Liegen kommt. Offenbar ist das Bewusstsein verloren gegangen. Köll liegt da regungslos im Schnee. Helfer eilen herbei.
Seger
 
Beachtliche Platzierungen gibt die Streif nach wie vor her. Das beweist nun Brodie Seger. Der Kanadier bringt den nötigen Mut mit, bewältigt die Herausforderung und freut sich im Ziel über Platz 15.
Mani
 
Da kommt Nils Mani nicht ganz mit. Der letzte Schweizer kämpft sich als 23. zu Tal. Immerhin Weltcuppunkte stehen damit in Aussicht.
Danklmaier
 
Mit großer Spannung erwarten die Österreicher jetzt Daniel Danklmaier. Der 25-Jährige gewann hier am Montag das Europacuprennen und war in allen Trainings vorn dabei. Und der ÖSV-Fahrer bestätigt das auf allen Ebenen. Mithilfe der guten Sicht braust Dankelmaier unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer als grandioser Fünfter ins Ziel.
Hrobat
 
Unverdrossen kämpfen die wagemutigen Athleten um Punkte. Mit wilden Sprüngen und famosen Schräglagen tut das Miha Hrobat. Als 29. wird der Slowene gewaltig zittern müssen.
Giezendanner
 
Die Top 20 sind auch für Blaise Giezendanner drin. Der Franzose begrenzt seinen Rückstand auf geringfügig mehr als zwei Sekunden und darf im Ziel die Hände zum Gruße erheben.
Odermatt
 
Flinker bewältigt Marco Odermatt die Piste. Der Schweizer fliegt dem Ziel entgegen und holt sich Platz 20, was ihm ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.
Crawford
 
James Crawford setzt sich jetzt direkt vor Nils Allegre. Mit Matthieu Bailet und Jared Goldberg sind bereits zwei Sportler aus den Punkten gerutscht.
Allegre
 
Im Bereich des Italieners bewegt sich anschließend auch Nils Allegre. Noch aber besteht auch für den Franzosen die Hoffnung auf Weltcuppunkte.
Heel
 
Bei deutlich verkürztem Startintervall - 80 Sekunden sind das noch - ist nicht mehr so viel von den Fahrten der Athleten zu sehen. Bei Werner Heel verpassen wir auch nicht allzu viel - Rang 23!
Vukicevic
 
Auch Marko Vukicevic bringt nicht das Vermögen mit, der Streif eine tolle Zeit zu entlocken. Der Serbe lässt großen Respekt erkennen, kommt aber immerhin heil im Ziel an.
Kosi
 
Klemen Kosi hat seine Probleme mit der Streif, kassiert in der Summe dreieinhalb Sekunden Rückstand und sortiert sich als 25. ein.
Neumayer
 
Die bessere Sicht sorgt dafür, dass für uns die Spannung erhalten bleibt. Zwar wird die nachlassende Qualität der noch oben stehenden Athleten Dominik Paris wohl nicht mehr ins Schwitzen bringen, doch einen Haken dürfen wir längst nicht dahinter setzen. Jetzt schreien die österreichischen Skifans Christopher Neumayer ins Ziel. Trotz allen Bemühens sammeln sich gut zwei Sekunden an - Rang 18.
Schwaiger
 
Als letzter der drei Deutschen schiebt sich Dominik Schwaiger in den Startschuss. An der ersten Zeitnahme liegt der 27-Jährige zwei Hundertstel vorn. Das aber bleibt eine Momentaufnahme. Schnell ist eine Dreiviertelsekunde weg. Dennoch gelingt Schwaiger in der Summe ein ordentlicher Lauf - bis auf diesem Rechtsschwung, wo er fast schon im Schnee liegt und einen weiten Weg fährt. Rang 14 im Ziel und nur gut anderthalb Sekunden Rückstand - das sollte Weltcuppunkte geben. Doch es wäre so viel mehr möglich gewesen.
Walder
 
Noch dürfen wir Dominik Paris nicht gratulieren, denn nach wie vor herrscht bessere Sicht - auch für Christian Walder. An der zweiten Zwischenzeit ist der Österreicher vorn, fährt danach weiter gut. Doch dann hebt es ihn aus. Ohne Schneekontakt bekommt er die Richtung nicht und verfehlt das nächste Tor.
Schmid
 
