Weltcup - Sölden (Österreich)
Beendet
Samstag, 17. Oktober 2020
Riesenslalom der Damen
Rang
Name
Zeit in min
Diff. in Sek.
1.
Marta Bassino (ITA)
2:19.69
2.
Federica Brignone (ITA)
2:19.83
+ 0.14
3.
Petra Vlhova (SVK)
2:20.82
+ 1.13
4.
Michelle Gisin (SUI)
2:20.99
+ 1.30
5.
Mina Fürst Holtmann (NOR)
2:21.44
+ 1.75
6.
Meta Hrovat (SLO)
2:22.16
+ 2.47
 
Sofia Goggia (ITA)
2:22.16
+ 2.47
8.
Lara Gut-Behrami (SUI)
2:22.25
+ 2.56
9.
Tessa Worley (FRA)
2:22.48
+ 2.79
10.
Paula Moltzan (USA)
2:22.50
+ 2.81
Live-Ticker 
Automatische Aktualisierung
Ende
Insgesamt jedenfalls ein sehr gelungener Auftakt bei den Damen, Shiffrin wird bei ihrer Rückkehr harte Konkurrenz vorfinden. Morgen um 10:00 Uhr das erste Herrenrennen der Saison, das wird vermutlich eine noch engere Kiste. Vielen Dank für Interesse heute und noch einen schönen Samstag!
Fazit II
Mit Gut-Behrami (8.) und Ellenberger (11.) bringt Swiss-Ski noch zwei Läuferinnen in die Top 12, das, obwohl Holdener von Rang 7 auf 26 zurückfiel. Beim ÖSV verpasste man die Spitzenplätze deutlich, aber sowohl Katharina Truppe (15.) als auch Comebackerin Brunner (17.) können auf dieses Ergebnis aufbauen.
Fazit I
Das war sehr clever von Bassino, im anspruchslosen Stück gleich nach dem Start hat sie ihren Vorsprung auf Brignone entscheidend ausgebaut. So reichte das Feuerwerk der Konkurrentin in den letzten Toren knapp nicht, zweiter Weltcupsieg für die Piemonteserin nach Killington 2019. Petra Vlhova verpatzte Lauf 1, stürmte aber mit einem furiosen 2. Durchgang noch auf das Podium, dies vor der besten Schweizerin Michelle Gisin.
Bassino
Somit auch zweitbeste Laufzeit von Brignone, auf ihren 0,58 Sekunden Vorsprung ausruhen kann sich Marta Bassino schon mal nicht. Macht sie auch nicht, sie baut oben aus. Steilhang auch tadellos, unten lässt sie zwar ein wenig liegen, aber es reicht. 2:19.69, exakt 14 Hundertstel geben den Ausschlag zu ihren Gunsten.
Brignone
Denn eine Federica Brignone wird keine 1,4 Sekunden auf Vlhova verlieren, da bin ich mir eigentlich sicher. Übergang gut erwischt, im Steilhang nicht so entfesselt wie Vlhova. Aber mit dem besseren Finish und im Ziel noch mit exakt 0,99 Sekunden Guthaben ausgestattet.
Holtmann
Vierte im Vorjahr, das könnte Mina Fürst Holtmann wieder blühen. Aber unten kann man Vlhova abfangen, das haben die Läuferinnen zuvor gezeigt. Die Norwegerin hat aber bei der letzten Zwischenzeit schon fast eine Sekunde Rucksack, nein, das wird auch nicht Rang 4, sie ist jetzt schon nur mehr Dritte.
M. Gisin
Michelle Gisin auch sehr sauber, keine Probleme beim Übergang. An Vlhova wird sie auch noch rankommen, aber Rang 2 sollte definitiv drin sein. Oh, was für ein Finish, da fehlen plötzlich nur mehr 17 Hundertstel auf Rang 1!
