Live-Ticker Ski Weltcup : Fr, 29.12.2017 Weltcup Lienz, Riesenslalom

Alle Rennen und Ergebnisse des Alpinen Ski-Weltcups live im Ticker auf Süddeutsche.de

Riesenslalom der Damen
 
 
Name
Land
1. Lauf
Zeit Total
Diff
 
Name
Nation
Zeit
Diff
1
Sofia Goggia
ITA
1:07.92
2
Viktoria Rebensburg
GER
1:08.24
0.32
3
Lindsey Vonn
USA
1:08.45
0.53
4
Michelle Gisin
SUI
1:08.67
0.75
5
Federica Brignone
ITA
1:08.85
0.93
6
Tina Weirather
LIE
1:09.00
1.08
7
Nadia Fanchini
ITA
1:09.07
1.15
8
Anna Veith
AUT
1:09.12
1.20
9
Nicole Schmidhofer
AUT
1:09.16
1.24
10
Stephanie Venier
AUT
1:09.36
1.44
11
Joana Hählen
SUI
1:09.42
1.50
12
Ramona Siebenhofer
AUT
1:09.48
1.56
13
Wendy Holdener
SUI
1:09.53
1.61
14
Ragnhild Mowinckel
NOR
1:09.55
1.63
15
Corinne Suter
SUI
1:09.57
1.65
 
Letzte Aktualisierung: 02:26:20
Ende
 
Damit ist für die Alpindamen das Kalenderjahr 2017 beendet, die nächsten Tage gehören ausschließlich den Nordischen Skisportlern. Jetzt aber lege ich Ihnen erst noch das Finale bei der Kombi der Alpinherren im Ticker nebenan ans Herz. Viel Spaß damit!
Fazit
 
Es war das Hundertsteldrama, das wir erwartet haben, aber mit einem unerwarteten Ausgang. Erstes Podium für Federica Brignone in dieser Saison, das auch gleich ganz oben. Dahinter die üblichen Verdächtigen mit Rebensburg, Shiffrin und Worley. Und auch wenn in den österreichischen Medien meist nur andere Namen zu lesen sind, Stephanie Brunner ist mit gewaltigem Abstand die beste Riesenslalomläuferin ihres Landes.
Rebensburg
Viktoria Rebensburg nimmt allerdings auch nur 17 Hundertstel Vorsprung mit auf die Reise. Diese sollte man oben tunlichst ausbauen, da war Brignone nämlich nicht so gut. Das klappt marginal, es sind jetzt 0,20. Besser im Mittelteil als Shiffrin, aber es sind nur mehr neun Hundertstel übrig. Und die reichen nicht, 0,04 Sekunden geben den Ausschlag zugunsten der Italienerin.
Shiffrin
 
Denn zwei stehen ja noch oben. Shiffrin konnte gestens den Sieg locker verwalten, jetzt aber muss sie vorlegen, eine völlig konträre Ausgangslage. Hoppla, kurz verkantet im Mittelteil, jetzt ist sie erst einmal nur mit Brignone beschäftigt. Und die bleibt vorne, um acht Hundertstel!
Robnik
 
Tina Robnik hat ihr bestes Karriereergebnis vor Augen, an das Podium darf sie jetzt nicht denken. Nein, sie verkrampft, das wird weit nach hinten gehen. Bis auf Rang 9 exakt, somit verpasst sie sogar noch die Top 10.
Brignone
Federica Brignone ist mental viel stärker, oben auch nicht gut, aber sehr souverän durch den Steilhang. Und die Linie in den letzten Toren gut gehalten, Führungswechsel!
Goggia
 
Sofia Goggia verliert oben schon viel zu viel, da geht es nur mehr um Schadensbegrenzung. Und die gelingt nicht, sie wird nur Zwölfte. Eine typische Goggia, nach einem Fehler folgen etliche weitere.
Worley
 
Wenn Tessa Worley jetzt nicht in Führung geht, dann gibt es heute ein neues Gesicht auf dem Podium. Oben grandios, im Mittelteil fast im Tiefschnee. Trotzdem die Führung, 0,07 vor Brunner. Das ist aber machbar für die Italienerinnen und Robnik.
Drev
 