Auch bei Manuel Schmid blinzelt die Sonne durch. Was macht der Deutsche daraus? Mit Striedinger vermag der 25-Jährige aufgrund einiger Fehler nicht mitzuhalten. Letztlich fehlt auch ein wenig der Mut. So muss sich Schmid mit Platz 19 begnügen.
Casse
 
Ja, die Verhältnisse können noch Einfluss nehmen. Mattia Casse allerdings vermag davon nicht zu profitieren. Der Italiener baut früh einen gravierenden Fehler ein. Das wird am Ende lediglich Rang 22.
Striedinger
 
Bei besserer Sicht, die Sonne drückt ein wenig durch, ist Otmar Striedinger unterwegs. Und in der Tat nutzt der Österreicher diese Bedingungen. Der 27-Jährige kommt mit gerade knapp vier Zehnteln Rückstand unten an. Striedinger fährt als Dritter aufs Podium! Welche eine Freude bei Sportler und Zuschauern!
Ganong
 
Bereits am ersten Messpunkt ist mehr als eine halbe Sekunde weg. Im weiteren Verlauf jedoch schaut das gut aus, da kommt gar nichts hinzu. Travis Ganong scheint die Einstellung zur Streif gefunden zu haben. Dann geht sein Blick während der wilden Fahrt auf den Außenski. Was ist da los? Plötzlich büßt der Amerikaner Zeit ein und rutscht noch auf Rang 14 ab.
Kröll
 
Die österreichischen Hoffnungen haben sich heute nicht erfüllt. Da wird sicherlich auch Johannes Kröll die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen. Hinsichtlich seines Leistungsvermögens bewährt sich der 27-Jährige gut. In der Traverse jedoch trägt es ihn weit ab, er verfehlt ein Tor und scheidet aus.
Raffort
 
An der zweiten Zeitnahme liegt Nicolas Raffort dank einer prächtigen Fahrt im Steilhang vorn. Das Gleiten aber liegt dem Franzosen nicht so gut. Für die Spitze reicht es in der Folge nicht, dennoch zeigt der 27-Jährige ein sehr couragiertes Rennen. Auch ihm geht letztlich etwas der Strom aus. Rang elf ist allerdings voll in Ordnung!
Sejersted
 
Für die Norweger ist heute nicht viel gelaufen. Wird Adrian Smiseth Sejersted da noch etwas raus holen? Der 24-Jährige schlägt sich glänzend, trifft eine gute Linie und ist anfangs richtig gut dabei. Ganz nach unten bringt der Skandinavier das nicht. Da geht dann noch einiges verloren. Mehr als eine Sekunde ist das am Ende. Dennoch ist Sejersted äußerst zufrieden mit Platz zehn.
Kryenbühl
 
Dann wirft sich Urs Kryenbühl in den Hang. Es schneit unvermindert leicht in Kitzbühel. Die Verhältnisse aber bleiben stabil. Der Eidgenosse fährt im Rahmen seiner Möglichkeiten, erreicht das Ziel als Fünfzehnter.
Goldberg
 
Einzig eine grundlegende Veränderung der Bedingungen könnte Dominik Paris noch den Sieg kosten. Ansonsten geht es für die nun folgenden Athleten nur noch um gute Platzierungen. Die Top 10 sind nach wie vor drin. Jared Goldberg vermag das nicht zu leisten. Der Amerikaner erreicht zwar das Ziel, nennenswert schnell ist er nicht.
Bailet
 
Frühzeitig fährt Matthieu Bailet weite Wege. Die Schläge drückt der Franzose einfach nicht gut genug weg. Es trägt in weit nach unten ab, was eingangs des Gleitstücks Geschwindigkeit kostet. Im weiteren Verlauf gleicht das einem schweren Kampf. Bailet wird beinahe von der Streif abgeworfen, bezwingt diese Abfahrt letztlich. Im Ziel aber gibt das die Rote Laterne.
Bennett
 
Gleichfalls wenig wagemutig geht es Bryce Bennett an. Die Dosierung zahlt sich für den US-Amerikaner im weiteren Verlauf aus. Zumindest der Ski läuft gut. In den technisch schwierigen Abschnitten jedoch bleibt Zeit liegen. Knapp anderthalb Sekunden fehlen am Ende. Platz zehn!
Hintermann
 