Robinson
Das Märchen vom Vorjahr wird sich für Alice Robinson wohl nicht wiederholen, aber ein Podium ist drin! Viel besser als die Läuferinnen zuvor, sie verliert erst einmal nichts von ihrem Vorsprung auf Vlhova. Die Schlüsselstelle ist geschafft, aber im Steilhang überdreht sie und steht fast. Das hat zweieinhalb Sekunden gekostet, nur Rang 8.
Gut-Behrami
Sollte Lara Gut-Behrami halbwegs durchkommen, dann ist sie Zweite, den sie nimmt schon ordentlich Vorsprung mit auf die Reise. Aber da bremst sie doch gewaltig, so vorsichtig darf man das auch nicht angehen. Unten dreht auch sie wie gewohnt auf und wird so noch Vierte vor Worley und Moltzan.
Holdener
Wendy Holdener hatte vorhin die ideale Nummer 1, jetzt wird die Sache mit 24 eine deutlich schwerere Aufgabe. Aber unabhängig von der Nummer patzt auch sie gleich vor dem Steilhang, das werden in Summe sogar über sechs Sekunden Rückstand.
Goggia
Damit kein schöner Tag auch für den ÖSV, wir warten indes weiter, dass jemand Hrovat Platz 2 stibitzt, die Vlhova-Zeit scheint vorerst unantastbar. Und das gelingt jetzt Sofia Goggia auch, weil sie wieder einmal ganz unten besonders schnell ist. Zeitgleich mit Hrovat, Top 10, klasse Tag für sie.
Brunner
Daran muss sich Steffi Brunner heute noch nicht messen lassen. Sie muss jetzt einfach in diese 1,34-Sekunden-Lücke hinter der Slowakin reinfahren. Aber so nicht, auch sie kommt nicht unfallfrei durch die Schlüsselstelle beim Übergang. Das wird sogar noch schlechter als bei Truppe, nämlich nur Rang 10.
Vlhova
Alles auf Attacke! Petra Vlhova mit Wut im Bauch, aber das bringt positive Energie. Und eine fabelhafte Laufzeit von 1:09.26. 2:20.82 gesamt riechen nach Podium, sollten aber auch Brignone und Bassino zu denken geben.
Truppe
Auch Katharina Truppe verbockt es genau in diesem Bereich. Immerhin kein Ausfall, aber mehr als Rang 7 ist mit dieser aus der Not geborenen und extremen Querlage nicht mehr drin.
Robnik
Fabriziert Tina Robnik eine slowenische Doppelführung? Nein, ganz im Gegenteil, es gibt wieder Extrapunkte für alle, die schon im Ziel sind. Anders als Tivberg bleibt sie beim Übergang noch im Kurs, aber ein paar Tore danach ist die Richtung endgültig noicht mehr korrigierbar.
Hrovat
Jetzt noch die beiden Sloweninnen, dann sind auch schon erste Gedanken in Richtung Podium erlaubt. Aber der Reihe nach, Meta Hrovat will jetzt erst einmal Worley einfangen. Könnte wieder ein Hundertstelkrimi werden, nein, unten dreht sie auf und nimmt der Französin gut drei Zehntel ab.
Worley
Von Tessa Worley erwarte ich nach dem Auftritt vorhin nicht viel, aber für die zwischenzeitliche Führung kann es reichen. Tut es auch, wenngleich nur um zwei Hundertstel.
Tviberg
Marie Therese Tviberg fuhr vor einem Jahr mit Nummer 58 auf Rang 6, heute lief Lauf 1 nicht ganz nach Wunsch. Aber noch geradezu ideal im Vergleich zu jetzt. Schon oben rutscht der Innenski weg, zeigt kurz in Richtung Starthaus und sie schlittert chancenlos am Tor vorbei. Zweiter Ausfall nach Liensberger.
Gritsch
Oben attackiert Franziska Gritsch mehr als Moltzan, findet sie jetzt im Zickzackteil den Flow der US-Amerikanerin? Nein, sie muss wie Tilley einen Schwung rabiat abstechen, das kostet über drei Sekunden.