Ana Drev verspielt ihren kleinen Vorsprung auf Brunner gleich in den ersten Toren, aber sie ist noch in Schlagdistanz. Wenn sie den Zielhang so gut fährt wie Vlhova, dann ist sie vorne. Nein, zwei Zehntel fehlen, aber damit bleibt sie vor der Slowakin.
Brunner
 
Für die Top 10, ihr erklärtes Ziel heute, muss Stephanie Brunner nur die Zeit von Mowinckel schlagen. Aber die will mehr, nämlich einen Angriff auf das Podium. Die Führung holt sie sich, ganz unten hat sie aber ein wenig Zeit liegen gelassen.
Bassino
 
Erster Ausfall, Marta Bassino rutscht im Mittelteil weg und greift sich umgehend an den Helm. Keine problematische Stelle, ein klassische Flüchtigkeitsfehler.
Mowinckel
 
Nicht zu viel attackieren, Ragnhild Mowinckel! Aber Zurückhaltung ist nicht ihre Welt, im Steilhang ist sie einmal zu direkt dran, da Vlhova und Hrovat fehlerfrei unterwegs waren, jetzt ist sie Dritte.
Gut
 
Das sieht doch schon wieder ganz ordentlich aus bei Lara Gut. Klar, Vlhovas Vorgabe kann sie nicht attackieren, aber ein solider Lauf auf Rang 3 ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Hrovat
 
Meta Hrovat wird das nicht schlagen können, aber Platz 2 ist natürlich drin. Hoppla, da hätte sich Vlhova fast den Weg in die Leaders Lounge sparen können, die Slowenin trumpft wieder gewaltig auf. Und muss sich nur um 0,13 geschlagen geben.
Vlhova
 
Wir haben ein neues Rennen, denn Petra Vlhova knallt mit Nummer 18 noch die zweitbeste Laufzeit raus. 2:06,12, eine feine Denksportaufgabe für die Damen, die noch oben stehen.
Mölgg
 
Und jetzt geht es richtig los, Mölgg und Vlhoha wollen Lauf 1 vergessen machen. Die Südtirolerin zieht gewohnt saubere Schwünge, aber ist das auch schnell genug? Nicht ganz, drei Hundertstelsekunden fehlen auf Kappaurer. Und die punktet heute im ÖSV-Kampf um die Olympiatickets richtig.
Holdener
 
Wenn Hansdotter so eingeht, dann ist das auch kein gutes Omen für ihre Slalomkollegin Holdener. Die fährt aber ganz anders, viel mehr auf Angriff, aber im Mittelteil einmal zu direkt. Somit nur Rang 6 statt 1.
Hansdotter
 
Holt Frida Hansdotter die Führung für Schweden zurück? Nein, das ist ein zu passiver Lauf, ohne grobe Fehler holt sie sich die Rote Laterne ab, unglaublich!
Tilley
 
Schade, Alex Tilley fehlt nach ein paar Fehlern im Mittelteil unten die Geschwindigkeit. Oh weh, das geht gleich nach hinten bis auf Rang 10.
Kappaurer
 
Wir haben eine neue Führende, Elisabeth Kappaurer rettet neun Hundertstel ihres Vorsprung ins Ziel. Ein Top-15-Ergebnis winkt!
Haver-Löseth
 
Nina Haver-Löseth patzt unten noch viel mehr und muss rabiat korrigieren. Das kostet fast sieben Zehntel und somit leuchtet nur die Sieben für die in dieser Saison nicht gerade erfolgsverwöhnte Norwegerin auf.
Alphand
 
Jetzt aber ist Hector fällig, oder? Nein, im Zielhang auch ein Hakler, ihre Landsfrau kam da perfekt durch. Und so fehlen letztlich neun Hundertstel, aber mit Nummer 47 so weit nach vorne, da jubelt sie trotzdem.
Frasse Sombet
 
Gleich Alphand, jetzt noch Coralie Frasse Sombet. Die Französin lässt es oben zu sehr rattern, diese Geräusche machen aber auch deutlich, dass die Piste schon nachlässt. Wie auch immer, der Vorsprung ist schnell weg, sie bleibt nur ganz knapp vor Meillard.
Meillard
 
