Weltcup - Lienz (Österreich)
Beendet
Sonntag, 29. Dezember 2019
Slalom der Damen
Rang
Name
Zeit in min
Diff. in Sek.
1.
Mikaela Shiffrin (USA)
1:48.89
2.
Petra Vlhova (SVK)
1:49.50
+ 0.61
3.
Michelle Gisin (SUI)
1:50.61
+ 1.72
4.
Katharina Liensberger (AUT)
1:50.77
+ 1.88
5.
Christina Ackermann (GER)
1:50.80
+ 1.91
6.
Lena Dürr (GER)
1:51.04
+ 2.15
7.
Aline Danioth (SUI)
1:51.36
+ 2.47
8.
Mina Fürst Holtmann (NOR)
1:51.43
+ 2.54
9.
Laurence St-Germain (CAN)
1:51.52
+ 2.63
10.
Meta Hrovat (SLO)
1:51.59
+ 2.70
Live-Ticker 
Automatische Aktualisierung
Ende
Damit endet unsere Berichterstattung vom alpinen Weltcup-Wochenende in Lienz. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Skisport-Enthusiasten empfehle ich die Kombination in Bormio, wo gleich der Slalom beginnt. Viel Spaß dabei und noch einen schönen Sonntag!
ÖSV
Katharina Liensberger blieb letztlich an Position 4 hängen und schrammte um 16 Hundertstel am Stockerl vorbei. Zweitbeste Österreicherin war Chiara Mair, die sich auf Platz 16 verbessern konnte. Dagegen büßten Katharina Huber (17.) und Truppe (18.) Boden ein.
DSV
Für den DSV gab es ein mannschaftlich sehr starkes Ergebnis. Christina Ackermann schob sich mit einer glänzenden zweiten Fahrt noch bis auf Platz 5 nach vorn, landete somit direkt vor Lena Dürr, die zumindest Rang 6 verteidigen konnte. Marlene Schmotz steigerte sich auf den 11. Platz. Und auch Marina Wallner (20.) und Jessica Hilzinger (21.) rückten noch vor.
Swiss-Ski
Freud und Leid aber liegen bei den Schweizerinnen eng beieinander, denn eigentlich war Wendy Holdener noch vor Gisin ins Ziel gekommen. Ihr aber wurde ein Einfädeln nachgewiesen, es folgte die Disqualifikation. Das Podium war futsch und Gisin erbte Position 3. Aline Danioth wusste sich im 2. Durchgang zu steigern und verbuchte als Siebte ihr bestes Weltcup-Resultat.
Sieg für Shiffrin
Mikaela Shiffrin feiert ihren 64. Weltcupsieg. Die überragende Skifahrerin unserer Tage bewies einmal mehr ihre Ausnahmestellung. Nach einem kleinen Formtief über weite Strecken des Dezembers, meldete sich die 24-Jährige in Lienz eindrucksvoll zurück, gewann nach dem Riesenslalom gestern nun auch heute und wiederholte ihren Slalom-Triumph aus dem Jahr 2017. In beiden Läufen war die US-Amerikanerin klar die Schnellste und hielt damit ihre größte Widersacherin Petra Vlhova auf Distanz. Auf Rang 3 landete Michelle Gisin.
Shiffrin
Bleibt noch Mikaela Shiffrin. Gut eine Viertelsekunde bringt die vierfache Slalom-Weltmeisterin mit. Die 24-Jährige findet schnell in den Rhythmus, büßt nur unwesentlich ein. Dann aber forciert die US-Amerikanerin. Shiffrin wird immer schneller. Einmal mehr zeigt die Olympiasiegerin von 2014 eine überragende Vorstellung. Das ist wieder Laufbestzeit und mit mehr als sechs Zehnteln Vorsprung der Sieg.
Vlhova
Jetzt ist die Disqualifikation von Wendy Holdener amtlich, somit führt nun Michelle Gisin und hat das Podium sicher, denn nur noch zwei Damen stehen oben. Fast eine Sekunde Vorsprung bringt Petra Vlhova mit. Und für die Slowakin geht es nicht um die aktuelle Bestzeit, sondern um den Sieg. Die 24-Jährige kommt nicht komplett sauber durch, vollbringt dennoch eine Laufbestzeit und setzt sich mit weit mehr als einer Sekunde Vorsprung an die Spitze.