Vielleicht macht es der Landsmann besser. Es schaut nicht so aus. Niels Hintermann fängt sich früh Rückstand ein. Die Position hält der 23-Jährige auch nicht permanent, fährt immer wieder recht aufrecht. Der Respekt vor der Streif scheint ungeheuer groß. So richtig zu überwinden vermag sich Hintermann nicht und fällt fast drei Sekunden zurück.
Caviezel
 
Nun geht es Mauro Caviezel an. Der Schweizer bemüht sich ausgangs des Steilhangs um eine enge Linie, gibt den Ski nicht genug frei. Damit nimmt der 30-Jährige zu wenig Tempo mit ins Gleitstück. Im weiteren Verlauf wirkt Caviezel unsauber und steht nicht sicher genug auf dem Ski. Der Eidgenosse fällt mehr als zwei Sekunden zurück und reiht sich als Zwölfter ein.
Clarey
 
Für ganz vorn wird es jetzt so langsam dünn. Dominik Paris darf immer mehr aufatmen und an den Sieg glauben. In Richtung Stockerl ist allerdings nach wie vor alles drin - auch für Johan Clarey. Der Franzose schlägt zunächst den richtigen Kurs ein, wird aber auch zweimal ausgehoben. Letztlich wird das Platz acht.
Innerhofer
 
Einem Christof Innerhofer ist immer ein Husarenritt zuzutrauen. Und in der Tat - der Südtiroler meistert das zunächst gefühlvoll, büßt aber im Gleitstück erwartungsgemäß ein. Das Podium jedoch ist absolut drin. Gut neun Zehntel fehlen am Ende - Rang drei!
Theaux
 
Wird da noch ein Konkurrent annähernd herankommen? Adrien Theaux tut das nicht. Obwohl der Franzose gut beginnt, fehlen im weiteren Verlauf die Entschlossenheit, der absolute Wille und die Risikobereitschaft. So kommt noch mehr als eine Sekunde Rückstand zusammen.
Paris
Noch ist der Drops nicht gelutscht, denn wir sehen einem zweimaligen Streif-Sieger entgegen. Dominik Paris ist zeitlich dabei. Im Gleitstück sorgt sein Körpergewicht für Schwung. So forciert der Italiener unaufhörlich. Es deutet sich eine Hundertstel-Entscheidung an. Um zwei davon geht es an den letzten Zwischenzeiten. Und ganz unten holt Paris zwei Zehntel raus, ist im Ziel vorn und freut sich unbändig.
Cater
 
Seit geraumer Zeit hat kein Athlet das Ziel erreicht. Wird Martin Cater die Streif bezwingen? Der Slowene hat weit weniger Probleme, ist allerdings auch nicht richtig schnell unterwegs. So bleibt es bei einer braven Fahrt mit zum Teil weiten Wegen. Gut zwei Sekunden Rückstand sammeln sich an.
Franz
Weiter geht es mit Max Franz. An der ersten Zwischenzeit liegt der Österreicher vorn. Bei einem Linksschwung drückt es den Österreicher tief hinten rein, die Belastung der Muskulatur ist hoch. Es setzt einen Schlag. Eine Kurve später stoppt der 29-Jährige hat offenbar Schmerzen.
Roger
 
Einen ähnlich verpatzten Lauf zeigt Brice Roger. Auch der Franzose landet da fast in den Fangzäunen. Irgendwie entgeht der 28-Jährige bei allen Schwierigkeiten einem Sturz, lässt es dann aber ebenfalls bleiben und steigt aus.
Kriechmayr
 
Vincent Kriechmayr erlebt früh eine Schrecksekunde, wird an der Mausefalle tief in die Knie gedrückt, sitzt schon im Schnee und vermeidet nur mit Mühe den Sturz. Damit jedoch büßt der Österreicher alle Chancen ein. Und noch ist er nicht im Ziel. Plötzlich greift der Innenski, es hebt ihn aus. Der Mann hängt eigentlich schon im Fangnetz. Irgendwie entkommt er diesem aber tatsächlich noch und bleibt auf den Beinen. Die Zeit aber ist beim Teufel, Kriechmayr gibt auf.
Thomsen
 