Für die schweren Fehler war das noch eine recht gute Zeit von Melanie Meillard am Vormittag. Und ähnlich läuft es jetzt, sie trifft die Ideallinie eher selten, bei den engen Abständen ist das nur mehr Rang 7.
Haaser
 
Nur Hector hat im Zielhang die Bretter richtig laufen lassen, auch Ricarda Haaser nimmt den letzten Übergang zu vorsichtig. Als Dritte bleibt sie aber vor Schild und Veith, ein Teilerfolg zumindest.
Lysdahl
 
Die Norwegerin agiert nach etlichen Ausfällen sehr verkrampft, kein Vergleich zu ihrem Husarenritt von Sölden. Daher gilt, unbedingt anschreiben, das gelingt auch. Nur 14 Hundertstel fehlen auf Hector, das war wichtig.
I. Curtoni
 
Irene Curtoni sitzt einmal kurz ab, ist dadurch aber etliche Tore im Mittelteil zu spät dran. Und im Zielhang passt die Linie ein zweites Mal nicht, nur Rang 4.
Veith
 
Anna Veith hat nach ihrem fulminanten Super-G-Comeback jetzt das Riesentorlauftraining intensiviert. Aber da ist der Weg noch etwas weiter, sie fällt im Zielhang noch auf Rang 3 zurück.
Schild
 
Auch Bernadette Schild kann die Schwedin nicht einfangen, auch wenn der Lauf optisch gut aussah. Für Rang 2 reicht es aber, ihre große Stärke ist ohnehin der Slalom.
Kasper
 
Andererseits gilt für die Damen mit Nummern jenseits der 30, erste Bürgerpflicht ist es, die Punkte abzusichern. Das macht auch Vanessa Kasper, sie schiebt sich zwischen Hector und Direz.
Direz
 
Dieser Lauf ist also noch schneller und direkter als der vorherige. Das liegt Clara Direz offensichtlich nicht so gut, sie verliert fast eine Sekunde auf die Schwedin.
Hector
Los geht es mit Sara Hector, die Schwedin hat am Vormittag einen ganz schwachen Lauf gezeigt und wird dafür mit Nummer 1 belohnt. Nennen wir es das Glück der Tüchtigen und warten ab, was ihre Richtzeit von 2:07,19 wert ist.
 
 
Das ist aber nur der Aufgalopp zum ganz großen Drama. Mit Nummer 17 muss Manuela Mölgg eher früh ran, gefolgt von Vlhova. Stephanie Brunner mit der 23 wird die Massen richtig in Stimmung bringen, das große Hauen und Stechen um die Podestplätze ist dann nämlich schon voll entbrannt und kumuliert mit unserem Lieblingsduell Shiffrin gegen Rebensburg, die Deutsche hat das letzte Wort.
 
 
Wir sind zurück am Lienzer Schlossberg. Unsere erste Frage: Wer fährt mit einer niedrigen Nummer noch vorne rein? Mein Tipp wäre die Schwedin Estelle Alphand.
 
 
Startnummer 29 hat nachher Shffrin, 30 Rebensburg. Alleine dafür lohnt es sich schon, bei uns wieder ab 13:30 Uhr dabei zu sein. Bis dahin empfehle ich den Klick zur Kombi der Herren in Bormio. Viel Spaß auch damit!
Zwischenfazit
 
Das war ein interessanter Lauf auf einem nur auf den ersten Blick einfachen Hang. Alle haben sie Fehler gemacht, die beste Fahrt kam eigentlich von der Slowenin Tina Robnik mit Nummer 23. Die Top 9 sind nur durch eine halbe Sekunde getrennt, vielversprechend könnte die Sache nicht sein.
Januskeviciute
Geschafft! Ieva Januskeviciute aus Litauen kommt nicht ins Ziel, selbst wenn, wäre die Hector-Zeit natürlich undenkbar gewesen.
Resch
 
Stephanie Resch ist mit 1:05,53 gar nicht mal so weit von der Zielvorgabe weg. Aber damit sollte die Messe jetzt gelesen sein, jetzt kommen nur mehr krasse Außenseiterinnen mit den ganz hohen Nummern.
Hirtl-Stanggaßinger
 