Haver-Löseth
Noch ist die Disqualifikation von Holdener nicht offiziell. Nina Haver-Löseth erlaubt sich einen verpatzten Lauf, steht mitunter kurz vorm Aus. Die Norwegerin kämpft sich mit großem Abstand ins Ziel, fällt weit zurück.
Liensberger
Während die aktuell führende Wendy Holdener offenbar eingefädelt hat, macht sich jetzt Katharina Liensberger auf den Weg. Fast vier Zehntel Polster sind schon beachtlich. Die Vorarlbergerin wirkt nicht so frei, zehrt von dem Vorsprung. Und nach einem Fehler im letzten Streckenteil fällt sie auf Rang 3 zurück.
St-Germain
Wie schlägt sich nun Laurence St-Germain? Die Kanadierin bringt auch nur 15 Hundertstel mit, braucht diese schnell auf. Die 25-Jährige gehört zur Kategorie, wo das Durchkommen mal wichtig ist. Entsprechend hält sich St-Germain zurück, nimmt eine Sekunde Defizit in Kauf und reiht sich als Siebte ein.
Dürr
Jetzt stößt sich die letzte Deutsche oben ab. Lena Dürr wirkt eine Spur zu vorsichtig. So verliert die 28-Jährige kontinuierlich Zeit. Und sie vermag den Schalter nicht umzulegen. Knapp sechs Zehntel liegt Dürr im Ziel zurück und rutscht auf Position 4 ab.
Holdener
Dann legt Wendy Holdener los. Die Eidgenossin reitet volle Attacke, dosiert dann vor dem Übergang. Die 26-Jährige hat einen wunderbaren Rhythmus. Erst im letzten Streckenteil hakt es hin und wieder. Doch auch das wird Laufbestzeit. 15 Hundertstel sprechen für sie - Platz 1!
Gisin
Acht Damen stehen noch oben. Weiter geht es mit Michelle Gisin. Für die Engelbergerin sprechen anfangs nur elf Hundertstel. Dieses Polster verspielt die Allrounderin recht schnell. Doch Gisin schleicht förmlich den Hang herunter, holt plötzlich wieder auf. Es entwickelt sich ein Auf und Ab - und in der Tat ist die Schweizerin am Ende vorn - um knapp zwei Zehntel. Entsprechend ist das zugleich eine neue Laufbestzeit.
Ackermann
Gut eine Zehntel bringt dann Christina Ackermann mit. Damit geht die Deutsche gut um. Die 29-Jährige ist glänzend unterwegs, legt nach unten hin immer mehr zu. Das ist eine grandiose Laufbestzeit und natürlich die klare Führung. Sollte das vielleicht sogar noch ein Angriff aufs Podium sein?
Gallhuber
Und schon macht sich die nächste Katharina auf den Weg. Und Gallhuber hat die Zeichen der Zeit erkannt, greift voll an. Die Zuschauer im Zielraum wittern eine Bestzeit. Doch dann geht der Niederösterreicherin der Außenski weg, es verdreht sie. Aus und vorbei!
Truppe
Schnell büßt anschießend Katharina Truppe drei Zehntel ein. Die Kärntnerin findet irgendwie nicht den Rhythmus. Das wirkt ruppig und unsauber. Mehrfach bleibt die Österreicherin hängen, wandelt am Rande des Ausscheidens. Dennoch gibt Truppe nie auf und erreicht zumindest das Ziel - als Elfte.
Danioth
Knapp zwei Zehntel Guthaben hat Aline Danioth im Gepäck. Damit geht die Schweizerin klug um, baut zwischenzeitlich geringfügig aus. Der Zielhang liegt im Schatten, dort zehrt Danioth von ihrem Vorsprung, bringt sieben Hundertstel ins Ziel und freut sich über die Führung.
Alphand
Estelle Alphand legt oben wieder los wie die Feuerwehr. Die Schwedin fährt bis zur ersten Zeitnahme weit mehr als eine unglaubliche halbe Sekunde raus. Die 24-Jährige bewegt sich klar auf Bestzeitkurs - und scheidet dann aus.
Brignone
Besser schlägt sich Federica Brignone. Die Italienerin fährt zwar auch nicht um die Bestzeit, das deutet sich schnell an. Dann verliert die Italienerin auch noch etwas den Rhythmus. Eine halbe Sekunde fehlt am Ende. Brignone setzt sich direkt vor Landsfrau Curtoni.