An der Vorgabe von Feuz müssen sich alle anderen messen lassen. Bei Benjamin Thomsen wird schnell deutlich, dass das nichts wird. Doch der Spitzenreiter liegt mit großem Abstand vorn, daher ist dahinter alles möglich. Und der Kanadier ist in der Lage, das umzusetzen. Mit kümmerlichen vier Hundertsteln vor Ferstl gelangt er ins Ziel.
Feuz
Dann schiebt sich Beat Feuz in den Startschuss. Und der Eidgenosse bringt die Fähigkeiten mit, seine anfängliche Führung zu behaupten. Der Weltmeister legt zu, baut den Vorsprung permanent aus. Von all den Schlägen lässt sich der Schweizer nicht beirren, hält eisern die Position. Feuz fährt sage und schreibe neun Zehntel heraus. Welch überragende Führung! Völlig erschöpft sinkt er in den Schnee.
Roulin
 
Auch Gilles Roulin liegt an der ersten Zeitnahme vorn. Wir wissen inzwischen, dass das kein Maßstab sein muss. Der Schweizer erwischt im Anschluss seinen Lauf nicht optimal. Eventuell fehlt es ihm an Erfahrung. Der 24-Jährige fängt sich immer größeren Rückstand ein. Am Ende sind es weit mehr als zwei Sekunden.
Kilde
 
Sofort wird die Zeit von Josef Ferstl auf die Probe gestellt. Und Aleksander Aamodt Kilde legt richtig zügig los, ist anfangs deutlich vorn. Danach jedoch setzt der Norweger die Ski etwas zu hart. In der Folge trifft der 26-Jährige die Linie nicht optimal. Das reicht letztlich nicht, gut eine halbe Sekunde fehlt im Ziel.
Ferstl
Sehr forsch kommt anschließend Josef Ferstl in Schwung. Der Deutsche ist richtig gut dabei. Das Material passt, im Geschöss macht der 30-Jährige Zeit gut. Auch die Linienwahl ist mutig, Ferstl riskiert alles. Und der Mann wird immer schneller. Mit Bestzeit erreicht er das Ziel. Eine Hundertstel - ist das knapp!
Mayer
 
Nun blicken die österreichischen Fans wieder gespannt nach oben, denn der Abfahrtsolympiasieger von 2014 ist unterwegs. Matthias Mayer ist am ersten Messpunkt vorn. Das jedoch lässt sich für den Moment nicht konservieren. Eventuell geht der Ski nicht ganz so gut. Im technisch anspruchsvollen Teil holt der ÖSV-Läufer auf. Es bahnt sich eine ganz knappe Sache an. Am Ende fehlen kümmerliche sechs Hundertstel.
Muzaton
 
Weiter geht die wilde Fahrt mit Maxence Muzaton. Der Franzose gerät gleich in Rückstand. Im Gschöss, einem Gleitstück, bleiben weiter Zehntel liegen. Und diese Tendenz setzt sich fort. Einmal wird der 28-Jährige noch recht weit abgetragen. So sammelt sich letztlich fast eine Sekunde Rückstand an.
Reichelt
Hannes Reichelt ist es vorbehalten, die Hahnenkamm-Abfahrt 2019 zu eröffnen. Schnell fordert die unruhige Piste dem Sportler alles ab. Der Österreicher aber findet gut ins Rennen, bringt das positive Gefühl einer Trainingsbestzeit mit. Der 38-Jährige kommt richtig gut durch und setzt die erste Marke. Mal sehen, was die wert ist.
Wetter
 
Bei bewölktem Himmel, leichtem Schneefall und geringem Frost gestaltet sich die Sicht am Hahnenkamm nicht optimal. Die Piste allerdings ist bestens präpariert - knallhart und eisig. Es ist angerichtet.
Favoritenkreis
 
Neben den genannten Österreichern und Schweizern gilt es, Dominik Paris (13) im Auge zu haben. Der Italiener triumphierte vor sechs und vor zwei Jahren auf der Streif und siegte jüngst in Bormio. Auch die Norweger sind selbstverständlich immer zu beachten. Den Skandinaviern ist aber einzig Aleksander Aamodt Kilde (5) geblieben. Kjetil Jansrud, Streif-Gewinner 2015, brach sich im Training zwei Finger und wird heute fehlen. Das gilt zudem für Aksel Luns Svindal, den anhaltende Knieprobleme plagen. Das schränkt den Kreis der Top-Favoriten zusätzlich ein.
Swiss-Ski
 