Moltzan
Paula Moltzan ist die letzte der Läuferinnen, für die Durchkommen an allererster Stelle steht. Also an den Schlüsselstellen, vor allem beim Übergang in den Steilhang ein wenig bremsen, ansonsten die Latten gut laufen lassen. Hui, die laufen aber großartig, in Lauf 2 nur zwei Hundertstel hinter der Schweizerin, das gibt eine formidable neue Bestzeit mit 2:22.50.
Hector
Ellenberger nähert sich den Top 15 mit großen Schritten, auch Sara Hector kann ihren Platz in der Leaders Lounge nicht gefährden. Unauffällige Fahrt der Schwedin, kein grober Schnitzer, aber auch nicht die ganz große Attacke. Gibt in Summe Platz 3.
Siebenhofer
Ramona Siebenhofer auch mit einer guten Fahrt zuvor, Ellenberger wird sie aber sicherlich nicht halten können. Nein, da fährt sie eher gegen Nufer, aber mit einem guten Zielhang springt sie dann noch auf Rang 5. Ordentlich von der Salzburgerin im Rahmen der Erwartungen.
Nufer
Priska Nufer perfektionierte mit Nummer 64 am Vormittag den ganz starken Auftritt der Schweizerinnen. Schön nach Hause bringen jetzt, das Top-20-Ergebnis. Schrecksekunde im Mittelteil, überstanden. Aber ein paar Plätze wird sie wohl verlieren, derzeit ist sie Siebte.
O´Brien
Nina O Brien hat uns auch überrascht, auch ihr gelingt eine Bestätigung. Nicht so gut wie Miradoli, aber Rang 3 ist auch für sie top.
Miradoli
Als vorletzte Läuferin ins Finale, dieses kleine Wunder gelang Romane Miradoli. Also einfach sauber runterbringen, aber sie bremst keineswegs. Und so fehlen nur 15 Hundertstel auf Ledecka, das ist schon wieder großartig.
Liensberger
Das wechselt jetzt ständig zwischen offensiv und defensiv. Katharina Liensberger muss nichts verteidigen, sondern Lauf 1 vergessen machen. So geht sie die Sache auch an, aber es geht nicht lange gut. In einer Rechtskruve bekommt sie einen Schlag, der Torfehler ist nicht zu vermeiden.
Tkachenko
Für Ekaterina Tkachenko gelten jetzt wieder andere Gesetze, wer es mit Nummer 67 ins Finale schafft, bei dem muss zwingend der Fokus auf Sicherheit gelegt werden. Aber hinter Ellenberger ist ja viel Platz, die Russin macht nichts falsch und freut sich über Rang 2.
Ellenberger
Diese Läuferinnen haben jetzt praktisch alle null Vorsprung auf Ledecka, wer in Führung gehen will, der darf nicht taktieren. Andrea Ellenberger macht das auch nicht, das ist wieder eine sehr angriffige Fahrt. Bringt die Hergiswilerin das ins Ziel? Ja, 2:23.23, aber vor allem eine überragende Laufbestzeit mit 1:10.05, da ist ein weiter Sprung nach vorne möglich!
Bucik
Ana Bucik im Mittelteil nicht so auf Zug wie die Tschechin, aber auch ohne grobe Schnitzer. Riecht nach Rang 2, so kommt das auch prompt.
Ledecka
Weiter geht es mit Ester Ledecka, die erst einmal den Spuren von Tilley folgt. Das ist gut, aber jetzt muss sie ihren eigenen Weg gehen. Klappt ordentlich, 2:24.73 lassen die Eins aufleuchten.
Tilley
Alex Tilley will sich in den Top 30 weiter etablieren, sie greift im öden, aber so wichtigen Mittelteil voll an. Das bringt erst eine Sekunde Vorsprung, aber dann rutscht sie weg. Kein Ausfall, auch wenn sie mit dem Hosenboden im Schnee sitzt. Aber die Zeit ist weg, 2,4 Sekunden fehlen im Ziel auf Norbye.