Curtoni
Nach wie vor hält Chiara Mair die Laufbestzeit im 2. Durchgang. Nun geht es Irene Curtoni an. Doch die Italienerin büßt kontinuierlich ein. Trotz sauberer Fahrt und ohne groben Fehler fällt Curtoni zurück - um mehr als eine Dreiviertelsekunde und bis auf Platz 5.
Holtmann
Abwarten darf Mina Fürst Holtmann nicht. Doch die Norwegerin hält sich ein wenig zu sehr zurück. Das aber erkennt die 24-Jährige, setzt den Fuß aufs Gas. So macht Holtmann wieder Boden gut und ist am Ende vorn.
Hrovat
Meta Hrovat schiebt sich in den Hang. Die kleine Slowene wirkt beweglich, windet sich geschmeidig durch die Tore. Im Ziel bleiben ihr neun Hundertstel, womit Hrovat Marlene Schmotz von der Spitze verdrängt.
Huber
Zurückstecken gilt auch für Katharina Huber nicht, die Niederösterreicherin behauptet ihren Vorsprung. Doch in der Vertikale passiert der Fehler, dort bewegt sie sich nicht schnell genug. Das zeigt Wirkung, so dass letztlich doch fast neun Zehntel fehlen. Rang 5!
Schmotz
Zeitgleich mit Mielzynski war vorhin Marlene Schmotz. Und die Deutsche gibt Gas, baut das Guthaben kontinuierlich aus. Nervenstark bringt Schmotz das zu Ende. Gut zwei Zehntel bleiben. Mit erhobenem Arm feiert die 25-Jährige ihre Führung.
Mielzynski
Auch Erin Mielzynski fährt auf Angriff, dosiert vorm Steilhang gut. Ohne den ganz groben Fehler zahlt sich die Herangehensweise aus. 36 Hundertstel sprechen am Ende für die Kanadierin, die sich an die Spitze setzt.
Lysdahl
Beinahe eine Sekunde groß ist das Polster von Kristin Lysdahl aus dem 1. Lauf. Ans Verwalten denkt die Norwegerin nicht, die greift voll an. Ohne Fehler geht das allerdings nicht über die Bühne. Einmal zu spät dran, so entstehen Folgefehler. Das kostet Zeit, doch Lysdahl rettet zwei Zehntel.
Remme
An Roni Remme haben wir nicht lange Freude. Bei einem Linksschwung fährt die Kanadierin mit dem Innenski auf die Stange und fädelt ein.
Wallner
Gut eine halbe Sekunde Guthaben bringt Marina Wallner mit. Davon zehrt die Deutsche zunächst. Ganz verwalten kann sie dieses nicht. Dennoch ist das eine insgesamt ordentliche Fahrt, die im Ziel mit Position 2 honoriert wird - direkt vor Jessica Hilzinger.
Wikström
Sehr unruhig wirkt Emelie Wikström. Die Schwedin geht aggressiv zu Werke. Doch während des Laufes kehrt dann Vorsicht ein. Die 27-Jährige erlaubt sich noch einen Wackler, da laufen die Ski beinahe auseinander. Eine Sekunde Rückstand ist die Quittung.
Popovic
Noch furioser war das, was Leona Popovic im 1. Lauf fabrizierte - mit Startnummer 69. Auch für die Kroatin sind ein paar Pünktchen wichtig. Entsprechend zaghaft geht sie zu Werke, legt Wert auf gute Technik. So gelangt Popovic ins Ziel - wenn auch als Letzte im Klassement.
Stjernesund
Eine der Überraschungen von vorhin steht bereit. Mit Startnummer 53 ist Thea Louise Stjernesund unter die Top 30 gefahren. Jetzt legt die Norwegerin erneut mutig los, wird dann aber vorsichtiger. Ankommen ist offenbar das Ziel. Das gelingt letztlich auf Rang 3.
Mair
Jetzt gibt Chiara Mair Gas. Die Tirolerin steckt nicht zurück, fährt voll auf Angriff. Vor dem Steilhang am Ende, dosiert sie klug und bringt stattliche sechs Zehntel Vorsprung ins Ziel. Das ist die Führung!