Für die Schweiz fiebern sieben Sportler dem Wettkampf entgegen. Als erster Eidgenosse wird sich Gilles Roulin (6) auf die Streif wagen. Unmittelbar darauf folgt der größte Hoffnungsträger. Beat Feuz (7) gewann heuer in Beaver Creek, fuhr zuletzt in Wengen auf Rang zwei und führt im Abfahrtsweltcup. Auch Mauro Caviezel (17) kommt für eine vordere Platzierung in Frage. Top-15-Potenzial bringt Niels Hintermann (18) mit.
ÖSV
 
Mit der stattlichen Zahl von neun Athleten geht es der gastgebende ÖSV an. Und zwei davon erwiesen sich als Trainingsschnellste - Matthias Mayer (Startnummer 3) am Dienstag und Hannes Reichelt (1) gestern. Letzterer siegten in Kitzbühel 2014. Vincent Kriechmayr (9) hingegen hielt sich im Training bedeckt, muss aber als Wengen-Sieger ohne Frage beachtet werden. Gleiches gilt für Max Franz (11). Und dann wäre da noch ein gewisser Daniel Danklmaier (41), der im Training furios auf die Plätze drei und vier fuhr.
DSV
 
Insgesamt 55 Wagemutige wollen sich dem Wettbewerb stellen. Schmerzlich vermisst wird allerdings der Vorjahressieger. Wegen eines Kreuzbandrisses kann Thomas Dreßen seinen Titel nicht verteidigen. Der 25-Jährige ist dennoch als Zuschauer vor Ort. Vom generell arg verletzungsgebeutelen DSV-Team sind drei Sportler verblieben. Josef Ferstl (Startnummer 4) gilt als größte Hoffnung, offenbarte im Training als Neunter bzw. Dreizehnter Top-10-Potenzial. Darüber hinaus erwarten wir Manuel Schmid (29) und Dominik Schwaiger (31).
Aufgabe
 
Heute kommen wir tatsächlich in den Genuss der gesamten 3.312 Meter langen Strecke. Los geht es auf 1.665 Metern Höhe, wo die Läufer im Startschuss binnen Sekunden bei 51 Prozent Gefälle enormes Tempo aufnehmen. Bis zu 80 Meter weite Sprünge, Hangneigungen von bis zu 85 Prozent, Fliehkräfte über 3 g und Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern fordern Mensch und Material im weiteren Verlauf alles ab. Über 860 Höhenmeter geht es hinunter ins Ziel. Den Weg dorthin weist die Kurssetzung von Hannes Trinkl. Der FIS-Renndirektor hat 32 Tore gesteckt.
Streif
 
Wieder einmal ist der Tiroler Wintersportort Schauplatz für eines der spektakulärsten und schwierigsten Rennen im Weltcupkalender. Die legendäre Abfahrt auf der Streif ist die bedeutendste außerhalb von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Hier zu gewinnen, stellt den größten Traum alpiner Skirennläufer dar. Am Hahnenkamm wurden Helden geboren. Die Streif aber forderte auch immer wieder ihre Opfer.
Kitzbühel
 
Bereits zum 79. Mal trifft sich die Weltelite zu den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Und das eigentliche Spektakel - die Abfahrt auf der Streif - bildet am heutigen Freitag den Auftakt des Weltcupwochenendes. Das war ursprünglich so nicht geplant, zunächst sollte mit dem Super G begonnen werden. Doch die Jury und das Organisationskomitee setzten sich gestern mit der Wettervorhersage auseinander und entschieden kurzerhand, das Programm völlig auf den Kopf zu stellen. Der Super G wurde sogar auf Sonntag verschoben und der Slalom auf den morgigen Samstag vorgezogen.
Willkommen
 
Herzlich willkommen in Kitzbühel zur Abfahrt der Herren.
Nr.
Name
Nation
Copyright © 2019 Perform Media Deutschland GmbH. Alle Rechte vorbehalten