Grenier
Jetzt ist die Sicht auch im oberen Teil perfekt, ideale Bedingungen, um voll anzufreifen. Valerie Grenier, mit 58 vorhin noch ins Finale gefahren, hat nur eine Hundertstel Rückstand auf die Norwegerin. Im Ziel sind es rund vier Zehntel, aber das ist völlig egal, sie hat Punkte, daran hat sie heute in der Früh wohl selbst nicht geglaubt.
Norbye
Geht schon los! Kaja Norbye darf und die erste Richtzeit liefern, vor allem aber darf sie nicht ausscheiden. Das gelingt, 2:25.38 sind zu schlagen.
Startliste
Angesichts der vielen Überraschungen mit ganz hohen Nummern wäre selbst Alex Tilley nach ihrer eigentlich guten Fahrt mit Startnummer 28 noch rausgeflogen. Ging sich aus, jetzt hat die Britin mit Nummer 3 nach Norbye und Grenier nahezu optimale Bedingungen. Dann kommt bald schon Katharina Liensberger mit Nummer 8, sie will den Auftritt vom Vormittag vergessen machen. Richtig rund geht es dann mit der 11. in Lauf 1, Katharina Truppe. Auf DSV-Fahrerinnen warten wir wie gesagt in Post-Rebensburg-Zeiten vergeblich.
Wir sind zurück in Sölden, bzw. im Rahmen der Covid-19-Abstandsregeln zurück im Büro. Nichtsdestotrotz erwartet uns ein toller Finaldurchgang, denn vorne gibt es auch ohne Shiffrin ein knackiges Rennen um die Podiumsplätze, weiter hinten dürfen etliche Damen sensationelle Leistungen aus Lauf 1 bestätigen.
Ansonsten kann gerade im Mittelfeld noch viel passieren, hier sind die Abstände gering und die frühen Startnummern wertvoll. Um 13:00 Uhr steigt das große Finale am Rettenbachferner, bis gleich!
ÖSV und DSV
Überragende Italienerinnen, starke Schweizerinnen. Aber auch der ÖSV ist mit Brunner (9.) und Truppe (11.) ganz gut mit dabei, Gritsch und Siebenhofer werden auch halbwegs zufrieden sein, was Katharina Liensberger als 22. natürlich nicht sein kann. Sehr schwach leider der DSV, Lena Dürr machte nichts als Startnummer 31 und notiert nur auf Platz 38. Die anderen drei finden sich in der Ergebnisliste erst in den Fünfzigern wieder.
Zwischenfazit
Bassino überragend, sie nimmt knapp sechs Zehntel Vorsprung auf Brignone mit in den Finaldurchgang. Die beiden Italienerinnen werden kaum zu biegen sein, aber einen Platz auf dem Podium peilen auch noch Holtmann, die zeitgleichen Robinson und Gisin sowie überraschenderweise auch Lara Gut-Behrami an. Sie ist zur Halbzeit Sechste, dies auch noch vor Kollegin Holdener.
Gagnon
Jetzt ist aber Schluss. Und die Kanadierin Marie-Michele Gagnon setzt nicht noch einen drauf, sondern beendet das Spektakel mit Rang 55 deutlich weniger spektakulär.
Miradoli
Und immer ist noch nicht Schluss! Gleich danach schreibt Romane Miradoli gar 1:13.01 raus. Die 22 leuchtet zu ihrer Begeisterung auf der Anzeigetafel auf.
Tkachenko
Ja was ist denn heute los! Als drittletzte Läuferin ballert die Russin Ekaterina Tkachenko eine 1:13.13 raus.
Nufer
Nein, Moltzan hat nicht die Zeitnahme manipuliert. Es sind noch Megazeiten unter 1:13 drin, das bestätigt jetzt auch die Schweizerin Priska Nufer mit 1:12.86.
Fest
Nadine Fest ist die letzte ÖSV-Starterin, aber heute völlig chancenlos.