Della Mea
Die Abstände aus dem 1. Durchgang sind minimal und beinahe zu vernachlässigen. Daher muss Lara Della Mea alles rein legen. Die Italienerin macht das besser als die Schwedin zuletzt. Zur Führung aber reicht es nicht. Gut vier Zehntel fehlen. Hilzinger bleibt vorn!
Fjällström
Nennenswertes Polster bringt Magdalena Fjällström nicht mit. Anfangs legt die Schwedin gut eine Zehntel zu, büßt dann aber deutlich ein. Gerade im letzten Streckenteil geht noch eine Sekunde verloren.
Hilzinger
Nun gehen wir es an. Jessica Hilzinger hat die Ehre und das Vergnügen, den 2. Lauf auf frischer Piste zu eröffnen. Die 22-Jährige möchte das für sich nutzen, geht es zunächst forsch an. Insgesamt fährt sie recht sauber, geht zum Ende hin auf Nummer sicher und erreicht das Ziel.
Strecke
Auf der Piste Schlossberg hat sich jetzt Livio Magoni, Trainer von Petra Vlhova, um die Kurssetzung verdient gemacht. Vom Start auf 880 Metern weisen nun 68 Tore den Weg über die 200 Höhenmeter nach unten ins Ziel.
2. Lauf
Willkommen zurück beim Slalom der Damen in Lienz. In Osttirol herrschen weiterhin gute Bedingungen mit leichtem Frost, Sonne und blauem Himmel. So fehlt uns passend dazu nur noch eine strahlende Siegerin. Und nach der werden wir nun gleich suchen.
Bis gleich
Für den Moment soll es das aus Lienz gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Wir melden uns selbstverständlich rechtzeitig zurück, ehe um 13:00 Uhr der Finaldurchgang der besten 30 beginnt. Bis dahin dürfen Sie sich die Zeit gern mit der Kombination der Herren in Bormio vertreiben. Viel Spaß dabei und bis gleich!
Swiss-Ski
Auch die Schweizerinnen haben drei Damen recht weit vorn dabei. Für Wendy Holdener jedoch scheint angesichts von mehr als einer Sekunde Rückstand der ganz große Wurf nicht mehr möglich. Und fürs Podium müsste die eine oder andere Gegnerin vor ihr patzen. Michelle Gisin wird als Achte geführt. Sehr zu gefallen wusste Aline Danioth (12.). Das war es dann aber auch schon mit der eidgenössischen Herrlichkeit.
ÖSV
Für die gastgebenden Österreicher schnuppern neben Liensberger noch die Katharinas namens Gallhuber (10.) und Truppe (11.) an den Top 10. Davon ist die Huber (18.) nicht einmal vier Zehntel weg. Verbesserungspotenzial ist auch für Chiara Mair (27.) vorhanden. Alle weiteren ÖSV-Athletinnen scheiterten.
DSV
Bei allen anderen Athletinnen geht es dann bereits Richtung eine Sekunde Defizit und mehr. In diesem Bereich bewegt sich Lena Dürr als Sechste in sehr aussichtsreicher Position. Und auch Christina Ackermann befindet sich auf Top-10-Kurs. Letztere muss aber auch aufpassen, denn von hinten drängeln zahlreiche Konkurrentinnen. Insgesamt qualifizierten sich fünf Deutsche für den Finaldurchgang - Marlene Schmotz als Neunzehnte, Marina Wallner (23.) und Jessica Hilzinger (30.), für die gegenüber Ali Nullmeyer eine Hundertstel sprach.
Fazit
Zwei Damen geben beim Slalom in Lienz den Ton an. Natürlich gehört da die Serienweltmeisterin Mikaela Shiffrin dazu. Die Olympiasiegerin von 2014 führt nach dem 1. Durchgang mit 26 Hundertsteln vor Petra Vlhova, ihrer größten und häufig auch einzigen Konkurrentin bei den ganz kurzen Torabständen. Für alle anderen geht es nach menschlichem Ermessen nur noch um den verbleibenden Platz auf dem Podium. Dafür kommen aktuell insbesondere Nina Haver-Löseth und angesichts von nur sechs Hundertsteln Rückstand Katharina Liensberger in Frage.