Na, das Warten hat sich nicht gelohnt, auch Katrin Hirtl-Stanggaßinger macht schon ganz oben den Abflug.
Kopp
 
Rahel Kopp kommt nicht einmal bis zur ersten Zwischenzeit. Und jetzt kommt die letzte Deutsche.
J. Suter
 
Jasmina Suter scheidet aus, Sara Hector hofft weiter.
Alphand
 
Wenn sie am Nachmittag nicht ausscheidet, dann ist endgültig Schluss mit diesen irre hohen Nummern für Estelle Alphand. Gestern hat sie die Slalomszene aufgemischt, heute gelingt ihr das mit Platz 20 auch im Riesenslalom. Chapeau!
Haugen
 
Zu schlagen sind immer noch die 1:05,15 von Jelinkova. Die Norwegerin Haugen verpasst die Vorgabe um exakt eine Hundertstel.
Wiesler
 
Es bleibt dabei, außer Rebensburg hat der DSV im Riesenslalom einfach überhaupt nichts zu bieten. Für Maren Wiesler spricht nur, dass sie wenigstens vor Hilzinger bleibt. Und natürlich, dass sie uns im Slalom regelmäßig Freude bereitet.
Thalmann
 
Carmen Thalmann hat angekündigt, voll riskieren zu wollen. Das macht sie auch, aber die Fehler sind eklatant und der Blick auf die Anzeigetafel nach der Zieldurchfahrt lohnt sich nicht.
Kasper
 
Das hingegen könnte sich ausgehen, 1:04,94 von Vanessa Kasper sind auf der richtigen Seite des von mir bei 1:05 veranschlagten Cuts.
Liensberger
 
1:05,36 von Katharina Liensberger sind dann aber doch ein paar Zehntel zu viel.
Jelinkova
 
Die Ausfälle häufen sich, so darf Adriana Jelinkova jetzt sogar mit einer 1:05er-Zeit auf das Finale hoffen.
Hilzinger
 
Jessica Hilzinger hatte in den letzten Jahren exakt einen erfreulichen Moment, das war beim Parallel-Event in Courchevel mit Rang 13. Heute scheidet sie wieder sang- und klanglos aus, wenn man mit Nummer 33 bei zwei Ausfällen als 31. abschwingt, dann ist alles gesagt.
Veith
 
Anna Veith hat im Riesentorlauf noch weit größere Probleme mit der Druckbelastung im Vergleich zum Super G. Aber das klappt heute ganz ordentlich, mit rund zwei Sekunden Rückstand sollte man im Finale dabei sein.
Hrovat
 
Aber auch mit Nummern jenseits der 30 geht noch einiges! Furioser Lauf von Meta Hrovat, sie reiht sich sogar als Zwölfte ein.
Tilley
 
Die Top 30 beschließt Alex Tilley mit einer sehr passablen Fahrt auf Rang 16.
Barioz
 
Taina Barioz ist oben schneller, scheidet dann aber im Mittelteil aus.
Lysdahl
 
Kristin Lysdahl scheidet viel zu oft aus, kein Wunder, dass jetzt die Lockerheit weg ist. Und auch die Zeit, als 21. ist sie noch keineswegs durch.
Kappaurer
 
Das ÖSV-Paket beschließt Elisabeth Kappaurer, ihr traue ich am meisten zu. Und das zurecht, sie klopft als 16. an die Top 15 an und muss anders als die Kolleginnen nicht zittern.
Truppe
 
Katharina Truppe ist im Slalom nicht so gut wie Schild, heute auch im Riesenslalom nicht. Das wird ganz eng mit einem weiteren Lauf für sie.
Schild
 
Bei Bernadette Schild läuft es im Slalom mittlerweile so gut, da kann sie auch ganz entspannt im Riesenslalom antreten. Aber ihr ergeht es wie vielen Slalomkolleginnen, das ist kein Lauf für sie.
Haaser
 
Damit gilt aber für die weiteren Fahrerinnen, die Ausrede mit der nicht mehr so guten Piste zieht nicht. Ricarda Haaser allerdings wird diese nicht bemühen, da waren etliche Schwünge viel zu hart gesetzt.
Robnik
 