Moltzan
Eine Suter wird doch im Finale dabei sein, oder? Corinna ist es, die derzeit auf Rang 30 zittert. Aber da wird Paula Moltzan mit sagenhaften 1:12.93 gestoppt. Rang 17, aber wie schon bei O Brien bin ich mir nicht sicher, ob die US-Amerikanerinnen hier nicht an der Uhr gedreht haben.
Grenier
Die Piste ist nicht schuld, die Sicht auch nicht. Denn direkt nach ihr knallt Valerie Grenier eine 1:13.44 in den Gletscherschnee und katapultiert sich mit Nummer 58 auf Platz 25.
Loipetssperger
Und nun das Debüt von Lisa Marie Loipetssperger im Weltcup. Die Münchnerin kommt gut durch, aber mehr als Rang 41 ist leider nicht drin.
Huber
So, nun sind die 1:14.10 von Frasse Sombet die Zielvorgabe für die letzten Läuferinnen. Katharina Huber scheidet allerdings frühzeitig aus.
Rast
Die Schweizerin Camille Rast macht es viel besser, 1:13.80 sind das späte Highlight, auf das wir einige Zeit gewartet haben. Mit 54 auf 28, das war Spitze!
Hilzinger
Immer noch halten die schwachen 1:14.20 von Stjernesund, kann Jessica Hilzinger jetzt mit Nummer 53 die Chance ergreifen? Eher nicht, so kassiert schon oben im einfachsten Streckenabschnitt über eine Sekunde. Und findet nie die Linie, das ist sogar nur Platz 40 im Ziel.
Filser
Vielleicht weil es Andrea Filser besser macht als Lena Dürr. Nein, die ist sogar noch einmal eineinhalb Sekunden langsamer als die Teamkollegin und somit gänzlich chancenlos.
Mörzinger
Ganz knapp verpasst Elisa Mörzinger die Top 30. Allerdings wird auch Stjernesund auf dem Schleudersitz wohl bald die Skier zusammenpacken müssen für heute.
O´Brien
Jetzt ist es aber vorbei, denn die Uhr stoppt bei Nina O Brien schon bei 1:12.98. Rang 19, da müssen wir jetzt aber ein wenig ungläubig staunen.
Escane
Das war es fast für Lena Dürr, aber sie darf weiter zittern. Die Französin Doriane Escane beendet die Ambitionen der Deutschen nicht, acht Hundertstel fehlen auf Platz 30.
Jelinkova
Adriana Jelkinkova ist noch ein paar Zehntel schneller, sprich, die Niederländerin hat sehr gute Karten. Bessere, als es Rang 25 vermuten ließe.
C. Suter
Auch Corinne Suter ist schneller als Dürr, aber mit 1:13.99 ziemlich an der Kippe.
Ledecka
Weiter geht es mit Ester Ledecka, die Tschechin hat mit 1:13.30 deutlich bessere Karten als Dürr und Schild.
Dürr
Die Shiffrin-Absage war ja pures Gold für Lena Dürr! Gestern noch Startnummer 51, heute 31, das muss sie jetzt aber auch nutzen. Das klappt so gar nicht, zu hart setzt sie die Kanten ein, die Zehntel summieren sich. Und 1:14.28 bedeuten nur Rang 27, sprich, das nahezu fixe Aus.
Schild
Bernadette Schild kommt da nicht mit, ihre 1:14.51 dürften eher nicht für Lauf 2 reichen.
Siebenhofer
Wird die ÖSV-Trainer beruhigen, denn die haben jetzt wieder zwei heiße Eisen oben im Starthaus. Und Ramona Siebenhofer ist prompt noch besser als die Britin vor ihr. Kleiner Wackler im Steilhang, kostet fast nichts. Rang 18, das ist genau das, was man mit Nummer 28 sehen will. Eine fixe Quali für den zweiten Lauf und somit bald eine bessere Startnummer in Aussicht.
Tilley
Damit kristallisiert sich heraus, wer unter 1:14 bleibt, der ist am Nachmittag sicherlich dabei. Alex Tilley schafft mit 1:13.34 Rang 21, der Beweis, man kann noch gute Zeiten liefern.