Nova
Mit der Zielankunft von Tereza Nova endet der 1. Lauf. Die Tschechin ist bei Weitem nicht schnell genug, fängt sich fast acht Sekunden Rückstand ein.
Popovic
Völlig unverhofft holt die vorletzte Starterin noch richtig was aus der Piste raus. Leona Popovic braust furios durch die Tore, lässt sich von den Schlägen nicht schrecken. Im Ziel wird das Rang 25. Die Kroatin jubelt mit geballter Faust. Damit rutscht Ali Nullmeyer aus den Top 30.
Ostler
Forsch legt Martina Ostler in ihrem zweiten Weltcup-Slalom los. Die letzte deutsche Starterin rackert nach Kräften. Das ist eine ordentliche Fahrt, reicht aber nicht ganz. Eine knappe Dreiviertelsekunde fehlt am Ende zu Platz 30.
Sporer
Als letzte österreichische Hoffnung macht sich Marie-Therese Sporer auf den Weg. Die 23-jährige Zillertalerin kommt allerdings nicht weit. Kurz nach der ersten Zwischenzeit ist Schluss, da verfehlt sie ein Tor und scheidet aus.
Filser
Frühzeitig deutet sich an, dass es für Andrea Filser nicht reichen wird. Die Deutsche benötigt letztlich mehr als eine Minute für diesen Lauf. Das ist natürlich erheblich zu langsam.
Dygruber
Anschließend blicken wir auf die vorletzte ÖSV-Athletin. Vor den eigenen Fans will es Michaela Dygruber wissen, liegt zunächst auch gut im Rennen. Doch dann hebt es sie kurz vor dem Ziel etwas aus, sie ist prompt zu spät dran und bekommt das kurz darauf nicht mehr korrigiert. Es geht ab in den Schnee. Aus und vorbei!
Stjernesund
Jetzt kommt noch einmal Bewegung in die besten 30, denn Thea Louise Stjernesund erwischt einen guten Lauf, fährt mit deutlich unter drei Sekunden Rückstand als 25. ins Ziel und reißt jubelnd die Arme nach oben. Damit ist es um Sara Hector geschehen. Als 30. muss ab sofort Ali Nullmeyer gewaltig zittern.
Stoffel
Mit beinahe identischer Zeit kommt Elena Stoffel unten an - letztlich noch vier Hundertstel langsamer als Köck. Damit muss auch die Eidgenossin ihren Kram für heute zusammenpacken.
Köck
Ganz knapp wird es für Hannah Köck. So sehr die österreichischen Fans auch toben, der jungen Dame fehlen im Ziel 16 Hundertstel. Platz 31 und das Aus für heute!
Chable
Sara Hector befindet sich aktuell auf dem Schleudersitz. Gut drei Sekunden beträgt der Rückstand der Schwedin. Das ist nun für Charlotte Chable die Richtmarke. Und die Schweizerin ist richtig gut unterwegs. Bis zur letzten Zwischenzeit liegt sie auf Kurs. Doch dann lehnt sie sich zu weit nach innen, verliert den Halt, verpasst das Tor, stiefelt wieder hoch, um zu Ende zu fahren. Die Zeit aber ist beim Teufel.
Hilzinger
Nun schauen wir auf Jessica Hilzinger. Die Deutsche geht engagiert zu Werke, kämpft sich durch die Tore. Die Rippen gefährden natürlich immer wieder die Balance. Gut drei Sekunden Rückstand sammeln sich an - Platz 28! Das wird knapp.
Della Mea
Ähnliches gilt für Lara Della Mea, die einen Hauch schneller das Ziel erreicht, als 26. aber eben nicht wirklich auf ein sanftes Ruhekissen vertrauen kann.
Nullmeyer
Erheblich enger wird es für Ali Nullmeyer. Die Kanadierin kassiert etwas mehr als drei Sekunden. Das ist der Bereich, wo dann irgendwo der Strich gezogen werden muss. Aktuell reicht es noch für Nullmeyer.
Schmotz
Das geht in jedem Fall besser. Und Marlene Schmotz beweist das. Mutig bewältigt die Deutsche diesen Lauf, begrenzt ihr Defizit auf unter zwei Sekunden und wird als 19. dann wieder antreten dürfen.
Smart
Weit weniger gut schlägt sich Amelia Smart, ist etwa zwei Sekunden langsamer als Brignone. Das wird dauerhaft nicht für die Top 30 reichen.