Eine extrem couragierter Lauf von Tina Robnik, natürlich nicht fehlerfrei, das macht aber heute nichts. Mamma mia, 1:02,88, das ist Rang 3 nur 0,12 hinter Rebensburg.
I. Curtoni
 
Irene Curtoni ist besser unterwegs, im Zielhang aber dann auf ihrer ganz eigenen Linie unterwegs, das ist wenig überraschend nicht die ideale. Abhaken, für das Finale wird es noch reichen.
Frasse Sombet
 
Coralie Frasse Sombet kommt durch, als 16. kann sie aber nicht zufrieden sein. Denn der Rückstand ist mit 1,73 doch schon happig.
Baud Mugnier
 
Erst Rücklage, beim Korrekturversuch kippt Adeline Baud Mugnier über den Innenski weg. Und knallt ordentlich mit dem Kopf auf die brettharte Piste, ohne Sturzhelm wäre das ganz arg ausgegangen. So steht sie schon wieder, aber der Brummschädel ist garantiert.
Wild
 
Simone Wild wird ein Opfer der Licht-Schatten-Wechsel, nach einer Welle muss sie sehr stark in die Linie investieren, das wird wohl nichts mit einem weiteren Lauf.
Hector
 
Zurück zur Riesentorlaufszene mit Sara Hector. Die versucht Druck zu machen, aber das geht komplett schief. Die Piste braucht in diesem Zustand viel mehr Gefühl, nachher mit einer besseren Startnummer kann sie so fahren.
Hansdotter
 
Und wenig überraschend sieht der Lauf von Frida Hansdotter praktisch exakt deckungsgleich aus.
Holdener
 
Für die reinen Slalomspezialistinnen ist das hier eher nichts. Wendy Holdener solide, aber nicht schnell genug. Da fehlt die Super-G-Härte.
Mowinckel
 
Mowinckel bläst zur Attacke, natürlich in ihrer unwiderstehlichen Art. Guter Lauf, ich befürchte mehr als 1:03,50 lässt die von der Sonne aufgeweichte Piste nicht mehr zu.
Vlhova
 
Aber es bleibt spannend, jetzt ein Block mit Fahrerinnen, denen einiges zuzutrauen ist. Slalomspezialistin Petra Vlhova braucht steilere Hänge als diesen, prompt hält sie auch nur im Mittelteil mit.
Haver-Löseth
 
Bei Nina Haver-Löseth waren gute Ansätze in dieser Saison erkennbar, Konstanz aber null. Heute eine unspektakuäre Fahrt, die nur für einen Mittelfeldplatz reicht.
Brem
 
Eva-Maria Brem tut sich noch schwerer als Lara Gut, das Comeback nach einer schweren Verletzung ist zäh. Nur ein Trainingslauf, sie kann überhaupt nicht attackieren und muss um das Finale zittern.
Brunner
 
Es ist immer noch die Bestzeit drin, da Rebensburg und Shiffrin keineswegs das Maximum rausholen konnten. Aber auch Steffi Brunner erlaubt sich im Zielhang einen Ausritt, trotzdem keine halbe Sekunde Defizit.
Drev
 
Viel besser ist Ana Drev unterwegs, da geht was! Eine Fahrt wie Rebensburg, ein kleiner Fehler, auf die Spitze fehlen nur 0,28 Sekunden.
Meillard
 
Melanie Meillard findet oben den Rhythmus nicht, sie rattert bei den Querfahren nicht mit Gefühl über die Piste. Insgesamt fast zwei Sekunden Rückstand, das ist eine Enttäuschung.
Gut
 
Lara Gut ist nach ihrer Verletzung noch nicht so weit, das ist letztlich alles noch Aufbautraining für Olympia. Insgesamt aber auch nicht so schlecht, im Bereich der Top 10 wird sie landen.
Rebensburg
Viktoria Rebensburg kann Lienz, das wissen wir. Und das sieht optisch prima aus, ganz fehlerfrei kommt aber auch sie nicht durch, ein Quersteher im Steilhang ist aber nicht so bitter wie im Flachen. So sind es nur fünf Hundertstel Vorsprung, aber Führung ist Führung.
Mölgg
 