Riis-Johannessen
Auch Kristina Riis-Johannessen steht zu lange auf dem Innenski, das hat überhaupt nichts mit der Sicht zu tun, die ist weiter in Ordnung. Es sind wohl eher die Rippen und Wellen gerade im Zickzackteil. Jetzt sind wir schon bei Zeiten über 1:16.
Brem
Eva-Maria Brem sollte aufzeigen, was die Piste noch hergibt. Aber da läuft heute nichts zusammen, Resignation im Ziel bei einer Zeit über 1:15.
Bucik
Wobei viel natürlich von der Sicht abhängt. Wird diese wieder schlechter, dann sind die höheren Nummern völlig chancenlos. Für Ana Bucik gilt diese Ausrede nicht, aber 1:13.22 sind auch durchaus noch passabel.
Stjernesund
Wobei es natürlich schon auch sein könnte, dass man eine Zeit unter 1:13 liefern muss. Dies tut die Norwegerin Thea Louise Stjernesund bei weitem nicht, mit 1:14.20 ist die Sache eher aussichtslos.
Ellenberger
Die Piste wird schlechter, die Sicht wird besser, das ist nur fair. Und ideal für uns, die wir möglichst lange ein spannendes Rennen sehen wollen. Zudem auch Andrea Ellenberger beiträgt, allerdings dann ab der Kante zum Steilhang doch deutlich mehr verliert als die Läuferinnen zuvor. Immerhin kann sie als 19. wohl den 2. Durchgang planen.
Truppe
1:12.37, das ist die Vorgabe für die nächsten Läuferinnen. Die Sicht oben ist besser als zu Beginn, auch Katharina Truppe kann dies nutzen. Was macht Sie aus dem erarbeiteten Polster? Noch mehr als Gritsch, nämlich Rang 11 nur hauchdünn hinter Brunner.
Gritsch
Hui, viertbeste Zeit von Franziska Gritsch im oberen Teil. Kann sie natürlich nicht halten, muss sie aber auch nicht. Einfach halbwegs sauber durchkommen, das wiederum gelingt. Punktladung auf der 15!
Haaser
Jetzt ein ÖSV-Dreierpack, hier wollen alle in die Top 15. Ricarda Haaser macht den Anfang, aber auch viele Fehler. Und dann auch der erste Ausfall im Zielhang nach Innenskifehler. Aber der schmerzt nicht sonderlich, denn die Zeit war schon zuvor weg.
Alphand
Estelle Alphand patzt an gleicher Stelle, mit 1:13.61 steht sie aber immer noch ein wenig besser da.
Frasse Sombet
Bremsschwung von Coralie Frasse Sombet, 1:14.10 ist jetzt die erste Zeit, die keineswegs ein Finalticket garantiert.
Goggia
Sofia Goggia kann alles außer Slalom, aber einen Riesentorlauf hat sie noch nie gewonnen. Wird sie auch heute nicht, aber 1:11.30 sind definitiv ein Grund zur Freude. Sie schiebt sich auf Platz 8 zwischen Holdener und Brunner.
Hrovat
Meta Hrovat beschließt die Top 15 mit einer oben sehr vielversprechenden Fahrt. Sie ahnen, was jetzt kommt, Fehler im Mittelteil, den muss man viel aktiver angehen. 2,41 Sekunden fehlen im Ziel, für den Finaldurchgang reicht es, Top 10 wird schwer.
Tviberg
Das waren bessere Leistungen der Athletinnen mit den Nummern 8 bis 13 als erwartet. Geht es in der Tonart weiter? Erst einmal können wir Durchatmen, denn die Norwegerin Tviberg muss sich mit Rang 12 begnügen. Immer noch OK, keine Frage.
M. Gisin
Womit Gut nach Lauf 1 beste Schweizerin sein könnte. Denn das kann ihr eigentlich nur Michelle Gisin streitig machen, die ist aber auch prima unterwegs. Wahnsinn, tolles Finish und 1:10.72, das ist auf Platz 4 eine ganz laute Ansage in Richtung Podium.