Brignone
Dann probiert sich Federica Brignone an diesem Slalom. Den flachen Teil bewältigt die Italienerin sehr gut. Und auch im weiteren Verlauf zeigt sie einen starken Slalom, kassiert nur etwas mehr als anderthalb Sekunden. Platz 14!
Gritsch
Richtig forsch legt Franziska Gritsch los. Doch dann fädelt die 22-Jährige bei einem Linksschwung ein und muss das Rennen vorzeitig beenden.
Fjällström
Besser schlägt sich Magdalena Fjällström. Die Schwedin kommt mit der abgenutzten Piste besser zurecht.. Doch gerade nach unten hin wird der Rückstand mehr als verdoppelt. Platz 24 bedeutet zittern um den Verbleib im Wettbewerb.
Skjöld
Inzwischen sind die Top 10 offenbar nicht mehr zu erreichen. Für die Damen geht es zunehmend darum, sich für den 2. Lauf zu qualifizieren. Das wird für Maren Skjöld kaum möglich sein. Der Norwegerin gehen dreieinhalb Sekunden verloren. Das dürfte definitiv zu viel sein.
Mair
Auf recht ähnlichem Niveau ist Chiara Mair unterwegs. Am Ende ist die 23-Jährige doch noch eine Spur langsamer und sortiert sich als 23. ein.
Wallner
Nun ist Marina Wallner an der Reihe. Oben findet die Deutsche richtig gut rein. Das aber lässt sich nicht kompensieren. Wie bei so vielen geht unten eine Menge Zeit verloren - 2,3 Sekunden insgesamt. Als 21. darf sie hoffen, muss aber natürlich noch zittern.
Hector
Äußert unrund kämpft sich Sara Hector durch den Stangenwald. Das wirkt völlig verkrampft und bringt der Schwedin mit großem Rückstand die Rote Laterne.
Moltzan
Paula Moltzan kommt nicht weit. Die US-Amerikanerin hebt es aus, sie müht sich, das zu korrigieren. Es mag nicht gelingen. Moltzan scheidet aus.
Alphand
Jetzt schiebt sich Estelle Alphand in den Hang. Die Französin in schwedischen Diensten findet schnell in den Rhythmus. Die 24-Jährige ist richtig schnell, liegt an der ersten Zeitnahme 15 Hundertstel vorn. Alle Zwischenzeiten verheißen viel. Erst im letzten Streckenteil bleibt mehr als eine Sekunde liegen. Rang 13!
Hrovat
Natürlich haben die verbleibenden Athletinnen nicht mehr das Niveau für ganz vorn. Und offenbar sind inzwischen auch kaum noch die Top 10 drin. Und was auch immer Meta Hrovat probiert, über Position 15 kommt die Slowenin nicht hinaus.
Meillard
Das Comeback von Melanie Meillard nach fast zwei Jahren Verletzungspause endet vorzeitig. Bei einem Rechtsschwung fädelt die Eidgenossin ein, stürzt und scheidet aus.
Wikström
Emelie Wikström lässt sich den Rhythmus von der Kurssetzung und vom Gelände aufzwängen. Da fehlt es an Aktivität. Damit sammeln sich zweieinhalb Sekunden an, was ans Ende des Klassements führt.
Holtmann
Schon sehr weit oben baut Mina Fürst Holtmann einen schweren Fehler ein. Da setzt es einen Schlag, es hebt die Norwegerin aus. Mit Mühe bleibt sie auf den Ski. Im weiteren Verlauf geht die 24-Jährige volles Risiko. Der wilde Ritt führt immerhin noch auf Rang 14.
Mielzynski
Erin Mielzynski kämpft mit dem Gelände, bekommt bei einem Rechtsschwung einen Schlag. Dennoch bemüht sich die Kanadierin um eine enge Linie. So richtig schnell aber ist sie dabei nicht.
Danioth
Ähnlich gut legt Aline Danioth los. Doch wie sich die Bilder gleichen. Auch die Schweizerin bringt das nicht zu Ende, ist dann auch noch zu spät dran, was zusätzlich Zeit kostet. Anderthalb Sekunden bleiben liegen. Für die Top 10 reicht das erst einmal nicht.