Dreimal Dritte, das die Saisonbilanz der Manuela Mölgg. Dementsprechend erwarte ich jetzt einen Angriff auf Shiffrin. Aber der bleibt gänzlich aus, das ist ganz offensichtlich kein Lauf für sie, zu einfach?
Goggia
 
Alle Italienerinnnen laufen noch der Form hinterher, Sofia Goggia besonders. Geht ihr heute der Knopf auf? In Teilen ist sie schnell, insgesamt verpasst sie die Führung knapp. Aber ich habe immer noch keinen wirklich überragenden Lauf gesehen.
Worley
 
Die amtierende Riesenslalomsiegerin patzt oben im Flachen richtig, trotzdem fehlen nur zwei Zehntel! Steilhang gut, Zielhangauch, es bleibt bei diesem Rückstand.
Brignone
 
Allerdings kommt auch Brignone schon bei der ersten Zwischenzeit mit Rückstand an. Den kann sie aber verringern, im Ziel fehlen nur mehr zwölf Hundertstel.
Bassino
 
Marta Bassino sucht noch ihre Form, die gute Startnummer hat sie sich in der Vorsaison erarbeitet. Gefällt mir oben auch nicht wirklich, im Mittelteil hält sie sich gut. 0,47 Rückstand auf Shiffrin, klingt gut, aber ich bin nicht überzeugt, ob die Zeit der US-Amerikanerin eine Machtdemonstration ist.
Shiffrin
 
Kaiserwetter für die Skikaiserin. Oben paar Rutscher, aber schnell dürfte sie wieder sein. 1:02,81 sind zu schlagen.
Startliste
 
Die Startliste ist gut gefüllt, aber das ist ja bei jedem Rennen einer Olympiasaison so. 65 Damen bewerben sich um die 30 Plätze im Finale, darunter mit mehr oder weniger hohen Nummern auch Jessica Hilzinger (33), Maren Wiesler (43) und Katrin Hirtl-Stanggaßinger (58). Shiffrin hat Nummer 1 gezogen, Rebensburg die 7.
DSV, ÖSV und Swiss-Ski
 
Die Schweizerinnen hoffen auf Holdener, Gut und Meillard, haben aber mit Simone Wild auch ein vielversprechendes Talent für den Angriff auf die Top 10 am Start. Im DSV-Lager gibt es in dieser Disziplin außer Rebensburg eher gähnende Leere, Slalom können Wiesler und Co. weit besser. In Österreich beobachtet man die Comebacks von Brem und Veith besonders intensiv, Brunner ist für Olympia wohl gesetzt. Womit sich Haaser, Schild, Truppe und Kapprauer dringendst in Szene setzen müssen, das heißt Top 15 mindestens.
Favoritinnen
 
Im Riesenslalom allerdings sieht die Sache etwas anders aus, es ist ein launiger Vierkampf zwischen Shiffrin, Rebensburg, Worley und Mölgg, der Rest des Feldes kennt das Podium bisher nur vom Hörensagen. Die Österreicherin Brunner wurde allerdings schon zweimal Vierte, Norwegens Ragnhild Mowinckel ist mittlerweile sowohl im Super G als auch im Riesenslalom podestreif.
Weltcup
 
Nachdem Shiffrin derzeit in den technischen Disziplinen nahezu unschlagbar ist und orginellerweise auch bei Abfahrten das Podium ziert, stellt sich die Frage, wer will ihr die die zweite Kugel in Folge überhaupt noch streitig machen? Niemand, auch wenn Vonn und Veith gelegentlich ihre alten Stärken nicht unbeeindruckend aufblitzen lassen.
Lienz
 
Zweiter Tag in Osttirols gemütlicher Hauptstadt. Die Weltcupstrecke am Schlossberg ist nicht besonders lang, reicht aber auch für einen Riesentorlauf. Vor zwei Jahren war Lara Gut siegreich, das Podium teilten sich mir ihr Tina Weirather und Viktoria Rebensburg.
vor Beginn
 
Herzlich willkommen in Lienz zum Riesenslalom der Damen.
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