Gut-Behrami
Die Vorbereitung war für Lara Gut-Behrami nicht optimal angesichts des Ärgers mit dem Verband. Wut in Leistung ummünzen, das wäre die optimale Lösung. Und das klappt wunderbar, sogar eine Zeit unter 1:11, damit haben wir nicht mehr gerechnet. Rang 5 leuchtet für sie auf.
Brunner
Beispielsweise Stephanie Brunner, bitte endlich einmal eine Saison ohne Verletzungspech! Ja, das ist besser als bei Liensberger zuvor, deutlich aktiver auf jeden Fall. Und was sagt die Uhr? 1:11.46 und Rang 6, da würde es jetzt im Ziel laut werden, aber Zuschauer sind ja keine zugelassen.
Liensberger
Jetzt bei Katharina Liensberger sollte aber wieder deutlich mehr gehen, im Training war sie dem Vernehmen nach bärenstark. Im eher langweiligen Zick-zack-Mittelteil ist sie aber zu passiv. Oder lässt die Piste schon nicht mehr zu? Wie auch immer, 1:31.03 sind sicherlich eine Enttäuschung. Aber der ÖSV hat ja noch zehn weitere Optionen in der Hinterhand.
Hector
Sara Hector gehört auch in die Kategorie der unverwüstlichen Damen. Für die Top 10 ist sie aber immer noch gut, das wird heute aber mit 1:12.72 eher schwierig. Denn da fehlt sogar auf Worley eine halbe Sekunde.
Robnik
Damit sind die besten Sieben der Welt unten, die Startnummern stimmen leider weiterhin nicht mit den gestern publizierten überein. Kein Problem, gehen wir halt mit Tina Robnik auf die Reise. Zeitmäíg müssen wir jetzt eher auf Worley blicken, nicht mehr auf Bassino. Die Französin schlägt die Slowenin, sonst aber keine.
Holtmann
Doppelführung Italien also, kann Mina Fürst Holtmann daran etwas drehen? Oben auch sie tadellos, technisch besonders sauber sogar. Aber nicht so angriffig wie die Italienerinnen, jetzt im Mittelteil purzeln die Zehntel. Unten gut wie Brignone, Rang 3!
Brignone
Oben ist es wirklich sehr neblig, auch wenn das im TV dramatischer aussieht. Brignone kommt gut durch, jetzt hat sie freie Sicht. Das ist im Bereich von Robinson, aber nicht in dem ihrer Landsfrau. Aber im Zielhang hat sie noch mehr Körner, wie so oft. Keine sechs Zehntel Defizit, da ist noch alles drin.
Robinson
Jetzt aber eine, die garantiert voll auf der Höhe der Zeit ist. Sieht stark aus, was Alice Robinson auch in diesem Jahr in Sölden wieder abliefert. Aber auf Bassino verliert auch sie, wo genau nur? In Summe jedenfalls 1,2 Sekunden, macht Rang 2.
Worley
Nein, das ist nicht mehr die Tesssa Worley früherer Zeiten, auch sie muss langsam dem Alter Tribut zollen. Es fehlt die Spritzigkeit und so verliert sie von oben bis unten gewaltig.
Vlhova
Das ist einiges wert! Wobei Petra Vlhova im Mittelteil grobe Probleme hat, bei etlichen Toren fehlt die Linie. Macht in Summe sogar über zwei Sekunden Defizit.
Bassino
Marta Bassino hinterher, sie könnte durchaus eine Kandidatin für die Riesenslalom-Kugel sein. Und das sieht voll auf Zug aus, nur ganz unten geht ihr ein wenig die Luft aus. Aber 1,7 Sekunden Vorsprung auf eine Holdener, das kann einiges wert sein.
Holdener
Und schon geht es los! Nicht Brignone, sondern Wendy Holdener mit Nummer 1. Kein Kaiserwetter, aber die Bedingungen sind in Ordnung, für einen Riesentorlauf ist die Sicht absolut ausreichend. Und 1:11.26 lautet die erste Richtzeit.