Huber
Weiter geht es mit Katharina Huber. Das wirkt überaus locker. Es deutet sich eine sehr gute Einstellung zu dieser Aufgabe an. Doch mit steigenden Ansprüchen und zunehmender Steilheit wird es schwierig. Huber teilt das Schicksal vieler ihrer Vorgängerin und fällt bis ins Ziel noch deutlich zurück. Platz 13!
Ackermann
Als zweite Deutsche stößt sich Christina Ackermann oben ab. Die 29-Jährige fährt sauber, liegt lange Zeit richtig gut im Rennen. Doch auch in diesem Fall büßt die Sportlerin nach der letzten Zwischenzeit noch beinahe eine Sekunde ein. Das ist einfach zu viel. Ackermann weiß im Zielraum auch nicht so recht, was sie davon halten soll.
Lysdahl
Deutlich forscher geht es Kristin Lysdahl an, will dabei aber zu viel. Die Norwegerin setzt den Ski hart und lässt so fast zwei Sekunden auf der Strecke liegen.
Gisin
Elegant schlängelt sich Michelle Gisin durch die Tore, fährt sehr weich. Das schaut gut aus. Doch kurz vor dem Ziel bleibt die Schweizerin etwas hängen, muss fast einen Bremsschwung einlegen. Mit einem Schlag ist an dieser Stelle fast eine Sekunde weg. So reicht es letztlich nur für Rang 8. Da wäre viel mehr möglich gewesen.
Gallhuber
Anfangs ist Katharina Gallhuber nahezu genauso schnell wie Lena Dürr, bewältigt den ersten Geländeübergang aber nicht optimal. Und das lässt sich natürlich nicht mehr herausfahren. Die Österreicherin muss sich mit Position 8 begnügen.
Dürr
Richtig stark legt Lena Dürr los. Bestzeit am ersten Messpunkt! Auch in der Folge läuft es gut. So nah war lange keine mehr an der Spitze dran. Doch die letzten Meter kosten eine Menge. Eine Dreiviertelsekunde kommt dort hinzu - zu viel. Eine ganz Sekunde wird es insgesamt - Rang 6.
Curtoni
Nun geht es Irene Curtoni an. Wie bei so vielen passt die erste Zwischenzeit. Danach jedoch trennt sich die Spreu vom Weizen. Auch die Italienerin hält mit den allerbesten nicht mit, baut zudem ein paar kleinere Fehler ein, was in der Summe anderthalb Sekunden kostet.
Remme
Und schon schiebt sich die nächste Kanadierin in den Hang. Im flachen Teil fährt Roni Remme die Tore nicht direkt genug an. Die 23-Jährige wirkt rund in ihrer Linie - aber nicht schnell genug. Im Ziel setzt es die Rote Laterne.
St-Germain
Etwas brav ist Laurence St-Germain unterwegs. Zügig geht Zeit verloren. Und die Kanadierin bekommt nicht die nötige Aggressivität rein. Eine Sekunde bleibt auf der Strecke - Platz 5.
Swenn-Larsson
Bei guten Bedingungen und hervorragender Sicht windet sich Anna Swenn-Larsson durch die Tore. Auch die Schweden liegt gut, ist dann aber zu spät dran. Der Fehler setzt sich fort, ist nicht mehr zu korrigieren. Irgendwann geraten die Ski übereinander, sie rutscht weg und scheidet aus.
Haver-Löseth
Für Norwegen macht sich Nina Haver-Löseth auf den Weg. Auf dem Kurs ihres Trainers geht es ihr anfangs gut von der Hand. Der Rhythmus passt. Doch wie bei Liensberger gehen kurz vor dem Ziel einige wertvolle Zehntel verloren. Letztlich ist die Skandinavierin gegenüber der Österreicherin eine Spur schneller.
Liensberger
Prächtig in Form ist derzeit Katharina Liensberger. Und das bestätigt die 22-Jährige, setzt oben die Bestzeit. Ganz nach unten aber bringt sie es nicht. Gerade unten in den letzten Toren bleibt noch viel Zeit liegen - eine Dreiviertelsekunde insgesamt. Rang 3!
Holdener
Wendy Holdener kommt am Start nicht ideal weg. Dennoch passt die erste Zwischenzeit. Danach jedoch ist die Schweizerin immer etwas spät dran. So richtig geht es für die 26-Jährige gerade im Steilhang nicht voran. So sammelt sie mehr als eine Sekunde Defizit ein.
Shiffrin
Diese stellt nun gleich Mikaela Shiffrin auf die Probe. Es bahnt sich ein enges Ding an. Die vierfache Slalom-Weltmeisterin fährt gewohnt sauber. So kennen wir die US-Amerikanerin. Anfangs fehlen ein paar Hundertstel. Unten raus aber holt sie etwa eine Viertelsekunde raus und geht in Führung.
Vlhova
Dann steht schon Petra Vlhova bereit. Und die Slowakin spart sich den Patzer oben. Entsprechend liegt die WM-Dritte schnell vorn - und baut ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Mehr als eine Sekunde kommt auf diese Weise zusammen. Das ist die überragende Bestzeit.
Truppe
Es ist angerichtet. Katharina Truppe eröffnet den Wettkampf, baut aber früh einen Fehler ein, ist zu spät dran. Der Außenski läuft ihr weg. Danach findet die 23-Jährige ihren Rhythmus, kommt gut durch. Mal sehen, was diese Zeit wert ist.
Favoritinnen
Favoritin gibt es eigentlich nur eine. Gerade rechtzeitig fand Mikaela Shiffrin im gestrigen Riesentorlauf zu ihrer Form zurück, siegte überlegen. Die beiden bisherigen Slaloms dieses Winters hatte die US-Amerikanerin ohnehin für sich entschieden, nach Killington aber fast den gesamten Dezember eine Durststrecke erlebt. Natürlich müssen wir ganz sicher auch Petra Vlhova im Auge behalten. Dazu Holdener - dann aber gehen uns schon ein wenig die Namen aus.
Swiss-Ski
Für die Schweiz geht mal wieder Wendy Holdener (Startnummer 4), die Zweite von Levi, voran. Doch auch Michelle Gisin (13) hat in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie stark Slalom zu fahren vermag. Aline Danioth (17) ist ganz sicher eine Kandidaten für den 2. Lauf. Darüber hinaus gibt Melanie Meillard (21) nach beinahe 700 Tagen Verletzungspause (Kreuzband) ihr Comeback. Charlotte Chable (43) und Elena Stoffel (46) komplettieren das sechsköpfige eidgenössische Aufgebot.
ÖSV
In Österreich hofft man auf Katharina Truppe (Startnummer 1), die in Levi bereits auf dem Stockerl stand. Auch Katharina Liensberger (5) und Katharina Gallhuber (12) haben das Zeug für die Top 10. Die vierte Katharina im Bunde ist die namens Huber (16). Und auch Chiara Mair (27) sowie Franziska Gritsch (30) möchten wieder in den Finaldurchgang. Insgesamt sind neun Österreicherinnen dabei.
DSV
Im 70-köpfigen Starterfeld finden sich sieben DSV-Damen. Noch zur ersten Startgruppe zählen Lena Dürr (Startnummer 11) und Christina Ackermann (15). Für alle anderen muss es zuvorderst darum gehen, zunächst den 2. Durchgang zu erreichen. Marina Wallner (26) und Marlene Schmotz (34) haben das in jedem Fall drauf. Dieses Ziel sollte aber auch Jessica Hilzinger (38) verfolgen. Schwierig wird es ganz sicher für Andrea Filser (58) und Martina Ostler (64), die ihr zweites Weltcuprennen bestreitet.
Strecke
Start des Slaloms ist auf 880 Metern. Von hier aus weist die Kurssetzung von Janne Haarala, finnischer Trainer in Diensten Norwegens, mit 66 Toren den Weg über genau 200 Höhenmeter hinunter ins Ziel. Die 644 Meter lange Wettkampfstrecke ist bis zu 47 und im Schnitt 23 Prozent steil.
Lienz
An diesem Wochenende ist der gut 2.000 Meter hohe Hochstein bei Lienz Austragungsport zweier Technikwettbewerbe der alpinen Ski-Damen. Nach dem Riesentorlauf gestern steht heute ein Spezialslalom auf dem Programm. Dabei müssen die Frauen gar nicht bis ganz nach oben auf den Hochstein, denn gefahren wird am vorgelagerten Schlossberg.
Willkommen
Herzlich willkommen in Lienz zum Slalom der Damen.
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