Startliste
Denn auch ohne Shiffrin bewerben sich 69 Damen um die 30 Plätze im Finale. Elf ÖSV-Fahrerinnen alleine, selbst mit Nummern über 60 noch reichlich bekannte Namen. Los geht es gleich mit Brignone, gefolgt von Vlhova, Bassino und Robinson. Mehr geht nicht in Abwesenheit von Shiffrin, die eigentlich Nummer 3 gehabt hätte.
DSV
Das ist doch ein ziemlicher Umbruch, vor allem für den DSV eine Herausforderung. Vier Damen hat man am Start, Filser, Dürr, Hilzinger und Debütantin Lisa Marie Loipetssperger haben mit Startnummern jenseits der 40 nur das Ziel, den 2. Durchgang zu erreichen. Und das wird schwer genug.
Karriereende
Etliche Karrieren wurden hingegen tatsächlich beendet. An erster Stelle sind hier natürlich Viktoria Rebensburg und Anna Veith zu nennen. Der DSV hat auch noch Christina Ackermann und Veronique Hronek verloren, Haver-Löseth, die Fanchini-Schwestern und Tina Weirather werden wir auch nicht mehr auf Skiern bewundern können.
ÖSV und Swiss-Ski
Und die Österreicherinnen alleine schon deshalb, weil man das mit weitem Abstand größte Starterinnenfeld stellt, angeführt Katharina Liensberger. Stephanie Brunner ist auch zurück, Haaser, Gritsch, Truppe und so weiter. Swiss-Ski darf nun doch weiter auf Lara Gut-Behrami hoffen, auch wenn diese ihren Trainer selbst bezahlen muss.
Favoritinnen
Im Vorjahr gewann in Sölden sensationellerweise die Neuseeländerin Alice Robinson. Das war auch keine Eintagsfliege, in Kranjska Gora kam ein zweiter Weltcupsieg dazu. Robinson gehört zum Favoritenkreis, so wie die Italienerinnen Brignone und Bassino, aber auch Petra Vlhova muss man auf dem Zettel haben. Dazu nehmen wir auch noch die Norwegerin Holtmann, mit Wendy Holdener und Tessa Worley liegt man auch nie falsch.
Mikaela Shiffrin
Shiffrin hat im vergangenen Jahr nichts gewonnen, von sieben Weltcuprennen abgesehen. Aber nicht die große Kugel und nicht einmal eine kleine. Das war freilich nicht unbedingt ihrer Form geschuldet, sondern der Pause nach dem Tod ihres Vaters und dem abgebrochenen Weltcup, der keine Aufholjagd zuließ. Und auch den Auftakt der neuen Saison verpasst sie, Shiffrin ist in den USA geblieben, aufgrund von Rückenproblemen hat sie noch Trainingsrückstand. Dass sie trotzdem auf der Startliste aufscheint, das hat nichts zu bedeuten, da wird gleich DNS aufscheinen.
Weltcup
34 Rennen an 18 Orten sind geplant, keine Kombis in dieser Saison, denn man will die Gruppen kleiner halten, sprich Speed- und Technikfahrerinnen trennen. Auch Parallelrennen halten sich in Grenzen, zwei sind geplant, ein Neuling mit Lech/Zürs und ansonsten nur der Teambewerb beim Weltcupfinale. Aber natürlich kommt noch die 46. Alpinen Skiweltmeisterschaft im Februar in Cortina d’Ampezzo dazu, hoffentlich zumindest.
Sölden
Saisonauftakt auf dem Rettenbachferner in Sölden, so kennen wir das seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Aber in diesem Jahr ist natürlich alles etwas anders, die Rennen wurden um eine Woche vorgezogen und Covid 19 bestimmt das Geschehen. Aber gleich geblieben ist, dass es mit einem Riesentorlauf losgeht und die Damen den Vortritt haben.
vor Beginn
Herzlich willkommen in Sölden zum Riesenslalom der Damen.
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